Marktinformationen

Preisentwicklung Heizöl

22. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 60.12 $    Crude (WTI): 55.56 $    Gasoil 567.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9823    Rheinfracht: 32.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölpreise geben am Morgen nach – DOE Daten konnten Futures nicht stützen
 
Die US Rohölbestände sind laut DOE stärker als ursprünglich erwartet gesunken, wenn auch nicht so deutlich wie vom API angekündigt. Doch bei Benzin und Destillaten zeigen sich Bestandzunahmen. Die US Fahrsaison geht noch zwei Wochen und Aufbauten bei den Produkten sowie schwache Nachfragedaten sind für die Trader ein Warnsignal.
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben wieder etwas zugenommen. Der iranische Präsident drohte: sollten die USA die Ölexporte des Iran auf null reduzieren, würden die internationalen Wasserwege nicht mehr die gleiche Sicherheit wie zuvor haben. Unterdessen schließt sich nun auch Australien mit Kriegsschiffen der US geführten Mission an der Straße von Hormus zur Sicherung der Schifffahrt an, nachdem auch Großbritannien sich schon beteiligt hat.
Die saisonale Nachfrage nach Rohöl ist in dieser Jahreszeit hoch, sodass die globalen Rohölbestände in der zweiten Jahreshälfte wohl sinken werden. Aber für 2020 wird bereits die Rückkehr der Überversorgung angenommen, die besonders im ersten Quartal umfangreich ausfallen dürfte. Dies beschneidet das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen.
unterm Strich deuten sich bei den Preisen aber dennoch leichte Preisnachlässe an.
 
Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral
 
 

21. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.37 $    Crude (WTI): 56.38 $    Gasoil 570.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9793    Rheinfracht: 33.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures nach bullishen API Daten in der Nacht fester

Trader haben sich zuletzt vor allem auf den Handelsstreit zwischen USA und China konzentriert. Auch wenn die Zahlen zum Ölnachfragewachstum durch die Monatsreports von EIA, IEA und OPEC zuletzt nach unten korrigiert wurden, bringt die Entwicklung etwas Hoffnung.
Vor zwei Wochen meldete das API Abbauten von -3,4 Mio. Barrel, das DOE zeigte allerdings einen Anstieg von +2,3 Mio. Barrel. Der positive Einfluss der Kommentare zum Handelsstreit zwischen USA und China dürfte eingepreist sein, so dass es hier weitere Positivmeldungen bedarf, damit dies weiter stützt. Die Zahlen des API sorgen für eine Bodenbildung und einen leicht bullishen Grundton, wegen der Abweichungen zu den DOE Zahlen der letzten Wochen werden sich Trader aber wohl noch bis zum Mittag zurückhalten.
Im Vergleich zu gestern Mittag notieren die Futures an der ICE höher, während der Euro nur minimal zulegen kann. Unterm Strich deuten sich bei den Inlandspreisen momentan somit moderate Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral

 

 


20. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 59.83 $    Crude (WTI): 56.30 $    Gasoil 563.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9807    Rheinfracht: 35.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Optimismus im Handelsstreit stützt die Ölpreise – Futures zum Morgen fester

Trump hatte in der letzten Woche einige der neuen Strafzölle gegen China, die für den 1. September angekündigt waren, auf Mitte Dezember verschoben und andere sogar ganz gestrichen.
Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften hatte die Weltwirtschaft im letzten Jahr massiv belastet und diese an den Rand einer Rezession gebracht. Eine Annäherung beider Seiten ist daher ein positives Signal für die Finanzmärkte und die Ölbörsen.
Der Angriff auf ein saudisches Ölfeld vom Wochenende ist mittlerweile nur noch eine Randnotiz, denn einen Produktionsausfall konnte man hier nicht registrieren. Die geopolitische Risikoprämie hatte auch nur vorübergehend zugenommen, denn die Spannungen gibt es schon länger, und ohne Auswirkungen auf die Förderung bleibt ein nachhaltig bullisher Einfluss aus.
Die Ölpreise an der ICE starten heute Morgen fester im Vergleich zu gestern Nachmittag in den Tag, während der Euro/Dollar-Kurs unverändert blieb. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen moderate Preissteigerungen zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bullish         Chartanalyse: neutral bis bullish

 


19. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 59.32 $    Crude (WTI): 55.41 $    Gasoil 563.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9795    Rheinfracht: 37.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Anschlag auf saudisches Ölfeld – Preise ziehen zum Handelsauftakt an

Das die wirtschaftlich schwierige Konstellation die Ölpreise nicht gerade stützt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Nachdem die EIA und IEA bereits zuvor ihre Erwartungen für das Ölnachfragewachstum nach unten korrigierten, folgte am Freitag auch die OPEC. Die Prognose für die Entwicklung 2020 wurde zwar unverändert belassen, in 2019 rechnet man nun aber mit einer niedrigeren Ölnachfrage.
Das Kartell sieht mit dem Brexit und dem noch immer nicht gelösten Handelsstreit zwischen USA und China sogar noch weitere Risiken für die Ölnachfrageentwicklung im kommenden Jahr.
In Saudi-Arabien haben unterdessen Kämpfer der Houthis Jemen das Shaybah Ölfeld, eines der größten Saudi-Arabiens angegriffen. Durch den Drohnenangriff soll es zu einem Feuer gekommen sein, die Ölproduktion sei aber nicht betroffen heisst es. Die Houthis könnten, wieder vermehrt Angriffe auf vornehmen.
Die Ölpreise quittieren die Meldung aus Saudi-Arabien mit einem Preisanstieg am frühen Morgen. Bei den Inlandspreisen deuten sich zu Freitagnachmittag entsprechend leichte Anpassungen nach oben an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

 


16. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 59.05 $    Crude (WTI): 55.33 $    Gasoil 563.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9788    Rheinfracht: 37.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures und Inlandspreise kurz vor dem Wochenende kaum verändert

Trader bleiben weiter verunsichert ob der globalen Wirtschaftsentwicklung und deren Einfluss auf die Ölnachfrage.Saudi-Arabien hatte zudem angekündigt alles zu unternehmen, damit der Ölmarkt im kommenden Jahr ausbalanciert ist. Dies deutet auf weitere Produktionskürzungen hin, bei denen sich die übrigen Länder der OPEC+ Gemeinschaft bislang allerdings zurückhalten. Nach den jüngsten Monatsreports von EIA und IEA ist allerdings klar, dass die aktuellen Maßnahmen der der OPEC+ nicht ausreichen werden, um eine Überversorgung in 2020 zu vermeiden.
Unterdessen ist der iranische Öltanker "Grace I" wieder freigekommen, nachdem ein US Antrag auf Beschlagnahmung beim obersten Gericht in Gibraltar scheiterte. Dies könnte die Spannungen zwischen Großbritannien und Iran abbauen und die Freilassung der "Stena Impero" durch den Iran ermöglichen. Die Futures können sich am Morgen leicht erholen und kommen von den gestrigen Tiefs etwas zurück. Mit der leichten Aufwärtsbewegung und dem weiter schwachen Euro/Dollar-Kurs deuten sich bei den Inlandspreisen Heute nur kleinere Preisveränderungen an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 


15. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 59.26 $    Crude (WTI): 55.13 $    Gasoil 568.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9735    Rheinfracht: 37.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Rezessionsängste lassen Ölpreise fallen – WTI mit technischem Verkaufssignal
 
Hatte die Verschiebung der Strafzölle gegen China die Ölpreise am Dienstag noch kräftig gestützt, so bleibt die Angst vor einem schwachen Wirtschaftswachstum und der damit verbundenen Sorge eines schwächeren Ölnachfragewachstums allgegenwärtig. Das deutsche BIP sank im zweiten Quartal und die Industrieproduktionen der Eurozone nahmen in diesem Zeitraum ebenfalls stark ab.
Auch in China läuft es nicht rund. Industrieproduktionen und Einzelhandelsumsätze blieben im Juli deutlich hinter den Vormonatswerten zurück. China macht einen Großteil des globalen Ölnachfragewachstums aus, sodass die schwachen Zahlen von dort ebenso, wie die Daten aus Deutschland, als Warnsignal gesehen werden, die auf eine Rezession in den Industrieländern hindeutet.
In der zweiten Jahreshälfte 2019 wird die Versorgungslage wieder etwas knapper eingeschätzt. So lange die Rezessionsängste aber bestehen bleiben und eine Eskalation mit Iran oder andere unerwartete Vorkommnisse auf Angebotsseite ausbleiben, ist eine längere Preisrallye auf absehbare Zeit auszuschließen. Trader werden sich mit spekulativen Long-Positionen zurückhalten, da man für 2020 – insbesondere für die erste Jahreshälfte - eine starke Überversorgung annimmt.
Für Heute deuten sich bei den Preisen Abwärtspotenziale an.
 
Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 
 

14. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.63 $    Crude (WTI): 56.32 $    Gasoil 575.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9764    Rheinfracht: 38.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bearishe API Zahlen sorgen für Gewinnmitnahmen nach Rallye

Die Ölnachfrage und deren Entwicklung ist für den Markt in den letzten Monaten von zentraler Bedeutung gewesen. Vor allem der Handelsstreit mit China belastet die Wachstumsaussichten.
Es wird von Tag zu Tag schwieriger vorherzusehen, was Präsident Trump tun wird, außer zu sagen, dass er seine eigenen Interessen verfolgt. Trump hat sich in der Vergangenheit als unberechenbar erwiesen und wird dies vermutlich auch weiter bleiben. Gerade im Handelsstreit gab es immer mal einen Schritt nach vorne, dann aber wieder zwei zurück.
Unterdessen warten Trader heute auch auf die neuen US Ölbestandsdaten des DOE, die um 16:30 Uhr veröffentlicht werden.
Nach der gestrigen Rallye an den Ölbörsen kamen die Futures in den Morgenstunden von ihren Hochs aus der Nacht zurück. Da die Futures an der Börse aber weit über den Preisen von gestern Nachmittag bleiben, deuten sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen aktuell starke Anhebungen zu den Erhebungen des Vortages an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 


13. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 58.35 $    Crude (WTI): 54.77 $    Gasoil 557.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9714    Rheinfracht: 38.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Bullishe Charttechnik verliert an Einfluss – Futures am Morgen unverändert
 
Die Saudis hatten in der letzten Woche angekündigt, dass man alle Optionen prüfen werde, um einen weiteren Preisverfall an den Ölbörsen zu vermeiden. Die Sorge des größten OPEC Ölproduzenten ist der US Handelsstreit mit China, der in Verbindung mit den ohnehin schon schwachen Konjunkturindikatoren die globale Wirtschaft zusätzlich belastet und für eine schwache Ölnachfrage sorgt.
Auch wenn die Berichte von Baker Hughes auf eine sinkende Aktivität der US Unternehmen bei der Ölsuche hinweisen, so bestätigt der neue Bericht der EIA zur Schieferölförderung, dass die Branche weiter schnell wächst. Angesichts dessen und mit der Unsicherheit die der Handelsstreit zwischen USA und China mit sich bringt, dürfte die OPEC im kommenden Jahr tatsächlich noch einmal zum Handeln gezwungen sein, will man in der ersten Jahreshälfte ein deutliches Überangebot vermeiden.
Bei den US Ölbestandsdaten in dieser Woche erwarten die Experten unterdessen erneut Abbauten. Die Zahlen des API werden morgen bekannt gegeben. Die Daten des DOE folgen dann am Mittwoch.
Unterm Strich deuten sich für heute leichte Preissteigerungen zum Vortag an.
 
Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral
 
 

12. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.41 $    Crude (WTI): 54.32 $    Gasoil 554.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9722    Rheinfracht: 38.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudis Kürzungen setzen sich gegen Handelskrieg durch – Futures nach Rallye fester

Nachdem die EIA die Ölnachfrageprognosen für 2019 und 2020 bereits nach unten korrigiert hatte, sieht die IEA die Lage ganz ähnlich. Allerdings wies man auch auf das sich abschwächende Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder hin, das in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleiben wird.
Der IEA Monatsreport ist daher kurzfristig stützend, langfristig aber eher bearish zu sehen. Vor allem die Ankündigung der Saudis, die jetzt schon deutlich weniger als vereinbart produzieren, gibt den Futures an ICE und NYMEX Rückenwind.
Hatte die Aussicht auf eine knappere Versorgungslage in der zweiten Jahreshälfte und zusätzliche Kürzungen der Saudis die Ölpreise Ende letzter Woche noch gestützt, so dämpft die Möglichkeit eines Abbruchs der Verhandlungen im Handelsstreit heute Morgen. Die Futures starten daher unterhalb der Freitagshochs aber höher als am Freitagmittag in die neue Woche. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit für heute Morgen klare Preisanhebungen an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bullish

 


09. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 57.30 $    Crude (WTI): 52.51 $    Gasoil 543.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9740    Rheinfracht: 38.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudi-Arabien kürzt Ölexporte im September – Libyens Ölproduktion steigt

Nachdem Informanten angekündigt hatten, dass Saudi-Arabien alle Optionen prüfe um die Ölpreise nach den letzten Abwärtsbewegungen wieder zu stabilisieren, wird das Land die Exporte nun offenbar reduzieren. Im September will man die Ausfuhren kürzen und damit weniger Öl liefern als man eingeplant hatte.
Eine Kürzung der Ölexporte und der Ölförderung sind natürlich die offensichtlichsten Maßnahmen, doch ob sich auch die übrigen Partner der OPEC+ Gruppe daran beteiligen bleibt abzuwarten.
Saudi-Arabien und die OPEC können zwar die Förderung und Ölexporte reduzieren, die Ursache der bearishen Marktstimmung - das schwache Wirtschaftswachstum und den Handelskonflikt zwischen USA und China - kann man damit allerdings nicht beheben.
Unterdessen wird Libyen die Förderung und Ölexporte nun wieder steigern können.
Letztlich bleibt die fundamentale Konstellation für uns heute Morgen weiter neutral. In den Morgenstunden gaben die Ölpreise nach und kommen von den späten Hochs gestern zurück. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen nur kleine Anpassungen an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


08. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 57.81 $    Crude (WTI): 52.70 $    Gasoil 544.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9752    Rheinfracht: 39.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Inlandspreise fallen auf 7-Monatstief – OPEC will Preisverfall aufhalten

Seit Dienstag befindet sich Brent wieder in einem Bärenmarkt. In einer Zeit, in der sich das globale Wirtschaftswachstum abschwächt, schadet der Handelskonflikt zwischen USA und China massiv und sorgt für immer neue Abwärtskorrekturen bei den Nachfrageprognosen.
Die EIA hatte in ihrem Monatsreport das Ölnachfragewachstum 2019 zum siebten Mal in Folge nach unten angepasst.
Die jüngste Preisentwicklung erhöht den Druck auf die OPEC+ Gruppe, deren momentane Produktionskürzungen ganz offenbar nicht ausreichen, um den Markt zu stabilisieren.
Die Inlandsnotierungen des RPI Regio-Preis-Index hatten gestern ein neues 7-Monatstief erreicht. Mit den Berichten über eine mögliche Intervention der Saudis oder der OPEC als Ganzes, haben die Ölpreise an ICE und NYMEX in der Nacht wieder etwas zugelegt, sodass die Notierungen heute Morgen deutlich über den Vortagestiefs starten. Da die Preise aber noch immer unterhalb der Niveaus von gestern Mittag liegen, deuten sich damit dennoch Preisnachlässe im Vergleich zu den gestrigen Erhebungen an.

Fundamental: neutral         Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


07. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.98 $    Crude (WTI): 53.64 $    Gasoil 555.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9766    Rheinfracht: 39.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise fallen in einen Bärenmarkt – Globales Ölnachfragewachstum erneut nach unten korrigiert

Die Preise an ICE und NYMEX sind seit den Jahreshochs Ende April wieder unter Druck gekommen und haben deutlich an Boden verloren. Auch wenn die geopolitischen Spannungen mit dem Iran in dieser Zeit zugenommen haben, so fokussiert sich der Markt auf die Aspekte der Nachfrage, die immer schwächer gesehen wird.
Auch für 2020 fällt die Nachfrageprognose schwächer als bisher aus, sodass die Überversorgung im kommenden Jahr höher als erwartet sein wird. Entsprechend dieser Konstellation hat die EIA auch die Preisprognosen für das laufende und die kommenden Quartale nach unten korrigiert.
Bei den vom API gemeldeten US Ölbestandsdaten zeichnet sich eine leicht stützende Wirkung ab, da die US Rohölvorräte sowie die Benzinbestände gefallen sind.
Nachdem Brent gestern wieder in einen Bärenmarkt gefallen ist, erholen sich die Futures in den Morgenstunden leicht, bleiben aber deutlich unter den Niveaus von gestern Mittag. Daher deuten sich bei den Inlandspreisen starke Preisnachlässe zu gestern an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

 


06. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.43 $    Crude (WTI): 55.25 $    Gasoil 566.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9747    Rheinfracht: 40.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Handelsstreit und Devisenhandel sorgen für Volatilität – Futures kommen von Tiefs zurück

Der Handelsstreit zwischen USA und China ist voll im Gange und weitet sich auf immer neue Bereiche aus. Die Kursbewegungen im Devisenhandel sind Teil des Handelskrieges. Es ist eine starke Aussage in Richtung USA, die besagt: Wenn sie spielen möchten, könnten wir auch anders spielen. Das nimmt dem Markt jede Hoffnung, eine schnelle Lösung für den Handelsstreit zu finden. Die Eskalation des Handels zwischen den USA und China wirkt sich ebenfalls negativ auf die Aussichten für die Ölnachfrage aus.
Andere Faktoren am Markt werden von dem Handelsstreit und den potenziellen Auswirkungen auf die Balance am Ölmarkt dominiert. Trader werden aber auch noch auf die wöchentlichen US Ölbestandsdaten achten. Am Abend steht auch noch der EIA Monatsreport an, der ein Update für die Marktentwicklung liefern wird.
Die Futures an ICE und NYMEX ziehen in den Morgenstunden an und präsentieren sich volatil. Für die Inlandspreise deuten sich damit aktuell Abwärtspotenziale zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral

 


05. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 61.01 $    Crude (WTI): 54.94 $    Gasoil 570.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9784    Rheinfracht: 40.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Nachfragesorgen bleiben dominierend – Inlandspreise zum Wochenauftakt schwächer
 
Die Aktion des Iran (Festsetzung eines weiteren, kleinen Öltankers in der Straße von Hormus), die bereits am Mittwoch letzte Woche stattgefunden haben soll, schafft es nicht den Fokus auf sich zu ziehen. Marktteilnehmer konzentrieren sich bei der Einschätzung der Marktentwicklung vielmehr weiter auf die Nachfragesorgen. Und hier sieht es mit der Ankündigung der neuen US Zölle zum ersten September auf alle chinesischen Produkte nicht gerade positiv aus. Investoren sind eher besorgt über die Möglichkeit, dass sich die Situation zwischen den USA und China verschlechtern wird. Die Ölpreise könnten noch viel weiter sinken, wenn die zusätzlichen Zölle für China eingeführt würden und die Fed die Zinsen nicht noch einmal senken würde.
Wegen der schwachen Wirtschaftsleistung und dem enttäuschenden Ölnachfragewachstum, bleibt der Handelsstreit ein entscheidender Faktor, der die Preise an den Börsen belastet. Das Ölangebot wird in der zweiten Jahreshälfte 2019 und im Jahr 2020 weiter deutlich zulegen, sodass sich für jedes einzelne Quartal in 2020 eine Überversorgung ergeben werde.
Somit deuten sich bei den Preisen heute Morgen Abwärtspotenziale an.
 
Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral
 
 
 

02. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 61.91 $    Crude (WTI): 54.98 $    Gasoil 576.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9884    Rheinfracht: 40.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Preiseinbruch nach Trump-Tweet – Stärkster Kursverlust seit 2015
 
Die US Fed senkt die Zinsen, der Iran setzt Öltanker bei der Durchfahrt der Straße von Hormus fest, die USA sanktionieren den Iran so stark wie noch nie, in Libyen fällt die Produktion am größten Ölfeld aus, die US Ölförderung blieb im Mai hinter den Erwartungen zurück, die US Rohölbestände fallen in der siebten Woche in Folge, während die OPEC+ Gruppe die Ölförderung seit Jahresbeginn deutlich einschränkt.
Diese Kombination an bullishen Faktoren hätte die Ölpreise in den letzten Jahren massiv gestützt.
Diese wiederum wird durch die zunehmenden Spannungen bei den internationalen Handelsbeziehungen belastet, zu denen der Brexit, vor allem aber der Handelskrieg zwischen USA und China zählen. Und bei letzterem hat Trump am späten Abend per Twitter nachgelegt und eine neue Runde von Strafzöllen ab 1. September angekündigt.
Trump lässt zwar eine Verhandlungstüre offen, kündigte zeitgleich aber auch an, dass die Zölle künftig auf "deutlich über 25%" steigen könnten. Damit bricht Trump den bisher den Waffenstillstand, den man zuletzt zwischen beiden Seiten hatte. Statt der erwarteten Annäherung scheint sich die Sanktionsspirale weiter zu drehen.
Für Heute deuten sich bei den Preisen erhebliche Preisnachlässe an.
 
Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral bis bearish