AVIA Vereinigung Schweiz

29. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.84 $   Crude (WTI): 73.24 $   Gasoil 665.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9940 Rheinfracht:.25.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Saudis Produktionssteigerung kann Ausfälle nur zum Teil kompensieren

 

Die Produktionssteigerung der Saudis ist nicht einmal ausreichend die neuen unerwarteten Produktionsausfälle zu kompensieren. Daher wird dies auch nicht zu einer verbesserten Marktlage führen. Gleichzeitig nimmt die Reservekapazität der OPEC mit jeder Produktionssteigerung ab, sodass man weitere ungeplante Ausfälle im Angebot kaum mehr wird auffangen können. Insofern überwiegen derzeit die bullishen Einflüsse am Markt und Trader meiden - trotz der angekündigten Produktionssteigerung der OPEC - Short-Positionen.

Die kurzfristig aufgetretenen Ausfälle haben damit die bearishe Wirkung des OPEC Beschlusses mehr als neutralisiert. Auch wenn die bullishen Meldungen zuletzt Oberhand hatten, so könnten die Preise wieder nachgeben, sofern die Förderprobleme in Kanada und Kasachstan wieder behoben sind.

Gut möglich, dass die Preise nach der momentan bullishen Phase wieder nachgeben werden.

Die aktuelle Marktlage ist damit weiterhin knapp und mit der Aufwärtsbewegung der letzten Tage wurde zwar schon ein Grossteil der Einflussfaktoren eingepreist, nichtsdestotrotz bleibt die fundamentale Konstellation noch immer leicht bullish. 

 

Fundamental; neutral bis bullish                        Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

28. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.50 $   Crude (WTI): 72.51 $   Gasoil 663.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9977 Rheinfracht:.25.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrallye nach DOE und weiteren Produktionsausfällen

 

Die OPEC hatte am Freitag letzte Woche eine Steigerung der Ölförderung bekanntgegeben und dennoch steigen die Preise an und markiert ein neues 3,5 Jahreshoch. Es ist fast so, als hätte es das OPEC Meeting mit der Anhebung der Produktionsmenge gar nicht gegeben.

Die Reservekapazität der Öl produzierenden Länder reicht unter den aktuellen Gesichtspunkten nicht aus, um die Ausfälle zu kompensieren, sodass sich vermutlich ein Defizit ergibt, d.h. die Nachfrage das Angebot übersteigt. Die Bestände und die Versorgungssicherheit werden weiter abnehmen und auch die steigende US Rohölförderung ändert daran nicht viel, denn begrenzte Pipeline Kapazitäten verhindern, dass das im Inland geförderte Rohöl schnell an die Exporthäfen kommt und damit den Weltmarkt erreicht.

Wenn sich die Konstellation nicht wieder entspannt, ist es gut möglich, dass Brent noch einmal die 80 Dollar ins Visier nimmt. Die fundamentale Lage ist mit den zahlreichen Ausfällen und den starken US Ölbestandsabbauten somit vorerst weiter bullish.

Dies ergibt deutliche Preissteigerungen im Vergleich zu gestern.

 

Fundamental; bullish                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

27. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.58 $   Crude (WTI): 70.82 $   Gasoil 653.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9906 Rheinfracht:.23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Niedrige US Rohölbestände und US Sanktionen stützen die Preisniveaus

 

Unerwartete Ausfälle und die Steigerung der Rohölproduktion durch die OPEC haben die Konstellation am Markt wieder nachhaltig verändert. Libyens Produktionsausfälle sind vermutlich ein längerfristiges Problem, da die Infrastruktur beschädigt wurde. Hinzu kommen Versorgungsprobleme aus Kanada, wo weniger in die USA geliefert werde, nachdem dort eine Aufbereitungsanlage wohl für den gesamten Juli ausfällt.

Hinzu kommt nun noch der erwartete Rückgang der Verfügbarkeit aus dem Iran, die mit der neuen Ankündigung der US Regierung umfangreicher als bisher gedacht sein könnte.

Dem gegenüber steht die Produktionssteigerung der OPEC und Nicht-OPEC Ländern. Damit würden die Rückgänge des Iran zwar kompensiert werden, jedoch nicht zusätzlich die Ausfälle in Kanada und Libyen.

Mit den starken Abbauten bei den gemeldeten US Rohölbeständen, sowie mit der neuen Drohung der USA bezüglich der iranischen Ölexporte, dürfte auch bei einer Produktionssteigerung Saudi-Arabiens und Russlands das Abwärtspotenzial vorerst begrenzt sein, sodass die fundamentale Konstellation leicht bullish eingeschätzt wird.

für Heute deuten sich deutliche Preissteigerungen zu gestern an.

 

Fundamental; neutral bis bullish                        Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

26. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.80 $   Crude (WTI): 68.25 $   Gasoil 643.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9864 Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Markt verarbeitet OPEC Entscheidung – Analysten sehen Preise stabil bis fester

 

Die OPEC hat die Anhebung der Förderung bekanntgegeben. Da die Summe der Anhebung nicht nach oben überraschte, blieb eine deutliche Abwärtsbewegung an den Ölbörsen aus. Zwar zogen die Preise nach bekannt werden der Veränderung an, doch zum Wochenauftakt blieb eine Rallye am Markt aus.

Saudi-Arabien, Russland und übrige Produzenten haben clever agiert und sich eine maximale Flexibilität gesichert. Man wird mehr Öl an den Markt liefern und wenn es unerwartete Ausfälle gibt, kann die Produktion weiter gesteigert werden.

Unsicherheiten im Markt bestehen derzeit vor allem im Bezug auf die Produktionsmengen des Iran und Venezuela, wo man wegen Sanktionen der USA und Probleme in der Infrastruktur mit einem Rückgang der Förderung und Exporte rechnet. Der Handelsstreit zwischen USA, China und der EU könnte die Ölnachfrage dämpfen.

ICE Gasoil bleibt in den Morgenstunden im Bereich der Vormittagswerte von Montag. Der Euro/Dollar-Kurs hat allerdings angezogen, was den Inlandspreisen leichte Nachlässe zu gestern ermöglicht.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

25. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.24 $   Crude (WTI): 68.44 $   Gasoil 641.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9887 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrückgang zum Handelsauftakt an ICE – Gewinnmitnahmen nach Freitagsrallye

 

Nach wochenlangen Spekulationen haben OPEC und Nicht-OPEC Länder nun erst einmal für Klarheit gesorgt. Die Produktionskürzungen bleiben weiter intakt, sollen künftig aber nicht mehr übererfüllt werden. In Ländern wie Venezuela oder Angola sank die Förderung deutlich stärker als zu Beginn des Abkommens gedacht. Diese Fehlmengen dürfen nun von den anderen Produzenten, proportional ihrer Quotierung, ausgeglichen werden.

Formal besteht die Möglichkeit die Ölproduktion um knapp 1 Mio. B/T anzuheben, real werden es aber wohl 0,6 Mio. B/T sein. Der OPEC Entscheid wird nun also dafür sorgen, dass sich die Versorgungslage wieder verbessert, was prinzipiell bearish ist.

Die von der OPEC getroffene Massnahme werde dafür sorgen, dass der Markt in der zweiten Jahreshälfte von einer Unterversorgung in eine Überversorgung wechsle. Offen bleibt aber der Produktionsrückgang, der in Venezuela und durch die US Sanktionen auch im Iran zu erwarten ist.

Im Vergleich zu Freitag ist heute Morgen noch mit geringfügigen Preisanhebungen zu rechnen.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

22. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.02 $   Crude (WTI): 66.39 $   Gasoil 638.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9899 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC ist sich weitestgehend einig – Iran stellt sich noch quer

 

In Libyen bleiben die Produktionsausfälle weiter bestehen und noch ist nicht klar, wie schnell sich die Förderung hier erholen kann. Der Markt interessiert sich momentan aber ohnehin nur am Rande für diese Ereignisse, denn das heute anstehende OPEC Meeting steht voll im Mittelpunkt.

Während der Iran weiter gegen eine Anhebung ist, zuvor aber dennoch angab, dass man sich unter gewissen Umständen einer Veränderung der Produktionsmengen vorstellen könne, sind sich die meisten Länder offenbar bereits einig. Die Aussicht auf eine Aufweichung des Abkommens wäre ein erster Schritt hin zu einem gänzlichen Ende der Kürzungen, wenngleich sich dieses noch bis zum Jahresende hinziehen könnte.

Trader haben eine Anhebung sicherlich auch schon zu einem gewissen Anteil eingepreist, dennoch bleibt ein gewisses Maß an Unsicherheit.

Die Futures zogen in den Morgenstunden durch Short-Coverings an und sorgen so letztlich dafür, dass sich aktuell geringe Preisnachlässe andeuten.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

21. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.13 $   Crude (WTI): 65.34 $   Gasoil 640.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9971 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Irans Widerstand gegen Produktionssteigerung bröckelt – Ölpreise weicher zu Vortag

 

Während die US Ölbestandsdaten des DOE wenig Einfluss auf die Ölpreise hatte, richten sich die Augen der Marktteilnehmer nun voll und ganz auf die OPEC in Wien. Am morgigen Freitag beginnt das offizielle Meeting, bei der eine Entscheidung über Produktionsmengen früh fallen soll.

Sah es Anfang der Woche noch nach einem Konflikt mit Ländern wie Venezuela, Iran und Irak aus, die gegen eine Produktionssteigerung sind, so scheint sich nun ein Kompromiss abzuzeichnen.

Größter Stolperstein für eine Anhebung der Förderung schien bisher der Iran zu sein, der nun aber hatte durchblicken lassen, dass er sich eine Zustimmung vorstellen könne, wenn die Steigerung Sinn ergebe und nicht auf Drängen der USA hin zu Stande komme.

Entsprechend werden die Spekulationen nun weiter zunehmen und der Markt entsprechend reagieren.

Für heute deuten sich gegenüber gestern leichte Preissenkungen an.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

20. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.45 $   Crude (WTI): 65.40 $   Gasoil 651.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9961 Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Richtungsloser Handel – Trader warten auf Zeichen aus der OPEC

 

Die Ölförderung Venezuelas sinkt kontinuierlich, die Exporte des Iran haben durch die US Sanktionen bereits abgenommen und werden vermutlich weiter abnehmen, während die Produktion in Libyen durch Angriffe eingebrochen ist und wohl auch lange auf niedrigem Niveau bleiben wird.

Analysten gehen deshalb davon aus, dass die OPEC die Produktion in der zweiten Jahreshälfte anheben wird. Wenn überhaupt werden die zusätzlichen Mengen aber gerade einmal ausreichen, um die ungeplanten Ausfälle von OPEC Mitgliedern aufzufangen.

Eine Einigung ist vor allem deshalb schwierig, da lediglich Russland (Nicht-OPEC Mitglied), Saudi-Arabien, die Vereinten Arabischen Emirate und Kuwait Potenzial für eine Produktionssteigerung haben. Die meisten Marktteilnehmer erwarten dennoch einen Kompromiss und eine geringe Produktionssteigerung, mit der man einen Teil der ungeplanten Ausfälle ausgeglichen wird.

Theoretisch könnten Russland und Saudi-Arabien sich auch einen Alleingang wagen und die Produktionsgrenzen ignorieren. Dann riskiert man aber die erst letztes Jahr zurückgewonnene Glaubwürdigkeit und Disziplin zu verspielen.

Vor der OPEC Entscheidung bleibt der Markt extrem volatil.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

19. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.67 $   Crude (WTI): 65.24 $   Gasoil 647.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9931 Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Geringer als erwartete Produktionssteigerung zeichnet sich ab

 

Die OPEC steht vor einer intensiven Woche. Erste Ölminister des Kartells treffen schon in Wien für das am Freitag angesetzte Meeting ein, bei dem eine Entscheidung über die Produktionsmengen erfolgen soll. Während Saudi-Arabien und Russland die Ölproduktion deutlich steigern wollen, haben Länder wie der Iran, Irak und Venezuela ihren Widerstand angekündigt.

Ein Streit oder ein Zerbrechen des Bündnisses, wäre das denkbar schlechteste Ergebnis für alle Beteiligten. Daher zeichnet sich nun ein Kompromiss ab, der eine Anhebung der Ölförderung vorsieht.

Dem Markt steht damit eine volatile Woche ins Haus, wobei der Ausgang der Verhandlungen zwischen den OPEC Mitgliedern und den übrigen Produzenten offen ist.

Die Versorgungslage bleibt durch die ungeplanten Produktionsausfälle daher vermutlich knapp. Auf der anderen Seite belastet der Handelsstreit der USA mit anderen Ländern die Ölpreise. Dies wird das Nachfragewachstum negativ beeinflussen können, wenn nicht bald eine Lösung gefunden wird.

