AVIA Vereinigung Schweiz

08. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.49 $   Crude (WTI): 56.88 $   Gasoil 556.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9968   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Aufwärtsreaktion am späten Abend – Inlandspreise heute deutlich fester erwartet

 

Trader sind nun auf der Suche nach einer neuen Richtung, nachdem die OPEC ihre Produktionskürzung verlängert hat. Nach der Abwärtsbewegung am Mittwoch fehlten gestern neue Argumente für weitere Abwärtsspielräume. Die gestrige Aufwärtsbewegung ist daher eine technische Gegenbewegung, die keinen Impuls benötigte.

Die Produktionskürzungen der OPEC sind weitestgehend eingepreist und haben damit einen nur noch begrenzten Einfluss bei den derzeit hohen Preisen. Nun wird es in den kommenden Wochen und Monaten darauf ankommen, wie sich die Bestände entwickeln.

Zum Jahreswechsel ist zunächst einmal mit einer schwachen Ölnachfrage zu rechnen. Die US Ölproduktion stieg in den letzten Wochen kontinuierlich an und in den nächsten Monaten ist mit einem regelrechten Boom zu rechnen. Der Jahresstart 2018 hat damit gute Aussichten auf niedrigere Preise.

Heute zeichnet sich erst einmal wieder ein Preisanstieg bei Heizöl, Diesel und Benzin ab.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

07. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.25 $   Crude (WTI): 55.88 $   Gasoil 543.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9910   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen aus Long-Positionen – Futures nach DOE Daten weicher

 

Die US Ölbestandsdaten lieferten mit der bearishen Entwicklung bei den Produkten das, worauf viele Trader warteten. Mit ihren extremen Long-Positionen setzten diese vor dem OPEC Meeting letzte Woche noch auf steigende Preise, doch diese hatten sich bisher nicht durchgesetzt. Die US Zahlen von gestern lieferten hier eine passende Vorlage um mit Verkäufen Profite zu realisieren.

Offenbar war der Markt gestern mehr über die hohe Verfügbarkeit bei Benzin besorgt als über die Abbauten bei Rohöl. Dies lasse vermuten, dass die Raffinerien in der Zukunft eventuell nicht mehr so viel Rohöl verarbeiten müssen.

Die hohen Bestände bei Destillaten könnten weiter zunehmen, wenn die Nachfrage zu Jahresbeginn ihr saisonales Tief erreicht. Eine Schwäche im Produktmarkt kann auch die Rohölpreise belasten. Dies habe das Potenzial die Balance des gesamten Marktes zu kippen, der dann bearish werden könnte. Noch sei es zu früh das Ende des langfristig bullishen Trends auszurufen, aber man komme dem schon sehr nahe.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

06. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.67 $   Crude (WTI): 57.40 $   Gasoil 555.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9868   Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

API bremst späte Abend-Rallye an den Börsen aus

 

Momentan sind die Trader an den Ölbörsen auf der Suche nach einer neuen Richtung. Wird es der OPEC gelingen den Markt weiter knapp zu halten und damit die Preise nach oben zu treiben, oder sorgt die saisonal schwache Ölnachfrage zum Jahresauftakt erst einmal für eine Konsolidierung mit weiteren Gewinnmitnahmen?

Die Tatsache, dass die Produktionskürzungen nicht intensiviert wurden, die US Schieferölförderung derzeit zunimmt, während eine Nachfragedelle erwartet wird, spricht eher für Gewinnmitnahmen und einer Entspannung der Preisniveaus in den kommenden Wochen.

So zum Beispiel die Spannungen zwischen Israel und Palästina im Nahen Osten. Sollte die USA in den kommenden Tagen Jerusalem als Hauptstadt Israels offiziell anerkennen, hat dies das Potenzial die Preise an den Börsen weiter nach oben zu treiben. Die Volatilität dürfte mit den neuen Spannungen und den anstehenden US Ölbestandsdaten heute etwas zunehmen.

In den frühen Morgenstunden bleiben die Notierungen zunächst in einer engen Spanne, aber oberhalb der Preise von gestern.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

05. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.20 $   Crude (WTI): 57.29 $   Gasoil 551.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9856   Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Analysten sehen Abwärtsrisiken – Schwache Nachfragesaison steht vor der Tür

 

Mit der Produktionsbegrenzung legt die OPEC die Grundlage für einen weiter relativ ausgeglichenen Markt im kommenden Jahr. Allerdings rechnet man in den ersten vier Monaten des neuen Jahres nicht mit signifikanten Bestandsabbauten. Dies liegt an der saisonal schwachen Winternachfrage.

Zwar ist der Bedarf an Heizöl in dieser Zeit höher als sonst, dafür wird deutlich weniger Öl in den Golfstaaten zur Stromerzeugung und den Betrieb von Klimaanlagen genutzt. Zum Jahresbeginn könnte es somit durchaus zu einer zeitweisen Überversorgung des Marktes kommen.

Die bisherigen Jahreshochs im November konnten daher auch mit der Verlängerung des OPEC Deals nicht geknackt werden. Diverse Analysten weisen auf die Abwärtsrisiken, die sich aus der Netto-Long-Position ergeben, hin.

Die Produktionskürzung von OPEC und Nicht-OPEC Ländern begrenze aktuell das Abwärtspotenzial.

Die Ölpreise bleiben nahe ihrer Vortagestiefs in einer relativ engen Spanne.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

04. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.52 $   Crude (WTI): 57.98 $   Gasoil 563.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9838   Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen nach Freitagsrallye – Inlandspreise zum Wochenstart fester

 

Die Entscheidung der OPEC die Produktion bis Ende 2018 zu drosseln ist wenig überraschend. Bei einer Überhitzung des Marktes, also zu stark steigender Ölpreise, könnte man die Produktion wieder hochfahren, um einen zu starken Anstieg der US Ölförderung entgegenzuwirken.

Letztlich ist der nun gefasste Beschluss ein Kompromiss zwischen dem Standpunkt Russlands, dass für eine kürzere Laufzeit plädierte, und den OPEC Ländern, die die Verlängerung bis Ende 2018 wollten. Das Potenzial der US Schieferölindustrie sei im kommenden Jahr überschaubar.

Einige Analysten glauben allerdings, dass die OPEC die Reaktionsfähigkeit der Schieferölindustrie unterschätze. Um die Förderung zu steigern reichen bereits kurze Preisanstiege wie aktuell, damit die Unternehmen die Preise für die zukünftige Ölförderung absichern können.

Ebenfalls interessant wird die Reaktion der Märkte auf die saisonal für gewöhnlich schwache Ölnachfrage im ersten Quartal 2018. Seit Jahresmitte nahmen die Ölbestände zwar ab, im kommenden Quartal dürften die Vorräte aber wieder zulegen, sodass die momentan hohen Preise wohl kaum zu halten sind.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

 

01. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.10 $   Crude (WTI): 57.72 $   Gasoil 556.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9843   Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise geben nach OPEC Entscheidung nach – Review im Juni nächsten Jahres

 

Das Ergebnis des OPEC Abkommens ist für niemanden eine wirkliche Überraschung. Eine Verlängerung um neun Monate hatte man vorab bereits eingepreist. Der Review Termin im kommenden Sommer verkürzt das Abkommen dabei faktisch, denn dann wird der Deal noch einmal überprüft. Die Exit Möglichkeit im kommenden Sommer schwächt das Abkommen also und begrenzt damit die Aufwärtspotenziale an den Börsen. Nun, da zumindest für die Absehbare Zeit das Thema Produktionskürzung erst einmal geklärt ist, wird sich der Fokus der Marktteilnehmer wieder auf die Versorgungslage richten, sodass man die Bestandsentwicklung ins Auge nimmt.

Das erste Quartal des Jahres ist in der Regel ein schwaches Quartal. Die Experten beider Einrichtungen rechnen allerdings mit einer Überversorgung zu Jahresbeginn.

Wenn ein weiterer Preisanstieg an den Börsen nun ausbleibt, könnten Trader anfangen ihre Risikopositionen abzubauen. Mittelfristig scheint daher eine Orientierung nach unten plausibel.

In den frühen Morgenstunden kommen die Notierungen nun aber erst einmal von ihren gestrigen Tiefs zurück und ziehen leicht an.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral