AVIA Vereinigung Schweiz

31. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.12 $   Crude (WTI): 67.99 $   Gasoil 684.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9883 Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach technischen Käufen erholt – Erste Risse innerhalb der OPEC

 

Bei einem Preis von 80 Dollar Brent haben Saudi-Arabien und Russland letzte Woche die Notbremse gezogen und mit ihren Kommentaren die Ölpreise wieder nach unten geredet.

Den OPEC Ländern ist dies sicherlich zu wenig, denn diese brauchen die hohen Preise für eigene Strukturreformen und die damit verbundenen hohen Staatsausgaben. Russland wird allerdings als Partner von der OPEC gebraucht. Ein Auseinanderbrechen der Beziehung wäre für die OPEC wohl das größere Übel als ein moderater Preisrückgang.

Aller Voraussicht nach werden OPEC und die anderen Länder, die sich am Produktionsabkommen beteiligen, ihre Förderung anheben. Das Tauziehen um wie viel die Förderung angepasst werden soll hat bereits begonnen und wird vermutlich bis zum 22. Juni gehen, wenn man in Wien letztendlich eine Entscheidung treffen wird.

Von daher ist die wahrscheinliche Entwicklung den kommenden Wochen eine Konsolidierungsphase unterhalb der 80 Dollar Brent.

Nach der gestrigen Aufwärtsreaktion bleiben die Futures auch heute Morgen weiter auf hohem Niveau,

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse  neutral bis bullish

 

 

 

 

 

30. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.36 $   Crude (WTI): 66.77 $   Gasoil 673.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9926 Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise bleiben unter Druck – Kleines OPEC Meeting am Samstag

 

Die Bestände sind in diesem Jahr rasch gesunken, da der Markt in der ersten Jahreshälfte zu einem Großteil unterversorgt blieb. Ausgelöst durch die Produktionskürzungen der OPEC und Nicht-OPEC Länder, sowie die ungeplanten Produktionsausfälle Venezuelas, die die Situation weiter verschärft haben.

Eigentlich hatte man sich festgelegt, dass die Kürzungen bis Ende 2018 laufen sollen. Da die Förderung bereits seit Monaten immer stärker abnimmt und die Exporte tendenziell weiter sinken werden, ist die OPEC nun unter Zugzwang gekommen. Wird die Produktionsmenge angehoben, dann vermutlich vorsichtig und schrittweise, um einen massiven Preissturz zu vermeiden.

Der Preisanstieg bei Brent bis in den 80 Dollar Bereich hat die Alarmglocken der OPEC auslösen lassen. Die Überhitzung des Marktes, wenn das Angebot zu lange zu niedrig ist, geht daher langfristig zu Lasten der eigenen Marktanteile.

Trader warten auf die wöchentlichen US Ölbestandsdaten, die wegen des Feiertages vom Montag einen Tag später als üblich veröffentlicht werden.

Dies bedeutet nur geringe Preisveränderungen zu gestern.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse  neutral bis bearish

 

 

 

 

 

29. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.51 $   Crude (WTI): 66.80 $   Gasoil 672.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9934 Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Abwärtspotenzial ausgereizt? Futures stabilisieren sich nach US Feiertag

 

Mit dem gestrigen Feiertag und dem damit verkürzten Handel fehlen dem Markt zum Wochenauftakt auch neue Impulse. Saudi-Arabien und Russland scheinen es ernst zu meinen mit der Steigerung der Produktion.

Russland scheint auch eine Abkehr vom Abkommen in Erwägung zu ziehen und könnte sich eine Anhebung der Produktion auf die Stände von Oktober 2016 vorstellen.

Die Länder werden mit ihren Forderungen in ihrem eigenen Interesse taktieren, damit man schlussendlich einen guten Kompromiss erreicht. Wie dieser dann letztlich aussehen wird, bleibt zum aktuellen Zeitpunkt offen.

Der Preiseinbruch war sicherlich zu einem gewissen Anteil eine Art Panikreaktion, bei der auch zahlreiche technische Verkäufe automatisiert ausgelöst wurden. Der Markt wird nun aber wieder rationaler und damit beginnen die neue Situation zu verdauen.

Für Heute bedeutet dies geringfügige Preissteigerungen zu gestern.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse  neutral

 

 

 

 

 

28. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.55 $   Crude (WTI): 66.65 $   Gasoil 674.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9915 Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise nach technischen Verkäufen weiter unter Druck

 

Die OPEC und 10 andere Nicht-OPEC Länder, allen voran Russland, hatten seit Anfang 2017 ihre Ölförderung gekürzt. Bis Ende 2018 wollte man die Kürzungen unverändert beibehalten, so die Ankündigungen noch vor wenigen Monaten.

Vor allem die ungeplanten Probleme Venezuelas und die nun drohenden Sanktionen gegen den Iran, haben die Konstellation jedoch verändert. Die OPEC nimmt mehr Öl als vorgesehen vom Markt und weitere Produktionsrückgänge zeichnen sich ab.

Nun ist bei 80 Dollar aber offenbar die Schmerzgrenze erreicht. Die beiden führenden Akteure, Saudi-Arabien und Russland, sprechen sich öffentlich für eine Produktionssteigerung aus. Dies ändert die Konstellation für die Marktteilnehmer, denn eine höhere Produktion der OPEC wird die Preise sicherlich belasten. Informanten geben an, dass es Länder innerhalb und außerhalb der OPEC gebe, die die vorgeschlagene Produktionssteigerung ablehnen.

Die Marktreaktion auf die Aussicht einer Lockerung der Produktionskürzungen ist erwartungsgemäß bearish.

Somit sich für Heute erhebliche Preisnachlässe zu Freitag andeuten.

 

Fundamental neutral bis bearish                        Chartanalyse  neutral bis bearish

 

 

 

 

 

25. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 78.43 $   Crude (WTI): 70.44 $   Gasoil 692.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9919 Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

GD 21 Linie im Visier – Diskussion um Produktionssteigerung belastet die Preise

 

Venezuela und Iran sind derzeit die grössten Gefahren für den Markt, wenn es um Angebotsmengen geht. Die Sanktionen der USA könnten die Verfügbarkeit von Rohölmengen aus beiden Ländern massiv einschränken und den Markt weiter verknappen. Die OPEC und Russland planen daher offenbar gegenzusteuern und die individuellen Quoten der einzelnen Länder, die sich am Produktionsabkommen seit Beginn 2017 beteiligen, zu lockern.

In anderen Ländern steigen die Einnahmen aus dem Ölgeschäft ebenfalls, sodass Investoren Kapital in die Ölförderung investieren, wodurch die OPEC letztlich an Marktanteilen einbüsst. Zudem schadet der hohe Ölpreis dem Nachfragewachstum, weshalb das Kartell nun offenbar plant gegenzusteuern. Vermutlich werden beim nächsten Meeting am 22. Juni neue Quoten beschlossen.

Doch bereits im Vorfeld ist nun damit zu rechnen, dass die Preise unter Druck kommen. Neben technischen Gewinnmitnahmen können Verkäufe den Abwärtsdruck an den Börsen potenziell verstärken.

Trader werden nun auf weitere Statements aus OPEC Kreisen und Russland warten. Für die Preise bedeutet dies leichte Abwärtsspielräume.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

24. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 79.49 $   Crude (WTI): 71.63 $   Gasoil 700.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9937 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach DOE nur kurzzeitig im Minus – Erneuter Preisanstieg nach Problemen in Libyen

 

Die US Rohölbestandsdaten haben mit dem überraschenden Anstieg gestern das höchste Niveau seit Anfang Dezember letzten Jahres erreicht. Der Preisunterschied zwischen Brent und WTI ist mit etwa 7,80 Dollar so umfangreich wie seit einigen Jahren nicht mehr und spricht eigentlich für eine Zunahme der Ölexporte aus den USA.

Bei den Daten von letzter Woche ist also genau das Gegenteil von dem passiert, was man eigentlich erwartete hätte und so bleibt der Eindruck des gestrigen DOE insgesamt bearish.

Die Möglichkeit, dass die OPEC eventuell die Produktionsquoten aufweicht, um die ungeplanten Ausfälle in Venezuela und Iran aufzufangen, hat die Aufwärtsdynamik bereits ausgebremst. Hier wartet man vermutlich noch auf klare Aussagen aus Saudi-Arabien oder Russland, und bis dahin nimmt man eher eine abwartende Haltung ein.

Nachdem die Ölpreise an der ICE gestern Abend noch einmal auf neue Tageshochs kletterten, kommen diese in den Morgenstunden bereits wieder leicht zurück. Für die Preise bedeutet dies Aufwärtspotenziale zum Vortag an.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

23. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 79.10 $   Crude (WTI): 71.94 $   Gasoil 693.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9905 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Höhere Ölproduktion der OPEC? Ölpreise mit weichem Start in den Tag

 

Sanktionen gegen den Iran und Venezuela halten den Markt bereits in den letzten Wochen in Atem. Und auch wenn das Vorgehen der USA mit ihren monatelangen Ankündigungen keine wirkliche Neuigkeit mehr ist, so bleibt dies der treibende Faktor hinter den derzeit hohen Preisen. Seit Mitte Februar ging es an den Ölbörsen eigentlich nur nach oben.

In der USA rechnet man ohnehin schon mit einem Produktionsboom, der sich mit den höheren Preisen nur noch weiter verstärkt. US Unternehmen beginnen die erwartete Ölförderung für das kommende Jahr abzusichern, indem sie die nun hohen Preise dafür nutzen, die Produktion schon vorab zu verkaufen. Durch dieses Hedging entsteht Verkaufsdruck und sorgt so für eine Art Preisbremse.

Trader werden nun aber erst einmal darauf achten, was die OPEC und Russland in dieser Woche beschließen. Im Gespräch ist eine Steigerung der Produktionsmengen, um die Übereinhaltung der Produktionsquote zu reduzieren.

Bei den Preisen ergeben sich daher leichtes Abwärtspotenzial.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

22. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 79.51 $   Crude (WTI): 72.62 $   Gasoil 696.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9984 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Charttechnik hat Preisrallye an ICE ausgebremst – WTI nach Wahlen in Venezuela fester

 

Die USA werden die Sanktionen gegen den Iran verschärfen und wollen auch Unternehmen der Eurozone ins Visier nehmen, die gegen die Vorgaben der USA verstossen. Die EU hält zwar mit einem "Blocking Statut" dagegen, doch die Wirksamkeit darf angezweifelt werden.

Die iranische Führung will mit der EU an dem bisherigen Atomabkommen festhalten, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es der EU gelingt die Sanktionen der USA auszugleichen.

Auch in Venezuela ist mit einem weiteren Einbruch der Ölproduktion zu rechnen. Zusammen mit dem erwarteten Problemen bei den Ölexporten des Iran, wird die Versorgungslage weiter unter Druck geraten und die Ölpreise generell stützen.

Die zuletzt hohen Ölpreise könnten von den Marktteilnehmern aber auch vermehrt zu Gewinnmitnahmen genutzt werden. Viele Produzenten werden ihre zukünftige Produktion durch Verkäufe von Futures für das kommende Jahr absichern. Dies erhöht den Verkaufsdruck am Markt.

Unterm Strich könnten bei den Inlandspreisniveaus im Vergleich zu Freitag sogar leichte Preisabschläge zu erwarten sein.

 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

18. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 79.53 $   Crude (WTI): 71.60 $   Gasoil 698.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0003 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen bei 80 Dollar – Neuer Shootingstar bei Brent und WTI

 

Experten gehen davon aus, dass die US Sanktionen, sofern diese kommen, die Rohölförderung des Iran reduzieren könnte. Die jüngste Entwicklung stützt daher wieder einmal die Preise, da Angebotsausfälle immer wahrscheinlicher werden.

Auch Venezuela kann in den kommenden Tagen zu einem neuen Problem werden. Gewinnt der amtierende Präsident Maduro die Wahlen am Wochenende, könnten auch diesem Land Sanktionen drohen. Die US Ölförderung steigt zwar weiter und soll die USA in diesem Jahr zum größten Produzenten der Welt machen, doch dieses Produktionswachstum wird nicht ausreichend sein, um die drohenden Ausfälle im Iran und Venezuela aufzufangen.

Das einzige was die Preise von einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung abhalten könne wäre ein Nachfragerückgang auf Grund der gestiegenen Preise.

Da die Notierungen an der ICE heute Morgen unterhalb der Werte von gestern Nachmittag liegen, sind einige Preisnachlässe zu gestern Nachmittag möglich. Zu gestern Vormittag besteht allerdings das Potenzial geringfügiger Preissteigerungen.

 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

17. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 79.40 $   Crude (WTI): 71.68 $   Gasoil 693.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0004 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gasoil klettert auf 3,5 Jahreshoch – DOE, Venezuela und technische Käufe

 

In Sachen Ölnachfrage zeigte sich in den letzten Monaten eine klare Tendenz: der Bedarf wird hoch bleiben und die Prognosen wurden stetig nach oben angepasst. Umso überraschender kam die Korrektur der IEA gestern, die das globale Ölnachfragewachstum 2018 leicht nach unten korrigierte.

Die IEA begründete dies mit den höheren Preisen, die sich letztlich negativ auf die Nachfrageentwicklung auswirken werde.

Doch einige Experten sehen den negativen Einfluss der Preise auf die Nachfrage für zu übereilt, da die Preise keine neuen Allzeithochs erreicht haben. Zwar ist Öl so teuer wie seit 3,5 Jahren nicht mehr, im historischen Vergleich ist das Niveau aber noch immer günstig.

Die globale Nachfrage ist weiter angespannt und die Situation könnte sich am Wochenende noch einmal verschärfen. Dann sollen in Venezuela Präsidentschaftswahlen abgehalten werden. Mehrere Länder, darunter auch die USA, drohen die Wirtschaft und insbesondere den Ölsektor des Landes zu sanktionieren, sollte Maduro die Wahlen stattfinden lassen.

Dies bedeutet schlussendlich deutliche Preissteigerungen zum Vortag an.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

16. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 78.26 $   Crude (WTI): 71.16 $   Gasoil 683.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9995 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Charttechnisches Korrekturpotenzial? – Warten auf IEA und US Ölbestandsdaten

 

Die Ölpreise zogen gestern wieder einmal deutlich an, wobei WTI sein Hoch der letzten Woche nicht knacken konnte.. Eventuell besteht nun die Möglichkeit, dass die Ölpreise ihr Aufwärtspotenzial vorerst ausgereizt haben, nachdem es in den letzten Wochen ausschließlich nach oben ging.

In den letzten Tagen und Wochen wurde viel von der Eskalation mit dem Iran und den drohenden Sanktionen eingepreist, sodass es ohne einen Produktions- oder Exportrückgang schwierig wird, die Situation weiter als Begründung für starke Preissteigerungen heranzuziehen.

Die Stimmung bleibt dennoch tendenziell bullish. Die hohe Nachfrage, das knappe Angebot und die Aussicht, dass die Ölproduktion des Iran und Venezuelas sinken dürfte wird die Preise weiterhin stützen.

Trader werden heute vor allem auf Impulse vom IEA Monatsreport am späten Vormittag und vom DOE Bericht am Nachmittag um 16:30 Uhr warten.

Da die Ölpreise von den gestrigen Höchstständen wieder etwas zurückkamen, deutet sich ein Preisniveau unterhalb des Vortageshochs an.

 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

15. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 78.19 $   Crude (WTI): 70.89 $   Gasoil 683.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0004 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Schwacher Euro und feste Futures – Inlandspreise steigen wieder

 

Der OPEC Report von gestern hat gezeigt, dass es den Markt unterversorgt sieht und die Bestände weiter sinken. Laut dem Monatsbericht liegen die Bestände nur noch knapp über dem 5-Jahresdurchschnitt.

Bleibt die OPEC weiter bei ihren Produktionskürzungen, so wird dies ein Angebotsdefizit im laufenden Jahr generieren. Venezuelas Ölförderung bleibt in einer rasanten Abwärtsspirale und verlor erneut deutlich an Boden. Geht dies in dieser Geschwindigkeit voran, wird es schwer sein die Verluste auszugleichen.

Die EU will sich zwar nicht an den Sanktionen der USA gegen den Iran beteiligen, doch die USA haben angekündigt auch europäische Firmen zu sanktionieren, sollten sich diese nicht an die Vorgaben halten.

Die Unruhen an der Grenze Israels haben zwar keinen direkten Einfluss auf die Versorgung, dennoch ist dies nicht gerade ein Zeichen der Stabilität. Die 80 Dollar, die bei Brent nicht mehr allzu weit entfernt ist, könnte eine Zielmarke für Trader werden.

Für Heute deuten sich erneut deutliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

14. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.82 $   Crude (WTI): 70.48 $   Gasoil 674.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0000 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Gewinnmitnahmen zum Wochenauftakt

 

Mit der Entscheidung der USA die Sanktionen gegen den Iran wieder einzuführen, stiegen die Ölpreise. Bisher hält sich der Einfluss auf die physische Verfügbarkeit allerdings in Grenzen denn die USA haben eine Übergangsfrist von ca. 6 Monaten gewährt. Einige Analysten glauben allerdings, dass sich nun eine Konstellation ergibt, mit der Brent auf über 80 Dollar, mittel- bis langfristig sogar wieder bis 90 oder 100 Dollar steigen könnte.

Sollte das Ölangebot mit den Sanktionen weiter sinken, sind durchaus noch weitere Aufwärtspotenziale am Markt vorhanden. Doch es werden bereits auch Stimmen am Markt laut, die darauf verweisen, dass die OPEC nun die Produktionskürzungen zurückfahren könnte. Saudi-Arabien hatte jedenfalls angekündigt wegfallende Exporte des Iran zu ersetzen und auch andere Länder dürften bei den momentan höchsten Ölpreisen der letzten 3,5 Jahre erpicht sein, etwas von diesem Kuchen ab zu bekommen.

Einige Trader nutzen die Konstellation nun erst einmal für Gewinnmitnahmen, denn die Sanktionen gegen den Iran wurden bereits über Wochen eingepreist.

 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

11. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.29 $   Crude (WTI): 71.26 $   Gasoil 674.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0034 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Sanktionen und geopolitische Risiken halten Ölpreise auf hohem Niveau

 

Der jüngste militärische Schlagabtausch zwischen Iran und Israel hat das Risiko eines offenen Konflikts zwischen den beiden Ländern erhöht. Die Gefahr, die hiervon ausgehen könnte, wäre für die Region enorm und stellt auch ein Risiko für die Verfügbarkeit von Rohöl dar. Auch die Sanktionen der USA gegen den Iran können die Marktlage weiter verknappen. Zwar rechnen Analysten nur mit einem Ausfall, jedoch ist die Marktlage auch ohne diese Ausfälle bereits äußerst knapp.

Die Überkapazitäten sind schon längst abgebaut und so lange sich die OPEC weiter an die Produktionskürzungen hält wird sich dies vermutlich auch kurzfristig nicht ändern.

Bei abnehmenden Beständen und der anstehenden Sommernachfrage bleibt das Abwärtspotenzial aus jetziger Sicht sehr begrenzt. Im Marktfokus steht vor allem wie sich die Spannungen zwischen Iran und Israel sowie die angekündigten Sanktionen der USA gegen den Iran entwickeln werden.

Nachdem die Futures gestern ein neues 3,5-Jahreshoch erreicht haben, bleiben diese auch heute Morgen weiter auf hohem Niveau.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

09. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.61 $   Crude (WTI): 70.59 $   Gasoil 670.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0024 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Trump und API lassen Ölpreise steigen – Öl so teuer wie seit November 2014 nicht mehr

 

Von der Wiedereinführung der US Sanktionen gegen den Iran dürfte wohl kaum einer überrascht sein, war das doch lange genug Thema und auch schon weitestgehend eingepreist.

Die Sanktionen gelten zwar sofort, die Übergangszeit wir es allerdings ermöglichen, dass die neue Verhandlungen geführt werden können und dass die Ölexporte des Irans nicht gleich in vollem Umfang einbrechen. Wie gross der Einfluss auf die Verfügbarkeit letztlich sein wird, bleibt abzuwarten. Die Unsicherheit Geschäfte mit dem Iran abzuschliessen ist allerdings deutlich gestiegen.

Die Ölpreise reagieren zunächst vor allem auf die bullishen Bestandsdaten des API, bei denen Abbauten in allen Kategorien gemeldet wurden, sowie auf die Ankündigung der Sanktionen gegen den Iran und setze die späte Aufwärtsbewegung heute Morgen fort und klettern auf den höchsten Stand seit November 2014. Dies ergibt somit deutliche Preissteigerungen.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

08. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.54 $   Crude (WTI): 70.02 $   Gasoil 662.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0029 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise geben nach Trump Tweet nach – US Präsident wird heute über Sanktionen entscheiden

 

Der Ölpreis an den Börsen ist im letzten Monat um fast 14% gestiegen. Vor allem die Drohung Trumps gegen den Iran hatte zu dieser Rallye geführt. Trader haben sich auf das Schlimmste vorbereitet und eine Verknappung zum Teil eingepreist. Der Markt ist so kurzfristig extrem von der Laune in Trumps Fingerspitzen auf Twitter abhängig. Spätestens aber die Pressekonferenz am Abend um etwa 20 Uhr im Weißen Haus wird maßgeblich für den Markt sein.

Saudi-Arabien hat bisher auch keine Ambitionen die Kürzungen zu reduzieren, hat man doch ein Preisziel von etwa 80 Dollar im Visier. Doch innerhalb der OPEC ist dies nicht ganz unumstritten. Der Iran präferiert daher die 60 Dollar als ein angemessenes Niveau und nimmt damit ganz offen eine Konterposition zu Saudi-Arabien ein.

Am heutigen Abend stehen gleich mehrere wichtige Ereignisse an. Die Volatilität wird nach den europäischen Geschäftszeiten daher vermutlich extrem zunehmen.

Für heute Morgen deuten sich keine besonders großen Preisanpassungen an.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

07. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.54 $   Crude (WTI): 70.41 $   Gasoil 662.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0009 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Angst vor Iran-Sanktionen – Ölpreis schießt auf 3,5-Jahreshoch

 

Der Ölmarkt bleibt diese Woche weiter fest im Griff der Bullen, die sich mit den drohenden Sanktionen der USA gegen den Iran in einer gestärkten Position sehen. Sollten die USA Handelseinschränkungen gegen den Iran einsetzen, würde dies die Ölpreise vermutlich weiter nach oben treiben. Lieber sichert man sich gegen eine mögliche Preisrallye ab, denn bislang gibt es wenig, dass auf eine Kehrtwende hindeutet

So lange OPEC und die Nicht-OPEC Länder weiter an ihren Produktionskürzungen festhalten, gibt es kaum etwas, das auf eine verbesserte Versorgungslage hindeutet. Im Frühjahr blieb zudem der saisonale Aufbau der Vorräte aus, mit denen man sich auf die Sommernachfrage einstellt, sodass auch von dieser Warte her wenig Hoffnung für eine bessere Versorgung besteht.

In der Gesamtbetrachtung gibt es kaum Trader, die auf fallende Kurse setzen, sodass die Preise in den frühen Morgenstunden schon einen Satz nach oben gemacht haben und sich so aktuell erhebliche Preissteigerungen andeuten.

 

Fundamental neutral/bullish                   Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

04. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.63 $   Crude (WTI): 68.43 $   Gasoil 645.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9985 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Aufwärtsbewegung am späten Abend – Brent Pipeline wurde abgeschaltet

 

Noch acht Tage bis die von Trump genannte Deadline für das Atomabkommen mit dem Iran erreicht ist. Am 12. Mai will die US Regierung über mögliche neue Massnahmen entscheiden, die eventuell auch die Ölversorgung negativ beeinflussen könnte. Mit dieser Aussicht bleiben die Marktteilnehmer bereits seit Wochen in Habachtstellung, sodass grössere Abwärtsbewegungen an den Börsen derzeit nicht möglich sind.

Nichtsdestotrotz rechnen die meisten Akteure mit einem Ausstieg der USA aus dem bestehenden Abkommen. Insbesondere Macron hatte diese Erwartungshaltung nach seinem US Besuch vergangene Woche bestärkt. Experten gehen davon aus, dass der 12. Mai ein Tag mit nur zwei Optionen sein wird. Entweder verschärfen die USA die Sanktionen gegen den Iran, oder man verzichtet auf Sanktionen, womit die Preise nachgeben würden.

Ohne eine Entscheidung zum Iran wird sich an den Preisniveaus vermutlich nicht viel tun und die Volatilität wird hoch bleiben.

Für Heute sind keine grösseren Preissteigerungen zu erwarten.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

 

03. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.20 $   Crude (WTI): 67.86 $   Gasoil 646.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9974 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Fed Kommentaren wieder fester – Bearishe DOE Daten mit begrenztem Einfluss

 

Die US Ölbestandsdaten fielen zwar bearish aus, konnten die Preise allerdings nicht besonders stark belasten. Ganz erheblichen Anteil an daran haben die drohenden Sanktionen der USA gegen den Iran. Der Markt rechnet eigentlich bereits fest damit, dass die USA aus dem Atomabkommen in seiner jetzigen Form aussteigen werden.

Auch wenn noch undurchsichtig bleibt, welche Sanktionen die USA wieder einführen wollen, so fürchtet der Markt Probleme bei der Verfügbarkeit von Rohöllieferungen aus dem Iran. Die Entscheidung wird vermutlich am 12. Mai fallen, sodass bis dahin größere Kursverluste wohl ausbleiben sollten.

Auf der anderen Seite sind aber auch Preisanstiege limitiert. Denn zum einen erreicht die US Ölproduktion immer neue Rekordhochs und zum anderen bleibt bis zum 12. Mai unklar, ob die Ölexporte des Iran überhaupt von den Sanktionen betroffen sein werden. Von daher bleibt eine klare fundamentale Richtungsvorgabe für den Moment schwierig.

Unterm Strich ergeben sich daher nur geringe Preisveränderungen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

02. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.52 $   Crude (WTI): 67.79 $   Gasoil 648.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9947 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures geben über Feiertag deutlich nach – US Ölproduktion deutlich gestiegen

 

Der israelische Premierminister hatte am Montag noch von Beweisen für ein iranisches Atomprogramm gesprochen, doch die IEA bestreitet derartige Belege.

Trump hatte die Importzölle auf Stahl und Aluminium für die EU nochmals um einen Monat aufgeschoben, was von einigen Marktteilnehmern als Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft gewertet wird. Womöglich ergeben sich auch im Falle des Iran neue Möglichkeiten, bevor die USA die ganz scharfen Sanktionen gegen Teherans Ölindustrie auspackt.

Die leichte - wenngleich indirekte - Entschärfung der zugespitzten Lage im Nahen Osten wird flankiert von einer höheren US Ölproduktion. Die US Ölförderung steigt schneller als erwartet und limitiert damit das Aufwärtspotenzial.

Die generelle Marktlage bleibt damit unverändert in einem Spannungsfeld, bei dem eine rasant steigende US Ölförderung Preisanstiege verhindert, geopolitische Risiken im Nahen Osten und die Produktionskürzungen der OPEC größeren Preisabschlägen allerdings entgegenstehen.

Während die Produkte gestern stark nachgaben, begrenzt der stärkere Dollar-Kurs allerdings die Abwärtspotenziale, so dass die Preise leicht steigen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bearish