Bei den Preisen bedeutet dies moderate Preissteigerungen.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

18. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.10 $   Crude (WTI): 64.07 $   Gasoil 637.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9989 Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise zum Wochenauftakt deutlich weicher – Trader glauben an Produktionsanhebung

 

Saudi-Arabien und Russland haben intern verschiedene Optionen mit einer Produktionssteigerung vorgelegt. Beide Länder haben eigenen Angaben zu Folge auch schon reagiert und ihre Produktion gesteigert. Ein klares Signal, dass man um jeden Preis mehr Öl fördern wird, im Zweifel auch gegen den Widerstand anderer Länder.

Dies führt zu Spannungen mit anderen OPEC Länder, denn Iran, Irak und Venezuela wollen ein Veto gegen eine Anpassung der Quoten einlegen. Kommt es zu einem offenen Streit, könnte die Zusammenarbeit eventuell komplett dahin sein, was allerdings das denkbar schlechteste Ergebnis für alle am Produktionsabkommen beteiligte Länder wäre.

Letztlich wird dies den Markt volatil halten, bis sich dann eine Lösung abzeichnet.

Belastend wirken sich auch die Strafzölle zwischen USA und China, sowie zwischen USA und Europa aus. China hat nun Gegenmaßnahmen angekündigt und wird nun auch Ölimporte aus den USA mit höheren Einfuhrzöllen belegen.

Die Ölbörsen zeigen sich zum Auftakt der Woche dennoch weiter nachgiebig und fallen bereits unter die Freitagstiefs zurück.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

15. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.99 $   Crude (WTI): 66.96 $   Gasoil 666.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9977 Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Nachgebende Ölpreise: Erwartung einer Produktionsanhebung belasten

 

Wichtigstes Thema am Markt sind die Produktionskürzungen und ob diese künftig zurückgefahren werden. Saudi-Arabien und Russland waren 2016 die treibenden Kräfte, nun sprechen sich beide Länder für einen schrittweisen Ausstieg aus den Kürzungen aus.

Die Versorgungslage sei zu knapp, die Bestandsziele längst erreicht und die Gefahr von weiteren Ausfällen in Ländern wie Iran und Venezuela treiben die Preise auf ein zu hohes Niveau. Dadurch verliere man Marktanteile.

Saudi-Arabien und Russland haben ihre Produktion sogar bereits erhöht und so klar gemacht, wie ernst ihnen dieses Vorhaben ist. Andere Länder des Abkommens sind gegen eine Produktionssteigerung, da diese keine Möglichkeit haben die eigene Förderung anzuheben und die großen Verlierer wären, wenn die Ölpreise sinken.

Auf Grund der Tatsache, dass die beteiligten Länder sich nicht einig sind, wird es vor dem Meeting am 22. Juni vermutlich nicht zu einer klaren Aussage kommen.

Der Euro/Dollar-Kurs musste gestern einen deutlichen Preisrutsch hinnehmen, sodass die Preise  anziehen.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

14. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.48 $   Crude (WTI): 66.59 $   Gasoil 668.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9843 Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bullishe US Ölbestandsdaten haben Abwärtsbewegung verhindert

 

Die Zahlen des DOE sind klar bullish, allerdings vermutlich verzerrt. So wie die Daten in dieser Woche auffällig einseitig waren, waren sie es auch in der vorigen Woche, nur eben in die andere Richtung. Da die Daten auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen, können die Werte Schwankungen und Verzerrungen unterliegen. In der kommenden Woche sollten sich die Daten dann allerdings wieder "normalisieren".

Nach den Monatsreports in dieser Woche ist klar, dass sich die Marktlage weiter verknappt hat und die globalen Ölbestände unter den 5 Jahresdurchschnitt gesunken sind. Auf der einen Seite ist die knappe Marktlage bullish, auf der anderen bietet diese nun ein Argument für Saudi-Arabien und Russland die Produktionssteigerung durchzusetzen. In Anbetracht dieser Konstellation scheint es für die OPEC nur folgerichtig zu sein die Förderung wieder anzuheben, um den Markt in dieser Phase nicht zu stark zu verknappen.

Die Öl-Futures bleiben am Morgen auf den hohen Niveaus und verteuern damit die Preise.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

13. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.56 $   Crude (WTI): 65.99 $   Gasoil 660.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9875 Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gestiegene US Ölbestände – Preise geben in der Nacht nach

 

Die OPEC hat in ihrem Monatsreport die Ölnachfrage und das Ölnachfragewachstum gestern unverändert belassen, allerdings nach Veröffentlichung des Monatsberichts auch erwähnt, dass man Sorgen habe, dass sich die globale Wirtschaftsentwicklung abkühle.

Die OPEC rechnet dabei mit einer stärker als bisher erwarteten Produktionssteigerung der Nicht-OPEC Länder. Letztlich ein bullisher Effekt, jedoch auch ein Zeichen, dass die OPEC ihr Ziel erreicht hat und nun mit der Anhebung der Ölproduktion beginnen kann, nachdem Saudi-Arabien und Russland ihre Förderung bereits gesteigert haben.

Marktteilnehmer warten nun auf den letzten wichtigen Monatsbericht der IEA, der am späten Vormittag veröffentlicht wird. Dieser kann erneut klare Impulse setzen, ebenso wie die Daten des DOE am späten Nachmittag. Nach den Zahlen des API ist die fundamentale Grundkonstellation am Morgen in der Tendenz jedoch zunächst leicht bearish einzustufen.

Für heute deuten sich momentan nur kleine Anpassungen an.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

12. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.70 $   Crude (WTI): 66.42 $   Gasoil 672.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9877 Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise geringfügig fester – Warten auf Trump und Monatsberichte

 

Saudi-Arabien und Russland machen bereits ernst und haben die Ölproduktion offenbar schon angehoben und planen eine erneute Anhebung im Juni.

Schon vor einem möglichen gemeinsamen Beschluss von OPEC und Nicht-OPEC Ländern die Produktionskürzungen zu lockern, werden die beiden Länder damit aktiv. Dies könnte nun auch vermehrt andere an dem Abkommen beteiligte Produzenten dazu ermuntern die Förderung zu steigern. Meldungen wie diese limitieren die Aufwärtsspielräume, zumal auch die US Produktion Woche für Woche neue Rekordstände erreicht.

Bezüglich der Marktlage werden die Trader nun auf neue Impulse von der OPEC warten. Die Finanzmärkte und auch Trader an den Ölbörsen haben ein genaues Auge auf den Verlauf des Treffens in Singapur zwischen Trump und Kim. Ein positiver Ausgang könnte die Risikobereitschaft steigern und so auch zu Kursbewegungen bei Aktien, Devisen und Ölpreisen sorgen.

In den Morgenstunden bleiben die Ölpreise auf dem höheren Niveau von gestern Abend.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

11. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.03 $   Crude (WTI): 65.43 $   Gasoil 667.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9867 Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise zum Wochenauftakt etwas weicher – Saudi-Arabien hat Produktion bereits erhöht

 

Am 22. Juni treffen sich die Vertreter der OPEC und Nicht-OPEC Länder, die gemeinsam die Ölförderung gekürzt hatten, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Saudi-Arabien und Russland hatten eine Anhebung der Mengen angekündigt, ohne dies mit den anderen Ländern abzusprechen, und offenbar bereits die Produktion angehoben.

Für Marktteilnehmer bedeutet dies vor allem, dass die Produktionssteigerung ziemlich sicher kommt, wenngleich nicht ganz klar ist, in welchem Umfang. Und darüber hinaus steigen mit dem Vorpreschen von Saudi-Arabien, dass offenbar die Förderung bereits angehoben hat, die Spannungen innerhalb des Produktionsabkommens. Andere Länder könnten nun versucht sein nachzuziehen und nun ebenfalls vor einem offiziellen Beschluss die eigene Ölproduktion anheben.

Mit diesem Ausblick wird das Angebot nun kurzfristig erst einmal wohl schneller steigen als die Nachfrage, auch wenn diese zum Sommer saisonal üblicher Weise zunimmt.

Durch die weiche Tendenz an den Ölbörsen, deuten sich moderate Preisnachlässe im Vergleich zu Freitag an.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

 

 

08. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.99 $   Crude (WTI): 65.75 $   Gasoil 669.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9810 Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Käufe haben sich Durchgesetzt – Ölpreise starten mit neuem Wochenhoch

 

In dieser Woche fielen die US Ölbestandsdaten am Mittwoch bearish aus. Eigentlich nimmt die Produktnachfrage zu dieser Jahreszeit zu, doch die Nachfrage brach förmlich ein. Die Raffinerien verarbeiteten zwar mehr Rohöl, doch die Bestände stiegen.

Wenn der Markt trotz solcher Zahlen nicht mit Preisabschlägen reagiert, ist dies ein Warnsignal, dass auf ein geringes Verkaufsinteresse hinweist.

Zu hohe Ölpreise sind eine Gefahr für die eigene Marktanteile, da andere Produzenten dann verstärkt in den Ausbau der Förderung investieren. Zu niedrige Preise gemäss Marktteilnehmer sind aber auch gefährlich, da diese der OPEC den Anreiz nehmen die Produktion zu steigern.

Die Bewegungen der letzten Tage geben damit wohl die Handelsspanne bis zum OPEC Meeting am 22. Juni vor, so lange keine neuen Hinweise oder unvorhergesehene Ereignisse auftreten.

Nach dem gestrigen Preisanstieg bleiben die Futures auch heute Morgen im Bereich der Wochenhochs. Bei den Inlandspreisen deuten sich weitere deutliche Preissteigerungen zu gestern an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

07. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.93 $   Crude (WTI): 65.03 $   Gasoil 658.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9839 Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Abwärtsreaktion auf DOE begrenzt – Technische Kaufsignale haben sich gebildet

 

Der Markt befindet sich momentan weiter in einer unterversorgten Konstellation, da mehr Rohöl verbraucht als gefördert wird. Die Bestände sind daher wieder auf oder unter das Durchschnittsniveau der letzten fünf Jahre zurückgekehrt. Am 22. Juni werden sich OPEC und die übrigen Länder zu einer Entscheidung in Wien treffen. Erwartet wird eine Steigerung der Produktion.

Die beiden größten Probleme auf der Angebotsseite sind die sinkende Ölförderung Venezuelas und die erwarteten negativen Auswirkungen der US Sanktionen auf die iranischen Ölexporte.

In erster Linie wird eine zusätzliche Förderung bearish sein, was man in den letzten beiden Wochen mit der Abwärtsbewegung an den Ölbörsen eingepreist hat. Doch zeichnet sich keine wirkliche Verbesserung der Verfügbarkeit ab.

Für einige Marktteilnehmer war das Zahlenwerk zu bearish weshalb in der kommenden Woche sehr bullishe Zahlen folgen könnten und die Werte von dieser Woche relativieren, so dass die Abwärtsspielräume nun ausgereizt sind.

Für Heute bedeutet dies noch immer leichte Preisabschläge.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; bullish

 

 

 

 

 

06. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.90 $   Crude (WTI): 65.68 $   Gasoil 665.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9842 Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures ziehen in der Nacht an - Technische Korrektur?

 

Nach tagelangen Abwärtsbewegungen fehlen den Tradern nun zunehmend frische Impulse, um die Abwärtsbewegung fortzusetzen. Die Möglichkeit einer Produktionserhöhung der OPEC ist bereits seit knapp zwei Wochen im Gespräch. Ohne neue, konkrete Hinweise ist dies nun vermutlich auch erst einmal eingepreist.

Die US Regierung unterhält traditionell gute Beziehungen zu Saudi-Arabien. Diese hat man offenbar genutzt, um eine ungewöhnliche Anfrage zu stellen. Laut anonymen Informationsquellen soll die US Regierung um eine Anhebung der Produktionsmengen um 1 Mio. B/T gegeben haben. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht, schon gar nicht, was die Menge angeht.

In Venezuela gibt es offenbar weiter Probleme mit den Öllieferungen, weshalb man nur noch Verladungen von Schiff zu Schiff vornehmen will. Dies könnte die Exportzahlen reduzieren und sich daher negativ auf das Ölangebot auswirken.

Trader an den Ölbörsen warten nun auf die US Ölbestandsdaten um 16:30 Uhr, die neue Impulse geben werden. Das vergangene Abwärtspotenzial scheint nun vorerst einmal ausgeschöpft zu sein.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse  neutral bis bullish

 

 

 

 

 

05. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.62 $   Crude (WTI): 65.21 $   Gasoil 666.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9874 Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI im Abwärtstrend auf 1,5 Monatstief gefallen

 

Die Diskussion um eine mögliche Produktionsanhebung der OPEC und Nicht-OPEC Länder hat die Marktteilnehmer aufgeschreckt. Brent verlor im Vergleich zum absoluten Jahreshoch 6,5%. Bei WTI fällt das Minus zum Jahreshoch mit 11,1% noch deutlicher aus. Dies liegt vor allem an der schnell wachsenden US Ölförderung, die das Angebot in den USA erhöht.

Diese Veränderung zeigt deutlich, dass die Trader auf die Möglichkeit der Produktionssteigerung reagiert haben und schon alleine dies ausreicht, dass die Erwartung steigender Preise abnimmt. Insgesamt untermauert dies, dass die Marktteilnehmer in Summe nun erst einmal nicht davon ausgehen, dass die bisherigen Jahreshochs in der zweiten Jahreshälfte getoppt werden.

Zur Wochenmitte richtet sich der Blick der Trader nun allmählich auf die US Ölbestandsdaten. Dabei rechnet man bei Rohöl erneut mit deutlichen Abbauten.

So lange es keine frischen Impulse aus dieser Richtung gibt, gilt das fundamentale Abwärtspotenzial nach den Kursverlusten der letzten Tage erst einmal als eingepreist.

im Vergleich zu gestern ergibt sich daraus weiteres Abwärtspotenzial.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse  neutral bis bearish

 

 

 

 

 

04. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.61 $   Crude (WTI): 65.81 $   Gasoil 672.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9881 Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI weiter unterhalb der GD 7 Linie – Steigende Produktion sorgt für Gewinnmitnahmen

 

Momentan beschäftigen sich die Marktteilnehmer in erster Linie damit, wann und um wie viel die OPEC ihre Ölförderung anheben wird. Dies bremst das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen aktuell aus, sodass die bisherigen Jahreshochs bis zum OPEC Meeting vermutlich nicht mehr erreicht werden.

Einige Länder werden eventuell auch schon vor der OPEC Entscheidung ihre Förderung anheben und zum "Schummeln" neigen. Dies könnte die Märkte zusätzlich belasten. Während in den USA die Ölförderung Woche für Woche neue Rekordhochs erklimmt, ist die Infrastruktur nicht darauf ausgerichtet, so viel Öl zu transportieren.

Der Juni wird potenziell zu einem der wichtigsten und volatilsten Monate in diesem Jahr. Das OPEC Meeting steht an und die Spekulationen um eine Anhebung der Förderung sind voll im Gange. Die extreme Long-Position, die sich in der ersten Jahreshälfte gebildet hatte, wird sicherlich korrigiert.

Heute Morgen bleiben die Preise unter Druck. Dies sorgt somit bei den Preisen für Abwärtspotenziale gegenüber Freitag.

 

Fundamental neutral bis bearish                        Chartanalyse  neutral bis bearish

 

 

 

 

 

01. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.59 $   Crude (WTI): 67.02 $   Gasoil 682.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9881 Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Produktionssteigerungen werden getestet – Öl Futures in den Morgenstunden weicher

 

Die Anzeichen verdichten sich, dass die OPEC und Nicht-OPEC Länder, die ihre Produktion seit Januar 2017 gedrosselt haben, diese Begrenzung wieder ein Stück weit aufgeben und die Förderung steigern. Auch regt sich Widerstand innerhalb der OPEC, sodass bis zur Vollversammlung am 22. Juni noch einige Gespräche notwendig sind.

Am Wochenende werden sich die Ölminister aus Saudi-Arabien, Vereinte Arabische Emirate (VAE) und Kuwait treffen um eine mögliche Anhebung der Fördermenge zu besprechen. Eine Produktionssteigerung würde die Preise sicherlich belasten.

Der Markt wird so vermutlich in eine Seitwärtskonsolidierung übergehen und sich unterhalb der 80 Dollar aufhalten, bis genaueres zum Vorhaben der OPEC durchdringt.

Der Preisunterschied zwischen Brent und WTI nimmt weiter zu statt ab, da die US Rohölsorte nur dann von internationalen Käufern nachgefragt wird, wenn diese so günstig ist, dass man das Öl mit Trucks oder Kesselwagen aus dem Landesinnere an die Küste bringen kann.

Für heute bedeutet dies zunächst einmal leichte Abwärtsspielräume.

 

Fundamental neutral bis bearish                        Chartanalyse  neutral