AVIA Vereinigung Schweiz

24. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.15 $   Crude (WTI): 65.95 $   Gasoil 646.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0200   Rheinfracht: 40.70 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrallye pausiert – API Bestandsdaten bearish

 

Die verschärften Sanktionen gegen den Iran werden dafür sorgen, dass das Angebot an Öl nicht unbedingt zunimmt. Einige Öllieferungen aus dem Iran befinden sich bereits auf dem Weg zu ihren Abnehmern und werden diese erst im Mai erreichen. Die Exporte des Iran werden im kommenden Monat nicht sofort auf null fallen.

Venezuela und vor allem Libyen bleiben unterdessen große Unbekannte am Markt, auch wenn sich momentan alles um die Verschärfung der US Sanktionen gegen den Iran dreht. Sollte es zu einem Produktionsausfall in Libyen kommen, während die USA die Sanktionen gegen Venezuela und Iran anzieht, kann dies die Ölpreise weiter nach oben katapultieren. Daneben gibt es auch noch die laufenden Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen USA und China, das bei Erfolg einen positiven Effekt auf die Nachfrage haben könnte. In Anbetracht der zahlreichen Unsicherheiten tun sich auch die Experten mit Preisprognosen schwer.

Man geht jedoch davon aus, dass die Rohölpreise bei Brent und WTI kurzfristig noch weiter anziehen werden, bevor sie ihre Jahreshochs erreichen und gegen Ende des Jahres wieder nachgeben.

Somit deuten sich bei den Preisen für den Moment nur geringfügige Preisänderungen an.

 

Fundamental: neutral/bullish                  Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

23. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.46 $   Crude (WTI): 66.01 $   Gasoil 647.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0161   Rheinfracht: 38.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Neue Jahreshochs – USA beenden Ausnahmeregelungen für Ölimporte aus Iran

 

Die USA werden die Ausnahmegenehmigungen für die acht Länder, die bisher noch straffrei begrenzte Mengen an Öl aus dem Iran importieren durften, nicht verlängern. Diese Maßnahme wird die ohnehin knapp eingeschätzte Versorgungslage am Markt noch weiter reduzieren und die Ölpreise entsprechend stützen.

Laut US Regierung haben zwar Saudi-Arabien und die Vereinten Arabischen Emirate zugesagt den Wegfall des Angebots zu kompensieren, doch bisher gibt es von beiden Ländern keine klaren Statements.

Weniger Öl aus dem Iran und Nigeria hält die Preise momentan auf hohem Niveau. Die Versorgungslage wird damit sicherlich nicht besser. Mittel- bis langfristig könnten die verschärften Sanktionen der USA gegen den Iran aber auch bedeuten, dass die OPEC+ Gruppe ihre Kürzungen nach Juni eventuell beendet. Zusammen mit dem erwarteten Produktionsschub der US Schieferölindustrie könnte dies die Preise dann auch wieder unter Druck setzen.

Durch das lange Wochenende waren gestern noch nicht alle Trader zurück am Markt, sodass das Aufwärtspotenzial eventuell noch nicht unbedingt ausgereizt ist.

Damit deutet sich bei den Preisen nun erst einmal deutliches Aufwärtspotenzial an und damit auf neuen Jahreshochs erwartet.

 

Fundamental: bullish                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

18. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.58 $   Crude (WTI): 63.77 $   Gasoil 634.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0100   Rheinfracht: 38.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen nach DOE – Boom in Schieferölindustrie zeichnet sich ab

 

Die Stimmung am Markt bleibt weiterhin leicht bullish. Solange die OPEC+ Gruppe an ihren umfangreichen Kürzungen festhält, die USA die Sanktionen gegen Venezuela und Iran tendenziell verschärft und in Libyen weitere Produktionsausfälle drohen, sollte sich der Bürgerkrieg ausweiten.

In Sachen Iran Sanktionen warten die Marktteilnehmer auf die USA, die die Ausnahmegenehmigungen im Mai entweder verlängern oder eben straffen. Es scheint am Markt völlig unklar, wie die Regierung entscheiden wird, denn auf der einen Seite will Trump hohe Ölpreise vermeiden, auf der anderen Seite hatte man aber angekündigt die Exporte des Irans um weitere 20% zu reduzieren. Eine Alternative für die USA wäre eine Produktionssteigerung von Saudi-Arabien die Hand in Hand mit neuen Sanktionen gegen den Iran geht.

Doch darauf werden sich die Saudis wohl kaum einlassen, nachdem die USA im letzten Jahr nicht Wort gehalten hatten und umfangreiche Ausnahmegenehmigungen für Rohölexporte des Irans genehmigte.

Die US Ölbestandsdaten des DOE haben einen leicht bearishen Einfluss und Anzeichen für einen Produktionsschub der US Schieferölindustrie gibt es ebenfalls. Für heute zeichnen sich Abwärtspotenziale bei den Preisen ab.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

17. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.04 $   Crude (WTI): 64.50 $   Gasoil 639.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0070   Rheinfracht: 38.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

ICE mit neuen Jahreshochs – API Daten aus der Nacht stützen

 

Die Mehrheit der Analysten und Marktteilnehmer scheint sich an dem Szenario einer knappen Versorgungslage der OPEC zu orientieren, sodass diese zum Teil bereits Preisniveaus von 80 Dollar und höher in Aussicht stellen.

Dies dürfte aber auch Trump wieder auf die Agenda rufen, der die OPEC im letzten Jahr per Twitter mehrfach vehement zu Produktionssteigerungen aufgerufen hatte. Damals wurde die Produktion unter Führung Saudi-Arabiens deutlich gesteigert, weshalb es zu dem starken Preiseinbruch von über 80 auf knapp 50 Dollar Brent kam. Sollte es die OPEC mit dem Preisanstieg übertreiben, könnte sich in diesem Jahr ein ähnliches Szenario ergeben. Die OPEC wird sich dem Druck Trumps vermutlich zwar nicht beugen, doch in Russland scheint sich zunehmend Widerstand gegen die Verlängerung der aktuellen Kürzungen in die zweite Jahreshälfte zu bilden.

Nach dem Preisanstieg und den stützenden API Zahlen von gestern Nacht starten die Futures allerdings erst einmal auf hohem Niveau in den Tag und es deuten sich deutliche Preissteigerungen zu gestern an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

16. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.03 $ Crude (WTI): 63.34 $ Gasoil 629.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0037 Rheinfracht: 33.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technisches Korrekturpotenzial weiterhin vorhanden

 

Russlands Finanzminister hatte am Wochenende die Kooperation Russlands mit der OPEC in Sachen Ölförderung erneut in Frage gestellt. Man müsse abwägen, ob man weiter bereit ist eigene Marktanteile an die USA abzugeben oder die Kürzungen beende.

Russland ist mit den Produktionskürzungen nicht ganz so glücklich wie die OPEC, denn man selber ist gar nicht auf einen derart hohen Ölpreis angewiesen. Sollte Russland tatsächlich aus dem Abkommen mit der OPEC aussteigen, könnte der Ölpreis auf 40 Dollar abrutschen, vermuten Marktteilnehmer.

Die fundamentale Marktlage bleibt damit erst einmal weiter tendenziell stützend, wenngleich die Nachrichtenlage insgesamt etwas dünn ist. Charttechnisch besteht allerdings noch immer Abwärtspotenzial, sodass sich ein Spannungsfeld bildet. In den Morgenstunden geben die Futures nach. Bei Heizöl und Diesel sind im Vergleich zu den Vormittagspreisen von gestern leichte Abwärtspotenziale vorhanden, im Vergleich zu niedrigeren Preisen von gestern Nachmittag sind hingegen geringfügige Steigerungen möglich.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: bearish

 

 

 

 

 

15. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.42 $   Crude (WTI): 63.60 $   Gasoil 631.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0013   Rheinfracht: 31.60 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technischer Verkaufsdruck bleibt bestehen – WTI rutscht unter GD 7 Linie

 

Die US Schieferölindustrie scheint den Ausbau wieder voran zu treiben. Darauf deuten zumindest die aktuellen Zahlen, die für die vergangenen beiden Berichtswochen einen Anstieg der Aktivität anzeigen.

Die Versorgungslage bleibt kurzfristig unverändert knapp, da die OPEC ihr Angebot weiterhin reduziert hält und vor allem Saudi-Arabien seine Mengen im April weiter unter der aktuellen Quote halten will. Sanktionen gegen Iran und Venezuela haben ebenfalls das Angebot sinken lassen, sodass sich hieraus eine bullishe Grundstimmung ergibt. Hinzu kommt nun auch noch die Gefahr einer einbrechenden Ölförderung in Libyen, sollten die Kampfhandlungen hier die Arbeit an den Ölfeldern oder Exportterminals negativ beeinflussen.

Auch wenn der Markt eventuell am oberen Ende angekommen sei, sei es noch zu früh um ein Ende des Trends vorherzusagen.

Doch auch wenn die Marktlage mehrheitlich knapp eingeschätzt wird, so glaubt die EIA, dass sich die Konstellation nun wieder etwas entspannt – trotz anstehender Sommernachfrage.

Bei den Preisen deuten sich möglicherweise moderate Preisnachlässe ab.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: bearish

 

 

 

 

 

12. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.99 $   Crude (WTI): 63.81 $   Gasoil 631.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0025   Rheinfracht: 31.60 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

GD 7 Linie bremst technische Gewinnmitnahmen aus

 

Auch die IEA hat in ihrem Monatsreport wenig überraschend eine knappe Marktlage bestätigt. Das Angebot ist mit den Ausfällen in Venezuela und den weiteren Produktionskürzungen der Saudis im März deutlich gefallen, was die Ölpreise entsprechend nach oben treibt. Die Nachfrageerwartung beließ man unverändert, nicht jedoch ohne Abwärtsrisiken zu nennen.

Momentan zeichne sich eine knappere Marktlage im Verlauf des zweiten Quartals ab, doch bei der Nachfrage gebe es gemischte Signale. Der IWF hatte die Erwartung bezüglich des globalen Wirtschaftswachstums nach unten korrigiert und schätzt dieses nun auf das niedrigste Niveau seit der Finanzkrise vor 10 Jahren ein. Sollte es einen harten Brexit geben, würde dies die Wirtschaft und das Ölnachfragewachstum zusätzlich treffen.

Bislang bleibt die fundamentale Stimmung allerdings weiter leicht bullish, da die USA die Sanktionen gegen Venezuela und Iran weiter verschärft.

Die Unsicherheiten sind allerdings weiterhin groß, da noch nicht klar ist, wie sich die Verfügbarkeit aus Venezuela und Iran entwickeln wird. Zudem bleibt Libyen ein Risiko, denn hier könnte die Ölproduktion schnell und deutlich fallen, sollte sich der Bürgerkrieg ausweiten.

Die Futures an ICE und NYMEX zeigen sich in den Morgenstunden etwas fester.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

 

 

11. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.47 $   Crude (WTI): 64.30 $   Gasoil 631.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0022   Rheinfracht: 31.60 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Neue Jahreshochs an der ICE – WTI nach US Bestandsaufbauten deutlich verhaltener

 

Auf den Monatsbericht der EIA folgte gestern der Report der OPEC, der im Prinzip die bekannte Tendenz bestätigte. Die rückläufige Ölförderung des Kartells wird am Markt am stärksten thematisiert und ist stützend.

So sind vor allem Saudi-Arabien und Venezuela für die rückläufige Verfügbarkeit verantwortlich. Zwar wird das Produktionswachstum 2019 schwächer als zuletzt eingeschätzt, die Fördermenge für das laufende Jahr wurde dennoch nach oben korrigiert.

Die Abhängigkeit von der OPEC sinkt also, was mittel- bis langfristig wieder auf eine verbesserte Versorgungslage hindeutet. Will die OPEC die Preise langfristig weiter hochhalten, so geht dies nur mit einer Fortsetzung und Intensivierung. Enden die Maßnahmen des Kartells, droht somit ein schnell steigendes Angebot und eine Überversorgung.

Kurzfristig dominieren daher weiter die fundamental bullishen Faktoren, was sich in der zweiten Jahreshälfte aber eventuell ändern könnte. Somit sind für das laufende Quartal weitere Preissteigerungen möglich.

