AVIA Vereinigung Schweiz

13. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.66 $   Crude (WTI): 67.61 $   Gasoil 654.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9944 Rheinfracht: 63.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Preisanstieg zum Wochenauftakt fest

 

Nach einem starken Nachfragewachstum im ersten Quartal hatte sich der Bedarfszuwachs im zweiten und dritten Quartal spürbar abgeschwächt. Zum vierten Quartal hin erwartet die IEA allerdings wieder eine deutliche Erholung. Gleichzeitig sind die Sanktionen gegen den Iran zum Jahresende ein Risiko auf Seiten des Angebots. Wenn die Exporte des Landes deutlich sinken, wird dies die Preise stützen, da der Exportrückgang bislang noch nicht vollständig an den Börsen eingepreist ist.

Nachdem die USA hier einen Alleingang macht und sich die EU, China, Russland und auch Indien nicht aktiv an den Sanktionen beteiligen, dürften die Exporte nicht so stark sinken, wie bei den letzten Sanktionen von 2011 bis 2015.

Bleiben die Strafzölle zwischen den USA und anderen Ländern weiter bestehen, oder verschärfen sich, dürfte dies einen negativen Einfluss auf das Ölnachfragewachstum haben. China hat Gegenzölle bereits auf Benzin und Diesel erhoben.

Die Futures bleiben allerdings auf relativ hohem Niveau, und mit dem noch immer nachgebenden Euro/Dollar-Kurs ist bei den Preisen mit einem deutlichen Preisanstieg zu rechnen.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

10. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.87 $   Crude (WTI): 66.54 $   Gasoil 645.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9965 Rheinfracht: 63.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Abwärtspotenzial möglicher Weise ausgereizt – Futures konsolidieren auf niedrigerem Niveau

 

Die überraschend gute Versorgungslage, die das DOE am Mittwoch für die USA meldete, hatte die Ölpreise zur Mitte der Woche deutlich belastet. Auch die Sanktionen zwischen China und Russland sind in dieser Woche ein wichtiger Faktor, da Peking mit Strafzöllen auf Benzin und Diesel nun erstmals auch den Ölsektor im Handelsstreit sanktioniert.

Für den Ölpreis in den USA ist dieser Ausblick belastend, da China einer der größten Importeure von US Rohöl ist. Physische Händler müssten dann zusehen, dass sie neue Abnehmer für ihre Ware finden und diese dann vermutlich günstiger als bisher anbieten. Darin liegt dann vermutlich das Hauptrisiko des Handelsstreits, denn ein geringeres Wirtschaftswachstum bedeutet immer auch ein geringeres Ölnachfragewachstum.

Während die internationalen Strafzölle somit ein Belastungsfaktor für die Ölpreise bleiben, sind die anstehenden Sanktionen der USA gegen den Iran bisher vermutlich noch nicht vollständig eingepreist. Gibt es keine Einigung zwischen den USA und dem Iran bleibt das Abwärtspotenzial daher aller Voraussicht nach begrenzt. Aus fundamentaler Sicht ist die Einschätzung also wieder neutral einzustufen.

Für Heute deutet sich bei den Preisen leichtes Aufwärtspotenzial an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

09. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.46 $   Crude (WTI): 67.04 $   Gasoil 647.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9938 Rheinfracht: 63.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Chinas neue US Zölle und DOE Bestandsdaten lassen Preise sinken

 

Mit den bearish ausgefallenen US Ölbestandsdaten und den weiteren Zöllen Chinas auf Importe aus den USA, hat sich der Markt wieder auf kurzfristig bearishe Aspekte konzentriert. Meldungen, wonach Rohöl in der Nordsee auch wieder vermehrt in Tanker eingelagert werden, sind ein Indiz, dass der Markt momentan gut versorgt zu sein scheint.

Die EIA sieht den Markt in ihrem Monatsbericht zwar knapper als noch im Juli und hat damit die Preiserwartungen insgesamt nach oben angepasst, letztlich liegen die Preisprognosen für die kommenden Quartale aber unterhalb der aktuellen Niveaus, sodass die EIA durchaus leichte Abwärtspotenziale sieht.

Die Sanktionen der USA gegen den Iran werden in den kommenden Monaten im Fokus stehen. Bis November will Trump die Rohölexporte des Iran deutlich reduzieren, doch Experten erwarten, dass dies nicht in dem Ausmaß klappen wird.

China könnte die Sanktionen gegen den Iran eventuell sogar nutzen um noch mehr Rohöl aus Teheran zu beziehen und dabei von einem Preisvorteil zu profitieren.

Für heute sind bei den Preisen Abwärtspotenziale gegenüber gestern zu erwarten.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

08. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.59 $   Crude (WTI): 69.14 $   Gasoil 660.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9949 Rheinfracht: 63.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

EIA sieht knappere Marktlage - API Bestandsdaten ohne Impuls

 

Die EIA hat ihre Aussicht für die Entwicklung der Versorgungslage angepasst und schätzt diese deutlich knapper als noch im letzten Monat ein. In 2018 rechnet man nun mit einer Unterversorgung. Vor allem in den USA verlangsamt sich das Produktionswachstum, da die Transportkapazitäten zuletzt nicht so schnell wachsen konnten wie die Förderung zulegte.

Die EIA geht dennoch davon aus, dass sich die Ölpreise bis Anfang des kommenden Jahres wieder nach unten orientieren. Die Preisprognosen wurden im Vergleich zur letzten Einschätzung allerdings nach oben korrigiert, wobei vor allem die langfristigen Erwartungen stark angepasst wurden.

Auch die US Sanktionen gegen den Iran rücken wieder in den Fokus, was allerdings kaum überraschen dürfte. Die gestern von Trump verabschiedeten Sanktionen treffen Öl nicht direkt, doch sein Twitter Kommentar sorgt für Unruhe. Wer Geschäfte mit dem Iran mache, werde keine Geschäfte mehr mit den USA machen, so seine Ankündigung. Auch die Produktionskürzung der Saudis im Juli trägt nicht unbedingt für eine Entspannung der Marktlage bei. Die bullishen Meldungen überwiegen momentan.

Heute Morgen deuten sich leichte Abwärtspotenziale an.

 

Fundamental; neutral bis bullish                        Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

07. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.18 $   Crude (WTI): 69.30 $   Gasoil 657.55 $ pro Tonne

Dollar: 0.9955 Rheinfracht: 65.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures mit festem Start in die Woche – Iran und Saudi-Arabien sorgen für Unsicherheit

 

Saudi-Arabien hatte im Juli seine angekündigte Rekordproduktion von knapp 10,8 Mio. B/T verfehlt und hat die Förderung offenbar bewusst gekürzt. Das Land macht damit auch klar, dass man den Ölpreis weiterhin in der Spanne zwischen 70 und 80 Dollar kontrollieren will.

Steigt der Preis zu stark, wird man die Produktion nach Bedarf anheben und bei sinkenden Preisen wieder Angebot vom Markt zurücknehmen. Die Preissenkungen stellen aber auch sicher, dass man jederzeit Abnehmer findet und so aktiv das Angebot nach Belieben variieren und die Preise kontrollieren kann.

Die Lage könnte sich schnell ändern, sollten die USA und Iran eine Einigung im Streit um das Atomabkommen finden. Momentan ist der Iran allerdings nicht gesprächsbereit, so lange die USA vertragsbrüchig sind und sich nicht an den ausgehandelten Vertrag aus 2015 halten. Trump wiederum wird wohl nicht klein beigeben und den Austritt aus dem Abkommen rückgängig machen, weshalb alle Meldungen rund um dieses Thema weiter genau beobachtet werden

für heute Morgen deuten sich nur leichte Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

06. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.33 $   Crude (WTI): 68.69 $   Gasoil 651.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9959 Rheinfracht: 65.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technisches Kaufsignal – Futures starten unterhalb der Vortageshochs

 

Zur Ölproduktion Saudi-Arabiens gibt es mittlerweile unterschiedliche Einschätzungen und Berichte. Wie viel genau gefördert wurde ist nicht klar. Experten sehen darin weniger Förderprobleme in Saudi-Arabien selbst, sondern vielmehr Schwierigkeiten die gesamte Menge am Markt absetzen zu können.

Auch die Preissenkungen der Saudis lassen vermuten, dass man noch Absatzprobleme hat und mit der aggressiven Preispolitik Käufer anlocken will.

In dieser Woche sollen die US Sanktionen gegen den Iran anfangen zu greifen. Bis November sollen diese dann vollständig implementiert werden, sodass nun mit Spannung erwartet wird, wie stark die iranischen Ölexporte zurückgehen werden. Während die abnehmenden Exporte die Preise stützen, bleibt der Handelsstreit zwischen USA und China ein Belastungsfaktor.

Die Chinesen haben nun begonnen die US Energieexporte mit Strafzöllen zu belegen und die USA bereitet bereits die nächste große Runde an Zöllen vor.

Der Markt bleibt durch die weiter zahlreichen Faktoren, die in unterschiedliche Richtung wirken, vermutlich weiter volatil, sodass bei den Preisen mit leichten Preissteigerungen zu rechnen ist.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

03. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.35 $   Crude (WTI): 68.96 $   Gasoil 648.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9954 Rheinfracht: 65.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung im späten Handel - Short-Coverings, Militärübung des Iran und sinkende US Bestände

 

In der starken Abwärtsbewegung am Dienstag und Mittwoch hatte sich der Markt etwas bereinigt.

Die iranische Armee könnte weitere Spannungen zwischen USA und dem Iran hervorrufen und so wieder zur Anhebung der Risikoprämie führen. Während sich die Versorgungslage insgesamt gebessert hat, nachdem die OPEC und Russland die Ölförderung deutlich gesteigert haben und noch immer anheben, sind die Vorräte in Cushing, Oklahoma, äußerst knapp. In den kommenden Tagen wird sich nun zeigen müssen, ob sich mit der Aufwärtsbewegung von gestern nun ein neuer Trend nach oben entwickeln wird, oder ob dies lediglich eine Korrekturbewegung innerhalb eines beginnenden Abwärtstrends ist. Auch der Handelsstreit zwischen USA und China könnte die Ölnachfrage belasten. Die Trump Administration erwägt schließlich die Strafzölle gegen China anzuheben. Heute Morgen bleiben die Futures auf dem höheren Niveau von gestern Abend. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher momentan starke Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

02. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.58 $   Crude (WTI): 67.74 $   Gasoil 640.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9929 Rheinfracht: 60.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Mehr Öl auf dem Markt - Futures nach Preisrutsch auf 2 Wochentief

 

Die US Ölbestandsdaten des DOE hatten sowohl bullishe als auch bearishe Elemente. Letzteres dürfte überwiegen, da die Rohölimporte noch immer gering waren und die Bestände stiegen.

Für etwas Nervosität sorgt der gemeldete Rückgang der US Rohölförderung. Nicht nur aus den USA sieht der Markt eine höhere Förderung auf sich zukommen, auch aus Brasilien und Russland kommt immer mehr Rohöl. Wie stark dies die Marktlage der kommenden Monate beeinflusst, wird sich in den neuen Monatsreports in der kommenden Woche zeigen. Unsicherheit besteht vor allem beim Einfluss der geplanten US Sanktionen gegen den Iran, die ab November ihre Wirkung entfalten sollen.

Die Produktionssteigerungen von OPEC und Russland werden bereits jetzt schon umgesetzt, sodass diese deutlich vor den Sanktionen gegen den Iran die Versorgungslage verbessern. Die Futures an den Ölbörsen erholen sich in den Morgenstunden von den späten Tagestiefs gestern, bleiben allerdings auf niedrigerem Niveau. Es deuten sich im Vergleich zu gestern höchstens noch geringe Preisnachlässe an.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

31. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.68 $   Crude (WTI): 69.81 $   Gasoil 661.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9875 Rheinfracht:.52.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen in der Nacht – Trump bereit zum Treffen mit Rouhani

 

Die Preise haben sich auch zum Start in die neue Woche weiter innerhalb des bestehenden Aufwärtstrends entwickelt. Es gibt zwar immer wieder stützende und belastende Impulse, letztendlich waren diese bisher aber nicht stark genug, um die derzeitige Preisentwicklung nachhaltig zu beeinflussen.

Sollte es jedoch zu einem neuen Abkommen zwischen den USA und dem Iran kommen oder sich dieses zumindest abzeichnen, so dürften die Ölpreise deutlich nachgeben. Fallen die Sanktionen weniger schlimm aus, wäre die Versorgungslage im Herbst und Winter damit deutlich besser als bisher angenommen.

Kurzfristig wartet man in dieser Woche nun aber auf die US Ölbestandsdaten. Experten werden vermutlich mehrheitlich mit Abbauten bei den Vorräten rechnen, jedoch könnten verschobene Importe von letzter Woche die Bestände steigen lassen.

Mit den Kommentaren Trumps gaben die Futures in der Nacht nach und so ist mit geringfügigen Preisnachlässen zu rechnen.

Die Rheinfrachten sind, aufgrund sinkenden Wasserpegels weiterhin steigend.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

30. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.43 $   Crude (WTI): 69.00 $   Gasoil 660.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9951 Rheinfracht:.47.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Anzeichen eines steigende Ölangebots löste Gewinnmitnahmen aus

 

Ende Juli scheint es so, als wären die Produktionssteigerungen noch nicht vorbei. Russland hat weitere Anhebungen in Aussicht gestellt, nachdem man zusammen mit Saudi-Arabien und den übrigen Mitgliedern der OPEC die Förderung bereits gesteigert hatte.

Stützend für die Ölpreise bleiben aber die US Sanktionen gegen den Iran, die die Ölexporte des Landes einschränken werden. Wie umfangreich der negative Effekt sein wird, ist momentan noch schwer abzusehen, klar ist aber der Zeitplan. Die USA peilen den 4. November an, zu dem die Sanktionen ihre volle Wirkung entfalten sollen. Unternehmen aus Europa haben ihre Rohölimporte aus dem Iran bereits eingestellt, sodass Länder wie China und Indien die freiwerdenden Mengen nutzen, um die eigenen Käufe aufzustocken.

Bis die Sanktionen einen spürbaren Einfluss auf die globale Verfügbarkeit haben, wird es also noch etwas dauern. Die Produktionssteigerungen der OPEC und Russland sind allerdings bereits umgesetzt, sodass das Angebot unterm Strich zugenommen hat.

Der Preisrückgang vom Freitag zeigt seine Wirkung und zunächst ist einmal mit moderaten Preissenkungen zu rechnen.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

27. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.49 $   Crude (WTI): 69.47 $   Gasoil 664.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9949 Rheinfracht:.45.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise weiter im Aufwärtstrend – Umleitung der Ölexporte nach Europa bleibt stützend

 

Sinkende Bestände in den USA, Probleme bei den Ölexporten aus dem Persischen Golf in Richtung Europa und eine Annäherung im Handelsstreit zwischen USA und Europa sind derzeit die meist thematisierten Faktoren am Markt. Während die ersten beiden für eine Reduzierung des Angebots sprechen, stützt letzteres tendenziell die Ölnachfrage.

Damit sind die jüngsten Meldungen allesamt Aspekte, die für eine knappere Marktlage sprechen und somit die Preise stützen. Entsprechend ist die Stimmung am Markt auch bullish einzuordnen, wenngleich dies bisher nicht zu einer Preisrallye führt. Denn die aktuellen Niveaus liegen in etwa im Bereich der Handelsspanne zwischen 70 und 80 Dollar, die für die OPEC scheinbar ein erstrebenswertes Level ist.

Der Markt scheint sich nun einzupendeln, sodass der Aufwärtstrend der letzten beiden Wochen die Preise wieder hat steigen lassen.

Heute Morgen bleiben die Ölpreise erst einmal auf höherem Niveau und bedeuten moderarte Preissteigerungen.

 

Fundamental; bullish                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

26. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.48 $   Crude (WTI): 69.43 $   Gasoil 661.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9919 Rheinfracht:.42.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Angriff auf saudischen Öltanker – Preise ziehen in der Nacht an

 

Die US Ölbestandsdaten des DOE haben gestern eine weitere Verknappung der Versorgung in den USA signalisiert und sind damit klar bullish zu bewerten. Schwankungen bei den Importen und Exporten haben den Einfluss allerdings reduziert.

Der gedämpfte Einfluss der Bestandsveränderungen wird allerdings vom Richtungswechsel im Handelsstreit zwischen USA und EU sowie durch die Einstellung der Ölexporte Saudi-Arabiens durch das Rote Meer überlagert. Der Angriff auf Tanker zeigt, dass die Sicherheitslage in der Region durch den innerpolitischen Konflikt im Jemen angespannt bleibt. Möglicherweise werden auch andere Länder die Exporte durch die Straße von Bab el Mandeb vorübergehend einstellen, was die Ölpreise an stützt.

Sollten sich EU und USA in den internationalen Handelsfragen wieder annähern, wäre dies sicherlich positiv für die Weltkonjunktur. Unterm Strich begünstigen die jüngsten Entwicklungen allesamt Preisanstiege, sodass die fundamentale Konstellation nun wieder bullish zu interpretieren ist.

Bei den Preisen deuten sich daher aktuell nur kleinere Preissteigerungen an.

 

Fundamental; bullish                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

25. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.97 $   Crude (WTI): 68.75 $   Gasoil 656.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9932 Rheinfracht:.42.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise nach API und Investitionsplan Chinas fester

 

Die Preise an den Ölbörsen bewegten sich in den letzten Tagen mit einem leichten Aufwärtstrend. Impulse könnten heute von den US Ölbestandsdaten des DOE kommen, die die Preise noch einmal stützen können, sollten die Abbauten des API bestätigt werden.

Letztlich befindet sich der Markt in einem Spannungsfeld aus mehreren unsicheren Faktoren, die vermutlich noch eine ganze Weile schwer einzuschätzen bleiben. Spannungen zwischen den USA und dem Iran wirken stützend, doch bisher hat der Markt eine mögliche Blockade der Straße von Hormus – ein Nadelöhr für die Ölexporte aus dem arabischen Raum – nicht eingepreist. Würde man dies als eine aktuell ernst zu nehmende Bedrohung sehen, würden die Ölpreise deutlich über 80 Dollar handeln.

Neben dem Iran wird auch das Ölnachfragewachstum genau beobachtet, das durch die Strafzölle der USA ausgebremst werden könnte. Auch die Produktionssteigerung der OPEC bleibt ein Thema, dessen Effekt nur schwer abzuschätzen bleibt.

Nach den bullishen API Daten von gestern Nacht notiert ICE Gasoil heute Morgen auf höherem Niveau, sodass sich aktuell moderate Preissteigerungen zu gestern andeuten.

 

Fundamental; neutral bis bullish                        Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

24. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.93 $   Crude (WTI): 67.74 $   Gasoil 647.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9940 Rheinfracht:.40.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen folgten auf technische Käufe – Contango zeigt leichte Entspannung an

 

Offenbar gehen die Trader an den Ölbörsen nicht davon aus, dass uns jetzt eine akute Preisrallye ins Haus steht. Zumindest nicht, wenn überraschende Ereignisse ausbleiben. Die Liquidation von Long-Positionen und der Wechsel der Strukturkurve bei Brent von Backwardation in Contango, im kurz- bis mittelfristigen Bereich, sind entsprechende Indizien.

Wie sich die Stimmung im Markt weiter entwickeln wird, hängt vermutlich von drei wesentlichen Faktoren ab; die Sanktionen der USA gegen den Iran und deren Einfluss auf die Verfügbarkeit am Weltmarkt. Trotz offenbarer Ausnahmeregelungen für einige Länder soll das Ziel bleiben, die internationalen Ölverkäufe des Irans komplett zum Erliegen zu bringen.

Dagegen wirkt die steigende Ölförderung der USA, der OPEC sowie Russland, die das Ölangebot gesteigert haben. Ebenfalls dämpfend auf die Preise wirken die neuen Zölle, nachdem die USA eine Spirale von Strafzöllen gegen diverse Wirtschaftsräume in Gang gesetzt hat. Damit wird der Warenverkehr reduziert, das globale Wirtschaftswachstum ausgebremst und in der Konsequenz das globale Ölnachfragewachstum reduziert

Zu gestern Vormittag dürften sich jedoch die Preissteigerungen durchsetzen.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

23. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.96 $   Crude (WTI): 68.07 $   Gasoil 643.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9918 Rheinfracht:.37.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Säbelrasseln zwischen Rouhani und Trump – Ölpreise wenig verändert zu Freitag

 

Vor einigen Wochen hatte man Angst vor einer zu knappen Versorgungslage, sodass die OPEC und ihre Verbündeten die Produktionskürzungen aufgeweicht hatten. Saudi-Arabien war bemüht so schnell und so viel Öl wie möglich auf den Markt zu bringen, um die Sorge vor Engpässen zu vermeiden. Nach dem Preisrutsch von knapp 80 in den unteren Bereich der 70 Dollar hat sich die Tonlage aus Saudi-Arabien wieder gewandelt.

In der letzten Woche war man bemüht zu signalisieren, dass man den Markt nun nicht mit Rohöl fluten wird. Die Reaktionen auf die Preisentwicklung zeigt, dass man offenbar versucht ist eine Balance zwischen 70 und 80 Dollar zu schaffen.

Unsicherheiten bieten allerdings die Spannungen zwischen den USA und Iran, oder etwa der Handelsstreit zwischen den USA und anderen Volkswirtschaften wie China und der Eurozone. Die Folge beider Faktoren lassen sich allerdings nur schwer abschätzen, da sich diese wohl erst später im Jahr zeigen werden.

So deuten sich zum aktuellen Zeitpunkt leichte Preisnachlässe zu Freitag an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish