AVIA Vereinigung Schweiz

31. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.71 $   Crude (WTI): 45.92 $   Gasoil 490.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9643   Rheinfracht: 21.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Rohöl weicher, Produkt-Futures bleiben fest

 

Sturm Harvey hat den Ölmarkt weiter fest im Griff. Die Auswirkungen des Sturms sind weit über die Landesgrenzen der USA hinaus zu spüren, da die Knappheiten in der Treibstoffversorgung Trader dazu veranlassen Produkte auf anderen Märkten zu kaufen und per Tanker über den Atlantik zu transportieren. Dies treibt die Preise, vor allem aber Benzin nach oben.

Bei den Bestandsdaten des DOE ist in den kommenden Wochen noch weiter mit relativ unkalkulierbaren Verzerrungen zu rechnen, sodass diese Zahlen schwer zu deuten sein werden. Tendenziell ist durch den Einfluss von Harvey allerdings mit Aufbauten bei den Rohölbeständen und Abbauten bei den Treibstoffen zu rechnen.

Bei Inlandspreisen für Heizöl und Diesel deuten sich aktuell nur leichte Preissteigerungen zu gestern an. Bei Benzin ist allerdings mit starken Preissteigerungen zu rechnen, da sich die Knappheiten am US Markt am stärksten auf diesen Treibstoff auswirken.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

30. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.80 $   Crude (WTI): 46.32 $   Gasoil 488.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9500   Rheinfracht: 21.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Aufgrund Sturm Harvey – ca. 20% der Raffineriekapazität offline

 

Bei den gestrigen US Ölbestandesdaten zeigten die Bestände bei Rohöl höhere Abbauten als erwartet. Die Vorräte bei Benzin stiegen leicht an. Sturm Harvey bleibt momentan der wichtigste Faktor für die Ölbörsen. Der Sturm hat die Raffinerieaktivitäten reduziert, sodass die US Anlagen aktuell insgesamt etwa 3,6 Mio. B/T weniger Rohöl als normal verarbeiten. Die Nachfrage nach Rohöl nimmt um diesen Betrag ab. Die Rohölförderung wurde durch den Sturm zwar ebenfalls getroffen, allerdings sind die Ausfälle bei Weitem nicht so umfangreich wie bei den Raffinerien. Für Rohöl bedeutet dies, dass in dieser Zeit ein Überangebot am US Markt generiert wird, das durch die geschlossenen Exportterminals an den Häfen nicht abtransportiert werden kann. Während die Preise für WTI durch den Sturm belastet werden, sorgen Abschaltungen an Raffinerien und Pipelines auf der Produktseite für Knappheiten. Die Marktteilnehmer reagierten gestern kaum auf die API Zahlen, oder auf die immer noch bullishen Produktionsausfälle Libyen. Heute Nachmittag werden die DOE Daten die Bestandsveränderungen und Zahlen zur Nachfrage, den Importen und der Rohölförderung liefern.

 

Fundamental bullish                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

29. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.12 $   Crude (WTI): 46.83 $   Gasoil 484.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9500   Rheinfracht: 21.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölbörsen durch Sturm Harvey volatil – Produktionskürzungen könnten verlängert werden

 

Der Einfluss von Sturm Harvey ist bearish für Rohöl und bullish für Produkte. Dieses Spannungsfeld erzeugt eine hohe Volatilität, da es für den Markt schwer abzuschätzen ist, welcher Einfluss wie lange überwiegt. Die Raffinerieausfälle könnten deutliche Bestandsaufbauten bei Rohöl verursachen.

Die USA exportieren in der Regel Produkte nach Südamerika, sind nun in der Versorgung allerdings auf Importe angewiesen. Südamerikanische Länder werden nun andere Bezugsquellen zur Überbrückung suchen müssen. Die Konstellation hat damit das Potenzial die Versorgungslage bei Benzin nicht nur regional sondern auch global zu verknappen.

Marktteilnehmer warten heute auf die US Ölbestandsdaten, die zur Wochenmitte auf der Agenda stehen. Die Produktionsausfälle in Libyen werden derzeit weniger intensiv im Markt diskutiert, bleiben aber dennoch eine stützende Komponente.

Die Futures haben sich von den späten Tagestiefs gestern wieder erholt, bleiben allerdings noch unterhalb der Niveaus von gestern Nachmittag.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

28. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.43 $   Crude (WTI): 47.63 $   Gasoil 485.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9555   Rheinfracht: 21.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung durch Hurrikan Harvey – Libyens Ölförderung gesunken

 

Dem Ölhandel steht in dieser Woche vermutlich eine sehr volatile Woche bevor. Hurrikan Harvey sorgt für größere Probleme an der texanischen Küste als zunächst vermutet, wobei vor allem die Verfügbarkeit von Produkten betroffen ist. Dies lässt die Produktpreise deutlich steigen, während die Rohöl-Futures weniger stark nachziehen. Der Preisunterschied zwischen Produkte und Rohöl (Spread) nimmt daher zu und baut Spannungen im Markt auf.

Sturm Harvey befindet sich noch immer über Texas und sorgt weiter für Probleme bei der Versorgung. Erst wenn mit den Aufräumarbeiten begonnen wird können Experten abschätzen, wie stark die Schäden und Ausfälle sein werden.

Stützend sind aber auch die Meldungen aus Libyen, wo die Probleme mit blockierten Pipelines durch bewaffnete Gruppen nicht abzunehmen scheinen.

Dieser Entwicklung wirkt allerdings der schwächere Dollar-Kurs entgegen, der die gehandelten Ölpreise für das Inland günstiger macht.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

25. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.50 $   Crude (WTI): 47.82 $   Gasoil 486.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9652   Rheinfracht: 21.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Rohöl günstiger, Produkte teurer – Hurrikan Harvey stärker als erwartet

 

Kurzfristig ist Hurrikan Harvey im Golf von Mexiko im Zentrum des Interesses für die Marktteilnehmer an den Ölbörsen. Erfahrungsgemäß überwiegt bei einem Sturm zunächst allerdings der bullishe Einfluss. Die meisten Marktteilnehmer werden nicht bereit sein Short-Positionen aufzubauen, wenn Produktengpässe oder Schäden und längere Raffinerieausfälle drohen. Harvey sollte die Preise an ICE und NYMEX daher tendenziell stützen.

Langfristig bleibt daher das Spannungsfeld aus einer kurzfristigen Unterversorgung und einer erneut drohenden Überversorgung in 2018 bestehen, wenn Libyen, Nigeria und USA ihre Ölförderung weiter steigern können, die saisonale Nachfrage im ersten Halbjahr 2018 sinkt und die koordinierten Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern womöglich auslaufen.

Wegen des stützenden Einflusses von Hurrikan Harvey ist mit steigenden Inlandspreisen bei Heizöl und Diesel zu rechnen. Anders bei Benzin: hier deuten sich saftige Preissteigerungen an, auch in Bezug auf die Bahn- und Transportprobleme in Deutschland.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

24. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.54 $   Crude (WTI): 48.31 $   Gasoil 482.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9660   Rheinfracht: 21.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung nach DOE Daten – Hurrikan nimmt Kurs auf US Küste

 

Die US Rohölbestände sind in der achten Woche in Folge gesunken und deuten weiter daraufhin, dass die Kürzungen bei Produktion und Exporten der OPEC mit Nicht-OPEC Ländern ihre Wirkung zeigen. Der Markt reagiert zwar auf die knappere Verfügbarkeit, allerdings bleibt das Grundproblem bestehen, ob die Kürzungen ausreichen werden, damit die Bestände auch dann noch sinken, wenn die US Ölförderung steigt, Libyen und Nigeria unverändert auf hohem Niveau fördern und die Raffinerienachfrage nach Rohöl durch Wartungsarbeiten ab September schrumpft.

Wegen des tropischen Tiefdruckgebiets im Golf von Mexiko hält man sich derzeit mit Short-Positionen zurück. Der Sturm könnte Ölförderung und die Produktion an den Raffinerien negativ beeinflussen, was die Preise tendenziell stützt.

Nach der Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen gestern Nachmittag deuten sich heute Morgen deutliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

23. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.64 $   Crude (WTI): 47.65 $   Gasoil 470.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9678   Rheinfracht: 21.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach API weicher – Erneute Probleme am Sharara Ölfeld

 

Die libysche Ölförderung erweist sich in den letzten Tagen als etwas unzuverlässig. Hier kommt es in dieser Woche bereits zum zweiten Ausfall am Sharara Ölfeld. Die Probleme scheinen allerdings relativ von kurzer Dauer zu sein.

Trader werden heute wieder die US Ölbestandsdaten des DOE nutzen, um die Marktlage einzuschätzen. Wegen der relativ niedrigen Preise von WTI zu Brent ist mit hohen US Rohölexporten zu rechnen, während die Raffinerieaktivität zwar rückläufig aber dennoch auf hohem Niveau erwartet wird. Jedoch steigt die US Ölproduktion derzeit stark an und könnte ein neues Rekordniveau erreichen. Zudem haben Trader bereits das Ende der nachfrageintensiven Sommermonate im Fokus, womit der Bedarf an Rohöl wieder sinken wird.

Entsprechend stehen die Daten des DOE heute Nachmittag im Fokus, während man mit einem Auge auch nach Wien auf das Meeting von OPEC und Nicht-OPEC Ländern schaut.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

22. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.88 $   Crude (WTI): 47.73 $   Gasoil 470.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9635   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Start nach starken Vortagesverlusten – Ende der Sommernachfrage im Blick

 

Unterdessen hat sich am Markt zum Wochenauftakt insgesamt wenig Neues ergeben. Kurzfristig bleibt das Angebotsdefizit mit abnehmenden Beständen bestehen. Die knappe Marktlage ist sicherlich auf die Produktionskürzungen der OPEC zurückzuführen, allerdings begünstigt die saisonal starke Sommernachfrage diese Entwicklung ebenfalls. Im September wird diese Nachfrage dann sinken, wenn die US Raffinerien Wartungsarbeiten durchführen. Dann könnten sich wieder Bestandsaufbauten bei Rohöl ergeben.

Im kommenden Jahr steht dann auch noch das Ende des aktuell laufenden Deals zwischen OPEC und Nicht-OPEC Länder an. Das Spannungsfeld aus einer kurzfristig bullishen Unterversorgung und einer langfristig zu erwarteten Rückkehr zum Überangebot bleibt damit weiter bestehen und hält die WTI Futures in einer Handelsspanne von etwa 45 bis 50 Dollar.

Bezüglich der OPEC wartet man in dieser Woche auf Ergebnisse vom technischen Meeting mit Nicht-OPEC Ländern in Wien, das gestern begonnen hat und bis Freitag andauern soll.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

21. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.63 $   Crude (WTI): 48.46 $   Gasoil 480.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9658   Rheinfracht: 18.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung nach Raffinerieausfällen in den USA

 

Der Preissprung am Freitag wurde durch einen erneuten Raffinerieausfall in den USA verursacht. Da der Einfluss auf die Produktion allerdings klein sein soll, ist es nicht auszuschließen, dass der Preissprung etwas übertrieben gewesen ist.

Der Markt wird insgesamt knapper - da sind sich die Experten derzeit relativ einig. Abzulesen ist dies vor allem an den wöchentlichen US Ölbestandsdaten, aber auch an den monatlichen Berichten von IEA, EIA und OPEC. Die Rohölbestände fallen, aber die Frage über die Nachhaltigkeit ist noch nicht beantwortet.

Die Preise gehen dennoch nicht durch die Decke, denn der saisonale Nachfrageschub ebbt in der Regel zum September ab, wenn die meisten Raffinerien Wartungsarbeiten durchführen und der Bedarf an Rohöl somit sinkt. Der Markt bleibt somit weiter in einem Spannungsfeld aus einer kurzfristig bullishen Konstellation, einer langfristig allerdings eher bearishen Markteinschätzung.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

18. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.99 $   Crude (WTI): 47.06 $   Gasoil 468.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9622   Rheinfracht: 18.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Kaufsignale stützen – Futures erholen sich von 3-Wochentiefs

 

Die OPEC befindet sich auf einem guten Weg, die Bestände zu reduzieren und den Markt damit in ein Gleichgewicht zu bringen. Wann dieser Prozess allerdings abgeschlossen ist, ist schwierig zu sagen. Ende August und Anfang September führen viele Anlagen Wartungsarbeiten durch, wodurch sich der Bedarf an Rohöl reduziert.

Die starken Abbauten bei den Beständen ergeben sich daher aus der Kombination einer hohen Sommernachfrage der Raffinerien, dem höheren Eigenbedarf der OPEC Länder im Sommer zum Betreiben von Klimaanlagen sowie den bestehenden Produktionskürzungen. Auch wenn die Quotentreue der OPEC in den letzten Monaten gesunken ist, so werden die Bestände durch die hohe Nachfrage abgebaut.

Während der Ausfall einer Shell Raffinerie in den USA die Preise leicht stützt, sieht man hinter dem aktuellen Preisanstieg vor allem eine Gegenreaktion zu den starken Verlusten der letzten Tagen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

17. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.37 $   Crude (WTI): 46.81 $   Gasoil 465.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9654   Rheinfracht: 18.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Nach US Ölbestandsdaten – Futures mit 3-Wochentief

 

Die US Ölbestände sind zu einem Schätzwert für die Entwicklung der globalen Ölbestände geworden. Seit den Höchstständen im März sind die US Rohölvorräte um etwa 13% gesunken und liegen damit auch deutlich unterhalb der Niveaus vom letzten Jahr zu dieser Jahreszeit (490,5 Mio. Barrel). Setzen sich die starken Bestandsabbauten bei Rohöl weiter fort, könnte die Überversorgung in den USA Mitte Dezember vorbei sein.

Die aktuellen Daten des DOE deuten darauf hin, dass die Produktionskürzungen der OPEC ihre Wirkung zeigen. Die Preisniveaus sagen allerdings ganz klar, dass der Markt skeptisch bleibt. Die EIA korrigiert bei ihren Reports für die Monatsproduktion die Zahlen zwar regelmäßig nach unten, der Trend in der US Ölproduktion ist dennoch eindeutig und begrenzt damit die Aufwärtspotenziale an den Börsen.

In den frühen Morgenstunden kommen die Ölpreise leicht von den 3 Wochentiefs zurück, was nach einem derart starken Preisverfall wie gestern Abend nicht unüblich ist.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

 

16. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.04 $   Crude (WTI): 47.74 $   Gasoil 474.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9725   Rheinfracht: 18.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures ziehen in der Nacht wieder an – API meldet deutliche Abbauten

 

Die hohe Sommernachfrage, mit der WTI in den Bereich der 50 Dollar stieg, scheint abzuflauen. Vor allem die geringe Verarbeitung der Raffinerien in China hat dem Aufwärtspotenzial einen Dämpfer verpasst. Daran ändert auch der Trend der aktuell sinkenden US Ölbestände nichts, die während der Sommermonate ohnehin tendenziell sinken.

Vor allem in den USA scheint die Rohölproduktion gut zu laufen, denn man rechnet hier für September mit einer Rekordproduktion der Schieferölförderung. Dazu hat die Quotentreue der OPEC im Juli weiter abgenommen, während Libyen und Nigeria ihre Ölförderung hoch halten.

Mit dem Ende der starken Sommernachfrage vor Augen, wenn die Raffinerien im September mit ihren Wartungszyklen beginnen, ergibt sich insgesamt ein sehr begrenztes Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen. Marktteilnehmer warten heute auf die US Ölbestandsveränderungen des DOE, die die Preise stützen könnten.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

15. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.76 $   Crude (WTI): 47.56 $   Gasoil 475.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9746   Rheinfracht: 18.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Nachfrage in China und US Ölproduktion – Futures geben in der Nacht deutlich nach

 

Die chinesischen Rohölimporte waren dieses Jahr erstaunlich hoch, was dazu beigetragen hat, dass die Ölnachfrage in diesem Jahr bisher besser als erwartet ausgefallen ist In China zeichnet sich nun aber bereits eine Schwäche der Raffinerieauslastung ab, die so niedrig wie seit September 2016 nicht mehr gewesen sein soll. Dies deutet auf ein Abflauen des Bedarfs und steigende Vorräte hin.

In den kommenden Wochen rechnet man auch mit einer spürbar nachlassenden Nachfrage in den USA und anderen Ländern, wenn die Sommersaison vorbei ist. Mit dem Ende der Fahrsaison vor der Brust, tun sich die Marktteilnehmer schwer sich für Long-Positionen zu begeistern, zumal die OPEC Quotentreue zuletzt gesunken ist und das Kartell im Juli so viel Rohöl wie seit letztem Jahr nicht mehr gefördert hat.

Durch das insgesamt limitierte Aufwärtspotenzial orientieren sich die Futures daher erst einmal nach unten, zumal auch die steigende Rohölförderung der USA belastet.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

14. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.93 $   Crude (WTI): 48.71 $   Gasoil 482.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9648   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Stagnation unter 50 Dollar WTI – Keine neuen Impulse zum Wochenstart

 

Die sinkenden US Ölbestände der letzten Wochen waren für viele Marktteilnehmer ein Indiz, dass der Markt auf dem besten Weg zu einem ausgeglichenen Verhältnis ist und die Produktionskürzungen der OPEC ihren Effekt zeigen.

Die Quotentreue der OPEC ist im Juli zudem gesunken und damit deutlich niedriger als die Werte in der ersten Jahreshälfte. Laut IEA fördern die 22 Länder, die an den Produktionskürzungen beteiligt sind, mehr Rohöl als vereinbart.

Marktteilnehmer werden in den kommenden Monaten darauf achten, ob sich die Quotentreue der OPEC wie angekündigt wieder verbessert, oder die Anzahl der Abweichler zunimmt. Je näher das Ende einer koordinierten Produktionskürzung kommt, desto stärker neigen die Länder dazu von den Vorgaben abzuweichen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Dies verhindert, dass die Preise momentan deutlich und dauerhaft über die 50 Dollar-Marke steigen.

Heute Morgen bleiben die Preise in etwa im Bereich ihrer Freitagshochs, da neue richtungsweisende Impulse fehlen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

11. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.47 $   Crude (WTI): 48.20 $   Gasoil 478.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9605   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Immer noch kein Ende der Überversorgung in Sicht?

 

Im gestern veröffentlichen Monatsbericht der OPEC wird das Nachfragewachstum für die Jahre 2017 und 2018 höher eingeschätzt als erwartet. Weiter geht man davon aus, dass die Produktionsmenge von Nicht-OPEC Ländern schwächer sein wird als zuletzt einschätzt. Unterm Strich bedeutet dies, dass mehr Öl von der OPEC benötigt wird und sich die Marktlage verknappen wird. Wird der Deal zur Begrenzung der Produktionsmenge im kommenden Jahr beendet, würde die Ölförderung der OPEC um über 1 Mio. B/T zulegen, sodass die Produktion dann bei knapp 34 Mio. B/T liegen würde. Für das Gesamtjahr 2017 sowie 2018 schätzt das Kartell die Nachfrage nach OPEC Öl allerdings auf 32,4 Mio. B/T, sodass im kommenden Jahr wieder eine erhebliche Überversorgung droht, somit zeichnet sich noch immer kein Ende der chronischen Überversorgung ab. Der Konflikt zwischen Nordkorea und er USA belastet die Öl Börsen und könnte die Risikoprämien erhöhen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

10. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.93 $   Crude (WTI): 49.74 $   Gasoil 488.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9662   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach DOE in der Nacht fester

 

Die Preisniveaus bleiben an den Ölbörsen weiter auf hohem Niveau im Bereich des oberen Endes der Konsolidierungsspanne. Die Nachfrage ist derzeit hoch, doch nimmt diese im Herbst und Anfang Winter saisonal wieder ab, wenn die Raffinerien ihren Wartungszyklus beginnen. Trader wollen zudem erst einmal abwarten, ob es der OPEC tatsächlich gelingt die Quoten besser einzuhalten.

Die US Ölbestandsdaten von gestern hatten letztlich zwar einen leicht bullishen Einfluss, doch die hohen Benzinbestände sind ein Warnzeichen. Die Raffinerien verbrauchen viel Rohöl, produzieren aber auch viel Benzin, sodass die enormen Benzinbestände bei einem sinkenden Bedarf den Druck auf die Preise erhöhen können.

Das Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea ist ein zweiseitiges Schwert für die Ölpreise, wobei die sich momentan aufbauende Drohkulisse noch keinen nachhaltigen Einfluss auf die Ölpreise hat.

Für heute erwarten wir moderate Preissteigerungen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

09. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.00 $   Crude (WTI): 49.11 $   Gasoil 479.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9689   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Konsolidierungsphase setzt sich fort – WTI bleibt knapp unterhalb 50 Dollar

 

Die bereits in der letzten Woche angekündigte Konsolidierung unterhalb der 50 Dollar-Marke WTI hat sich auch gestern weiter fortgesetzt. Die OPEC beteuert zwar immer wieder die Produktionskürzungen einhalten zu wollen, während die Nachfrage in den letzten Wochen nach oben korrigiert wurde, für einen Anstieg über die 50 Dollar reicht dies bislang allerdings nicht.

Der Markt ist in diesem Sommer durch die Kombination einer höheren Nachfrage und der - zumindest weitgehenden - Umsetzung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern dennoch spürbar knapper geworden. Allerdings ist damit zu rechnen, dass ein deutlicher Anstieg über die 50 Dollar-Marke zu Verkäufen durch Hedgings der US Ölindustrie führen wird.

Trader warten nun aber noch auf die US Ölbestandsdaten des DOE heute Nachmittag. Die Wiederinbetriebnahme der Pernis Raffinerie könnte einen bearishen Einfluss auf die Ölpreise haben, da dies die Produktverfügbarkeit in Europa wieder verbessert.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

08. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.22 $   Crude (WTI): 49.28 $   Gasoil 483.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9730   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures vor OPEC Meeting weicher – 50 Dollar bleiben in Reichweite

 

Die OPEC hatte im Juli eine neue Höchstmarke für die Ölförderung 2017 und bei den Rohölexporten sogar einen neuen Rekord aufgestellt. Darauf deuten zumindest die vorläufigen Zahlen hin. Dafür zeichnet sich aber auch bei der Nachfrage ein positiver Trend ab. Durch diese hohe Nachfrage sind auch die Ölbestände zurückgegangen, selbst im Rekordmonat Juli. Dieser Umstand hält die Futures im Bereich der 50 Dollar Marke bei WTI.

Oberhalb dieser Marke nehmen die Investitionen in die Ölförderung wieder deutlich zu. Hedgings durch die US Ölproduzenten wirken wie eine Art natürlicher Widerstand, so lange keine Aussicht besteht, dass der Markt die Mehrmengen aufnehmen kann. Vorerst bleibt der Markt aber in seiner Konsolidierungsphase unterhalb der 50 Dollar. Das Aufwärtspotenzial sollte aber auch bei bullishen Meldungen eher begrenzt sein, da die US Ölindustrie schnell auf steigende Preise reagiert und ihre Produktion steigern kann.

Die Futures handeln, im Vergleich zu gestern Nachmittag etwas fester.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

 

07. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.29 $   Crude (WTI): 49.45 $   Gasoil 486.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9720   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Konsolidierung auf hohem Niveau – WTI bleibt unterhalb der 50 Dollar-Marke

 

Die Ölpreise an den Börsen in London und New York legten im letzten Monat zwar deutlich zu, allerdings scheint im Bereich der 50 Dollar das Aufwärtspotenzial beendet zu sein. Oberhalb dieses Niveaus hatten US Ölproduzenten ihre Ölförderung stark ausbauen und durch Verkäufe absichern können. Diese Verkäufe fungieren auch jetzt wieder als eine Art natürlicher Widerstand.

Die Produktionskürzungen der OPEC, in Verbindung mit der steigenden Nachfrage in den Sommermonaten, haben die weltweiten Ölbestände in den letzten Monaten zwar reduziert, im Juli kletterte die Ölförderung des Kartells allerdings deutlich.

Heute und Morgen treffen sich OPEC und Nicht-OPEC Länder in Abu Dhabi zu einem weiteren technischen Meeting, bei dem es um die Einhaltung der Produktionsquoten gehen wird. Eine offizielle Quote für Libyen und Nigeria könnten ebenfalls mit auf die Agenda kommen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

04. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.86 $   Crude (WTI): 48.90 $   Gasoil 485.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9684   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Höhere Preise beflügelt die Fracking Industrie

 

US Ölförderer steigern ihre Produktion weiter. Die vorgelegten Daten weisen darauf hin, dass die US Ölförderung im kommenden Jahr die Rekordmarke von 10 Mio. B/T erreichen wird. US Ölunternehmen sichern sich jetzt die Preise bereits ab, so können sie bei steigenden Rohölpreisen, die aktuell im Bereich der 50 Dollar liegen, neue Projekte umsetzen. Sind die Preise hoch genug damit die Förderung einer Ölquelle wirtschaftlich sinnvoll ist, verkaufen die Unternehmen die geplante Ölproduktion von dieser Quelle über die Futures Märkte schon bevor diese fertig erschlossen ist. Dies ist möglich, da über Futures auch Öl für die kommenden Jahre bereits heute gekauft und verkauft werden kann, so rentieren die Projekte auch bei wieder fallenden Preisen. Ausserdem arbeiten sie an der Effizienz der Anlagen, Ziel ist es bereits bei einem Preis von 40 Dollar pro Barrel rentabel zu sein.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

03. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.07 $   Crude (WTI): 49.31 $   Gasoil 490.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9688   Rheinfracht: 25.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise nach US Bestandsdaten fester

 

Die US Ölbestände haben zwar abgenommen und bestätigen damit einmal mehr die bullishe Situation. Marktteilnehmer werden in den kommenden Wochen abwarten, ob sich die OPEC wieder stärker an die vereinbarten Produktionskürzungen halten wird und die angekündigten Exportkürzungen für die USA und andere Länder Auswirkungen auf die Ölbestandsentwicklung haben werden. Im Hinterkopf hat man sicherlich auch schon das bevorstehende Ende der US Fahrsaison, die im September ausläuft.

Nicht unterschätzt werden darf das Hedging der US Unternehmen, die sich auf Preisniveaus von um die 50 Dollar eingestellt haben. Viele Unternehmen können bei diesen Preisen neue Projekte wirtschaftlich erschließen. Steigen die Preise daher über 50 Dollar, nimmt der Verkaufsdruck somit zu.

Die Stimmung im Markt ist in den letzten beiden Wochen durchaus bullish geworden, was die Notierungen stützt. Die Aufwärtspotenziale bleiben allerdings oberhalb der 50 Dollar stark limitiert.

Für heute deuten sich somit leichte Aufwärtsspielräume an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

02. August 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.42 $   Crude (WTI): 48.78 $   Gasoil 483.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9660   Rheinfracht: 25.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Charttechnische Abwärtskorrektur – API meldet unerwartete Rohölaufbauten

 

Produktionsausfälle in Nigeria, die erneute Beteuerung der OPEC, Produktion und Exporte zu limitieren, eine hohe Sommernachfrage, US Ölbestandsabbauten sowie ein nur noch geringes Wachstum bei den US Ölbohranlagen waren in den letzten Wochen die Signale, die auf eine Verknappung des Marktes hindeuteten. Die Maßnahmen der OPEC schienen zu fruchten, sodass WTI mit einer Rallye bis in den Bereich der 50 Dollar kletterte.

Dieses Niveau ist für den Markt ein Schlüsselbereich, denn mit steigenden Preisen wird die US Schieferölproduktion immer rentabler. Die 50 Dollar WTI sind daher zu einer Art Fixpunkt geworden.

Hinzu kommt, dass die Rohölförderung der OPEC im Juli offenbar auf ein neues Jahreshoch gestiegen ist. Neben der Produktion sollen aber auch die Rohölexporte im Juli zugenommen haben. Darauf deuten zumindest Schiffsdaten hin.

Für heute steht sicherlich der US Ölbestandsbericht des DOE um 16:30 Uhr im Fokus, nachdem das API Abbauten für Rohöl meldete.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse bearish