AVIA Vereinigung Schweiz

24. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.00 $   Crude (WTI): 45.68 $   Gasoil 449.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9460   Rheinfracht: 36.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Warten auf OPEC Meeting – Preise nach Einbruch kaum verändert

 

Die OPEC hat sich mit dem Beginn der Sommermonate nicht mehr so strikt wie noch im Frühjahr an die vereinbarten Kürzungen gehalten. Dies dürfte vor allem an der saisonalen Nachfrage liegen.

Die OPEC gibt vor dem heutigen Meeting zu, dass man sich dem Ziel eines ausgeglichenen Marktes langsamer als erwartet nähere. Auch die US Ölproduktion legte in den letzten Wochen immer wieder zu und wird in den kommenden Wochen und Monaten weiter steigend erwartet.

Wie die OPEC mit diesen Herausforderungen umgehen will, könnte sich bei den beiden Meetings klären. Die OPEC bleibt allerdings in einer Zwickmühle gefangen. Kürzt sie die Produktion weiter und hebt damit die Ölpreise an, nimmt die Ölförderung außerhalb des Kartells zu und vor allem die US Schieferölproduzenten dürften mit Investitionssteigerungen dankbar reagieren. Langfristig gesehen gibt es daher kaum Perspektive für eine Preisrallye, sollte es nicht unvorhersehbare Störungen im Angebot geben.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

21. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.27 $   Crude (WTI): 46.90 $   Gasoil 458.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9503   Rheinfracht: 36.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen und fester Euro – Abwärtspotenzial bei Inlandspreisen

 

Aktuell betreiben Marktteilnehmer vor allem Positionsmanagement, Die Unsicherheit ist relativ gross was OPEC und Nicht-OPEC Länder am Wochenende und nächste Woche Donnerstag beschließen werden. Der gestrige Durchbruch der 50 Dollar bei Brent hat vermutlich einige Marktteilnehmer dazu verleitet Gewinne mitzunehmen. In den letzten Tagen ist die Stimmung an den Ölbörsen von bearishen zu bullish gekippt, nachdem die US Ölbestände in den letzten Wochen kontinuierlich gesunken sind.

Auf der anderen Seite bleibt aber das Potenzial Libyens, dessen Ölproduktion gestiegen ist. Auch Nigeria hat das Potenzial seine Förderung noch deutlich zu steigern. Auch die US Ölproduktion begrenzt das Aufwärtspotenzial der Preise. Die Produktion steigt stetig.

Ziehen die Preisniveaus an den Ölbörsen zu stark an, so reagieren die US Unternehmen sofort und erschließen mehr Ölquellen. Die OPEC ist daher in ihren Fähigkeiten begrenzt was Preissteigerungen angeht. Für die OPEC bleibt der Markt daher ein Drahtseilakt.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

20. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.61 $   Crude (WTI): 47.03 $   Gasoil 459.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9551   Rheinfracht: 36.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach bullishem DOE Bericht nahe Monatshochs

 

Der Markt war in diesem Jahr sehr ungeduldig. Mit der Ankündigung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern, setzte man zu Jahresbeginn sehr schnell auf steigende Preise. Nachdem die Bestände aber nicht wie gedacht gesunken sind, verlor man im März die Geduld. Bestandsabbauten, worauf man das ganze Jahr gewartet hatte, lassen sich nun aber bei den US Ölvorräten beobachten. Was die Raffinerien produzieren wird auch verbraucht, sodass die Bestände langsam aber stetig abnehmen. Für Trader sind die US Vorräte eines der wichtigsten Indizien, wenn es darum geht die Produktionskürzungen der OPEC auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.

Durch die positive Nachfrageentwicklung hat sich die Stimmung am Markt leicht zum bullishen verändert. Zu sehr können die Preise aber nicht steigen, denn dann würde die US Ölförderung wieder zulegen und die Verfügbarkeit erhöhen.

Für heute ergeben sich daher deutliche Preisanpassungen nach oben.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

19. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.68 $   Crude (WTI): 46.25 $   Gasoil 446.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9558   Rheinfracht: 36.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Steigende US- Schieferölproduktion für August?

 

Der aktuell günstige Dollar macht die in US Dollar gehandelten Futures interessanter für Investoren aus Europa und anderen Regionen und sorgt somit für Kaufinteresse an den Öl Börsen. Die US Ölbestandes-Veränderungen bei API haben bullishe wie auch bearishe Komponenten, zum einen weisen die höher als erwarteten Benzin- und Destillatbestände auf eine hohe Nachfrage hin, was üblich ist zu dieser Jahreszeit, zum anderen gibt es wieder Aufbauten anstatt Abbauten beim Rohöl. Die Marktteilnehmer warten nun darauf, ob die US Ölbestandsdaten des DOE die API Daten bestätigen. Neue Spekulationen über evtl. geplante stärkere Export- Kürzungen von Saudi Arabien bringt wieder Unruhe in die Börse… Im August wird mit einer steigenden US- Schieferölproduktion gerechnet. Der Bericht der EIA gab an, dass die Anzahl der gebohrten aber nicht vollständig erschlossenen Ölquellen in den USA – sogenannte DUC's - im Juni binnen einen Monats von 5.877 auf 6.031 gestiegen ist. Da diese Öl-Quellen nur wieder in Betrieb genommen werden müssen, geht dies vergleichsweise schnell, da das Öl bereits gefunden und die Reservoirs angebohrt wurden. Die hohe Anzahl an DUC's bedeutet daher, dass die Produzenten bei einem Preisanstieg ihre Förderkapazitäten relativ schnell steigern können.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

18. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.35 $   Crude (WTI): 45.95 $   Gasoil 443.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9595   Rheinfracht: 36.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ecuador verabschiedet sich von Produktionskürzungen – Futures geben nach

 

Die OPEC bleibt unter Druck, nachdem Ecuador nun offenbar einseitig die Einhaltung des Produktionsabkommens aufgekündigt hat. Zudem hielt sich die OPEC schon im Juni nicht mehr ganz so strikt wie in den letzten Monaten an das Abkommen. Die IEA ging von einer Quotentreue von 78% aus. Nach der Aktion Ecuadors könnten die Abweichungen der anderen Produzenten nun zunehmen, was die Preise sicherlich stark unter Druck setzen würde. Bleibt abzuwarten, wie sich die OPEC Mitglieder in den kommenden Tagen dazu äußern, insbesondere mit Blick auf die Anstehenden Meetings kommende Woche Montag und Donnerstag.

Die Marktteilnehmer sind daher etwas verunsichert, es ist ein ständiges hin und her zwischen belastenden Meldungen zum Angebot und stützenden Einflüssen der Nachfrage.

Marktteilnehmer warten in dieser Woche wieder gespannt auf die US Ölbestandsdaten und ob sich die Abbauten der letzten Wochen weiter fortschreiben.

Die Rheinfrachten sind erneut gestiegen und die Lage bleibt nach wie vor angespannt

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish           

 

 

 

 

 

17. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.99 $   Crude (WTI): 46.61 $   Gasoil 449.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9651   Rheinfracht: 34.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Start in die Woche – Warten auf OPEC

 

Die Geschwindigkeit, mit der die US Unternehmen neue Ölbohranlagen in Betrieb nehmen, schwächte sich in den letzten Wochen spürbar ab. Durch eine zeitliche Verzögerung von etwa 6 bis 9 Monaten wird sich dies aber erst im kommenden Jahr als Schwächephase beim US Ölproduktionswachstum zeigen.

Zusammen mit den in den letzten Wochen sinkenden US Ölbeständen und der Anhebung der Wachstumsprognose der IEA für die Ölnachfrage 2017, gibt es aktuell eine etwas positivere Stimmung im Markt als noch zuletzt. Shell Nigeria meldete Force Majeure auf seine Lieferungen, sodass sich auch das Produktionswachstum der letzten Monate abschwächen könnte.

Insgesamt zeigten die Monatsreports der letzten Wochen allerdings, dass nicht davon auszugehen ist, dass die Versorgungslage 2018 besonders knapp werden wird. Sollten OPEC und Nicht-OPEC Länder ihre Produktionskürzungen beenden, so droht dem Markt gar eine drastische Überversorgung.

Für heute deuten sich bei den Inlandspreisen insgesamt weiter Aufwärtsspielräume an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral    

 

 

 

 

 

14. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.26 $   Crude (WTI): 45.92 $   Gasoil 441.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9668   Rheinfracht: 33.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bearishe Monatsberichte können Preise nicht nachhaltig drücken

 

Mehrere Experten und Analysten glauben, dass die OPEC die Produktionskürzungen intensivieren müsste, um die globalen Ölbestände schneller abzubauen. Mit einer solchen Maßnahme würde sich die OPEC allerdings ins eigene Fleisch schneiden, denn dies würde die Preise steigen lassen und das Ölwachstum außerhalb des Kartells, insbesondere in der US Schieferölindustrie, ankurbeln.

Stützend wirken sich aktuell die positiven Signale einer gestiegenen Nachfrage aus. Die IEA korrigierte in ihrem gestern veröffentlichten Monatsreport die bisherige Nachfrageeinschätzung 2017 weltweit nach oben. Zum Teil läge dies auch an der guten Nachfrage aus den USA und Deutschland, so die Begründung.

Allerdings zeigen die Monatsreports von dieser Woche auch, dass der Ölmarkt noch weit davon entfernt ist in ein stabiles Gleichgeweicht zurückzufinden. Auch wenn der Markt aktuell knapper wird, so schiebt die OPEC das Problem der Überversorgung vor sich her.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral    

 

 

 

 

 

13. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.50 $   Crude (WTI): 45.28 $   Gasoil 434.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9627   Rheinfracht: 33.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC plant Sondertreffen - Bearishe Reaktion nach bullishen US Bestandsdaten

 

Wenn bullishe Daten eine Abwärtsreaktion hervorrufen, ist dies ein klares Warnsignal, dass die Stimmung extrem bearish ist. So geschehen nach den Bestandsdaten des DOE letzte und diese Woche. Die Bestandsabbauten bei Rohöl deuten eigentlich an, dass die Versorgungslage in den USA knapper wird, worauf man eigentlich gewartet hat. Doch beeindruckt ist davon offenbar niemand.

Die EIA hat die US Ölförderung für das kommende Jahr zwar nach unten korrigiert, allerdings wäre das noch immer ein Rekordniveau.

Die OPEC hat zwar keine so detaillierten Preiserwartungen veröffentlicht, dennoch kommt deren Monatsreport einer Bankrotterklärung gleich, denn die Förderung des Kartells stieg im Juni deutlich an. Die Zahlen der OPEC sind entsprechend alarmierend und zeigen, dass das Kartell seine Probleme nicht losgeworden ist. Vielleicht ist auch gerade dies der Grund, weshalb die Vertreter der OPEC am Montag zu einem mysteriösen Sondertreffen zusammenkommen werden, dessen Inhalt bisher nicht kommuniziert wurde.

 

Fundamental neutral / bearish   Chartanalyse neutral    

 

 

 

 

12. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.24 $   Crude (WTI): 45.83 $   Gasoil 442.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9635   Rheinfracht: 32.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Saudi-Arabien schummelt – Futures nach API Bericht fester

 

Gestern machten Berichte die Runde, wonach Saudi-Arabien im Juni 10,07 Mio. B/T gefördert haben soll. Dies wäre eine massive Steigerung gegenüber Mai und mehr als im Produktionsabkommen zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern vereinbart war. Der Monatsbericht der EIA bestätigt dies in der Tendenz. Das Kartell produziert deutlich mehr als unter dem Produktionsabkommen vereinbart. Auf das Gesamtjahr gerechnet wäre dies eine Verringerung der globalen Bestände um etwa 21,9 Mio. Barrel, was nicht ansatzweise dem Ziel entspricht die Vorräte um knapp 300 Mio. Barrel abzubauen.

Stützend ist allerdings die aktuelle Entwicklung der US Ölbestandsveränderung des API, wonach die Vorräte bei Rohöl deutlich gesunken sein sollen.

Trader warten heute auf den Monatsreport der OPEC. Der DOE Bestandsbericht um 16:30 Uhr kann dann den nächsten wichtigen Impuls für die Ölbörsen geben.

Nach dem Preisanstieg im späten Handel, deutet sich für heute Morgen eine Preisanpassung nach oben an.

 

Fundamental neutral / bearish   Chartanalyse bullish     

 

 

 

 

 

11. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.14 $   Crude (WTI): 44.68 $   Gasoil 432.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9672   Rheinfracht: 32.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Abwärtsbewegung ausgebremst – Analysten bleiben mehrheitlich bearish

 

Aktuell werden im Markt mögliche Produktionsbeschränkungen für Libyen und Nigeria abgewogen. Die Möglichkeit, dass die Fördermengen begrenzt werden stützt natürlich leicht, allerdings ist dies ein sehr unwahrscheinliches Szenario. Sowohl Libyen als auch Nigeria müssten einer solchen Maßnahme zustimmen. Russland befasst sich offenbar schon mit dem Gedanken, wie man aus den Produktionskürzungen aussteigen kann.

Die Aufwärtsbewegung von gestern ordnet man Short-Covering zu und man glaubt eher, dass der Markt noch einmal versuchen wird die Tiefs vom 21. Juni zu testen, anstatt einen Aufwärtstrend zu entwickeln. Trader warten nun allerdings noch auf die wöchentlichen Bestandsdaten, bei denen die bisherigen Einschätzungen bullish sind.

Nach der Aufwärtsbewegung von gestern Abend generiert dies somit rechnerisch, moderates Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental neutral / bearish   Chartanalyse neutral    

 

 

 

 

 

10. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.76 $   Crude (WTI): 44.27 $   Gasoil 428.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9643   Rheinfracht: 32.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures zum Wochenauftakt wenig verändert – Bearishe Stimmung bleibt dominant

 

Trader ignorierten in der letzten Woche bullishe Meldungen wie die starken US Ölbestandsabbauten. Eigentlich hatte man genau auf solche Zahlen gewartet. Der Markt versteift sich jedoch derzeit auf bearishe Meldungen. Auch die Exporte legten im Juni zu und sollen rund 2 Mio. B/T über Juni 2016 liegen. Diese Entwicklung spricht absolut nicht dafür, dass sich der Markt auf ein Gleichgewicht zubewegt, weshalb die stützenden US Ölbestände in der letzten Woche keinen nachhaltigen Einfluss auf die Preisniveaus hatten.

Nigeria und Libyen könnten künftig eventuell in den Produktionsdeal zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern mit einbezogen werden. Allerdings ist eine Kürzung der Mengen unwahrscheinlich. Die OPEC bleibt weiter in ihrem Dilemma gefangen.

Mit diesem Ausblick ist eine langfristig bullishe Entwicklung bei den Ölpreisen nicht zu erwarten,

Weiteren Aufschluss über den Zustand des Marktes werden die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA geben, die diese Woche erwartet werden.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bearish           

 

 

 

 

 

7. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.53 $   Crude (WTI): 44.93 $   Gasoil 434.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9614   Rheinfracht: 31.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

DOE: Deutliche Abbauten beim US- Rohöl – trotzdem heute günstigere Preise

 

Die grösser als erwarteten Abbauten bei amerikanischen Ölproduktion liessen gestern die Preise an der Börse zuerst anziehen. Die Bestandsabbauten sowie die Nachfrageentwicklung sind eindeutig stützende Faktoren. Das einzige bearishe Element ist die gestiegene US Rohölförderung, die aktuell bei 9,34 mio. B/T liegt. Der Rückgang der US Ölförderung lag anscheinend wie vermutet am Einfluss von Tropensturm Cindy. Einen so bullishen DOE Report wie gestern gibt es selten, auch wenn der Markt nur kurzzeitig darauf reagiert hat. Analysten senken derzeit wieder reihenweise ihre Preisprognosen für Rohöl. Die Tatsache, dass die Preise nicht mit einer stärkeren Aufwärtsreaktion auf die DOE Bestandsabbauten reagierten, zeigt, wie bearish die Stimmung im Markt derzeit ist.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse bearish   

 

 

 

 

 

6. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.10 $   Crude (WTI): 45.43 $   Gasoil 441.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9650   Rheinfracht: 29.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bullishe API Bestandesdaten

 

Die Rohölbestände wie auch Benzinvorräte haben abgenommen, während bei den Destillaten leichte Aufbauten verzeichnet wurden. Trader warten die US Ölbestandsdaten des DOE ab. Wenn die bullishen Zahlen des API bestätigt werden, könnte es eine erneute Aufwärtsbewegung geben. Die Deutsche Bank senkt Ölpreiserwartung für 2018 von 65 Dollar auf 54 Dollar. In der langfristigen Preiserwartung geht man davon aus, dass sich das Niveau bei etwa 60 Dollar etablieren wird. Als Grund nennt man die Annahme, dass die US-Ölförderaktivität erst in einem Preisbereich von unter 40 bis 45 Dollar nicht mehr rentabel sein würde. Die OPEC Exporte und die Ölförderung im Juni haben zugenommen. Zusätzliches Öl aus Nigeria, Libyen aber auch aus der US Schieferölindustrie verhindern weiter, dass die OPEC ihre gesetzten Ziele erreicht und die Ölbestände signifikant senken kann. Die Marktstimmung bleibt somit insgesamt weiterhin bearish.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

5. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.65 $   Crude (WTI): 47.00 $   Gasoil 450.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9652   Rheinfracht: 28.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Spekulationen über einen ausgeglichenen Markt?

 

Reuters wie auch Bloomberg gehen in den Vorabschätzungen für den Monat Juni davon aus, dass die Ölproduktion der OPEC und auch die Exporte im Vergleich zum Mai gestiegen sind. Die steigenden Preise der letzten Tage sind vor allem das Resultat einer technischen Korrektur, die sich vereinzelt bullishe Meldungen zu Nutze gemacht hat. So konnten Trader Gewinne mitnehmen (Short- Corvering). Die iranischen Nachrichtenagentur IRNA berichtet, dass die Ölproduktion Irans im iranischen Monat Chordad, der zum 22 Mai beginnt, auf das höchste Fördernivau des Landes seit Aufhebung der westlichen Sanktionen gestiegen ist. Der russische Energieminister Alexander Nowak gab gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti an, der Markt sei bereits auf dem Weg zurück in ein Gleichgewicht. Man ist dieser Prognose gegenüber jedoch skeptisch und will endlich Zahlen sehen, die das auch bestätigen. Die Marktteilnehmer warten nun auf die anstehenden Monatsreports von EIA, OPEC und IEA, die in der kommenden Woche Dienstag, Mittwoch bzw. Donnerstag veröffentlicht werden.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

4. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.40 $   Crude (WTI): 46.83 $   Gasoil 448.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9645   Rheinfracht: 28.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Immer noch steigende Ölpreise

 

Mit dem heutigen US Feiertag (Independence Day), wird eher ein impulsarmer Börsentag erwartet. Auch wenn die Ölpreise die letzten Tag um mehrere Dollar pro Barrel angestiegen sind, so notiert die US Rohölsorte mit ihrem gestrigen Schlusskurs dennoch etwa -13,2% unterhalb des Eröffnungskurses vom Januar. Da die Nachfrage und die Angebots- Situation immer noch nicht ausgeglichen sind, wird es der OPEC, vermutlich nicht gelingen die globalen Rohölbestände auf das 5-Jahresdurchschnittsniveau zu drücken. Die Quotentreue der OPEC und Nicht-OPEC soll laut JBC Energy im Juni von 102% auf 93% gesunken sein. Trotz der saisonal starken Sommernachfrage lässt die Nachfrageentwicklung zu wünschen übrig. Man geht davon aus, dass die aktuellen Aufwärtsbewegungen als Phasen gesehen werden müssen, in denen Trader ihren Fokus kurzfristig auf bullishe Einzelmeldungen legen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bullish           

 

 

 

 

 

3. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.86 $   Crude (WTI): 46.20 $   Gasoil 441.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.8760   Rheinfracht: 28.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Trendwende im Wachstum der US- Öl Förderanlagen?

 

Am Freitagabend kam es einer starken Preisrallye. Baker Hughes meldete für die vergangene Berichtswoche eine gesunkene Anzahl um 2 aktive US Ölbohranlagen. Dies ist das erste Mal seit Januar, dass die Anzahl von einer auf die andere Woche abnahm. Marktteilnehmer bewerten diese Meldung bullish. Man geht davon aus, dass das aktuelle Preisniveau zu niedrig ist und die US Ölförderung nicht weiter wachsen wird. Das könnte ein voreiliger Schluss sein. In Libyen soll die Ölproduktion wieder bei etwa 1 Mio. B/T liegen. Das Land, das von den Produktionskürzungen ausgenommen ist, fördert damit so viel wie seit vier Jahren nicht mehr. Auch wenn sich die OPEC Länder im Großen und Ganzen an ihre Kürzungen halten, so geht eine Umfrage bei Reuters davon aus, dass die Ölförderung des Kartells im Juni wieder zugenommen hat.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

 

30. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.70 $   Crude (WTI): 45.19 $   Gasoil 434.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.8740   Rheinfracht: 28.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Trump setzt auf steigende Ölförderung

 

Mit der charttechnisch leicht bullishen Ausgangslage orientierten Sie gestern Morgen die Ölbörsen nach oben. Die Aufhebung der Force Majeure für Bonny Light in Nigeria und die Erwartung dass auch aus Kanada nächsten Winter mehr Öl kommen wird, hat das Aufwärtspotential begrenzt. Der US Präsident Donald Trump stellte gestern Abend einen 6-Punkte Plan für seine Energiepolitik vor. Darin enthalten ist der Plan eine neue Exportpipeline für Ölprodukte nach Mexiko zu bauen. Darüber hinaus sollen die Genehmigungen für weitere Exportterminals im Golf von Mexiko ausgestellt und neue Offshore Fördergebiete für Öl und Gas freigegeben werden. Damit werden die Erschließungsarbeiten von Ölquellen in Alaska und vor der US Ostküste wieder zunehmen, die durch die Obama Regierung ausgebremst wurden. Viele Trader stellen sich auf ein langes US-Wochenende ein, denn am Dienstag wird der US Independence Day gefeiert. Die Börsen schliessen am Dienstag früher.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

29. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.59 $   Crude (WTI): 44.06 $   Gasoil 422.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9599   Rheinfracht: 30.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Die gestrigen US Ölbestandes-daten des DOE haben die Zahlen des API nicht bestätigt

 

Die Auslastung der US Raffinerie nahm ab und fiel sogar hinter das Vorjahresniveau zurück, was teilweise auch auf den Sturm Cindy von letzter Woche zurückzuführen sei. Die US Raffinerien haben damit weniger Rohöl verbraucht, sodass die Bestände nicht so deutlich wie erwartet abgenommen haben. Die geringere Produktion der Raffinerien wirkt sich auf die Verfügbarkeit der Produkte aus, vor allem bei Benzin werden die Abbauten bullish interpretiert. Die Nachfrage nach Öl und Treibstoffe ging zurück und ist damit bearish zu sehen. Wegen den Wartungsarbeiten in Alaska und den temporären Abschaltungen von Ölanlagen im Golf von Mexiko, brach die US Rohölförderung ein, was die Preise wiederum stützt. Experten glauben aber nicht an eine Trendwende bei der US Ölförderung, sondern gehen davon aus, dass diese Effekte bei den Zahlen in den kommenden Wochen keinen Einfluss mehr haben werden.

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

28. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.59 $   Crude (WTI): 44.06 $   Gasoil 422.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9599   Rheinfracht: 30.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

API: anstatt Abbauten = Aufbauten der Öl- Vorräte

 

Die gestrigen API Zahlen zeigten gestiegene Öl- Vorräte auf und sind somit bearish zu interpretieren. Eigentlich rechnete man wegen Import- Schwierigkeiten  aufgrund des Tropensturms im Golf von Mexico, mit Bestandes- Abbauten. Auch die Nachfrage blieb bis jetzt hinter den Erwartungen zurück. Heute im späteren Nachmittag wird man sehen, ob die DOE- Daten die API Zahlen bestätigen.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

27. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.23 $   Crude (WTI): 43.73 $   Gasoil 415.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9722   Rheinfracht: 30.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Berg- und Talfahrt kaum verändert – Charttechnik begünstigt Short-Covering

 

Die Stimmung im Markt wird weiter als bearish beschrieben. Dies liegt vor allem daran, dass die OPEC Produktion durch Libyen und Nigeria wächst und die US Schieferölproduktion ebenfalls weiter steigt. Auch aus anderen Ländern wie Kanada und Brasilien kommen zusätzliche Barrel auf den Markt und selbst in der Nordsee nimmt die Verfügbarkeit zu.

Unterm Strich sorgt diese Konstellation dafür, dass die Kürzungen der OPEC zu einem Großteil ausgeglichen werden. Bisher enttäuschte die Nachfrage und man geht nicht davon aus, dass die Nachfrage das Überangebot aufnehmen kann.

Allerdings gibt es charttechnisch Kaufsignale und die Short-Positionen spekulativer Trader stiegen für WTI zuletzt auf das höchste Niveau seit Anfang/Mitte August 2016. Dies kann eine Short-Covering Rallye begünstigen.

Das DOE veröffentlicht seine Daten am Mittwoch, bei denen erneut Abbauten bei Rohöl zu erwarten sind. Allerdings hatte Tropensturm Cindy in der letzten Woche zur Abschaltung einiger Produktionsanlagen im Golf von Mexiko geführt und Verladungen behindert.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bullish

 

 

 

 

 

26. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.97 $   Crude (WTI): 43.43 $   Gasoil 412.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9702   Rheinfracht: 30.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technisches Kaufsignal – Futures testen GD 7 Widerstand

 

Die OPEC und Nicht-OPEC Länder weisen mit 106% eine sehr hohe Quotentreue bei der Umsetzung ihrer Kürzungen auf. Allerdings kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Förderung des Kartells zuletzt insgesamt gestiegen ist. In erster Linie konnten Libyen und Nigeria ihre Produktion erheblich steigern und werden wohl auch für Juni wieder für einen Produktionsanstieg sorgen. In Kombination mit einer weiter stark zulegenden US Ölförderung dämpft dies die Erwartungen der Marktteilnehmer, dass die Strategie der OPEC erfolgreich ist.

Entsprechend haben viele Marktteilnehmer in den vergangenen Wochen eine bearishe Position eingenommen.

Aktuell ziehen die Preise an und klettern bei WTI und Brent bis in den Bereich ihrer GD 7 Widerstandslinie, die sich in den letzten Wochen als Schlüsselwiderstand etabliert hat. Wegen des Tropensturms Cindy wurden Schiffsverladungen und Ölproduktion im Golf von Mexiko für einige Tage unterbrochen. Bei den in dieser Woche zu erwartenden US Ölbestandsveränderungen könnte dies zu bullishen Abbauten bei den Rohölbeständen führen.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

23. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.35 $   Crude (WTI): 42.83 $   Gasoil 409.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9703   Rheinfracht: 29.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures kommen mit Short-Covering von Jahrestiefs zurück

 

Der Markt hat in den letzten Wochen den Glauben daran verloren, dass es der OPEC gelingt den Markt auszugleichen und die übermäßigen globalen Ölbestände in der angekündigten Zeit zu senken. Die Tatsache, dass die OECD Bestände bis April jedoch gestiegen sind und aus Ländern wie Libyen, Nigeria und den USA immer mehr Öl auf den Markt kommt, erweckt den Eindruck, dass sich die OPEC in einen aussichtslosen Kampf begeben hat.

Die Stimmung ist seit Wochen sehr bearish. Short-Covering könnte nach den Abwärtsbewegungen zunehmend attraktiv werden. Schlicht deshalb, weil niemand mehr übrig ist der verkauft, wenn alle bereits verkauft haben. Momentan gebe es nach fundamental nichts, was für weiter fallende Kurse oder eine signifikante Aufwärtsbewegung sprechen würde.

Bei den Inlandspreisen deutet sich somit rein rechnerisch nur wenig Aufwärtspotenzial an.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

22. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 44.97 $   Crude (WTI): 42.50 $   Gasoil 406.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9720   Rheinfracht: 27.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI markiert neues 10-Monatstief – Warten auf die Gegenbewegung

 

Mit den jüngsten Abwärtsbewegungen hat sich ein sogenannter "Bärenmarkt" entwickelt. Der Markt reagiert dann weniger stark auf bullishe Meldungen und überbewertet bearishe Nachrichten. Dies zeigte sich bei den gestrigen US Ölbestandsdaten eindrucksvoll. Eigentlich hatten Marktteilnehmer nur auf Bestandsabbauten gewartet, um eine Bestätigung zu haben, dass die Kürzungen der OPEC funktionieren. Eigentlich hätte die Mehrheit eine Preisrallye nach Bestandsabbauten bei Rohöl und Benzin erwartet. Anscheinend nutzen Trader die Rallye allerdings um zu etwas höheren Preisen verkaufen zu können.

Die Strategie der OPEC hat zum jetzigen Zeitpunkt offenbar nicht funktioniert. Zudem stellt sich zu Recht die Frage wie lange das Abkommen Bestand haben kann, wenn sich damit keine höheren Preise durchsetzen lassen.

Trader warten nun darauf, dass sich irgendwo ein Boden bildet, im Bereich der 42 Dollar hat WTI nun allerdings ein neues Langzeittief erreicht, das durchaus die Möglichkeit für eine Korrektur bietet.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

21. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.97 $   Crude (WTI): 43.52 $   Gasoil 415.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9742   Rheinfracht: 27.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrutsch auf 7-Monatstief – "Bärenmarkt" hat sich gebildet

 

Seit dem Hoch in diesem Jahr ist WTI um 20% gefallen. Für Experten ist damit die Voraussetzung eines "Bärenmarktes" erfüllt. Letztmals gab es dies im August 2016. Kurz darauf erholten sich die Preise allerdings wieder, da die saisonal höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte stützte. Marktteilnehmer sind vor allem davon enttäuscht, dass es der OPEC nicht gelingt die Produktion zu reduzieren und damit die Bestände im angekündigten Umfang abzubauen. Mit Libyens Ziel, die Produktion im Juli weiter anzuheben, scheint dieser Trend auch noch nicht vorbei. In den USA rechnet man aufgrund des Schieferölbooms ohnehin mit einer steigenden Förderung.

Solange die Trader keine Anzeichen sehen, dass die globalen Ölbestände stark sinken, wird sich die bearishe Einschätzung des Marktes wohl kaum auflösen. Der Sturm im Golf von Mexiko könnte allerdings ebenfalls stützen, sollte er für Ausfälle an den Raffinerieanlagen oder den Verladeterminals sorgen.

Die Futures bleiben heute Morgen auf niedrigem Niveau

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

20. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.95 $   Crude (WTI): 44.44 $   Gasoil 421.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9748   Rheinfracht: 25.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise geben nach – Abwärtstrends bleiben weiter intakt

 

Laut der Analysten sind die jüngsten Zahlen zur Versorgungslage nicht gerade bullish. Die OECD Bestände an Rohöl und Ölprodukten hätten im ersten Quartal – trotz Produktionskürzung der OPEC und Nicht-OPEC Länder – um etwa 1 Mio. B/T zugenommen. Die steigende Ölförderung in Nigeria und Libyen setzen die OPEC weiter unter Druck und erhöhen das Ölangebot.

Zahlen zu den Lagerbeständen auf Öltankern deuten darauf hin, dass aktuell immer mehr Tanker dazu genutzt werden um Öl einzulagern, auch wenn dies rein rechnerisch anhand der Contango Konstellation an den Ölbörsen nicht unbedingt profitabel ist. Dennoch ist diese Tendenz bearish für die Ölpreise und könnte den Verkaufsdruck bei den Frontmonaten erhöhen.

Vermutlich warten Marktteilnehmer nun auf bullishe US Ölbestandsdaten. Diese enttäuschten in den letzten Wochen immer wieder. Unterdessen könnte sich im Golf von Mexiko ein Tropensturm entwickeln, der zumindest kurzzeitig die Preise stützen kann, sollte es zu Behinderungen bei der Ölförderung oder der Raffinerieproduktion kommen.

 

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19. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.16 $   Crude (WTI): 44.51 $   Gasoil 422.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9729   Rheinfracht: 22.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Short-Covering bremst Abwärtsbewegung aus

 

Die Produktionskürzungen der OPEC und Russlands verknappen das Angebot nicht in dem Umfang, wie man es noch vor einigen Wochen erwartet hatte. Grund ist die steigende Ölförderung Libyens und Nigerias. Die zusätzlichen Barrel erschweren es der OPEC und Russland das globale Angebot so deutlich zu verknappen, dass die Bestände signifikant und zügig sinken.

Die USA steigert ihre Schieferölproduktion weiter, die Förderung der OPEC nimmt mit dem Potenzial Libyens zu und die US Benzinnachfrage blieb bisher hinter dem Vorjahresniveau zurück. Auch für China warnen Experten bereits davor, dass das Nachfragewachstum in der zweiten Jahreshälfte abflachen könnte, was die beiden größten Wachstumsfaktoren für die Ölnachfrage schlecht aussehen lässt.

Die Stimmung am Markt war daher in den letzten Wochen bearish. Vor den neuen DOE Daten wurden immer wieder Gewinne aus Short-Positionen mitgenommen, sodass die Futures vor der nächsten Runde der US Daten leicht anzogen. Dies ist auch aktuell wieder zu beobachten.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral