AVIA Vereinigung Schweiz

30. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.14 $   Crude (WTI): 67.824 $   Gasoil 651.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9877 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise geben ohne neue Impulse leicht nach – Fokus auf Iran und Handelsstreit

 

Marktteilnehmer bleiben in einer generellen Long-Position, da vor allem das Risiko weiterer Produktionsausfälle Sorgen bereitet. Die Marktlage ist derart knapp, dass jeder weitere Ausfall am physischen Markt sofort spürbar ist und den Unterschied zwischen einem ausgeglichenen Markt und einer Unterversorgung machen kann.

Probleme in der Ölversorgung könnten vor allem entstehen, sollten die USA die Sanktionserleichterungen gegen den Iran am 12. Mai aufheben. Je nachdem welche Sanktionen die USA wieder einführen, könnte dies die Ölexporte des Irans hart treffen und die Ölförderung des Landes damit sinken lassen. Vor dem 12. Mai, wenn die USA die Sanktionen vermutlich benennen werden, bleiben die Abwärtsspielräume an den Ölbörsen klar begrenzt.

Auf der anderen Seite stehen nun aber auch wieder der Handelsstreit zwischen den USA und der EU im Fokus. Ab morgen sollen die Strafzölle auf Aluminium und Stahl auch für die EU gelten, die Gegenzölle angekündigt hat. Der Handelsstreit könnte sich damit weiter ausdehnen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

27. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.50 $   Crude (WTI): 67.97 $   Gasoil 655.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9895 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures konsolidieren auf hohem Niveau – Geopolitische Faktoren bleiben im Mittelpunkt

 

Die Ölpreise sind seit Anfang April um etwa 6 bis 7 Dollar gestiegen, was fast vollständig auf geopolitische Risikofaktoren zurückzuführen ist. Der kurze Produktionsausfall in Libyen ging dabei ebenso fast unter wie bearishe Meldungen, die am Markt derzeit weitestgehend ignoriert werden.

Im Vergleich zu den letzten Jahren sind die Ölbestände extrem niedrig, sodass der Puffer für Angebotsausfälle sehr klein ist. Die sinkende Produktion in Venezuela, ein möglicher Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran, eine instabile Lage in Libyen und eine vermutliche Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Länder in 2019 stellen daher ein großes Risiko für die Versorgungslage dar. Trader berücksichtigen dies durch die Einpreisung einer Risikoprämie, die die Futures auf hohem Niveau halten.

Im Fokus wird kurzfristig vor allem weiter Trump und seine Iran Politik bleiben. Die Deadline für eine Entscheidung der US Regierung ist der 12. Mai.

Für die Preise bedeutet dies aktuell leichte Preissteigerungen zum Vortag.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

26. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.44 $   Crude (WTI): 68.39 $   Gasoil 653.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9836 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures ziehen trotz bearisher Bestandsdaten an – Macron rechnet mit Ausstieg aus Atomdeal

 

Die wöchentlichen US Ölbestandsdaten waren gestern eindeutig bearish, doch der Einfluss blieb gering. Die Zahlen reichten nicht aus, um die Preise substanziell nach unten zu drücken, der größte Fokus liegt offenbar noch immer bei den geopolitischen Spannungen mit dem Iran.

Standen die Anzeichen hier zu Beginn der Woche noch auf Entspannung so hat Macron die Hoffnungen wieder etwas gedämpft. Der französische Präsident fürchtet, dass Trump mit den USA am 12. Mai aus dem Abkommen aussteigen und die Sanktionen gegen Teheran wieder implementieren wird. Dann drohen Ausfälle bei den Exporten, mit denen die knappe Marktlage zusätzlich strapaziert wird, sodass die Ölpreise dann vermutlich wieder kräftig anziehen.

Die sich nun wieder breit machende Unsicherheit der Marktteilnehmer führt zu einer höheren Risikoprämie, sodass die Notierungen in der Nacht anzogen und die Stimmung wieder leicht bullish einzuordnen ist.

Diese Kombination verteuert die Preise, sodass heute Morgen mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen ist.

 

Fundamental neutral  bis bullish                        Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

25. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.80 $   Crude (WTI): 67.64 $   Gasoil 646.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9821 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Neuer Iran-Deal? - Ölpreise geben in der Nacht nach

 

Die Ölnachfrage lag dieses Jahr bisher über dem erwarteten Niveau. Im ersten Quartal wurde das höchste Nachfragewachstum der letzten Jahre registriert. Gleichzeitig hatte die OPEC mit ihren Produktionskürzungen Erfolg. Die OECD Ölbestände sind auf das 5-Jahresdurchschnittsniveau gesunken, Venezuelas Ölindustrie fördert Monat für Monat weniger Öl und die USA drohen dem Iran mit neuen Sanktionen.

Eine Mischung, die die Ölpreise in den letzten Wochen permanent stützte und auf das höchste Niveau seit 3,5 Jahren trieb. An der geopolitischen Front gibt es nach den Kommentaren Macrons, der einen möglichen neuen Deal mit dem Iran andeutete, Anzeichen einer Entspannung. Die USA wollen am 12. Mai entscheiden, ob sie die Sanktionserleichterungen, die im Zuge des Atomabkommens 2015 gewährt wurden, wieder streichen werden.

Der Fokus der Trader wird in den kommenden Wochen, bis zur Entscheidung der USA, explizit auf diesem Thema liegen. Darüber hinaus stehen heute auch die US Ölbestandsdaten auf der Agenda. Für heute deuten sich leichte Preissenkungen an.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

24. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.20 $   Crude (WTI): 69.24 $   Gasoil 655.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9778 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise ziehen im späten Handel deutlich an – Brent erreicht neues 3,5 Jahreshoch

 

Trump hatte getwittert, dass er die künstlich hohen Ölpreise der OPEC nicht akzeptieren werde. In Wahrheit fehlen ihm jedoch die Mittel gegen die Verknappung des Angebots durch die Produktionskürzungen nachhaltig vorzugehen. Die Aussicht auf Sanktionserleichterungen gegen einen russischen Rohstoffhersteller hatte die angespannte geopolitische Stimmung gestern zwar etwas gelockert, doch an der tendenziell bullishen Grundeinstellung des Marktes hat dies nicht viel verändert.

Vor allem gegenüber dem Iran hatte die politische Führung einen immer wieder kompromisslosen Ton angeschlagen und wird vermutlich am 12. Mai über ein (teilweises) Ende der gewährten Sanktionserleichterungen beschliessen, sodass eine erneute Verschärfung der Sanktionen potenziell das Ende des gesamten Abkommens bedeuten könnte.

Auf der anderen Seite bleibt die Versorgungslage am Markt weiter knapp. Die Oelnachfrage legte im ersten Quartal so stark zu wie seit 2010 nicht mehr und die Bestände sinken kontinuierlich.

Die Ölpreise starten nach der späten Aufwärtsbewegung von gestern deutlich fester in den Tag und ergeben aktuell deutliches Potenzial für Preissteigerungen.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

23. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.04 $   Crude (WTI): 68.33 $   Gasoil 647.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9755 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Produktionsausfall in Libyen - Futures bleiben fest

 

Die US Ölindustrie boomt weiter. Mehr Ölbohranlagen bedeuten dabei, dass noch intensiver nach neuen Ölquellen gesucht wird. Es ist also davon auszugehen, dass der Trend eine langfristig positive Entwicklung bei der US Ölförderung andeutet.

Auch wenn die USA in diesem Jahr so viel Öl wie noch nie förderten, so sank die Ölproduktion der OPEC und Nicht-OPEC Länder, die sich an den gemeinsamen Produktionskürzungen beteiligt haben.

In Verbindung mit der starken Ölnachfrage hat sich die Marktlage damit in diesem Jahr deutlich verknappt, sodass weitere Produktionsausfälle die Verfügbarkeit direkt treffen und die Bestände belasten. Doch auch mögliche neue Sanktionen gegen Venezuela und den Iran könnten die Ölpreise weiter nach oben treiben.

Mit Blick auf die Exportprobleme Libyens und den drohenden Sanktionen der USA gegen Venezuela und Iran, bleibt die fundamentale Grundkonstellation bullish einzustufen. Für die Preise bedeutet dies Preissteigerungen im Vergleich zum Freitag.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

20. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.62 $   Crude (WTI): 68.09 $   Gasoil 644.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9722 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen vor OPEC Meeting – Preise etwas überhitzt

 

Nachdem zum Wochenanfang die Risikoprämie bezüglich Syrien reduziert wurde, zogen die Preise zur Wochenmitte kräftig an. Sinkende US Ölbestände und eine extrem hohe Nachfrage hatten die Notierungen nach oben getrieben. Gleichzeitig fokussiert sich der Markt zunehmend auf mögliche Sanktionen gegen den Iran.

In Anbetracht der Gesamtkonstellation von hoher Nachfrage, sinkenden Beständen und drohenden geopolitischen Spannungen, die das Ölangebot reduzieren könnten, spricht momentan wenig für eine starke Abwärtsbewegung. Folglich bleiben die Preise weiterhin gestützt.

Ein möglicher Handelsstreit mit den USA könnte das globale Wirtschaftswachstum allerdings dämpfen und auch die hohen Ölpreise könnten sich negativ auf die Nachfrage auswirken.

Es sind viele Bausteine und Unwägbarkeiten, die den Markt derzeit unberechenbar machen. Zwar wurden im späten Handel gestern ein paar Gewinne mitgenommen, jedoch deuten sich bei den Inlandspreisen dennoch leichte Preissteigerungen zum Vortag an.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

19. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.98 $   Crude (WTI): 68.89 $   Gasoil 643.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9680 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures klettern auf neue 3,5 Jahreshochs – Bullishe DOE Daten stützen die Preisniveaus

 

Die OPEC scheint bisher keinen Gedanken daran zu verschwenden die Produktionskürzungen zurückzufahren, obwohl man das eigentlich gesetzte Ziel, die Bestände auf das 5 Jahresdurchschnittsniveau zu drücken, schon erreicht hat, bzw. kurz davorsteht.

Marktteilnehmer warnen vor einer zu starken Verknappung, mit der sich ein Angebotsdefizit ergeben könnte, was die Preise hoch halten würde.

Aus Kreisen der OPEC hörte man zuletzt immer wieder, dass man auch eine solche Phase hinnehmen müsse, wenn es denn dazu beitrage den Markt langfristig in ein Gleichgewicht zu bringen.

Insgesamt ist die Stimmung am Markt wieder tendenziell bullish. Die Vorräte sinken weiter, bevor die starke Sommernachfrage richtig zuschlägt. Gleichzeitig nimmt die Förderung in Venezuela ab und im Iran drohen neue Sanktionen durch die USA, die die Ölversorgung treffen könnten.

Die Futures starten damit nun ein 3,5 Jahreshoch-Niveau. Daher sorgt diese Konstellation am Morgen für deutliches Aufwärtspotenzial bei den Preisen.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

 

18. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.99 $   Crude (WTI): 66.96 $   Gasoil 632.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9683  Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Abbauten bei US Ölbeständen – Rohöl zieht in der Nacht an

 

Das geopolitische Risiko bezüglich Syrien hat sich seit dem Wochenende etwas verringert, nachdem die Gegenschläge Russlands ausblieben. Zum Wochenauftakt gab es daher Potenzial für Gewinnmitnahmen, die nun umgesetzt wurden und die Preise zeitweise belasteten. Dennoch bleiben die Spannungen im Nahen Osten weiter gross, sodass eine stärkere Korrektur nicht möglich war.

Im Blickpunkt der Marktteilnehmer nun vor allem der Iran, dem die USA schon seit längerem mit neuen Sanktionen droht. Werden die Sanktionen gegen Teheran wieder verschärft, könnte dies die Ölexporte des Landes treffen, was die Spannungen dramatisch zuspitzen könnte.

Das geopolitische Risiko bei derzeit sinkenden Ölbeständen halten die Ölpreise auf hohem Niveau.

Kurzfristig werden die Trader nun aber vor allem auf die US Ölbestandsdaten des DOE von heute Nachmittag warten.

Mit den Lagerzahlen zogen in der Nacht vor allem die Rohölpreise an. Die starken Preisnachlässe, die sich zum Teil schon gestern angekündigt hatten, wird es jedoch nicht unbedingt geben.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

17. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.66 $   Crude (WTI): 66.52 $   Gasoil 633.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9600  Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Gewinnmitnahmen – US Ölproduktion nimmt weiter zu

 

Die gestern zu beobachtenden Kursbewegungen an den Ölbörsen war die erwartete Reaktion der Marktteilnehmer auf die relativ glimpflich verlaufene Intervention der USA in Syrien. Hatte man vorher noch eine Eskalation auch mit Russland befürchtet und dies teilweise mit einer Risikoprämie eingepreist, so hat sich die Stimmung nun wieder beruhigt.

Was jedoch nicht vernachlässigt werden darf ist die noch immer offene Problematik mit dem Iran. Auch wenn sich das Aufwärtspotenzial mit dem nun wieder angeregten Dialog im Fall Syrien reduziert hat, so bleibt dieser Faktor in den kommenden Wochen ein erhebliches Preisrisiko an den Märkten.

Unterdessen nimmt die US Ölproduktion weiter rasant zu. Die Produktion im April wird von der EIA zwar niedriger als zuvor erwartet, dafür soll diese im Mai allerdings wieder kräftig zulegen.

Im Vergleich zur letzten Woche haben die Ölpreise etwas nachgegeben. Dank des festeren Euro/Dollar-Kurses deuten sich zum Vortag aktuell leichte Abwärtspotenziale an.

 

Fundamental neutral bis bearish                        Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

16. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.89 $   Crude (WTI): 66.85 $   Gasoil 638.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9630  Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Nach Militärschlag in Syrien – Ölpreise starten mit Gewinnmitnahmen

 

Nachdem der Militärschlag der USA gegen Syrien nun erfolgt ist, ist eine wesentliche Unsicherheit vom Markt genommen. Der Einfluss der Intervention ist gering, sodass die Preise etwas sinken könnten. Wie es in diesem Konflikt nun zwischen allen beteiligten Parteien weitergeht, wird aber dennoch einen erheblichen Einfluss auf die Ölpreise haben.

Momentan gibt es hier keine weiteren Drohungen und beide Seiten setzen offenbar auf Dialog. Sollten die Verhandlungen allerdings scheitern und Handelseinschränkungen kommen, so könnte dies die Ölnachfrage empfindlich stören. Neben Syrien ist dies das zweite grosse Thema, dass die Märkte in den kommenden Wochen beschäftigen wird.

Das dritte sind die möglichen Sanktionen gegen den Iran. Ohne Zweifel wäre dies ein bisher noch nicht vollständig eingepreistes Risiko, dass die Preise weiter steigen lassen kann.

Nachdem der Syrien Konflikt seinen grossen Schrecken nun verloren hat, geben die Ölpreise heute Morgen etwas nach und es ergeben sich aktuell daher nur kleinere Preisveränderungen.

 

Fundamental neutral bis bearish                        Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

13. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.96 $   Crude (WTI): 66.99 $   Gasoil 637.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9628  Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Aufwärtsdynamik ausgebremst – Risiken weitestgehend eingepreist

 

Syrien bleibt zwar im Zentrum des Marktinteresses, jedoch dürften die damit verbundenen Risiken mittlerweile weitestgehend eingepreist sein. Die Futures reagieren daher kaum, wenn es keine weitere Eskalation gibt.

Dies bietet nun bei einer Beruhigung der Lage wieder Potenzial für ein paar Gewinnmitnahmen. Eine rasche Abwärtsbewegung ist aber in jedem Fall unwahrscheinlich, da auch noch immer Sanktionen gegen den Iran drohen.

Das Weiße Haus, allen voran Donald Trump, will die Sanktionen gegen Teheran wieder verschärfen, was auch das Atomabkommen mit dem Iran aufs Spiel setzen würde. So lange nicht klar ist, ob der Iran wieder sanktioniert wird und ob dies einen Einfluss auf dessen Ölexporte hat, so bleiben starke Gewinnmitnahmen vermutlich aus.

Da die Ölbörsen in etwa auf den Niveaus von gestern konsolidieren und auch beim Euro/Dollar-Kurs keine großen Veränderungen anstehen, deuten sich bei den Inlandspreisen für den Moment keine deutlichen Preisänderungen an.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

12. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.16 $   Crude (WTI): 67.06 $   Gasoil 642.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9594  Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Brandherd Syrien bestimmt das Geschehen – WTI klettert auf 3,5 Jahreshoch

 

In dieser Woche hat sich eine Faktorkombination gebildet, die es Tradern schwierig macht auf fallende Preise zu setzen. Trump droht nach dem Giftgasangriff in Syrien mit einem Raketenangriff. Russland warnt im Gegenzug die USA vor einer Einmischung.

Hinzu kommt, dass die EIA die Marktlage für 2018 und 2019 in ihrem Monatsreport gestern knapper als zuletzt einschätzt.

Bisher hat sich zwar an der physischen Verfügbarkeit von Öl nichts verändert, doch Trader sind unter diesen Umständen kaum bereit mit Short-Positionen auf fallende Preise zu setzen.

Die bearishen US Ölbestandsdaten von gestern geraten daher in den Hintergrund, während man nun auf die militärische Intervention der USA und mögliche Reaktionen Russlands wartet. Sollte die Lage weiter eskalieren könnten die Preise noch weiter steigen.

Aktuell ziehen die Ölpreise leicht an, bleiben dabei allerdings unter den späten Vortageshochs von gestern. Damit ist aktuell mit zum Teil deutlichen Preissteigerungen im Vergleich zu gestern zu rechnen.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

11. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.75 $   Crude (WTI): 65.32 $   Gasoil 629.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9559  Rheinfracht: 19.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

API bremst Preisanstieg vorübergehend aus – Brent erreicht 3,5 Jahreshoch

 

Der Konflikt in Syrien steht weiter im Mittelpunkt des Marktinteresses und sorgt für einen weiteren Anstieg der Risikoprämie. Eine Eskalation der USA, würde weitere Konflikte und Spannungen erzeugen. Die Meldungen sind zuletzt überwiegend bullish, was die Stimmung am Markt nicht unbedingt beruhigt. Nachdem der drohende Handelskrieg die Preise zuvor belasteten, sorgt die Entspannung nun für eine gegensätzliche Reaktion.

Der Monatsbericht der EIA von gestern Nacht zeichnet ein wieder bullisheres Gesamtbild der Versorgungslage. Zwar soll es 2018 noch eine Überversorgung geben, zum nächsten Jahr soll diese aber so gut wie aufgebraucht sein.

Die US Ölbestandsdaten des API sind zwar bearish ausgefallen, doch die Anzahl der stützenden Faktoren überwiegt derzeit am Markt. Die Ölpreise kommen in den Morgenstunden zwar von ihren Hochs in der Nacht zurück, bleiben damit aber weiter deutlich über den Niveaus von gestern Nachmittag, sodass bei den Inlandspreisen aktuell noch immer weitere deutliche Preissteigerungen abzeichnen.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

10. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 69.03 $   Crude (WTI): 63.83 $   Gasoil 620.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9572  Rheinfracht: 19.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise mit technischen Kaufsignalen fester

 

US Präsident Trump hat auf den mutmasslichen Giftgasangriff der syrischen Armee eine Reaktion angekündigt, wobei bisher noch nicht bekannt ist, wie diese aussehen wird. Marktteilnehmer machen diese Aussagen etwas nervös, denn beim letzten Mal wurden Marschflugkörper auf Militäreinrichtungen Syriens abgefeuert.

Die Aussicht auf zunehmende Spannungen mit Russland und im Nahen Osten ist immer ein Anlass, die Risikoprämie an den Ölbörsen zu erhöhen. Dies hatte bereits gestern Auftrieb gegeben und sollte auch in den kommenden Tagen ein bullisher Faktor bleiben.

Was den Handelsstreit mit China angeht, so könnte sich die Stimmung hier wieder etwas beruhigen. Kurzfristig werde es keine neuen Zölle geben und man setze nun auf Verhandlungen.

Auch bleiben Iran und Venezuela Thema am Markt. Sollten Massnahmen ergriffen werden, könnte auch der Atomdeal auf der Kippe stehen und die Ölexporte aus dem Iran sinken. Dies würde das Angebot verknappen und damit die Preise stützen.

Für heute bedeutet dies weitere deutliche Preissteigerungen.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse bullish

 

 

 

 

 

09. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.38$   Crude (WTI): 62.29 $   Gasoil 604.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9597  Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Handelsstreit hält Märkte weiter in Atem – Preise zum Wochenstart etwas weicher

 

Der Handelsstreit zwischen China und den USA bleibt weiter das Top Thema an den Finanzmärkten. Der Welthandel und das Wirtschaftswachstum könnte geschwächt und damit auch die Ölpreise belastet werden. Allerdings darf man auch nicht den Iran vergessen, den US Trump gerne mit neuen Sanktionen belegen würde. Bisher ist aber weder bekannt, ob diese überhaupt kommen und wie diese aussehen können.

Der Markt bewegt sich somit weiter in einem Spannungsfeld aus den möglichen bullishen Konsequenzen aus neuen Sanktionen gegen den Iran sowie den negativen Folgen auf den Welthandel durch den Zwist zwischen China und USA. Dies führt zu der momentan hohen Volatilität an den Märkten, die die Ölpreise immer wieder in die eine oder andere Richtung ausbrechen lassen.

In dieser Woche wird der Fokus einmal mehr auf den US Ölbestandsdaten liegen, aber auch auf die neuen Monatsberichten der EIA, IEA und OPEC.

Bei den Preisen deuten die Vorgaben weiter auf moderate Preisnachlässe.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

06. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.78$   Crude (WTI): 63.04 $   Gasoil 604.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9632  Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Trump verschärft Ton gegenüber China – Ölpreise geben in der Nacht nach

 

Mit den neuen Drohungen Trumps im Handelsstreit rückt dieses Thema wieder in den Fokus des Marktes. Die Meldung kam in der Nacht und hatte zu einem Kursverlust bei den Rohölsorten gesorgt.

Der Handelsstreit zwischen China und den USA belastet daher den Markt weiterhin, so lange sich die beiden Seiten nicht wieder annähern. Dies drängt momentan andere Faktoren in den Hintergrund, die man allerdings nicht vergessen sollte. Die USA hatte zuletzt auch immer wieder mit neuen Sanktionen gedroht.

Zudem steigen die US Rohölbestände zu dieser Jahreszeit typischer Weise, was bisher noch nicht erfolgte. Dies sei bezeichnend für die Versorgungslage, und sollte sich dies nicht bessern, so besteht die Gefahr eines Preisanstiegs.

Heute Morgen reagiert der Ölmarkt zunächst mit Gewinnmitnahmen auf die Drohungen Trumps. Die Preise bleiben mehrheitlich aber über den Vortagestiefs, sodass sich bislang nur kleinere Preisanpassungen zum Vortag andeuten.

 

Fundamental neutral bis bearish                        Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

05. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 68.32$   Crude (WTI): 63.61 $   Gasoil 612.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9619  Rheinfracht: 21.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US Ölbestandsdaten lassen Ölpreise wieder anziehen

 

Die Ölvorräte wollen einfach nicht zulegen und sinken von Woche zu Woche. Die Versorgungslage verbessert sich damit nicht, was die Preise weiter stützt. Diese Entwicklung ließ vor allem gestern die Preise steigen, bleibt aber auch mittelfristig ein bullisher Faktor.

Werden die Handelszölle weiter nach oben geschraubt, so wirkt sich dies mittelfristig negativ auf das globale Wirtschaftswachstum aus. Der Markt könnte dann für das Gesamtjahr ein Überangebot aufweisen, was die Lager füllt und die Preise unter Druck hält.

Sollte es zu neuen Sanktionen kommen, besteht die Möglichkeit, dass die Ölexporte sinken und damit die Ölpreise wieder steigen. Trader würden auf neue Vorkommnisse in diese Richtung sicherlich mit der Einpreisung einer Risikoprämie reagieren.

Gestützt von den US Ölbestandsdaten von gestern Nacht, bleiben die Futures in den Morgenstunden auf einem relativ hohen Niveau, verglichen mit den Preisen von gestern Mittag. Dies sorgt bei den Inlandspreisen für moderate Preisaufschläge am Vormittag.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

04. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.87$   Crude (WTI): 63.29 $   Gasoil 611.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9582  Rheinfracht: 22.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures bleiben trotz bullisher API Daten relativ niedrig

 

Auch wenn die Preise gestern leicht anzogen, so bleiben Sie im Vergleich zu den Jahreshochs von Ende März auf relativ niedrigem Niveau. Die unerwarteten Abbauten bei den landesweiten Rohölbeständen sind tendenziell bullish anzusehen und stützen die Preisniveaus.

Belastend bleibt unterdessen das weiter angespannte Verhältnis zwischen USA und China. Sollten weitere Zölle den Handel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften eingeführt werden, würde dies das Wachstum beider Länder bremsen und die Ölnachfrage negativ beeinflussen.

Die Geschwindigkeit des Produktionsrückgangs bleibt hoch, was die Versorgungslage negativ beeinflusst. Auf der anderen Seite sollte die US Ölproduktion nach dem kalten Jahresanfang nun kräftig zulegen, darauf deuten zumindest die Erwartungen der Experten und Agenturen hin.

Ansonsten bleibt die Nachrichtenlage auch heute Morgen weiter ruhig. Die Preise bleiben dabei im Vergleich zu gestern Mittag allerdings noch immer auf etwas höherem Niveau, sodass sich Preisaufschläge im Vergleich zum Vortag ergeben.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

03. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.79$   Crude (WTI): 63.14 $   Gasoil 608.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9550  Rheinfracht: 22.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise geben an Ostern spürbar nach

 

Die Analysten sehen die Marktlage insgesamt knapper als im letzten Jahr, weshalb die Preisprognosen zuletzt stetig nach oben korrigiert wurden. Dies lässt darauf schliessen, dass sich die Versorgungslage zwar verknappt hat, man im Jahresverlauf jedoch mit einer Besserung rechnet, die sich auch auf die Preise auswirken wird.

Die Förderkürzungen müssen irgendwann zurückgefahren werden, denn der aktuelle Deal läuft nur noch bis Ende des Jahres. Einige Produzenten bauen ihre Produktionskapazität aus und scharren schon mit den Hufen die Investitionen in Erlöse umzusetzen.

Massgeblich für die Nachfrageentwicklung könnte nun sein, wie sich die globale Handelspolitik entwickelt. Ein Handelskrieg, wie ihn einige am Markt fürchten, würde die Nachfrage schwer treffen und wieder mehr für eine Überversorgung sprechen.

Nachdem am langen Osterwochenende eine starke Abwärtsbewegung bei einem extrem geringen Handelsinteresse registriert wurde, steht wohl ein spannender Wochenauftakt ins Haus, der sehr volatil werden könnte.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bearish