21. Dezember 2018

 

Ein herzliches Dankeschön

 

Es ist Zeit für das, was war, danke zu sagen, damit das, was werden wird, unter einem guten Stern beginnt.

 

Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen im bald vergangenen Jahr und wünschen Ihnen, Ihrem Team und Mitarbeiter, Ihrer Familie schöne, besinnliche Festtage sowie einen guten Rutsch in ein zufriedenes und gesundes 2019

 

Das ganze Team der Firma Lang Energie AG in Kreuzlingen

 

 

20. Dezember 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 56.34 $   Crude (WTI): 47.17 $   Gasoil 532.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9925   Rheinfracht: 45.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

DOE Daten können Ölpreise nur kurzzeitig stützen – Fed Zinsanhebung belastet

 

Der bisherige Wochenverlauf war durchaus turbulent. Die Ölpreise sind auf neue Langzeittiefs gefallen, nachdem die EIA weiter starke Produktionszuwächse in der US Schieferölindustrie für Dezember und Januar angekündigt hatte, während die Stimmung am Markt ohnehin angeschlagen ist.

Anzeichen eines schwächeren globalen Wirtschaftswachstums haben die Sorgen eines ebenfalls schwächeren Ölnachfragewachstums geschürt, während die IEA und OPEC für das kommende Jahr – trotz Produktionskürzung der OPEC+ Gruppe - mit einer Überversorgung rechnen. Die Notierungen sind schließlich aus einem charttechnischen Dreieck nach unten ausgebrochen, womit sich zum Wochenbeginn die Abwärtspotenziale durchgesetzt hatten.

Die bearishen Faktoren, insbesondere die Sorge einer Überversorgung, werden den Markt allerdings weiterhin verfolgen, zumal sich eben auch die globale Wirtschaft weiterhin abzuschwächen scheint.

Die Entscheidung der Fed, das Zinsniveau erneut um anzuheben, dämpft das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen. Höhere Zinsen bremsen das Wirtschaftswachstum tendenziell. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit rechnerisch moderate Preissteigerungen zu gestern ab.

 

Fundamental; neutral                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

19. Dezember 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 56.52 $   Crude (WTI): 46.40 $   Gasoil 526.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9924   Rheinfracht: 46.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gasoil fällt auf 14-Monatstief – Weitere deutliche Preissenkungen

 

Die Ölpreise an den Börsen scheinen immer weiter zu fallen. Mit dem OPEC+ Deal hatten sich die Notierungen seit Ende November zwar stabilisiert, doch das charttechnische Dreieck, dass sich in dieser Zeit gebildet hatte, wurde am Montag nach unten aufgelöst. Russland hat seine Produktion noch einmal auf ein neues Rekordniveau angehoben und in den USA steigen die Rohölbestände weiter.

Die US Schieferölproduktion legt immer weiter zu und Experten haben in den letzten Monaten ihre Erwartungen für das globale Wirtschaftswachstum mehrfach nach unten korrigiert. Dies spricht für eine Abschwächung des Ölnachfragewachstums.

Die Skepsis am Markt ist entsprechend groß, sodass sich derzeit kaum Käufer finden, die auf steigende Ölpreise setzen. Mit all den bearishen Meldungen ist eine Rallye an den Ölblörsen einfach schwierig. Spekulanten halten sich daher im besten Fall zurück, oder setzen eben weiter auf sinkende Preise. Das Grundproblem ist die Skepsis, dass die beschlossenen Maßnahmen der OPEC+ Gruppe nicht ausreichen, um die Überversorgung im kommenden Jahr zu verhindern.

Bei den Preisen deuten sich somit nun weitere Preissenkungen ab.

 

Fundamental; neutral bis bearish           Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

 

18. Dezember 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 58.69 $   Crude (WTI): 49.08 $   Gasoil 543.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9935   Rheinfracht: 47.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Schieferölboom und gestiegene Bestände – Ölpreise geben noch einmal nach

 

Normaler Weise sorgen Produktionskürzungen der OPEC für einen Preisschub. Nicht so aber in diesem Winter. Das Kartell und Russland hatten ihre Produktion im Vorfeld deutlich angehoben, sodass die Kürzungen zu einem Großteil die Mehrproduktion vom Markt nehmen. Nicht unbegründet hat man daher weiter Zweifel daran, ob die beschlossene Maßnahme ausreichend ist, um ein Überangebot in 2019 zu verhindern. Ganz entscheidend für die Preisentwicklung wird vermutlich einmal mehr die US Schieferölindustrie sein, und die deutet aktuell auf ein starkes Wachstum hin.

Die Erwartungen bezüglich des globalen Wirtschaftswachstums wurden zuletzt immer wieder gesenkt. Auch die Aktienmärkte zeigten zuletzt eine schlechte Performance, was vermuten lässt, dass sich das starke Nachfragewachstum abschwächen wird.

Unterm Strich ist es die Kombination aus Unsicherheit, ob die Produktionskürzungen ausreichen, und die Erwartung einer geschwächten Ölnachfrage, die die Preise belastet. Bis jetzt sei daher auch noch niemand bereit in der momentanen Situation eine Bodenbildung zu sehen

Heute deuten sich leichte Preisnachlässe bei den Preisen an.

 

Fundamental; neutral bis bearish           Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

17. Dezember 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 60.28 $   Crude (WTI): 51.55 $   Gasoil 555.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9975   Rheinfracht: 47.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Inlandspreise starten weicher in die neue Woche

 

Auch wenn Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe das Angebot an Rohöl ab Januar reduzieren soll, bleibt eine Aufwärtsbewegung an den Börsen bisher aus. Experten sind noch nicht überzeugt, ob die Kürzungen ausreichen werden, damit der Markt in Balance kommt. Die Ölproduktion der Nicht-OPEC Länder soll weiter stärker wachsen als die globale Nachfrage, wobei sich vor allem in der US Schieferölindustrie der Boom weiter fortsetzen soll.

Selbst mit der nun anstehenden Kürzung der OPEC rechnet das Kartell in seinem letzten Monatsreport damit, dass im kommenden Jahr eine Überversorgung entsteht. Vor allem zum Ende des kommenden Jahres soll das Überangebot hoch sein.

Mit den Produktionskürzungen der OPEC scheint sich der Preisrutsch aus Oktober und November aber zumindest gefangen zu haben. Der Markt stabilisiert sich aktuell, wobei abzuwarten bleibt, welche Faktoren sich letztlich durchsetzen werden. Als die OPEC+ Gruppe 2016 ihre Kürzungen beschlossen hatte, dauerte es ebenfalls bis zur Umsetzung der Kürzungen zum Jahreswechsel bis die Rohölpreise spürbar anzogen. Entsprechend ist eine Rallye zum Jahreswechsel nicht auszuschließen.

Bei den Inlandspreisen deuten sich heute Morgen wieder leichte Preisnachlässe an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

14. Dezember 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 61.09 $   Crude (WTI): 52.36 $   Gasoil 562.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9943   Rheinfracht: 47.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Saudi-Arabien will Exporte deutlich senken – Futures zogen im späten Handel an

 

Die Ölbestände der OECD stiegen zuletzt wieder an und selbst mit den Produktionskürzungen der OPEC bleibt im kommenden Jahr vermutlich eine Überversorgung bestehen.

Die OPEC hatte im November rund 33 Mio. B/T gefördert und damit deutlich mehr als der erwartete Bedarf im kommenden Jahr. Entsprechend sei es auch noch abzuwarten, ob die Maßnahmen der OPEC die gewünschte Wirkung entfalten.

Bisher jedenfalls konnten die Kürzungen die Preise nicht nach oben treiben und haben vielmehr für eine Stabilisierung im Bereich der 50 Dollar WTI bzw. 60 Dollar Brent gesorgt. Bisher scheint sich die OPEC+ Gemeinschaft an die Vereinbarungen zu halten, auch wenn Russland im Januar deutlich weniger kürzt als versprochen. Dafür wird aber Saudi-Arabien seine Produktion stärker als erwartet zurücknehmen. Hinzu kommen nun auch noch die massiven Exportkürzungen in Richtung der USA.

Diese zielen vermutlich auf die wöchentlichen US Bestandsdaten ab. Schafft man die Bestände dort zu senken, dann würde der Eindruck einer knappen Marktlage entstehen und man könnte die Preise stützen.

Bei den Preisen deuten sich damit aktuell Preisaufschläge an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

13. Dezember 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 60.33 $   Crude (WTI): 51.22 $   Gasoil 556.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9928   Rheinfracht: 47.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC+ Kürzungen unzureichend – Iran: Meinungsverschiedenheiten in der OPEC

 

Die Entscheidung der OPEC+ Gruppe wird einen gewissen Anteil des erwarteten Überangebots im kommenden Jahr reduzieren. Russland kürzt nur bedingt im Januar und Marktteilnehmer haben Zweifel, ob das Volumen der Kürzungen umfangreich genug ist. Bislang scheint das Abkommen allerdings zumindest gut genug zu sein, dass die Preise einen vorläufigen Boden gebildet haben.

Die Monatsreports von EIA und OPEC haben die Zweifel im Markt eher noch einmal verstärkt. Während die EIA in ihrem Bericht die Preisprognosen für die kommenden Quartale nach unten korrigiert hat, deutet der OPEC Report selbst darauf hin, dass die nun eingeleiteten Kürzungen nicht ausreichen um eine Überversorgung im kommenden Jahr zu verhindern.

Damit reichen die bullishen Aspekte momentan nicht aus, um den Markt nachhaltig nach oben zu treiben. Insbesondere die Kommentare des iranischen Ölministers, der von ernsthaften politischen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Organisation spricht, hat zusätzlich Zweifel gesät.

Aktuell haben sich die Futures wieder gefangen, notieren allerdings deutlich unterhalb der Werte von gestern Nachmittag. Somit ergibt sich für Heute bei den Preisen leichtes Abwärtspotenzial.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

12. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.83 $   Crude (WTI): 52.17 $   Gasoil 559.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9932 Rheinfracht: 49.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC Beschluss sorgt für Bodenbildung – API Bestandsdaten stützen die Preise

 

Die Produktionskürzungen der OPEC+ Gemeinschaft beginnen im Januar und sollen die drohende Überversorgung reduzieren. Doch Russland hat schon angekündigt im Januar weniger als vereinbart vom Markt zu nehmen. Das Angebot sinkt damit nicht so schnell wie angekündigt, während die Rohölnachfrage im ersten Monat deutlich schwächer als aktuell erwartet wird.

In der Tat gibt es einige Gründe, weshalb der Markt bisher nicht mit einer starken Aufwärtsreaktion auf die Kürzungen reagiert hat.

Hinzu kommt der Pessimismus im globalen Wirtschaftswachstum, der seine Gründe zum Teil im Handelsstreit zwischen USA und China hat, zum Teil aber auch auf die politischen Herausforderungen innerhalb der EU zurückzuführen ist. Zu nennen ist hier einmal der Brexit aber auch die angespannte politische Stimmung in Frankreich und der Haushaltsstreit Italiens mit der EU.

Hinzu kommt auch noch das US Schieferölwachstum, das im kommenden Jahr weiter kräftig zulegen wird. Dennoch kann die getroffene Maßnahme nun erst einmal einen Boden für die Preise bilden.

Am Morgen präsentieren sich die Notierungen an den Ölbörsen aktuell fest. Weitere rechnerische Preissteigerungen deuten sich damit an.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

11. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.05 $   Crude (WTI): 51.09 $   Gasoil 564.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9892 Rheinfracht: 49.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC Kürzung verpufft – Ölpreise geben zum Wochenstart nach

 

Die Produktionskürzung der OPEC+ Gemeinschaft hatte zunächst eine bullishe Wirkung auf die Preise. Allmählich mehren sich allerdings die Zweifel, dass die Kürzungen nicht umfangreich oder lang genug angesetzt sind. Gerade bei der Nachfrageentwicklung besteht noch erhebliche Unsicherheit, denn diese wurde in den letzten Monaten immer wieder nach unten korrigiert.

Auch wenn China und USA im Handelsstreit nun erst einmal einen Waffenstillstand vereinbart haben, so bleibt dies für die Nachfrage ein belastendes Element.

Die Ankündigung Russlands, die Produktionskürzungen erst in einigen Monaten umsetzen zu können, sorgt nicht gerade für ein Bild einer starken Kürzung. Vermutlich wird die Produktion erst im Laufe des Februars bis April sinken. Im April aber endet bereits die jetzt getroffene Vereinbarung.

Im Inland hat sich die Versorgungslage erheblich entspannt. Nicht nur die Frachtpreise, auch die Aufschläge für die Produkte nehmen in allen Regionen immer weiter ab und werden sukzessive ausgepreist.

Mit der nachgebenden Tendenz an den Ölbörsen deuten sich auch heute Morgen bei den Preisen aktuell Preisnachlässe an.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

10. Dezember 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 61.96 $   Crude (WTI): 52.48 $   Gasoil 577.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9884 Rheinfracht: 53.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Starke Preisrallye bleibt nach OPEC+ Kürzung bisher aus

 

Der OPEC Deal am Freitag hat die Preise klar gestützt, doch eine massive Rallye löste dies bisher nicht aus. Mit einer Kürzung um 1,2 Mio. B/T hat man den erwarteten Minimalkonsens leicht übertroffen, doch zum einen hat Russland bereits angekündigt, dass man die Reduzierung nicht sofort umsetzen werde und zum anderen haben Experten Zweifel, ob die Kürzung ausreichen wird, um eine Überversorgung in 2019 zu verhindern.

Die Laufzeit des Abkommens ist bis April ungewöhnlich, denn normaler Weise trifft man Vereinbarungen für ein halbes Jahr – Mai/Juni und November/Dezember. Nun zieht man das nächste Treffen vor und wird sich also im April zur nächsten turnusmäßigen Runde zusammenfinden.

Unterdessen entspannt sich die Versorgungslage mit den Niederschlägen weiter. Die Pegel des Rhein befinden sich nun schon seit einer Woche auf einem Niveau, dass eine Schifffahrt mit voller Beladung zulässt. Die Verfügbarkeit im Inland ist damit erheblich besser geworden, sodass auch die Aufschläge allmählich wieder sinken.

Da die Ölpreise mit der beschlossenen Produktionskürzung der OPEC erst einmal ihre Kursgewinne halten, zeichnen sich moderate Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

07. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 59.57 $   Crude (WTI): 51.02 $   Gasoil 563.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9927 Rheinfracht: 53.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC von Russland abhängig – Entscheidung wird heute Abend erwartet

 

Der Poker in Wien geht heute in die nächste Runde. Sollte das Kartell keine Einigung mit den Nicht-OPEC Ländern finden können, so droht ein massiver Preisrutsch. Die beteiligten Länder dürften sich allesamt im Klaren sein, dass dies der schlechteste Ausgang für alle wäre.

Insofern rechnen die meisten Marktbeobachter mit einer Produktionskürzung der OPEC und Nicht-OPEC Länder. Dennoch könnte diese minimale Kürzung den Markt stabilisieren und einen Boden im Bereich des aktuellen Niveaus bilden. Der Schlüssel dazu liegt offenbar bei Russland die aktuell, beratende Gespräche führen und Entscheidungsträger sein könnten.

Die Blicke bleiben damit auch heute wieder auf Wien gerichtet und ein erneut nervöser Handel wird erwartet. Je nach Kommentaren, Spekulationen oder Entscheidungen der OPEC+ Gruppe werden die Preise in die ein oder andere Richtung ausschlagen.

Da die Ölpreise heute Morgen unter den Niveaus von gestern Mittag bleiben, deuten sich bei den Preisen heute Morgen aktuell Preisnachlässe an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

06. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.85 $   Crude (WTI): 53.16 $   Gasoil 581.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9979 Rheinfracht: 53.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise vor OEPC Meeting volatil erwartet – Entscheidung noch immer offen

 

Wie gewöhnlich haben die Kommentare rund um die anstehende Entscheidung der OPEC zugenommen. Von den ölproduzierenden Ländern will sich noch niemand in die Karten schauen lassen, wenngleich eine Kürzung mittlerweile als wahrscheinlich gilt.

Die Unsicherheit unter den Experten und Analysten ist dementsprechend ebenfalls groß.

US Präsident Trump hat per Twitter erneut aufgefordert, dass die OPEC von einer Produktionskürzung absehen sollte. Die Welt bräuchte und wolle keine höheren Ölpreise. All die Kommentare aus dem Umfeld der OPEC und auch aus dem Weißen Haus dürften den Markt kaum überraschen. Sollte die Förderkürzung geringer als erwartet ausfallen, und der Zeitraum von 6 Monaten knapp bemessen sein, so könnten die Preise durchaus eine bearishe Reaktion zeigen.

Größere und längere Kürzungen werden die Preise hingegen selbstredend klar stützen und könnten zu einer Fortsetzung der am Montag begonnenen Aufwärtskorrektur führen. Wie üblich haben sich die Marktteilnehmer mit dem OPEC Meeting auf einen sehr volatilen Wochenausklang einzustellen.

Sowohl Gasoil als auch Euro/Dollar-Kurs zeigen sich wenig verändert zu gestern.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

05. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.15 $   Crude (WTI): 52.45 $   Gasoil 578.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9994 Rheinfracht: 59.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC+ kurz vor Entscheidung uneinig – Sinkende Frachtkosten lassen Inlandspreise fallen

 

Das OPEC Meeting wird morgen in Wien beginnen und soll eine Entscheidung bezüglich der weiteren Strategie in Bezug auf die Ölproduktion bringen. Zahlreiche OPEC Mitglieder sehen sich durch die Allianz zwischen Saudi-Arabien und Russland entmachtet und fordern daher vor allem von diesen beiden Ländern eine Produktionskürzung ein.

Gestritten wird auch nicht nur wer wie viel kürzen muss, wie üblich geht es auch um die Ausgangsmengen, die als Referenz bei der Bewertung der Einhaltung gelten. Zweifel bestehen daher, ob das Kartell zu einer Einigung kommt, denn Produktionsgrenzen sind nur dann offiziell beschlossen, wenn alle Mitglieder zustimmen.

Neben den Zweifel an den Produktionskürzungen der OPEC kommen nun auch wieder die Drohungen Trumps in Richtung China hinzu. Bleibt eine Einigung aus, würden die Zölle steigen, das Wirtschaftswachstum und damit auch das Ölnachfragewachstum ausbremsen. Für die Preise an ICE und NYMEX in der Nacht also gleich zwei Gründe für Gewinnmitnahmen.

Bei den Preisen ergeben sich im Zusammenspiel mit den sinkenden Frachtpreisen auf dem Rhein und der verbesserten Versorgungslage heute Morgen weitere mögliche Abwärtsspielräume.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

04. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.50 $   Crude (WTI): 53.60 $   Gasoil 588.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9959 Rheinfracht: 100.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Tendenz mit OPEC-Kürzung weiter fest – Goldman sieht 70 Dollar

 

Die Produktionskürzung der OPEC gilt am Donnerstag als sehr wahrscheinlich. Experten gehen davon aus, dass das Kartell die Förderung reduzieren wird, was die erwartete Überversorgung in 2019 vermutlich vom Markt nehmen würde.

Was der OPEC zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht klar war, ist, dass auch Kanada seine Ölförderung ab dem 1. Januar reduzieren wird. Das Kartell könnte daher nun auf diese Maßnahme eingehen und tendenziell etwas weniger vom Markt nehmen. Der Effekt wäre allerdings der gleiche.

Der angekündigte Austritt Katars aus dem Kartell ist lediglich eine Randnotiz, da das Land zu den kleineren Produzenten der Organisation gehört.

Mit den Produktionskürzungen rechnen Analysten nun mit steigenden Preisen. Sollten die Experten Recht behalten, würde Brent mit der Produktionskürzung um etwa 8 Dollar steigen.

Am Rhein sorgen dafür nun die steigenden Pegelstände für Entlastung bei der angespannten Versorgungslage. Die Situation bleibt vorerst allerdings weiter kritisch, da die Pegelstände von den kontinuierlichen Regenfällen abhängig sind.

Bei den Preisen deuten sich damit keine größeren Preisveränderungen an, die Tendenz geht allerdings zu festeren Niveaus.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; bullish

 

 

 

 

 

03. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.17 $   Crude (WTI): 53.49 $   Gasoil 580.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9976 Rheinfracht: 180.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Produktionskürzung Kanada, OPEC, Russland - Preisrallye zur Eröffnung

 

Die Futures an der Börse machen einen kräftigen Satz nach oben. Die Annäherung im Handelsstreit zwischen China und USA gibt den Märkten Rückenwind. Vor allem aber ist es die Einigung auf eine grundsätzliche Produktionskürzung zwischen Russland und Saudi-Arabien die als Grundvoraussetzung für eine Intervention der OPEC kommenden Donnerstag gesehen wird.

Dem Markt steht nun allerdings eine turbulente Woche bevor. Kommentare und Äußerungen aus dem OPEC+ Umfeld werden mal für, mal gegen eine Kürzung sprechen.

Wenig überraschend ist daher die starke Reaktion der Preise an den Ölbörsen zum Handelsauftakt. Weniger Öl aus Kanada und die Aussicht auf eine Produktionskürzung aus den OPEC+ Ländern sorgt für einen kräftigen Preisanstieg.

Bei den Inlandspreisen wird der aktuelle Regen, der auch die Woche über noch anhalten wird, für Entlastung sorgen. Die Pegelstände werden steigend erwartet. Es wird allerdings zeitlich noch etwas dauern bis die Frachtraten auf die normalisierten Pegelstände reagieren und sich ebenfalls normalisieren.

Mit dem Kurssprung an den Ölbörsen setzen sich auch Preissteigerungen durch, die sich noch verstärken können, sollte sich die Preisrallye weiter fortsetzen und an Dynamik gewinnen.

 

Fundamental; bullish                 Chartanalyse; bullish