Erdölbranche

Vom Bohrloch zum Endverbraucher

Vom Bohrloch führt ein weiter Weg an die Schweizer Tankstelle oder in den eigenen Heizöltank. Von den Förderländern zu uns in die Schweiz müssen immer grosse Transportdistanzen zurückgelegt werden. Damit es zu keinen Engpässen kommt, führt ein Netz verschiedener Versorgungswege Erdöl und Erdölprodukte aus vielen Ländern auf unterschiedlichen Verkehrsträgern in die Schweiz. Diese Vielfalt ermöglicht eine optimale Versorgungssicherheit.

 

Die Hauptwege des Öls in die Schweiz

Pipeline
Rohöl gelangt vor allem per Pipeline in die Schweiz. Die Raffinerie in Cressier NE wird via Zubringerpipeline Oléduc du Jura Neuchâtelois über das Rhonetal aus dem Raum Marseille versorgt.

Schifffahrt
Als erstklassiger natürlicher Transportweg verbindet der Rhein die grossen Ölhäfen an der holländischen und belgischen Küste mit der Schweiz.

 

 

 

Eisenbahn
In Perioden hoher Rheinfrachtraten gewinnen die anderen Transportmittel, allen voran die Eisenbahn, an Bedeutung. Die Schiene ist jedoch zu allen Zeiten ein wichtiger Verkehrsträger für die Einfuhr von Erdölprodukten.

Strasse
Insgesamt erfolgen weniger als 10% der Einfuhren über die Strasse. Für einige Teile der Schweiz sind Strassentransporte allerdings von grösster Bedeutung. So wird beispielsweise das Tessin fast ausschliesslich per Lastwagen von den norditalienischen Raffinerien aus versorgt.

 

 

Importiertes Rohöl in die Schweiz*

Die Schweizer Raffinerie bevorzugt hochwertige, schwefelarme, relativ leichte Rohöle aus dem afrikanischen Raum. Libyen, Nigeria und Algerien liefern den Löwenanteil des in die Schweiz importierten Rohöls. Die Nordsee hat dagegen an Bedeutung eingebüsst, ebenso der Mittlere Osten. Letzterer hat in den vergangenen Jahren weniger als 10% zu den Rohölimporten beigetragen.

 

Inlandabsatz an Erdölprodukten*

Mit knapp drei Viertel nimmt unsere Mobilität den Löwenanteil der wichtigsten, eingesetzten Erdölprodukte in Anspruch. Für das Beheizen von Räumen und Wasser wird das restliche Viertel verwendet.