Im späten Handel gestern Abend zogen die Preise deutlich an. Bei den Preisen zeichnen sich damit nun deutliche Preissteigerungen zu gestern an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

 

 

10. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.80 $   Crude (WTI): 64.24 $   Gasoil 623.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0001   Rheinfracht: 31.60 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Verkaufssignale können für Abwärtskorrektur sorgen

 

Die EIA hat in ihrem Monatsreport bestätigt, was eigentlich bekannt ist. Die Marktlage ist knapp und hat sich seit dem letzten Bericht auch nicht verbessert und auf das Gesamtjahr 2019 sieht die EIA auch noch eine leichte Überversorgung.

Die Preisprognosen wurden nach oben korrigiert, womit man auf die jüngste Rallye reagiert. Nach Ansicht der EIA ist der Anstieg offenbar jedoch übertrieben, denn den Durchschnittspreis für das laufende Quartal schätzt man unter dem aktuellen Niveau ein.

Die Kürzungen der OPEC sind ein zweischneidiges Schwert. Zwar verknappen diese die unmittelbare Versorgungslage, jedoch steigen die Reservekapazitäten, die nun auf dem höchsten Stand seit knapp 2 Jahren liegen.

Der IWF hat seine Erwartungen bezüglich des globalen Wirtschaftswachstum nach unten korrigiert. Dies ist die dritte Anpassung nach unten in Folge. Sollten sich die Handelsstreitigkeiten weiter fortsetzen oder Großbritannien ungeregelt aus der EU austreten, berge dies zusätzliches Abwärtspotenzial.

Generell bleiben wir fundamental bei einer leicht bullishen Einschätzung. Charttechnisch kommt es nun im überkauften Bereich zu ersten Verkaufssignalen.

Entsprechend deuten sich bei den Preisen heute leichte Abwärtspotenziale an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

 

 

09. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.08 $   Crude (WTI): 64.48 $   Gasoil 627.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9987   Rheinfracht: 31.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures bleiben auf hohem Niveau – Russland deutet Ende der Kürzungen an

 

Die globale Versorgungslage hat sich mit dem Beginn des zweiten Quartals weiter verknappt. Die Nachfrage zieht nun wieder an.

Im April will Saudi-Arabien an der Förderung auch noch nicht rüttel und Länder wie Russland oder auch Kasachstan erreichen dabei erst jetzt ihre vereinbarten Produktionskürzungen.

Die USA hingegen verschärft ihre Sanktionen gegen Venezuela und dem Iran, sodass die Versorgung aus diesen Ländern ebenfalls nicht zunimmt. Ausgerechnet in dieser Zeit nehmen nun die Unruhen in Libyen wieder zu, das Land, das eigentlich die größten Ölreserven Afrikas haben soll.

Das Risiko, dass die Lieferungen aus Libyen mit dem beginnenden Bürgerkrieg wieder einbrechen, ist durchaus gegeben. In Kombination mit verschärften Sanktionen der USA gegen Venezuela und Iran, weiter starken Kürzungen der OPEC+ Gruppe und einer anziehenden Ölnachfrage, ergibt sich ein fundamental ziemlich bullishes Gesamtbild. Ebenfalls bullish ist die Meldung von Genscape, wonach die Rohölbestände in Cushing, in der letzten Woche gesunken sind.

Die Futures zogen in den Morgenstunden noch einmal leicht an und hatten bei Brent und WTI die Jahreshochs von gestern ausgebaut.

 

Fundamental: bullish                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

08. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.67 $   Crude (WTI): 63.39 $   Gasoil 625.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9990   Rheinfracht: 30.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Neue Jahreshochs zum Wochenstart - Konjunkturdaten und Libyen sorgen für Preisrallye

 

Die Kampfhandlungen in Libyen sind eine große Gefahr für die Versorgungslage, die mit den umfangreichen Kürzungen der OPEC+ Gruppe und den Sanktionen der USA gegen Venezuela und Iran ohnehin schon knapp ist. Die Exporte Libyens hatten sich gerade wieder erholt. Die Kämpfe haben nun wieder das Potenzial das Angebot aus dem Land zu reduzieren und die Pläne zu verzögern.

Zeitgleich haben die USA nun auch die Sanktionen gegen Venezuela noch einmal verschärft. Wird man dann noch im kommenden Monat die Ausnahmeregelungen bei den Iran Sanktionen einschränken, wird dies das Ölangebot erheblich treffen.

Die überflüssigen Bestände verschwinden durch die knappe Marktlage bereits, sodass die Konstellation einen Anstieg auf 75 Dollar Brent oder höher auslösen könnte. Brent ist Ende letzter Woche über die psychologisch wichtige 70 Dollar Marke geklettert, was nun tatsächlich Aufwärtsspielräume schaffen könnte.

Die Stimmung am Markt ist zunächst einmal weiterhin bullish.

Die Futures starteten mit neuen Jahreshochs in die neue Woche, sodass sich bei den Preisen aktuell starke Preissteigerungen abzeichnen.

 

Fundamental: bullish                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

05. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 69.18 $   Crude (WTI): 61.99 $   Gasoil 613.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9997   Rheinfracht: 30.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Libyen droht neuer Bürgerkrieg – Knappe physische Verfügbarkeit hält Preise weiter oben

 

Die Angst vor einer globalen Rezession, insbesondere durch den Handelsstreit zwischen China und den USA, hatte einen Gegenpol zur knappen Marktlage gebildet. Diese Angst hat in den letzten Tagen allerdings abgenommen, nachdem aus USA und China sehr gute Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht wurden. Wird eine Rezession vermieden, dürfte auch das Ölnachfragewachstum mittelfristig gut bleiben, was die Preise stützt.

Zur aktuell knappen Marktlage kommt zusätzlich der Beginn der Sommernachfrage, mit der sich die Situation nicht gerade entspannen wird. Mit einem spürbaren Anstieg könnten die Ölpreise ihre Rallye weiter fortsetzen.

Ein unerwartet bullisher Aspekt könnte sich in Libyen ergeben, wo sich die Lage um Tripolis zuspitzt. Eine militärische Auseinandersetzung könnte das Land zurück ins Chaos werfen und die Ölexporte einbrechen lassen. Kommt es bei einer knappen Verfügbarkeit nun noch zu unerwarteten Ausfällen, würde dies die Preise sicherlich nach oben katapultieren und neue Jahreshochs sollten problemlos erreicht werden.

für die Preise bedeutet dies aktuell moderate Preissteigerungen.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

 

 

04. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 69.30 $   Crude (WTI): 62.36 $   Gasoil 613.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9977   Rheinfracht: 30.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Auf die neuen Jahreshochs könnte nun eine technische Abwärtskorrektur folgen

 

Der DOE Bestandsbericht hat die Preisrallye an den Ölbörsen nun vorerst einmal ausgebremst. Die Bestände sind entgegen den Erwartungen gestiegen. Unterm Strich ist der Bericht allerdings leicht bearish und vor allem die Ölproduktion dürfte Eindruck hinterlassen haben.

Die Kürzungen der OPEC+ Gruppe sowie die optimistischere Erwartung beim globalen Wirtschaftswachstum bleiben ohne Frage stützend, die US Ölbestandsdaten bzw. die Zahlen zur US Rohölförderung haben der Rallye nun aber erst einmal den Wind aus den Segeln genommen. Viel von dem bullishen Aspekten ist ohnehin bereits eingepreist, sodass Trader auf neue Daten und Zahlen diesbezüglich warten.

Der nigerianische Ölminister spricht zwar von Einigkeit über die Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe. Russland hatte sich zuletzt gegen eine frühzeitige Verlängerung der Kürzungen ausgesprochen, da man bei zu hohen Preisen eine Vernichtung der Ölnachfrage sowie den Verlust an Marktanteilen an die USA fürchtet.

Die fundamentale Konstellation ist grundsätzlich zwar weiter bullish, allerdings schätzt man die Situation nun neutral bis bullish ein. Die Futures haben nach ihrer Abwärtsbewegung mittlerweile wieder etwas zugelegt, sodass sich bei den Preisen trotzdem leichte Abwärtspotenziale andeuten.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

 

 

03. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 69.87 $   Crude (WTI): 62.87 $   Gasoil 616.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9982   Rheinfracht: 29.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Jahreshochs werden weiter ausgebaut – API meldet überraschende Bestandsaufbauten

 

Die OPEC+ Gruppe hat ihre Produktionskürzungen bisher konsequent durchgezogen. Dies stützt die Preise weiterhin, wobei sich ein Spannungsfeld mit den pessimistischen Konjunkturerwartungen bzw. einem schwachen Ölnachfragewachstum ergeben hatte.

Doch dieser "Bremsklotz" wurde mit überzeugenden Einkaufsmanagerindizes aus China und USA, den beiden größten Volkswirtschaften, aus dem Weg geräumt. Vermutlich ist der konjunkturelle Ausblick für 2019 nicht ganz so schlecht wie zunächst gedacht und auch das Ölnachfragewachstum könnte damit besser als erwartet dastehen.

Dies hat nun Spielräume nach oben geschaffen. Aus Venezuela und Iran ist unterdessen nicht mit einer Steigerung der Ölexporte zu rechnen, da die USA die Sanktionen gegen den Iran weiter verschärfen will und auch den Druck Rohöl erhöht hat.

Das alles fällt in eine Jahreszeit, in der die Sommernachfrage beginnt und für einen höheren Bedarf an Rohöl sorgt. Eine Kombination, mit der die Stimmung am Markt nun erst einmal bullish geworden ist und weiteres Aufwärtspotenzial bei den Ölpreisen begünstigt.

Die Futures bleiben auf hohem Niveau und überschritten bei Rohöl sogar die Vortageshochs, unterm Strich zeichnet sich eine leichte Preissteigerung ab.

 

Fundamental: bullish                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

02. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 69.15 $   Crude (WTI): 61.75 $   Gasoil 609.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9988   Rheinfracht: 28.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Neue Jahreshochs zum April – OPEC Kürzungen und gute Konjunkturdaten stützen

 

Die OPEC hat ihre Rohölförderung im März weiter reduziert und damit die angekündigten Kürzungen übererfüllt. Dies ist ebenso wenig überraschend wie die erneut gesunkene Rohölförderung Venezuelas.

Kasachstan und Russland werden ab April ebenfalls mehr Öl vom Markt nehmen und in Venezuela scheint ein Ende der Krise nicht in Sicht, zumal auch die USA zuletzt den Druck auf das Regime und dessen Rohölkäufer erhöht hatte. Abzuwarten bleibt, wie Saudi-Arabien reagiert und ob das Land seine Produktion weiter auf dem aktuellen Tief belässt.

Mit den starken Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe sowie den Sanktionen gegen Venezuela und Iran also nicht verwunderlich, dass die fundamentale Stimmung am Markt aktuell grundsätzlich bullish ist, insbesondere wenn die Produktion der OPEC weiter ab- statt zunimmt.

Gegen eine starke Preisrallye hatte bisher immer das erwartete starke Produktionswachstum der US Schieferölindustrie sowie das vermutete langsamere Wirtschaftswachstum gesprochen.

Die Faktoren, die das Aufwärtspotenzial begrenzt hatten, wurden somit zum Wochenstart ausgehebelt, sodass die fundamentale Stimmung an den Börsen erst einmal weiter bullish bleibt.

Die Futures bleiben in den Morgenstunden zunächst einmal fester.

 

Fundamental: bullish                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

01. April 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 68.18 $   Crude (WTI): 60.53 $   Gasoil 608.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9956   Rheinfracht: 28.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Rohölpreise beenden erstes Quartal mit neuen Jahreshochs

 

Brent und WTI haben im ersten Quartal erneut zugelegt. Das war der stärkste Anstieg innerhalb eines Quartals seit 2009, der allerdings auch von einem Preistief, kurz vor Jahreswechsel profitierte.

Die Ursachen der Rallye sind klar: Produktionskürzung der OPEC+ Länder und Sanktionen gegen Iran und Venezuela haben die Versorgungslage deutlich verknappt. Man geht mehrheitlich davon aus, dass die Ölpreise bis zur Jahresmitte tendenziell weiter zulegen werden. Eine Lösung des Konflikts in Venezuela zeichnet sich momentan nicht ab, die Sanktionen gegen den Iran werden vermutlich weiter verschärft und die OPEC+ Länder machen noch keine Anstalten ihre Kürzungen aufzugeben.

Das Angebot am Markt wird daher eher nicht zunehmen, zumal nun auch die Sommernachfrage beginnt. Eine Kombination, die die Preise an den Börsen stützt.

Die Stimmung am Markt bleibt damit weiter unverändert leicht bullish, wenngleich der Großteil der Faktoren schon länger bekannt ist. Bei den Preisen zeichnen sich somit Preissteigerungen zu Freitagvormittag an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish