AVIA Vereinigung Schweiz

28. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.94 $  Crude (WTI): 47.21 $  Gasoil  429.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9800  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Short-Coverings nach erneuter Abwärtsbewegung – Futures kommen von Juni-Tiefs zurück

 

Die Unsicherheit und die möglichen negativen Auswirkungen des Brexit haben Finanzmärkte und Ölbörsen zuletzt stark belastet. Man kann davon ausgehen, dass ein Brexit im schlimmsten Fall einen nur moderaten Einfluss auf die Ölnachfrage haben wird. Der festere Dollar würde allerdings dafür sorgen, dass die Produktionskosten für Rohöl sinken. Marktteilnehmer hätten diesen Effekt mit der Abwärtsbewegung ebenfalls mit eingepreist.

Marktteilnehmer werden weiter den Brexit im Auge behalten, gleichzeitig aber auch auf die US Ölbestände achten.

In Nigeria scheint die Waffenruhe unterdessen weitestgehend zu halten, sodass sich die Ölproduktion hier wieder erholen kann. Nach den Waldbränden in Kanada sind damit die zwei Hauptfaktoren für die Preisrallye auf bis zu über 50 Dollar Anfang Juni vorerst aus dem Markt (fast) verschwunden.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse neutral

 

 

 

27. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.89 $  Crude (WTI): 47.94 $  Gasoil  436.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9736  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Stabilisierung nach Brexit-Schock – Futures bleiben oberhalb der Freitagstiefs

 

Der Brexit dominierte am Freitag das Marktgeschehen und führte erwartungsgemäß zu einer enormen Volatilität sowie zu einem starken Preiseinbruch an den Ölbörsen. Die Volatilität wird sich vermutlich in den kommenden Tagen fortsetzen, während Marktteilnehmer bemüht sein werden herauszufinden, was der bevorstehende Brexit eigentlich für die Ölbörsen bedeutet. Letztlich hat sich damit kurzfristig allerdings nichts am Verhältnis von Angebot und Nachfrage verändert. Wer gestern noch Auto gefahren ist, wird dies morgen auch mit dem Brexit noch tun

Analysten glauben, dass die Abwärtsbewegung vom Freitag vielleicht noch nicht alles ist. Der Einbruch könnte eine erste Reaktion und noch nicht die vollständige Preisanpassung gewesen sein. Die Futures werden vorerst sicherlich Probleme haben die 50 Dollar wieder zu erreichen.

Marktteilnehmer werden in dieser Woche weiter auf Meldungen bezüglich des Brexit warten und darauf, wie sich die Stimmung diesbezüglich entwickelt. Dabei bleiben auch die Kursbewegungen an den Aktienmärkten relevant.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse neutral/bearish

 

 

 

24. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.48 $  Crude (WTI): 47.74 $  Gasoil  432.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9751  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Black Friday: Großbritannien stimmt für Brexit - Futures brechen ein

 

Nachdem sich hier die Mehrheit für einen Austritt aus der EU ausgesprochen hat, belastet dies die Börsen massiv. Nun wird eine Phase der Unsicherheit folgen, die sich erst in den kommenden Wochen und Monaten legen wird, wenn die Folgen einigermaßen abzuschätzen sind.

Klar scheint allerdings, dass die Wirtschaft nicht profitieren wird. Die britische Zentralbank fürchtet einen Wirtschaftseinbruch um bis zu 6%. Auch die Wirtschaften der Handelspartner, in erster Linie EU und USA, werden dadurch negativ beeinflusst. Entsprechend geben die Ölpreise an ICE und NYMEX deutlich nach und liegen in den frühen Morgenstunden bereits tief im roten Bereich.

Der Markt wird heute sehr instabil bleiben und große Preissprünge sind zu erwarten. Diese enorme Volatilität wird sich noch über die kommenden Tage hinziehen, bis sich der Staub legt und der Markt beruhigt. Viele Händler haben sich daher schon im Vorfeld zurückgezogen,

Da der weiche Euro/Dollar-Kurs das Öl verteuert, die Futures allerdings stark nachgeben, deuten sich momentan rein rechnerisch leichte Preisnachlässe zum Vortag an.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral/bearish

 

 

 

23. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.02 $  Crude (WTI): 49.24 $  Gasoil  445.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9583  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Tag der Entscheidung – Großbritannien wählt, Börsen bleiben volatil

 

Die Finanzmärkte zittern bereits seit Tagen und Wochen vor dem drohenden Austritt Großbritanniens aus der Eurozone. Die Folgen für die Wirtschaft sind nur schwer abzuschätzen. Die Experten sind sich allerdings einig, dass ein Austritt sicherlich negative Folgen haben wird. Auch wenn der Ölmarkt direkt nicht betroffen ist, so ist beim Devisenhandel und an den Aktienmärkten heute eine enorme Volatilität zu erwarten, die sich, wie in jeder Wirtschaftskrise, auch auf die Öl-Futures übertragen wird.

Der Brexit könnte zum einen eine Blaupause für andere mögliche Austritte in der Zukunft sein, sodass der Zusammenhalt der EU insgesamt fragiler werden könnte. Die schwer abzusehenden Folgen, wenn nicht sogar Chaos, belastet die Finanzmärkte und die Ölpreise momentan entsprechend.

Bleibt Großbritannien allerdings in der EU, könnten die Ölpreise eine starke Aufwärtsbewegung hinlegen und je nach Ausgang des Referendums, bis zu 5 Dollar in die ein oder andere Richtung ausschlagen. Die offizielle Stimmenauszählung ist wohl erst am Freitag abgeschlossen.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse neutral/bearish

 

 

 

22. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.93 $  Crude (WTI): 50.24 $  Gasoil  451.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9618  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures bleiben fest – API Zahlen stützen

 

In Großbritannien bleibt die Unsicherheit bezüglich des Brexit Referendums am morgigen Donnerstag. Die Umfragen zeigen weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mal wird das Lager der Befürworter eines Austritts, mal das der Gegner vorn gesehen. Experten gehen davon aus, dass die negativen Folgen eines Austritts für die Ölbörsen und die Finanzmärkte im Allgemeinen deutlich größer sind, als dass sich ein Verbleib positiv auswirken würde.

Mit dem gestrigen Preisanstieg sind Brent und WTI wieder auf über 50 Dollar geklettert. Ein Preisniveau, auf dem den Notierungen schon Ende Mai/Anfang Juni die Luft ausging.

Der Brexit wird die Ölbörsen heute und morgen weiter fest im Griff haben, während man auch auf die US Ölbestandsdaten des DOE wartet. Zuletzt gab es zwischen DOE und API große Differenzen bei den Bestandsdaten, sodass dies auch in dieser Woche nicht ausgeschlossen werden kann. Eine anhaltend hohe Volatilität bleibt damit vorprogrammiert.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

 

21. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.23 $  Crude (WTI): 49.02 $  Gasoil  449.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9596  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Charttechnik ließ Futures erwartungsgemäß steigen – Brexit bleibt Topthema

 

Spricht man von einer erhöhten Volatilität, so erwarten Börsianer starke Preisschwankungen binnen kurzer Zeit. Donnerstag letzte Woche brach WTI um -2,6% ein, nur um Freitag und Montag wieder um insgesamt +7,3% anzuziehen. Deutlicher lässt sich die Volatilität nicht ausdrücken.

Der Markt werde momentan aber hauptsächlich von der allgemeinen Stimmung und weniger von spezifischen Ölfaktoren dominiert, was vermutlich noch bis zum Brexit-Referendum Ende der Woche so bleibt. Der Markt ist damit vermutlich weiter volatil und wenig berechenbar, während Trader nach dem Ende des langfristigen Aufwärtstrends nach einer neuen Richtung suchen.

Der heute anstehende Frontmonatswechsel bei WTI könnte noch für zusätzliche Nervosität sorgen, wenn Trader ihre Positionen im laufenden Frontmonat glattstellen und in spätere Kontrakte rollen.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

20. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.67 $  Crude (WTI): 48.48 $  Gasoil  443.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9588  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Wochenstart dank Short-Coverings und weichem Dollar

 

Am Donnerstag stimmen die Briten in einem Referendum über den Verbleib in der EU ab. Ein Austritt,  würde einen großen Schaden für EU und Großbritannien bedeuten. Allein die Unsicherheit über die neu zu verhandelnden internationalen Beziehungen sind Gift für die Finanzmärkte, weshalb die Möglichkeit eines Brexit die Stimmung an den Finanzmärkten belastet.

Lange wurden die 50 Dollar als eine Marke genannt, ab der die US Schieferölindustrie wieder rentabel wird und die Förderung wieder steigen kann. Am Freitag wurde ein landesweiter Anstieg um insgesamt neun Anlagen auf nun 337 gemeldet. Dies ist der dritte Anstieg in Folge.

Ein klares Zeichen, dass die US Unternehmen auf die höheren Preise von 50 Dollar und mehr reagieren und die Ankündigungen der Produzenten nicht bloß heiße Luft waren. Bislang hat sich die Aktivierung neuer Anlagen zwar nicht in den wöchentlichen Zahlen des DOE zur US Ölproduktion niedergeschlagen, allerdings dürfte dies nur noch eine Frage der Zeit sein.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse bullish

 

 

 

17. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.92 $  Crude (WTI): 46.72 $  Gasoil  428.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9642  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen aus Short-Positionen – Futures kurz vor Wochenende fester

 

Die Förderung Kanadas erreicht langsam wieder ihr Normalniveau und erhöht somit wieder das globale Ölangebot. Die Marktlage ist zwar knapper, da man auch mit einem erhöhten Verbrauch in der zweiten Jahreshälfte rechnet, dieser Effekt ist allerdings saisonal und wird durch die Produzenten der OPEC in der Regel ausgeglichen.

Großes Thema an den Finanzmärkten im Allgemeinen, und damit auch an den Ölbörsen, ist ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der EU. Verlässt das Land die Gemeinschaft, hätte dies einen doppelt negativen Effekt auf die an den Börsen gehandelten Futures.

Spekulationen um eine steigende US Rohölförderung, eine Rückführung der Produktionsausfälle in Kanada und die Gefahren des sogenannten "Brexit" führen momentan dazu, dass die Risikobereitschaft abgenommen hat. Vor dem Referendum Großbritanniens, und je nach Ausgang auch danach, muss man sich auf eine erhöhte Volatilität einstellen.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral

 

 

 

16. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.28 $  Crude (WTI): 47.37 $  Gasoil  432.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9600  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölmärkte bleiben weich – Langfristiger Ausblick wieder bearish

 

In diesem Jahr hat man mit einer Verknappung des Marktes gerechnet, was durch Produktionsausfälle in Nigeria und Kanada schließlich beschleunigt wurde. Marktteilnehmer hatten auch den Rückgang der US Rohölförderung erwartet und bereits seit Februar damit begonnen diese Faktoren einzupreisen, sodass die Futures eine starke Aufwärtsbewegung hinlegten. Im Bereich der 50 Dollar ebbte die Kauflaune dann allerdings ab.

Hatte man in Erwartung einer knapperen Marktlage zwischen Februar und Juni noch auf steigende Preise gewettet, geht man nun davon aus, dass das Aufwärtspotenzial ausgeschöpft ist und nimmt Gewinne aus diesen Positionen mit. Die Rallye war eventuell zu steil und zu schnell.

die Stimmung im Markt ist leicht bearish geworden, auch wenn die Marktlage aktuell noch knapper als in den letzten Monaten ist. Die möglichen negativen Auswirkungen eines Brexit verunsichern die Marktteilnehmer zusätzlich, sodass diese zunehmend Risiken meiden.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral

 

 

 

15. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.37 $  Crude (WTI): 48.04 $  Gasoil  442.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9650  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Brexit Angst und API – Futures starten mit Verlusten in den Tag

 

Der EIA Monatsreport von letzter Woche war bereits bullish, während der Bericht der OPEC vom Montag neutral interpretiert wurde. Die IEA legte mit ihrem Bericht gestern allerdings nach und korrigierte die Ölnachfrageprognosen für 2016 und 2017 nach oben. Die Experten der Agentur gehen davon aus, dass der Markt deutlich knapper geworden ist und bereits in der zweiten Jahreshälfte 2016 wieder ausgeglichen sein wird. Die IEA merkt allerdings auch an, dass das Angebot möglicherweise höher ausfallen könnte, sollte sich die politische Lage in Nigeria und Libyen stabilisieren und die Produktion hier wieder zunehmen.

Momentan sorgt man sich an den Finanzmärkten auch verstärkt über die negativen Folgen eines Austritts Großbritanniens aus der EU. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung, die Ölnachfrage und würde den Dollar stärken.

Die vom API gemeldeten Bestandsaufbauten gehen mit der Brexit-Unsicherheit einher und belasten damit den Markt im Moment

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

14. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.90 $  Crude (WTI): 48.39 $  Gasoil  445.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9646  Rheinfracht: 14.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures bleiben weich – Vortagestiefs bisher noch nicht getestet

 

Aktuell scheint es nach oben nur wenig Luft zu geben, da die US Ölindustrie erste Anzeichen einer Erholung zeigt und auf diesen Preisniveaus wohl durchaus in der Lage ist neue Projekte umzusetzen.

Die chinesischen Rohölimporte waren zuletzt zwar stark, dennoch zweifeln Experten, dass das Nachfragewachstum in der zweiten Jahreshälfte auf ähnlichem Niveau bleibt, da China seine strategischen Reserven nun wohl weniger stark als zuletzt aufstocken wird.

Mit dem Brexit wird an den Ölbörsen ein neues Problem thematisiert. Der Austritt könnte zum einen über die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft die Ölnachfrage negativ beeinflussen, zum anderen aber auch über eine Aufwertung der US Währung die in Dollar gehandelten Futures verteuern und somit die Ölnachfrage außerhalb der USA ausbremsen. Marktteilnehmer beginnen nun erst damit dieses Szenario an ICE und NYMEX einzupreisen.

Für Heute deutet sich bei den Inlandspreisen momentan rechnerisch geringes Abwärtspotenzial an.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral

 

 

 

13. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.15 $  Crude (WTI): 48.59 $  Gasoil  448.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9642  Rheinfracht: 14.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technisches Abwärtspotenzial und aktive US Ölproduktion drücken die Preise

 

Die US Ölproduktion könnte eine zweite Boomphase erleben, jetzt, da man die Produktionskosten gesenkt hat und die Preise wieder steigen. So schnell geht es dann aber vermutlich doch nicht. Die Produktion wird damit nicht sofort wieder zulegen, da die neuen Anlagen eine gewisse Zeit brauchen, bis sie ihr volles Potenzial ausschöpfen. Dennoch wird sich der Rückgang der US Ölproduktion damit wohl verlangsamen.

Neben dem US Ölangebot bleibt auch Nigeria spannend, dessen Förderung in den letzten Monaten stark abgenommen hatte und zumindest auf kurze Sicht offensichtlich weiterhin nicht zulegen kann. Hier fehlt ein Großteil der Produktion, was in den letzten Wochen zur Rallye auf über 50 Dollar beigetragen hatte.

Nachfrageseitig wird mit einer starken US Ölnachfrage während der Sommermonate gerechnet, ebenso wenig wie die aus China. Bei letzterer zweifelt man jedoch, inwieweit die Nachfrage nachhaltig ist, denn das chinesische Nachfragewachstum könnte in der zweiten Jahreshälfte demnach schwächeln.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

10. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.48 $  Crude (WTI): 50.02 $  Gasoil  456.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9634  Rheinfracht: 14.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Korrektur im Aufwärtstrend - 50 Dollar sind der nächste Fixpunkt

 

In Libyen fehlt seit Jahren ein großer Anteil der Förderung und auch in anderen Ländern wie dem Sudan oder Jemen fielen in den letzten Jahren immer wieder Mengen aus. Die Marktlage hat sich in diesem Jahr allerdings verändert, nachdem die Produktion in den USA und anderen Ländern außerhalb der OPEC gesunken ist und die OPEC ihre Produktionsauslastung gesteigert hat. Unplanmäßige Ausfälle können damit nicht mehr so einfach wie früher kompensiert werden.

In Nigeria sind durch Anschläge bereits Produktionsmengen vom Markt genommen worden und die Sicherheitslage scheint sich bislang nicht zu bessern. In der aktuellen Marktlage ist die Versorgungslage deutlich angespannter.

Unterm Strich ist der Markt allerdings deutlich knapper als noch zu Beginn des Jahres.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse bearish

 

 

 

09. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.73 $  Crude (WTI): 51.55 $  Gasoil  469.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9586  Rheinfracht: 14.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI mit 11-Monatshoch – Korrekturanfälligkeit hat zugenommen

 

Das Angebot übersteigt zwar noch immer die Nachfrage, wie der Monatsbericht zeigt, allerdings ist das Potenzial Produktionsausfälle zu absorbieren gesunken. Die Reservekapazität lag im Mai auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2015. Im Juni soll diese sogar noch weiter sinken.

Marktteilnehmer preisen die Erwartung einer knapperen Marktlage für die zweite Jahreshälfte ein. Auch die Nachfrage präsentiert sich in diesem Jahr bisher beeindruckend fest. Vor allem Chinas Rohölimporte, die um 16% gestiegenen sind, können überzeugen. Dies ist allerdings nicht unbedingt auf einen Anstieg der Treibstoffnachfrage zurückzuführen, sondern hängt zu einem großen Anteil mit der Aufstockung der strategischen Reserven und Steigerung der Raffineriekapazitäten zusammen.

In den kommenden Wochen werden die Zahlen zur US Ölproduktion weiter im Auge behalten werden. Die Zunahme der Anzahl aktiver Bohranlagen zeigt, dass die Förderung auf dem aktuellen Niveau wieder rentabel wird.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

08. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.46 $  Crude (WTI): 50.45 $  Gasoil  457.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9651  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Nach 50 Dollar weiter fest – EIA, China und API stützen die Preise

 

Eigentlich sollte sich die Angebotssituation langsam wieder verbessern, wenn die Förderung in Kanada steigt. Nigeria bleibt allerdings ein Problem für den Markt, denn statt einer Rückführung der Produktionsausfälle nehmen diese hier weiter zu. Das Angebot kann sich daher auch mit der steigenden Förderung in Kanada kaum erholen, wenn die Mengen aus Nigeria immer weiter sinken.

Die unplanmäßigen Produktionsausfälle werden auch bei der EIA als Problem wahrgenommen, die in ihrem neuen Monatsreport eine deutlich reduzierte Kapazitätsreserve ausweist, sodass weitere Produktionsausfälle in Zukunft nur schwer abgefangen werden können.

Stützende Impulse kommen heute auch aus China, dessen Importe für die ersten fünf Monate demnach etwa 16,5% über dem Niveau aus 2015 lagen.

Ein Warnsignal kommt allerdings von der Weltbank, die das globale Wirtschaftswachstum 2016 von 2,9% auf 2,4% nach unten korrigiert hat.

Der schwache Dollar sorgt heute für deutliches Aufwärtspotenzial bei den zu erwartenden Vormittagspreisen.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

7. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.45 $  Crude (WTI): 49.61 $  Gasoil  445.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9707  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Tropensturm im Golf von Mexiko ohne Schäden vorbeigezogen

 

Das kanadische Ölunternehmen meldet, dass die Ölproduktion binnen einer Woche wieder auf dem Stand vor den Waldbränden sein wird. Der Tropensturm Colin ist ohne Schäden für die Ölindustrie durch den Golf von Mexico gezogen. In Frankreich laufen nach dem Streik nun die Vorbereitungen zur Wiederinbetriebnahme von 3 Raffinerien der Firma Total.

 

Gemäss unbestätigten Gerüchten hat der Iran jüngst fast so viel Öl exportiert wie vor den Sanktionen. Man rechnete eigentlich damit, dass Iran erst wieder im Herbst oder bis Ende Jahr die vollen Mengen liefern kann.

 

Aktuell zeigt der Markt noch keine klare Richtung. Der tiefe Dollar begünstigt Aufwärtstests.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral

 

 

06. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.21 $  Crude (WTI): 49.20 $  Gasoil  445.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9766  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US Ölproduktion im Aufwind – Tropensturm im Golf von Mexiko

 

Nach den Waldbränden in Kanada wird die Ölförderung in den betroffenen Regionen wieder hochgefahren, sodass die Verfügbarkeit steigt. Auch aus dem Iran sollen wieder zusätzliche Mengen an den Weltmarkt kommen. Dort rechnet man mit Exportsteigerungen in den kommenden Wochen und Monaten in Richtung Europa. Saudi-Arabien reagierte am Wochenende auf den intensiveren Konkurrenzkampf um europäische Abnehmer mit einer Preissenkung.

Libyen wird in den kommenden Wochen vermutlich ebenfalls mehr exportieren, nachdem das Terminal wieder in Betrieb genommen wurde. Jedes Ereignis, das Produktion und Angebot erhöht, würde die Preise drücken.

Unterdessen könnte Tropensturm Collin, der sich am Wochenende in der Karibik gebildet hat, für Probleme bei der Abwicklung von Im- und Exporten der US Ölindustrie im Golf von Mexiko sorgen.

Heute Morgen hat der Einbruch des Dollars die rechnerischen Inlandspreiserwartungen spürbar gesenkt.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

 

03. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.14 $  Crude (WTI): 49.23 $  Gasoil  449.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9906  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC und DOE neutralisieren sich – Futures weiter auf hohem Niveau

 

Die Länder der OPEC haben sich erneut nicht auf eine Produktionsbegrenzung geeinigt. Die Förderung wird daher vermutlich weiter steigen, auch wenn es Stimmen unter den Analysten gibt, die nicht davon ausgehen, dass die Länder den Markt jetzt mit großen Mengen fluten werden. Wenn Libyen seine Produktion allerdings wie geplant steigert, Nigeria seine Produktionsausfälle in den Griff bekommt und der Iran die 4 Mio. B/T erreicht, werden die Mengen aus der OPEC zwangsläufig zunehmen.

In Kanada sind die vorbereitenden Maßnahmen zur Wiederaufnahme der Ölförderung aus Teersanden weitestgehend abgeschlossen, sodass die Förderung hier in den kommenden Tagen anlaufen dürfte. Die Wiederinbetriebnahme der Anlagen sollte allerdings einen bearishen Einfluss auf die Preise haben, auch wenn diese nicht überraschend kommen wird.

Der Vormittag startet ruhig und es deutet sich bei den Inlandspreisen aktuell eine geringfügige Preisanpassung nach oben an.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

 

02. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.18 $  Crude (WTI): 49.39 $  Gasoil  451.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9870  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gerüchte um Produktionsbegrenzung stützen – API überraschend bearish

 

Heute ist der Super-Donnerstag, an dem sich die Märkte potenziell extrem volatil zeigen werden. Neben dem OPEC Meeting steht auch die EZB Ratssitzung mit anschließender Pressekonferenz an, bevor am Nachmittag noch die US Ölbestandsdaten des DOE folgen. Drei Events, die erhebliche Impulse in den Markt geben können, wobei das OPEC Meeting sicherlich prioritär sein wird.

Experten hatten im Vorfeld zwar fast sicher damit gerechnet, dass die OPEC keine Produktionseinschränkung beschließen wird. Nun könnte das Treffen überraschend interessant werden, da Saudi-Arabien eine gemeinsame Obergrenze befürwortet. Der Iran lehnt dies zwar noch ab, es ist aber nicht gänzlich auszuschließen, dass sich die Delegierten bei dem Meeting einigen werden.

Die US Ölbestandsdaten des API überraschten gestern Nacht mit einer bearishen Entwicklung bei Rohöl, die bisher vor allem Brent und WTI belastete. Große Verluste blieben allerdings aus.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

 

01. Juni 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.42 $  Crude (WTI): 48.69 $  Gasoil  444.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9937  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise scheitern erneut an 50 Dollar-Marke – GD 7 Unterstützung durchbrochen

 

Die 50 Dollar sind für die Marktteilnehmer eine wichtige Hürde. Zum einen ist sie ein psychologischer Widerstand, zum anderen hatten US Firmen in der Vergangenheit angekündigt, dass man ab diesem Preisniveau in der Lage sei neue Ölanlagen in Betrieb zu nehmen.

In den letzten Wochen hatten Produktionsausfälle aus Nigeria und Kanada sowie die Erwartung einer sinkenden US Ölförderung die Preise in den Bereich der 50 Dollar getrieben. Nachfrageseite geht man von einem steigenden Bedarf aus. Viele Erwartungen seien zuletzt eingepreist worden. Jetzt komme es darauf an, ob diese Erwartungen Korrekt seien.

Die heute Morgen veröffentlichten chinesischen Konjunkturdaten aus China deuten an, dass Chinas Ölnachfrage eventuell schwächeln könnte. Aus Kanada wird eine Produktionssteigerung erwartet und vom OPEC Meeting rechnet man nicht mit stützenden Impulsen.

Für die kurzfristige Entwicklung wird es wichtig sein, wie schnell die Ölproduktion in Kanada wieder anläuft und welche Entscheidung die OPEC am morgigen Donnerstag trifft.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

31. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.57 $  Crude (WTI): 49.54 $  Gasoil  449.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9924  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Notierungen zum Wochenstart im Bereich der Jahreshochs – OPEC im Fokus

 

Das OPEC Meeting am Donnerstag ist für die meisten Marktteilnehmer sicherlich das Schlüsselereignis in dieser Woche. Jedoch rechnet man insgesamt nicht mit einer Produktionseinschränkung des Kartells, sondern tendenziell mit einer Mehrproduktion in den kommenden Monaten.

In den USA wird mit einer starken Sommernachfrage und hohem Benzinverbrauch gerechnet, der bisher die Zahlen aus dem Vorjahr deutlich übersteigt. In China und Indien ist ebenfalls mit einem steigenden Benzinbedarf zu rechnen. Im Juli beginnt das dritte Quartal, mit dem in der Regel ein starker Verbrauchsanstieg einhergeht. Marktteilnehmer preisen diese Erwartung ein, was die Notierungen an den Börsen in den letzten Wochen stützte.

Der Euro/Dollar-Kurs konnte gestern und heute Morgen zwar etwas zulegen, durch den späten Preisanstieg deuten sich rein rechnerisch für das Inland im Moment allerdings dennoch Aufwärtsspielräume an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

30. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.09 $  Crude (WTI): 49.18 $  Gasoil  443.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9952  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

50 Dollar bleiben in Reichweite – Ruhiger Handel an US Feiertag erwartet

 

Produktionsausfälle in Kanada und Nigeria haben die Überversorgung am globalen Rohölmarkt im Mai wahrscheinlich vorerst beendet. Analysten hatten diese Vermutung bereits Anfang letzter Woche aufgestellt und ihre Preisprognosen für Brent 2016 daher angehoben.

Die Preisniveaus haben im Mai daher auch das höchste Niveau seit November letzten Jahres erreicht und bleiben auch zum Handelsauftakt der neuen Woche weiter in Reichweite der wichtigen 50 Dollar Marke Neue Produktionsausfälle in Nigeria haben einmal mehr Auftrieb gegeben.

Bearish hingegen darf der geplante Restart der kanadischen Ölproduktion gesehen werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass mit der Wiederinbetriebnahme eine Produktion von bis zu 1 Mio. B/T an den Markt zurückkommt.

Heute ist mit einem relativ ruhigen Handel zu rechnen, da viele Marktteilnehmer mit dem US Memorial Day ein langes Wochenende einlegen. Dennoch deuten sich bei den Inlandspreisen rechnerisch aktuell allerdings moderate Aufwärtsspielräume an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

27. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.07 $  Crude (WTI): 49.03 $  Gasoil  442.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9898  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ende der Preisrallye bei 50 Dollar?

 

Die 50 Dollar sind eine psychologisch wichtige Marke für die Börsianer, die wie ein Magnet die Preise nach oben zog. Sind Preisniveaus wie dieses einmal in Sicht und werden verstärkt thematisiert, so versuchen die Trader diese Niveaus auch zu erreichen. Einmal erreicht, folgen dann Gewinnmitnahmen, während andere Marktteilnehmer einen Durchbruch dieser Marke als ein Kaufsignal interpretieren.

Für den Moment scheinen vor dem langen Wochenende die bearishen Aspekte zu überwiegen. Ab diesem Niveau rechnen nicht wenige Marktteilnehmer damit, dass die US Schieferölproduktion wieder Rückenwind bekommt. In der kommenden Woche rechnet man zudem mit dem schrittweisen Restart der Ölproduktion in Kanada, während vom OPEC Meeting am 2. Juni keine stützenden Maßnahmen erwartet werden.

Der Markt kann daher als gut versorgt angesehen werden und mit 50 Dollar wurde ein wichtiges Preisniveau erreicht. Momentan gebe es für die Trader nicht genügend Informationen um weiter auf steigende Preise zu setzen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

26. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.12 $  Crude (WTI): 49.90 $  Gasoil  453.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9892  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Neue Jahreshochs – Rohöl testet die 50 Dollar-Marke!

 

Die Überversorgung ist mit den Produktionsausfällen in Kanada und Nigeria im Mai vermutlich vorerst beendet, weshalb nach Goldman Sachs gestern auch die Citigroup ihre Preisprognosen anpasste. Die gesunkenen US Ölbestände, als ein Indikator für die globale Angebots- und Nachfragesituation, ist ebenfalls eine bullishe Komponente im Markt.

Andere Analysten sind allerdings skeptisch bezüglich des Preisanstieges. In der kommenden Woche rechnet man schließlich mit einem Produktionsanstieg in Kanada, wenn die Förderung aus Teersanden wieder freigegeben wird. So lange die Produktionsausfälle jedoch nicht behoben sind, überwiegen derzeit die bullishen Aspekte.

Vor dem Wochenende testen die Notierungen nun ihr Aufwärtspotenzial. Im Falle der Rohölsorten WTI und Brent sind dies die 50 Dollar Bereiche, die zum Teil schon überschritten wurden.

Ab 50 Dollar besteht nun aber auch die Möglichkeit, dass der Verkaufsdruck wieder zunimmt. US Unternehmen hatten bereits letzten Monat angekündigt, dass man auf diesem Niveau neue Anlagen in Betrieb nimmt.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

25. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.32 $  Crude (WTI): 49.37 $  Gasoil  451.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9921  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures ziehen nach API weiter an – Deutlicher Preisanstieg im Inland

 

Die Erwartung von Produktionssteigerungen hatte zu Beginn der Woche die Ölbörsen etwas unter Druck gebracht. Vor allem in Kanada rechnet man mit einer baldigen Rückkehr der Ölproduktion an den Markt, jedoch gibt es weiterhin noch keinen definitiven Termin für das Wiederanfahren.

In Nigeria entwickeln sich die Produktionsausfälle seit Februar mehr und mehr zu einem Dauerzustand. Neue Anschläge haben auch in dieser Woche erneut eine Pipeline getroffen, sodass Produktion und Exporte weit unter Normalniveau bleiben.

Damit rückten zuletzt wieder die Versorgungsprobleme in den Fokus der Marktteilnehmer die sich mit Risikopositionen in die Short-Richtung zurückhalten. Auch der Streik in Frankreich, der dort zu Versorgungsproblemen führt, stützt kurzfristig über eine verstärkte Nachfrage nach Produktimporten den Markt.

Trader warten nun noch auf die US Ölbestandsdaten des DOE heute Nachmittag um 16:30 Uhr. Nach dem späten Preisanstieg ergibt sich heute Morgen starkes Aufwärtspotenzial bei den rechnerischen Inlandspreisen.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse bullish

 

 

 

24. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.66 $  Crude (WTI): 47.86 $  Gasoil  437.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9899  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Streik in französischen Ölanlagen

 

Die Arbeitsniederlegung in Frankreich, bei den Verladehäfen und Raffinerien, führt zu großen Problemen in der Treibstoffversorgung. Dies stützt die Preisniveaus bei den Produkten, da die Unternehmen verstärkt versuchen auf Importe zurückzugreifen.

 

Die Öl- Produktion in den Produktionsstätten von Ölsanden Kanada‘s wird vermutlich erst ab 1. Juni wieder möglich sein, da dies die erste komplette Stilllegung seit den 70er Jahren ist.. Bei den US Vorräten zeichnen sich Abbauten in Cushing ab, die durch die Waldbrände in Kanada verursacht sein dürften.

 

Libyens Ölförderung soll mit der Freigabe des zuvor blockierten Hafens zurück auf über 300.000 B/T gestiegen sein.

 

Gemäss Experten müssten die Öl Produktions- Ausfälle um ca. 25% abgenommen haben. Das eingelagerte Öl auf Tankern ist im Moment auf einem 5-Jahreshoch. Die Börse reagierte bis jetzt kaum auf die bearishen Meldungen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse bearish

 

 

23. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.42 $  Crude (WTI): 48.06 $  Gasoil  439.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9899  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Erstmals wieder neue US- Ölbohranlagen in Betrieb genommen

 

Dank günstiger Witterung hat in Kanada die Gefahr für die Ölindustrie, die durch die Waldbrände entstanden ist, wieder abgenommen. Man geht davon aus, dass die Ölproduktion, in den zum Glück unbeschädigten Anlagen, die nächsten Tage wieder aufgenommen werden darf. In Libyen wurden letzte Woche, vom zuletzt gesperrten Hariga Ölterminal im Osten des Landes, wieder erste Exporte durchgeführt.

 

Die Anzahl der US Ölbohranlagen ist das erste Mal sein 8 Wochen nicht zurückgegangen. Es wurden wohl noch Anlagen ausser Betrieb genommen, jedoch wurden erstmals wieder 4 neue Anlagen im Permian Becken in West Texas in Betrieb genommen. Dies zeigt, dass auch bei den aktuellen Preisen, die Erschliessung von neuen Ölbohranlagen rentabel ist.  

 

Wegen der Sommersaison ist eine erhöhte Nachfrage von Treibstoffen zu erwarten.

 

Fundamental neutral bis bearish                       Chartanalyse neutral

 

 

20. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.02 $  Crude (WTI): 48.93 $  Gasoil  438.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9907  Rheinfracht: 15.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen entlasten nur vorübergehend – Futures weiter auf hohem Niveau

 

Die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung in den USA ist nach dem jüngsten Protokoll zur letzten FOMC Sitzung gestiegen. Die damit festere US Währung verteuert die in Dollar gehandelten Futures, was die Nachfrage von Investoren außerhalb der USA negativ beeinflusst. Allerdings konnte sich dieser Effekt nur kurzzeitig auf die Ölpreise auswirken, da der Markt durch die Produktionsausfälle in Nigeria und Kanada auf kurze Sicht weiter als unterversorgt gilt.

Je länger die unplanmäßigen Produktionsausfälle in Kanada und Nigeria Bestand haben, desto größer ist die Risikoprämie, die in den Markt eingepreist wird. Unter diesen Gesichtspunkten ist ein Test der 50 Dollar durchaus noch möglich, da zeitgleich mit einer starken Sommernachfrage zu rechnen ist.

Kanadas Ölproduktion in Alberta bleibt kurzfristig eine wichtige Komponente im Markt. Sollte diese Produktion wieder anlaufen, besteht die Möglichkeit, dass zumindest ein Teil der Risikoprämie ausgepreist wird und zu Gewinnmitnahmen führt.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

19. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.96 $  Crude (WTI): 47.34 $  Gasoil  429.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9878  Rheinfracht: 15.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Vorläufiges Hoch erreicht – Technische Verkäufe und fester Dollar belasten

 

Die US Ölbestandsdaten von gestern fielen letztlich in der Tendenz bullish aus, konnten an den Ölbörsen jedoch keine starke Reaktion mehr hervorrufen. Marktteilnehmer hatten in den letzten Tagen bullishe Faktoren, wie die Waldbrände in Kanada und Produktionsausfälle in Nigeria eingepreist, sodass die Charts deutlich überkauft waren.

Auch wenn sich der Markt momentan in einer unterversorgten Lage befindet, könnte eine steigende Produktion aus der OPEC und die Reduzierung der Produktionsausfälle in Kanada und Nigeria die Lage rasch kippen und damit Gewinnmitnahmen auslösen. Ob und wie schnell die unplanmäßigen Produktionsausfälle wieder hergestellt werden können ist derzeit allerdings unklar und so gehen die Meinungen der Analysten auch weit auseinander.

Der teurere Dollar begünstigt Gewinnmitnahmen von Marktteilnehmern außerhalb der USA und dämpft gleichzeitig die Erwartung in das US Ölnachfragewachstum.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

18. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.34 $  Crude (WTI): 48.39 $  Gasoil  439.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9827  Rheinfracht: 15.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Neue Produktionsausfälle in Kanada – 50 Dollar in Reichweite?

 

In Kanada ist die Situation in der Ölproduktion wieder prekärer geworden. Die Flammen nähern sich erneut den Produktionsstätten. Großangelegte Evakuierungen verzögern die Wiederinbetriebnahme der Anlagen, die in den letzten beiden Wochen stillgelegt wurden, und führen zu neuen Abschaltungen.

Angebot und Nachfrage sind die zentralen Einflussfaktoren eines jeden Marktes. Die Ölbörsen sind hierbei keine Ausnahme und so haben Veränderungen auf der einen oder anderen Seite immer einen Einfluss auf die Preisentwicklung. Seit Sommer 2014 redet man nur noch von einer Überversorgung und wann diese beendet sein könnte.

Die Verknappung der Marktlage ist der Hauptfaktor für die aktuelle Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen, mit der einige Experten bereits die 50 Dollar in Reichweite sehen. Diese Marke gilt als ein entscheidender Widerstand, da US Schieferölproduzenten angekündigt hatten ab diesen Niveaus neue Ölquellen in Betrieb nehmen zu können.

Für heute deuten sich bei den Inlandspreisen momentan deutliche Preissteigerungen ab.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral

 

 

 

17. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.21 $  Crude (WTI): 48.16 $  Gasoil  433.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9777  Rheinfracht: 15.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise aufgrund verschiedener Ausfälle auf neuem Jahreshoch

 

Exxon Mobil musste aufgrund eines Fehlers an einer Ölbohranlage der Qua Iboe- Pipeline Force Majeure anmelden. Dies ist bereits die Dritte Force Majeure die in Nigeria ausgerufen wurde. Die Öl-Produktion Nigerias ist somit von 2,2 Mio. B/T auf 1,65 Mio. B/T geschrumpft. Waldbrände bedrohen die kanadische Ölindustrie erneut, sodass die Ölexporte aus der Region in Richtung USA weiter beschränkt bleiben werden.

 

Das Hariga Terminal in Libyen wurde teilweise wieder freigegeben.

 

Analysten bei Goldman Sachs gehen davon aus, dass der Markt aktuell aufgrund der verschiedenen Ausfälle unterversorgt ist und vermuten dass das Preisniveau in der zweiten Jahreshälfte bei ca. 50 Dollar liegen wird. Jedoch befürchten einige, dass wegen des steigenden Ölpreises, verschiedene Ölbohranlagen mit steigender Rentabilität wieder in Betrieb genommen werden könnten.

 

Fundamental bullish                 Chartanalyse neutral

 

 

13. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.57 $  Crude (WTI): 46.08 $  Gasoil  412.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9734  Rheinfracht: 15.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI mit neuem Jahreshoch – Bullishe Monatsreports und weitere Produktionsausfälle

 

Sowohl die IEA als auch die EIA schätzen den Markt in ihren neuen Monatsreports deutlich knapper als zuletzt ein – und das trotz einer gestiegenen Ölförderung der OPEC. Hintergrund sind die unerwarteten Produktionsausfälle, die zum Teil nur temporär sind, wie im Falle Nigerias allerdings bereits deutlich länger als ursprünglich angenommen dauern.

Zusammengefasst sehen EIA und IEA den Prozess hin zu einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage beschleunigt. Viele Risiken bleiben aus Sicht der IEA zwar schwierig kalkulierbar.

Die Preisentwicklung in den kommenden Tagen wird vermutlich stark von den Produktionsausfällen bestimmt werden und davon, wie schnell diese beseitigt werden können. Bei den Inlandspreisen deuten sich nach der gestrigen Abwärtsbewegung des Euro/Dollar-Kurses für heute Vormittag erneut moderate Preissteigerungen zu gestern an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

12. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.56 $  Crude (WTI): 46.23 $  Gasoil  414.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9713  Rheinfracht: 15.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung nach DOE Daten – WTI testet Widerstandszone

 

Die Konstellation im Markt hat sich in den letzten Wochen deutlich verschoben. Eigentlich ging man davon aus, dass die Überversorgung noch länger Bestand hat. neue Produktionsausfälle haben die Überversorgung nun aber zumindest zeitweise vom Markt genommen. Die Hoffnungen auf eine Rückkehr der libyschen Exporte hat sich nicht bestätigt. Lediglich der Iran hat seine Förderung steigern können und zumindest einen Teil der Erwartungen erfüllt.

Von einer knappen Versorgungslage ist zwar nicht zu sprechen, da Länder wie Iran, Irak, Russland und Saudi-Arabien ihre Förderung zuletzt erhöht hatten, dafür ist aber die Reservekapazität geschrumpft.

Die bullishen Zahlen des DOE hatten den Preisen zuletzt einen kräftigen Schub gegeben. Importausfälle aus Kanada könnten die Ursache für die rückläufigen Rohölbestände gewesen sein. Für die Inlandspreise deutet sich daher im Vergleich zu gestern starkes Aufwärtspotenzial an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

11. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.22 $  Crude (WTI): 44.29 $  Gasoil  395.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9730  Rheinfracht: 15.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise fester trotz bearisher API Daten – EIA korrigiert Preisprognosen stark nach oben

 

Die Waldbrände in Kanada hatten einen größeren als zunächst angenommenen Teil der kanadischen Ölförderung stillgelegt, weshalb dies zu Wochenbeginn einen weiter bullishen Einfluss hatte. Die meisten Anlagen seien allerdings nicht direkt durch das Feuer betroffen gewesen, sondern lediglich durch den Rauch. An diesen Produktionsstätten kann die Förderung vermutlich innerhalb der nächsten Tage relativ zügig wieder aufgenommen werden.

Die EIA rechnet mit einem wachsenden Angebot der OPEC, geht für 2016 und 2017 nun aber von einer geringeren Überversorgung als bisher aus, während parallel auch die Reservekapazitäten abnehmen. Die Preiserwartung für Brent und WTI hat die EIA damit stark nach oben angepasst, sodass der Bericht insgesamt bullish ist. Nach dem gestrigen Preisanstieg an der ICE deuten sich bei den Inlandspreisen auch heute Morgen kräftige Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

10. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 44.13 $  Crude (WTI): 43.73 $  Gasoil  386.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9707  Rheinfracht: 15.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Leichter Preisrutsch: Waldbrände in Kanada unter Kontrolle und steigende US Ölbestände

 

In den USA rechnen die Experten mit starken Bestandsaufbauten in Cushing, Oklahma. Sollten diese Zahlen durch die offiziellen Daten des DOE am Mittwoch bestätigt werden, könnte dies die Preise weiter drücken. Bei den landesweiten Rohölbeständen scheint der Optimismus allerdings geringer zu sein. Zieht man hiervon den erwarteten Anstieg in Cushing ab, würden sich sogar Bestandsabbauten ergeben.

Für Preisdruck sorgt aktuell auch das abnehmende Risiko der Waldbrände für die kanadische Rohölförderung. Da keine erheblichen Schäden verursacht wurden, wird die Risikoprämie von letzter Woche wieder ausgepreist und könnte den Start eines Abwärtstrends markieren.

Chinas Wirtschaft macht weiter Sorgen, deuten die am Wochenende veröffentlichten Zahlen zu den Importen und Exporten doch auf eine abnehmende Wirtschaftsaktivität hin. Die Rohölimporte sind zwar noch gut, allerdings werden die chinesischen Raffineriemargen in der nächsten Zeit sinken.

Das Auspreisen der Risikoprämie für die kanadische Ölindustrie hat die Ölpreise von ihren hohen Niveaus zurückgeholt,.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

09. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.90 $  Crude (WTI): 45.44 $  Gasoil  399.90 $  pro Tonne

Dollar: 0.9698  Rheinfracht: 15.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Waldbrände in Kanada und technische Käufe - Futures mit festem Start

 

Mit den Produktionsausfällen in Nigeria, Venezuela und Kanada dürfte die Überversorgung erst einmal vom Tisch sein. Diese Faktoren sind ein stützender Faktor für die Ölpreise und haben in der letzten Woche dazu beigetragen, dass sich die Ölpreise ab Mitte der Woche wieder stabilisiert hatten. Die Produktionseinschränkungen sind allerdings nur temporärer Natur, weshalb Marktteilnehmer nun auf Meldungen warten, dass die Lage in Kanada unter Kontrolle ist und die Ölförderung wieder hochgefahren werden kann.

Während die Produktionsausfälle in Kanada momentan noch einen stützenden Einfluss haben, sind auch die im April gestiegenen Ölimporte Chinas bullish. Im Berichtsmonat sind diese um etwa 7,6% zu Vorjahr und 3,4% zu Vormonat gestiegen. Die Nachfrage nach Rohöl aus China blieb damit weiter sehr hoch, sodass die Importe im laufenden Jahr etwa 12% über dem Niveau aus dem Vorjahr liegen.

Aktuell bedeutet dies bei den Inlandspreisen eine deutliche Preisanhebungen am Vormittag.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

6. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 44.62 $  Crude (WTI): 43.82 $  Gasoil  391.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9686  Rheinfracht: 15.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Waldbrände in Kanada stützen die Preise

 

Der Iran hat nach eigenen Angaben mit knapp unter 3,8 Mio B/T, sein Ziel von 4 Mio B/T fast erreicht. Wegen den über 40 Waldbränden in Kanada, mussten aus Sicherheitsgründen, mehrere Pipelines und Ölfelder abgeschaltet werden. Dies hat die Preise jedoch nur kurzfristig gestützt, da die Experten davon ausgehen, dass die Abschaltungen das Ölangebot nur vorübergehend reduzieren wird.

 

Die Spannungen in Libyen nehmen wieder zu. Der Versuch von Libyen Rohöl zu exportieren ist gescheitert. Die Übergangsregierung hat Exporte von Rohöl als illegal bezeichnet, worauf Regierung im Osten, alle Ölexporte in dieser Woche gestoppt hat.

 

Trotz den Mehrmengen aus dem Iran und den schwächelnden Wirtschaftszahlen aus China und den USA, nimmt die Volatilität an den Märkten wegen den erneuten Ausfällen in Kanada und Libyen zu. Hat man doch damit gerechnet, dass die unplanmäßigen Ausfälle abnehmen werden.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

4. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.03 $  Crude (WTI): 43.77 $  Gasoil  397.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9570  Rheinfracht: 15.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Erstmals Rückgang der Ölproduktion in Venezuela

 

API meldet leicht bullishe US Ölbestandesveränderungen. Die Marktteilnehmer warten nun auf die DOE Zahlen heute Nachmittag, die zusätzliche Zahlen zur Ölproduktion, Nachfrage und Importen liefern.

 

Venezuela hat aufgrund der bereits länger anhaltenden Krise, Kosten für Investitionen und Wartungen gekürzt. Nun ist Ölproduktion das erste Mal seit 2008 gesunken, der Rückgang sei zwar nicht überraschend, aber grösser als erwartet. Man geht davon aus, dass das Land ohne einen grösseren Preisanstieg bald bankrottgehen könnte. Die OPEC hatte im April ihre Ölproduktion ersten Untersuchungen zufolge offenbar gesteigert. Die zusätzliche Verfügbarkeit dürfte die in dieser Zeit erwarteten Produktionsrückgänge aus den USA und aus Ländern wie Venezuela auffangen, sodass die Überversorgung in den kommenden Wochen wohl nicht weiter zurückgehen dürfte.

 

Die Meinungen der Analysten gehen auseinander, die einen schätzen den Markt als immer noch überverkauft ein und denken dass die Preise nochmals sinken, die anderen gehen davon aus, dass sich die Preise bei über 50 Dollar stabilisieren werden.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

3. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.12 $  Crude (WTI): 45.01 $  Gasoil  405.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9539  Rheinfracht: 16.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Heute wieder leicht tiefere Preise

 

Der tiefere Dollar beschert uns heute etwas günstigere Preise. Der Euro klettert auf ein 8- Monatshoch. Der Markt wird immer noch als überversorgt und heute auch als überverkauft eingeschätzt. Schwächelnde Wirtschaftszahlen und die Möglichkeit, dass die USA bei den höheren Preisen wieder mehr Fracking Anlagen in Betrieb nehmen könnten, lassen die Börsianer wieder auf etwas tiefere Preise hoffen.

 

Die Ölproduktion der OPEC ist laut Reuters und Bloomberg im vergangenen Monat zwischen +0,17 und +0,48 Mio. B/T gestiegen. Die Förderung hätte ohne die Produktionsausfälle in Kuwait, den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE), Venezuela und Nigeria noch stärker zulegen können, so die Analysten der Commerzbank. Die Ausfälle in Kuwait und den VAE sind zum Teil auf Wartungsarbeiten an Ölfeldern zurückzuführen, sodass die Produktion hier zeitnah wieder zulegen wird. Im Falle Nigerias könnte es noch einen Monat dauern, bis die Schäden an den Pipelines repariert sind.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

2. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.85 $  Crude (WTI): 45.52 $  Gasoil  407.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9590  Rheinfracht: 16.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC steigert seine Rohöl Produktion

 

Die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen ist weiter gefallen und hat um 11 auf nun insgesamt 332 abgenommen. Die US Rohölförderung sank im Februar um etwa 51000 B/T auf 9.1 Mio B/T.

 

Der Markt ist aus heutiger Sicht bearish einzuschätzen. Chinesische und Amerikanische Wirtschaftszahlen fielen geringer aus als erwartet. Der Iran liefert nun erstmals erfolgreich Rohöl an zwei europäische Raffinerien. Der Irak kann sein Exporte steigern, somit würde die OPEC Rohöl-Produktion, gemäss Angaben von Reuters, auf ca. 33‘217 Mio B/T ansteigen.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse bearish

 

 

29. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.73 $  Crude (WTI): 45.99 $  Gasoil  417.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9631  Rheinfracht: 16.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Diverse Produktionsausfälle stützen die Preise

 

Analysten rechnen im Moment nicht mit weiter stark ansteigenden Preisen. Stützend wirken im Moment die verschiedenen Produktionsausfälle in den Ländern Nigeria, Kolumbien, Kuwait und Irak. Sorge macht auch Venezuela, dem die Staatspleite durch Exportausfälle durch Sparmassnahmen in der Infrastruktur droht.

 

Die deutsche Bank rechnet damit, dass die Produktion der OPEC im Jahre 2017 auf 33,1 Mio B/T steigen könnte. Wie schnell die Überversorgung aber tatsächlich vom Markt verschwindet bleibt ein Rätsel, deren Lösung erst die Zukunft zeigt.

 

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

28. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.10 $  Crude (WTI): 45.20 $  Gasoil  412.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9673  Rheinfracht: 17.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach FOMC auf neue Jahreshoch

 

2015 zogen die Preise im Sommer ebenfalls an, brachen anschließend allerdings ein. Die Überversorgung nahm durch die rückläufige US Rohölförderung nicht so schnell ab wie erwartet. Durch die gestiegenen Ölpreise konnten US Ölproduzenten zum Teil neue Ölquellen erschließen und ihre Förderung erhöhen. Vor einem ähnlichen Effekt warnen auch jetzt wieder einige Experten. Selbst wenn US Ölproduzenten keine neuen Anlagen in Betrieb nehmen, so könnten sie bei höheren Preisen versucht sein die Ölproduktion der noch in Betrieb befindlichen Anlagen abzusichern, indem sie die erwartete Förderung über Futures hedgen. Ölproduzenten hatten zuletzt die 50 Dollar-Marke ins Spiel gebracht, ab der sich auch die Wiederinbetriebnahme neuer Ölförderanlagen rentieren würde.

Die US Notenbänker trafen sich Dienstag und Mittwoch in ihrem Offenmarktausschuss, dem FOMC, zur Besprechung der aktuellen Geldpolitik. Dabei ließen die Notenbänker den Leitzins erwartungsgemäß unverändert.

Unterm Strich deuten die Kommentare der Fed daraufhin, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verbessert haben, was sich positiv auf die Ölnachfrage auswirken kann.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

27. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.46 $  Crude (WTI): 44.64 $  Gasoil  403.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9718  Rheinfracht: 17.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisziel 50 Dollar? – Ölpreise mit API Daten auf neue Jahreshochs

 

Eine Produktionsbegrenzung der OPEC zusammen mit den anderen großen Ölproduzenten wird es vermutlich vor dem regulären Treffen der OPEC am 2. Juni nicht geben. Die OPEC scheint nun wieder darauf zu setzen, dass ihr ursprünglicher Plan, teurere Ölproduzenten mit niedrigen Marktpreisen aus dem Wettbewerb zu drängen, aufgeht.

Die aktuelle Entwicklung spricht jedenfalls dafür, dass die Politik der OPEC langsam Wirkung zeigt, wenn auch viel später als ursprünglich erwartet. Die US Ölförderung nimmt kontinuierlich ab. Dennoch bleibt die OPEC intern zerstritten und so planen einzelne Länder weiter mit dem Ausbau der eigenen Ölproduktion.

Die jüngsten Kommentare aus der US Schieferölindustrie und von Analysten deuten darauf hin, dass die Grenze für eine rentable Ölförderung in den USA mit 50 Dollar etwa 5 bis 10 Dollar höher als bisher angenommen liegt. Aus Sicht von spekulativen Marktteilnehmern haben die Preise damit noch weiteres Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral

 

 

 

25. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 44.99 $  Crude (WTI): 43.55 $  Gasoil  392.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9766  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen am Morgen - US Unternehmen beginnen zu hedgen

 

Produktionsausfälle in Nigeria, im Irak und in der Nordsee hatten die Preisniveaus an den Ölbörsen in der letzten Woche gestützt. US Ölproduzenten scheinen diesen Umstand allerdings zu nutzen und sichern sich die bisherigen Jahreshochs ab, indem sie ihre künftige Ölproduktion über Futures verkaufen. Dies erzeugt Verkaufsdruck an den Ölbörsen und bremst den Preisanstieg aus.

Diese Entwicklung könnte auch ein Trend sein, der die Preise an den Ölbörsen noch länger belastet. Ab Preisniveaus von 45 Dollar rechnen Analysten damit, dass einige noch nicht erschlossene US Ölquellen rentabel werden. Deren erwartete Produktion könnte ebenfalls gehedged, also vorzeitig über Futures verkauft werden, sodass der erwartete Produktionsrückgang in den USA langsamer als erwartet ausfallen könnte.

Analysten glauben, dass der langfristige Gleichgewichtspreis noch nicht erreicht ist, den man auf etwa 60 Dollar schätzt.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

22. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.03 $  Crude (WTI): 43.74 $  Gasoil  393.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9750  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen vorm Wochenende - Erste technische Verkaufsimpulse

 

Der Markt bleibt nach Ansicht der meisten Experten vorerst weiter überversorgt, wenn auch deutlich weniger als noch zu Beginn des Jahres. Die niedrigen Preise haben mittlerweile einen spürbaren Einfluss auf die US Ölproduktion, die in diesem Jahr nun wie erwartet zurückgeht. Bereits im letzten Jahr hatten viele mit einem Einbruch der US Ölförderung gerechnet, die sich allerdings erstaunlich widerstandsfähig zeigte.

Viele rechnen damit, dass die Produktion der Nicht-OPEC-Länder in diesem Jahr, wobei die US Ölindustrie den mit Abstand größten Anteil an der Veränderung haben wird. Man könne davon ausgehen, dass Angebot und Nachfrage 2017 wieder in ein Gleichgewicht kommen.

Die OPEC bleibt weiter bemüht die Produktion zu begrenzen und plant diesen Punkt beim nächsten regulären Meeting des Kartells am 2. Juni in Wien auf die Agenda zu setzen. Dies dürfte die Börsianer allerdings kaum mehr beeindrucken, nachdem bisher alle vielversprechenden Bemühungen einer koordinierten Maßnahme scheiterten.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

21. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.03 $  Crude (WTI): 44.40 $  Gasoil  399.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9705  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Starke Aufwärtsbewegung nach DOE – Futures auch am Morgen weiter fest

 

Mit dem Ende des Streiks in Kuwait und der Aufhebung des Force Majeurs der Eni für Brass River Lieferungen aus Nigeria haben die Produktionsausfälle deutlich abgenommen. Ein stark bearisher Effekt konnte allerdings nicht verzeichnet werden, vermutlich auch, weil es noch immer größere Ausfälle gibt.

Hinzu kommt die weiterhin konstant sinkende US Rohölförderung, die auch in der letzten Woche laut DOE erneut abgenommen hat. Die IEA schätzt, dass die Ölförderung der Nicht-OPEC-Länder in diesem Jahr schrumpft, während die Nachfrage zulegen soll. Allein dadurch dürfte ein Teil an Überversorgung vom Markt verschwinden.

Die feste Tendenz an den Ölbörsen hält inzwischen weiter an und lässt die Notierungen auch heute Morgen weiter steigen. Daraus ergibt sich rechnerisch extrem starkes Aufwärtspotenzial, wie es sich bereits im späten Handel gestern angedeutet hatte.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish