AVIA Vereinigung Schweiz

20. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.47 $   Crude (WTI): 51.45 $   Gasoil 480.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0050   Rheinfracht: 65.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nahezu unverändert nach DOE Bestandsbericht

 

Die OPEC hatte mit ihrem Monatsbericht überrascht, denn das Kartell schätzt die Nachfrage nach seinem eigenem Öl für 2017 weniger als die IEA ein. Nach den Produktionskürzungen von November und Dezember, sei im Januar mit noch umfangreicheren Kürzungen zu rechnen.

Der Ölmarkt werde nach Ansicht der IEA in der ersten Jahreshälfte 2017 daher in ein Defizit geraten und die Ölbestände werden sinken. Die Bestandsabnahme bereits vor in Kraft treten des OPEC Deals ist für die Analysten ein Alarmsignal.

Zum anderen bleibt das Problem der hohen Exporte. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Ölexporte Saudi-Arabiens im November ein 13,5-Jahreshoch erreicht haben.

Die Marktlage bleibt damit weiterhin undurchsichtig. In der ersten Jahreshälfte 2017 rechnen die meisten Experten zwar mit festeren Preisniveaus und für die zweite Jahreshälfte gibt es erhebliche Abwärtsrisiken für die Ölbörsen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

18. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.67 $   Crude (WTI): 52.66 $   Gasoil 488.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0044   Rheinfracht: 61.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Aufwärtspotenzial bleibt begrenzt – Futures bleiben in Konsolidierungsspanne

 

Die OPEC scheint hart daran zu arbeiten, dass das Produktionsabkommen von Ende November funktioniert. Darauf deuten die Kommentare Saudi-Arabiens und anderer Ölproduzenten hin, die angeben mehr als vereinbart gekürzt zu haben. Das Aufwärtspotenzial bleibt allerdings begrenzt, da die Marktteilnehmer bereits 60 bis 80% der Kürzung eingepreist hätten. Der Fokus läge nun auf den Produktionsmengen der USA, Nigeras, Libyens und des Irak.

Viel von den Produktionskürzungen wird durch den in den Wintermonaten geringeren Eigenbedarf der Länder in der Golfregion absorbiert, sodass die Exporte nicht im gleichen Maße sinken. Eine freiwilliger Aufgabe von Marktanteilen, wenn der Deal der OPEC doch vermutlich nur bis Jahresmitte Bestand hat, dürfte nicht im Interesse der meisten Produzenten sein.

Trader warten nun auf den OPEC Monatsbericht mit Zahlen zu Dezember, der heute am frühen Nachmittag zu erwarten ist. Die US Ölbestandsdaten kommen einen Tag später als üblich.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

17. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.69 $   Crude (WTI): 52.42 $   Gasoil 488.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0078   Rheinfracht: 61.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Saudi-Kommentaren wenig verändert

 

Der Ölminister Saudi-Arabien zeigt sich zuversichtlich, dass die Maßnahmen der OPEC ausreichend sein werden, um die Überversorgung bis Mitte des Jahres zu beenden. Zwar sei man bereit die Kürzungen zu verlängern, falls dies notwendig sei, jedoch wolle man keine Knappheit herbeiführen, wenn die Nachfrage wieder ansteigt. Daher zieht man eine Verlängerung derzeit nicht in Betracht.

Die Marktteilnehmer scheinen derzeit an den Erfolg der OPEC zu glauben. Darauf deutet zumindest die weiterhin sehr ausgeprägte Long-Ausrichtung bei den spekulativen Handelspositionen hin. Belege für die Kürzungen gibt es weiterhin keine und die von den OPEC Ländern selbst gemeldeten Kürzungen sind wohl nur wenig verlässliche Zahlen. Entsprechend wartet man auf den Monatsbericht der OPEC am Mittwoch.

Am Wochenende trifft sich dann das von der OPEC eingesetzte Komitee, das die Quotentreue überprüfen soll. Spätestens hiervon erwartet man erste offizielle Zahlen zu den bereits umgesetzten Kürzungen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

16. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.36 $   Crude (WTI): 52.27 $   Gasoil 486.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0100   Rheinfracht: 61.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI bleibt in Preisspanne zwischen 50 und 55 Dollar

 

Der Ölmarkt bleibt von Kommentaren zur Einhaltung oder Nicht-Einhaltung der OPEC Produktionskürzungen getrieben. Saudi-Arabien, Kuwait und Algerien wollen mehr als erforderlich reduziert haben – für Skeptiker allerdings ein Zeichen, dass damit die Nichteinhaltung anderer Länder ausgeglichen werden soll. Experten rechnet mit einer Quotentreue von etwa 70%.

Allerdings bedeutet die Produktionskürzung nicht, dass auch das internationale Ölangebot im gleichen Umfang sinkt. Der Ölverbrauch Saudi-Arabiens nimmt in den Wintermonaten ab, da die Nutzung stromintensiver Klimaanlagen zurückgeht und somit weniger Öl für die Stromerzeugung benötigt wird. Der geringere Eigenbedarf deckt damit einen Großteil der umgesetzten Produktionskürzung ab.

Der Markt befindet sich nun seit einiger Zeit in einer Spanne zwischen 50 und 55 Dollar (WTI).

Im Wochenverlauf stehen dann noch die Monatsreports von OPEC und IEA an, sowie die Amtseinführung des US Präsidenten am Freitag.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

13. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.86 $   Crude (WTI): 52.91 $   Gasoil 492.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0080   Rheinfracht: 61.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Charttechnik und OPEC Kommentare sorgen für Preisanstieg

 

Der Markt ist und bleibt anfällig für Kommentare bezüglich Produktionskürzungen aus der OPEC. Die bekanntgegebenen Einschnitte Saudi-Arabiens, Kuwaits und Algerien sind umfangreicher als beim Deal Ende November vereinbart, eine belastbare Verifizierung dieser Zahlen gibt es momentan allerdings nicht. Erst mit den Monatsreports von EIA, IEA und OPEC Anfang/Mitte Februar herrscht wohl Klarheit, um wie viel die Produktion im Januar gekürzt wurde.

Durch diesen Effekt sind derzeit Preise von unter 50 Dollar WTI nicht vorstellbar. Abwärtsbewegungen werden schnell für einen neuen Einstieg genutzt. Nach oben bleibt das Niveau daher wohl spätestens durch die Marke bei 55 Dollar begrenzt.

Für Bedenken ob die Überversorgung abgebaut wird, sorgen zudem die Produktionssteigerungen Libyens. Auch in den USA nimmt die Ölproduktion zu, da die Ölquellen wieder rentabler werden. Zuvor auf Eis gelegte Projekte werden nun umgesetzt.

Aktuell überwiegt mit den Kommentaren aus der OPEC einmal mehr die bullishe Wirkung an den Ölbörsen.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

12. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.31 $   Crude (WTI): 52.30 $   Gasoil 490.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0097   Rheinfracht: 65.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures trotz DOE Bestandsaufbauten fester

 

Iran und der Irak sind zwei wichtige Mitglieder der OPEC, an denen das Abkommen zur Produktionsbegrenzung Ende November hing. Letztlich gaben diese ihre Zustimmung zu Produktionskürzungen. Da der Deal aber lediglich auf die Produktion abzielt, nutzten Iran und Irak zuletzt ihre Rohölbestände, um von den gestiegenen Preisen zu profitieren. Offiziell will man sich an die Produktionsvorgaben halten, die Exporte allerdings hochhalten.

Dies könnte das Abkommen torpedieren, da das Angebot durch diese Vorgehensweise nicht reduziert werden kann. Es besteht die Gefahr, dass die anderen Ölproduzenten ebenso verfahren und dies in einem Wettbewerb um Exportanteile mündet.

Eine Preisrallye bei WTI über die 55 Dollar hinaus ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer vorstellbar, da die US Ölförderung bereits deutlich zulegt. Die US Ölbestandsdaten von gestern wurden, trotz der Bestandsaufbauten, überraschend bullish interpretiert.

Durch die späte Preisrallye an den Ölbörsen gestern, deuten sich bei den Inlandspreisen heute Vormittag zunächst einmal deutliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

11. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 53.89 $   Crude (WTI): 51.08 $   Gasoil 471.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0160   Rheinfracht: 65.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures rutschen auf 1,5-Monatstief – Hohe OPEC Exporte belasten

 

Die Länder der OPEC beteuern zwar, dass man die Produktionskürzungen einhält, dennoch gibt es Anzeichen, dass das Ölangebot nicht sinkt. Libyen und Irak fördern immer mehr Öl. Zudem hat Bagdad einigen Raffinerien auch schon für Februar eine volle Zuteilung der üblichen Exporte zugesichert.

Durch die Exporte aus ihren Rohölbeständen können Länder wie der Irak zwar durchaus mehr Öl exportieren und dabei gleichzeitig die vereinbarte Produktionskürzung einhalten, allerdings führt diese Vorgehensweise nicht dazu, dass das globale Ölangebot reduziert wird.

Die US Ölförderung wird von den höheren Preisen profitieren und zulegen, während die Exporte des Irak und Iran hoch bleiben und die Ölförderung aus Libyen wohl weiter steigt. Dies könne dazu führen, dass das Überangebot langsamer als von den bullish eingestellten Marktteilnehmer erwartet abgebaut wird.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

10. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.04 $   Crude (WTI): 52.04 $   Gasoil 480.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0131   Rheinfracht: 65.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Zweifel an OPEC Kürzungen – Ölpreise mit schwachem Wochenstart

 

Auch wenn immer wieder betont wird, dass die Produktionskürzungen umgesetzt werden, so zeigt die zögerliche Implementierung Russlands, dass es doch eine Weile dauern könnte, bis die Kürzungen annähernd im versprochenen Umfang erfolgen. Die Tatsache, dass der Irak im Dezember so viel wie noch nie exportiert hat und der Iran seine schwimmenden Rohöllager auflöst, verdeutlicht zudem das Dilemma der OPEC. Die höheren Preise verleiten dazu profitieren zu wollen und die Verkäufe hoch zu halten.

Die US Ölproduktion wird durch die höheren Preise der letzten Monate in diesem Jahr wieder steigend erwartet und auch aus Kanada könnte mehr Öl kommen. Hier stieg die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen im Dezember 2016 im Jahresvergleich um 30%.

Die Marktlage bleibt weiterhin sehr undurchsichtig, während man wohl bis Februar auf konkrete Produktionszahlen aus dem Kartell warten muss.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

09. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.87 $   Crude (WTI): 53.74 $   Gasoil 494.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0179   Rheinfracht: 65.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise auf hohem Niveau kaum verändert

 

Saudi-Arabien soll seine Produktionskürzungen bereits zum Januar vollständig umsetzen und auch andere Ölproduzenten wie Kuwait haben die Kürzungen bei Ihren Kunden bereits angekündigt. Mehr als Gerede ist dies bislang allerdings nicht. Der Markt wartet weiter auf belastbare Daten zu den Produktionszahlen, die vermutlich erst kommenden Monat zur Verfügung stehen.

In den letzten drei Wochen, seit Mitte Dezember, konsolidiert WTI zwischen 52 und 55 Dollar. Eine Spanne, die vermutlich weiter Bestand haben wird, so lange es keine neuen Erkenntnisse über die Einhaltung der Kürzungsvereinbarung gibt.

In den USA wird die Ölförderung dieses Jahr wieder steigen. Die Produktion ist mit den höheren Preisen wieder rentabel, sodass die Investitionen wieder zunehmen. Ein Beleg dafür ist die in der zweiten Jahreshälfte um etwa 60% gestiegene Anzahl der US Ölbohranlagen.

Nach dem Auf und Ab am Freitag deuten sich für heute bei den rechnerischen Inlandspreisen erst einmal keine größeren Preisveränderungen an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

06. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.72 $   Crude (WTI): 53.62 $   Gasoil 493.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0114   Rheinfracht: 65.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Saudi-Arabien hat Produktionskürzungen angeblich bereits umgesetzt

 

Die US Ölbestandsdaten von gestern Abend haben die Futures erneut auf eine Berg- und Talfahrt geschickt. Doch die massiven Aufbauten bei den Produkten und starken Abbauten bei Rohöl sind aller Wahrscheinlichkeit das Resultat von Verzerrungen durch die Feiertage und die bilanzpolitischen Maßnahmen der Raffineriebetreiber, mit denen versucht wird die Steuerlast zum Jahresende zu reduzieren.

Der Markt bewegt sich vorerst weiter in einer Pattsituation in der die erwartete Produktionskürzung der OPEC Käufer vom Markt fernhält. Da die Kürzung allerdings auch zum Teil eingepreist ist, bleiben die Aufwärtspotenziale ohne klare Zahlen zu definitiven Produktionskürzungen begrenzt. Von daher werden die Preise erst einmal auf hohem Niveau zwischen 52 und 55 Dollar konsolidieren und volatil auf Meldungen aus OPEC Kreisen reagieren.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

05. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.25 $   Crude (WTI): 53.11 $   Gasoil 491.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0167   Rheinfracht: 63.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Euro gleicht Preisanstieg der Ölbörsen aus

 

Die Preise an den Ölbörsen treten derzeit auf der Stelle. Signifikante Preissteigerungen bleiben ohne Belege für eine signifikante Produktionskürzung durch die OPEC verwehrt, während das Abwärtspotenzial in Anbetracht der Kürzungsabsicht begrenzt bleibt. Mit der ersten Angebotsverknappung der OPEC seit 2009 ist kaum ein Trader bereit mit Short-Positionen auf fallende Preisniveaus zu setzen. Damit bleibt der nötige Verkaufsdruck für nachhaltige Abwärtsbewegungen derzeit aus.

Eventuell kann das Treffen des OPEC Komitees am 21./22. Januar für mehr Klarheit sorgen, um wie viel die OPEC ihre Produktion im ersten Monat des Abkommens gekürzt hat. Libyens steigende Ölförderung, könnte allerdings zu einem Problem für das Kartell werden, da sie einen Teil der Kürzung aufwiegt.

Der Handel wird weiter volatil und nervös bleiben, während die US Ölbestandsdaten des API nicht unbedingt eindeutig bullish oder bearish zu interpretieren sind. Große Aufbauten bei den Produkten stehen starke Abbauten bei Rohöl entgegen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

04. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.69 $   Crude (WTI): 52.51 $   Gasoil 491.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0278   Rheinfracht: 63.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrallye zum Jahresstart überhitzt – Gewinnmitnahmen ließen Kurse einbrechen

 

Die gestrige Preisrallye auf neue Langzeithochs kam für die meisten Marktteilnehmer überraschend, da kein wirklicher Impuls hinter der Rallye stand. Egal wie viel die OPEC kürzt, vor Monatsende werde das Kartell wohl keine Zahlen bekanntgeben.

Die OPEC Produktionskürzungen haben diese Woche zwar begonnen, bisher gibt es allerdings keine neuen Informationen, auf die die Marktteilnehmer warten, weshalb die gestrige Preisrallye in zu kurzer Zeit zu weit nach oben ging. Die Gewinnmitnahmen am gleichen Tag zeigen wie nervös die Marktteilnehmer sind und wie volatil dies die Preise werden lässt.

Das Handelsinteresse wird in dieser Woche langsam zunehmen, wobei die Rückkehr der Marktteilnehmer mit ihren Orders immer wieder für unvorhergesehene Kursausschläge sorgen könnte….

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

03. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.99 $   Crude (WTI): 53.95 $   Gasoil 502.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0238   Rheinfracht: 63.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in ein erfolgreiches, zufriedenes und gesundes 2017

 

Fester Start ins neue Jahr – Futures bleiben mit OPEC Hoffnung auf hohem Niveau

 

Russland hat im Dezember seine Produktion noch nicht gekürzt und fördert, trotz der Kürzungszusagen für 2017, weiter auf Rekordniveau. Vermutlich wartet Russland darauf, ob die OPEC ihre Ankündigung einer Kürzung nachkommen wird.

Die Erwartung der Angebotsreduzierung bleibt stützend für die Preisniveaus, die meisten Experten gehen doch davon aus, dass sich das Kartell zumindest zu Beginn bemüht, die Kürzungen umzusetzen. Libyen könnte dabei allerdings ein Problem sein, denn das Land ist von der Maßnahme ausgenommen und hat Produktionssteigerungen angekündigt.

Trader warten daher auf realistische Produktionszahlen des Kartells. Die Erwartung einer Produktionskürzung hat allerdings gleichzeitig enormes Enttäuschungspotenzial aufgebaut. Sollte die OPEC nicht abliefern, drohen umfangreiche Gewinnmitnahmen und eine scharfe Preiskorrektur an den Ölbörsen.

 

Fundamental neutral/bullish                    Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

 

23. Dezember 2016

  

Wir möchten uns für ein weiteres Jahr angenehmer und vertrauensvoller Zusammenarbeit ganz herzlich bedanken und wünschen Ihnen frohe, besinnliche und wunderschöne Festtage sowie einen grandiosen Rutsch in’s 2017.

Das ganze Team der Lang Energie AG

 

 

 

 

22. Dezember 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.51 $   Crude (WTI): 52.52 $   Gasoil 480.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0243   Rheinfracht: 52.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

USA geben strategische Reserven frei – Futures nach DOE weicher

 

Vor den Weihnachtsfeiertagen wird das Handelsinteresse der Trader nun langsam abnehmen. Risikopositionen werden abgebaut und die Portfolios dann lediglich noch verwaltet.

Die Skepsis bezüglich der Quotentreue ist hoch, weshalb man sich mit einer Annäherung an die 55 Dollar zurückhält.

Dennoch werde sich die bullishe Stimmung im Markt langsam abbauen, so lange es keine definitive Bestätigung gibt, dass der Deal eingehalten wird und am Markt in ein Defizit vorherrscht. Dies ist eine klassische Konstellation in der Gewinnmitnahmen getätigt werden können.

Belasten könnte auch die Freigabe der strategischen Reserven der USA. Sollte die OPEC ihre Kürzung umsetzen und berücksichtigt man die von Libyen geplante Produktionsanhebung innerhalb der kommenden drei Monate, so bleibt nicht viel übrig. Gibt die USA tatsächlich 18 Mio. Barrel aus ihren Reserven frei, würde dies den Markt entsprechend belastet.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

21. Dezember 2016 

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.06 $   Crude (WTI): 53.62 $   Gasoil 491.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0274   Rheinfracht: 47.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bullishe API Daten vs. steigende Ölförderung in Libyen

 

Der Irak hatte letzte Woche mit seinem Verladeprogramm Januar überrascht, aus dem eine Steigerung der Exporte hervorgeht, die im Widerspruch zu den angekündigten Produktionskürzungen steht. Die staatliche SOMO hat nun allerdings angegeben, dass man die Kunden über die Kürzung der Lieferungen für die erste Jahreshälfte 2017 informiert habe.

Die Mitglieder der OPEC scheinen sich an die Produktionskürzungen zu halten. Dies stützt die Preisniveaus an den Ölbörsen grundsätzlich. Aus diesem Grund rechnet man damit, dass die nächste 4 Dollar Preisbewegung eher nach oben als nach unten sein wird.

Libyens steigende Ölförderung könnte die bullishe Wirkung der Produktionskürzung in den kommenden Wochen zum Teil ausgleichen. Auch die USA ist eine große Unbekannte im kommenden Jahr. Steigende Preisniveaus werden zu einem starken Wachstum in der Schieferölförderung führen und bis Dezember 2017 wieder erholen wird.

Marktteilnehmer warten heute auf die US Ölbestandsdaten des DOE um 16:30 Uhr.

 

Fundamental neutral / bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

20. Dezember 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.83 $   Crude (WTI): 51.91 $   Gasoil 485.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0285   Rheinfracht: 45.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Konsolidierung vor den Weihnachtsfeiertagen

 

Trader wägen die erwartete Produktionskürzung der OPEC gegenüber möglichen Produktionssteigerungen von Ländern ab, die sich der Maßnahme zur Reduzierung des Ölangebots nicht angeschlossen haben, ab. Die Umsetzung der Kürzungen wird Zeit brauchen, sodass sich im Januar noch nicht die volle Wirkung entfaltet wird. .

Von den USA erwartet man im kommenden Jahr weitere Mengen, da die Schieferölindustrie von den Preissteigerungen an den Ölbörsen profitiert und ihre Förderung steigern kann. Die zunehmende Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen dient als Beleg, dass die Produktion hier wieder rentabel ist.

Die Experten gehen daher davon aus, dass der Markt im letzten Quartal 2017 wieder überversorgt sein wird und die OPEC mit fortschreitender Zeit mehr und mehr von ihren neuen Produktionsquoten abweichen wird.

In der Weihnachtswoche wird sich das Handelsinteresse nun aber zunehmend reduzieren und in einen Konsolidierungsmodus übergehen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

19. Dezember 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.09 $   Crude (WTI): 52.24 $   Gasoil  490.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0253   Rheinfracht: 42.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Festere Ölbörsen nach Meldung über die Kürzungsbereitschaft der russischen Ölfirmen

 

Goldmann Sachs hat die Preisprognosen für nächstes Jahr erhöht. Die russischen Ölfirmen zeigen sich gemäss Meldungen bereit die Förderkürzungen umzusetzen. In Libyen gibt es Proteste der Bevölkerung, was die Wiederinbetriebnahme der Ölfelder Sharara und El Feel (Elephant) betrifft. Diese bullishen Meldungen liessen die Preise am Freitag wieder anziehen.

 

Die Anzahl der US Ölbohranlagen ist neu auf nun 510 Anlagen gestiegen, was der höchste Stand seit Ende Januar ist und eine Steigerung um etwa 61% im Vergleich zum Tiefststand Ende Mai diesen Jahres. Die Analysten sind sich über die weitere Preisentwicklung uneinig. 2017 könnte ein spannendes Jahr werden…

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse bullish    

 

 

16. Dezember 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.01 $   Crude (WTI): 50.92 $   Gasoil  479.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0279   Rheinfracht: 42.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise stabilisieren sich nach Kürzungsankündigung Kuwaits

 

Aktuell lässt sich noch sehr schwer abschätzen, ob die Maßnahmen der OPEC die Überversorgung ab Januar beenden werden. Saisonal dürfte die Rohölnachfrage global im Januar fallen, während Libyen offenbar eine Produktionssteigerung plant. Die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage nimmt dadurch zu.

Jedoch glauben Analystenhäuser, dass das Kartell nur einen Teil der angekündigten Maßnahmen umsetzen wird. Sollte Libyen seine Förderung im kommenden Jahr wie geplant weiter steigern, dürfte dies kaum ausreichen, um den Markt in eine Unterversorgung zu treiben. Dennoch bleibt die Produktionskürzung stützend für die Preisniveaus an den Ölbörsen.

Trader werden sich somit zurückhalten, bis absehbar ist, wie sich die Verfügbarkeit Anfang des neuen Jahres entwickelt. Momentan sei es ein ständiges Hin und Her.

Für den Moment deuten sich damit kaum Veränderungen im Vergleich zu den Vortagesniveaus an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

15. Dezember 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.30 $   Crude (WTI): 51.23 $   Gasoil  483.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0241   Rheinfracht: 40.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Irak, Libyen, FOMC und DOE – Schwacher Euro gleicht nachgebende Ölbörsen aus

 

Die Monatsreports von EIA, IEA und OPEC haben gezeigt, dass das Kartell seine Ölförderung im November auf neue Rekordhochs von 33,9 Mio. B/T getrieben hat. Dies liegt nicht nur über dem erwarteten Ölbedarf für 2016, sondern ist gleichzeitig auch mehr als die für 2017 erwartete Nachfrage und übersteigt letztlich auch die erwartete Ölnachfrage für 2017.

Diesen Zahlen zu Folge ist selbst eine 100%ige Umsetzung der beschlossenen Produktionskürzung im kommenden Jahr nicht ausreichend, um die Überversorgung zu beenden. Erstes Anzeichen, dass der Irak seine Vereinbarung womöglich nicht einhält, ist die angekündigte Exportsteigerung des Landes für Januar. Mit diesen Entwicklungen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch andere Länder innerhalb und außerhalb der OPEC sich nicht an die Vereinbarungen halten.

Die Zinsentscheidung der Fed von gestern Abend hat die Ölpreise an ICE und NYMEX ebenfalls belastet.

 

Fundamental neutral / bearish                Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

14. Dezember 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.18 $   Crude (WTI): 52.41 $   Gasoil  487.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0121   Rheinfracht: 39.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Schwacher Start nach bearishen Bestandsdaten

 

Die IEA sieht die Marktlage in 2017 nun deutlich knapper, nachdem die OPEC ihre Produktionskürzungen angekündigt hat. Sollte sich das Kartell an die Vorgaben halten, so sei eine Unterversorgung von 0,6 Mio. B/T vorstellbar. Experten glauben allerdings nicht, dass die OPEC und Nicht-OPEC Länder die Maßnahmen voll umsetzen werden.

Die OPEC steckt in einem Dilemma und wird dazu neigen von ihrer Quote abzuweichen, weshalb die Zweifel an der Umsetzung nicht unberechtigt sind. Hinzu kommt, dass die Nicht-OPEC Länder ihre Kürzungen nur langsam und schrittweise implementieren, da diese zu einem Großteil auf der abnehmenden Ergiebigkeit alternder Ölquellen basiert. Ob dann überhaupt eine Unterversorgung entsteht, ist ebenfalls noch fraglich. Der bullishe Einfluss der OPEC Entscheidung kann damit vorerst als weitestgehend eingepreist angesehen werden.

Der API Ölbestandsbericht von gestern Nacht belastet hingegen, da die Aufbauten überraschend deutlich sind. Marktteilnehmer warten nun auf die Bestätigung durch den Bericht des DOE heute Nachmittag.

 

Fundamental neutral / bearish                Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

13. Dezember 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.71 $   Crude (WTI): 52.80 $   Gasoil  490.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0140   Rheinfracht: 38.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung relativiert - Gewinnmitnahmen folgen auf Jahreshochs

 

Nachdem nun auch die Nicht-OPEC Länder den Plänen der OPEC die Produktion zu reduzieren zugestimmt haben, bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten wie und wann die Maßnahmen umgesetzt werden. Offiziell sollen die Kürzungen zum 1. Januar erfolgen, wobei den Nicht-OPEC Ländern eine schrittweise Umsetzung der Maßnahmen eingeräumt wurde. Sowohl die OPEC als auch die Länder außerhalb des Kartells sind nicht für eine strenge Einhaltung der eigenen Vorgaben bekannt.

Der Anreiz von den Produktionsvereinbarungen abzuweichen ist für jedes einzelne Land hoch. Hinzu kommt die US Ölproduktion (aktuell 498 Anlagen), die in 2017 steigen wird und von höheren Preisen weiter profitieren kann. Die Aussicht auf ein steigendes Angebot aus den USA wird den bullishen Effekt der OPEC Maßnahme begrenzen. Von daher rechnen die meisten Experten nicht mit einem dauerhaften Anstieg über die 60 Dollar-Marke hinaus, da ein US Ölboom die Preise dann in der zweiten Jahreshälfte stark belasten könnte.

 

Fundamental neutral / bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

12. Dezember 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.81 $   Crude (WTI): 54.18 $   Gasoil  497.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0178   Rheinfracht: 34.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung: Nicht-OPEC Länder beschließen Produktionskürzung

 

Die Tatsache, dass sich die OPEC mit anderen Ölproduzenten auf eine gemeinsame Produktionskürzung geeinigt hat, ist ein starkes Signal an den Markt, dass es das Kartell ernst meint. Man will das Angebot deutlich reduzieren und die Ölpreise dadurch auf ein höheres Niveau heben. Fallen die Produktionskürzungen tatsächlich in dem genannten Umfang aus, so ist das Überangebot der letzten zweieinhalb Jahre definitiv Geschichte.

Die Meldung vom Wochenende wird diese Woche ein treibender Faktor sein. Eine Fortsetzung der Preisrallye ist damit zunächst einmal wahrscheinlich. Danach wird man allerdings erst einmal abwarten, welches Land tatsächlich wieviel Rohöl vom Markt nimmt und zu welchem Zeitpunkt.

Ein grosser Faktor wird ebenfalls die "Quotentreue" sein, hatte doch die OPEC die 17 Produktionskürzungen seit 1982 nur etwa zu einem Anteil von 60% umgesetzt. Russland hatte bei seiner letzten Kooperation nach der Finanzkrise 2008/09 seine Kürzungszusage gebrochen und seine Förderung sogar ausgebaut.

Mit dem Preissprung in der Nacht ist die Richtung bei den Inlandspreisen erst einmal klar.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral/bullish