AVIA Vereinigung Schweiz

18. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 81.55 $   Crude (WTI): 72.02 $ Gasoil 721.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9913 Rheinfracht: 150.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US Bestandsdaten und technische Verkäufe – Ölpreise nach Mittwoch deutlich weicher

 

Die US Ölbestandsdaten des DOE haben die Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt. Die Bestände haben deutlich zugenommen und deuten damit auf eine bessere Versorgungslage hin. Und das zu einer Zeit, in der man durch die Sanktionen gegen den Iran ursprünglich mit einem knapperen Markt rechnete.

Der Markt befinde sich momentan in einer verwirrenden Position. Die Iran Sanktionen würden die Versorgungslage verknappen, die IEA hatte in ihrem Monatsreport letzte Woche aber bestätigt, dass der Markt gut versorgt sei. Die Preisentwicklung hänge nun vermutlich davon ab, ob das globale Wirtschaftswachstum zulege oder sich nun nach unten entwickle.

Sowohl die IEA als auch EIA und OPEC hatten die Prognosen für die Ölnachfrage für das laufende Jahr nach unten korrigiert, da das Wirtschaftswachstum in erster Linie in Schwellen- und Entwicklungsländern geschwächt sei und der hohe Ölpreis die Nachfrage nicht gerade ankurbelt.

Durch die niedrigen Pegelstände, hohen Frachtraten und angespannter Versorgungslage zogen diese Preise massiv an, so dass sich auch heute wieder deutliche Differenzen in den Tagespreisen ergeben könnten.

 

Fundamental; neutral                 Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

 17. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 81.55 $   Crude (WTI): 72.02 $ Gasoil 721.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9913 Rheinfracht: 150.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise nach API Daten fester – Schärfere Iran Sanktionen stützen

 

Die diplomatische Krise zwischen Saudi-Arabien, Türkei und den USA ist noch nicht ausgestanden. Die USA drohte den Saudis mit schweren Sanktionen. Saudi-Arabien hingegen drohte im Falle von Maßnahmen den Ölpreis auf über 100 Dollar steigen zu lassen.

Die diplomatische Krise ist daher etwas, das vom Ölmarkt nicht ignoriert werden kann.

Die verschärften Sanktionen der USA gegen den Iran werden Anfang November kommen. Spätestens in etwa 2 Wochen werden die Ölexporte des Iran dann weiter sinken und sich herausstellen ob und wer mit Ausnahmeregelungen weiter Öl aus dem Iran beziehen darf. Saudi-Arabien und Russland haben seit September die Ölförderung nochmal angehoben.

Die Versorgungslage hat sich damit aktuell zwar verbessert, aber nur, wenn weitere Produktionssteigerungen kommen, bleibt dies auch so. Ansonsten deuten die Risiken in den kommenden Wochen eher wieder auf eine Verknappung der Verfügbarkeit hin.

Für die Preise bedeutet das heute Morgen zunächst einmal, dass sich aller Voraussicht nach rechnerische Aufwärtspotenziale durchsetzen und man sich auf Preissteigerungen einzustellen hat.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

16. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 80.72 $   Crude (WTI): 71.65 $   Gasoil 717.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9890 Rheinfracht: 150.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

GD 21 hat Aufwärtspotenziale ausgebremst – Stochastik mit Kaufimpuls

 

Die mutmaßliche Ermordung des Journalisten Khashoggis in der saudischen Botschaft Istanbul hatte kurzzeitig für Unruhe am Markt gesorgt. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Meldungen zu dieser Causa die Preise an den Ölbörsen beeinflussen können, doch eine Kürzung der Ölexporte durch Saudi-Arabien ist eher unwahrscheinlich. Das Land würde sich damit nur ins eigene Fleisch schneiden, da man das Nachfragewachstum reduziert und den Wandel weg vom Öl beschleunigen würde.

Nichtsdestotrotz könnte Saudi-Arabien weiter indirekt mit der Reduzierung der Ölexporte drohen, sollte es zu einer erneuten Zuspitzung der Konstellation kommen. Die Volatilität nimmt mit dem Fall sicherlich nicht ab, die mit den Sanktionen gegen den Iran ohnehin bereits hoch ist.

Die Sanktionen der USA werden Anfang November weiter verschärft, was an den Ölbörsen für eine gewisse Bodenbildung sorgen dürfte. Wie groß der Einfluss der weiteren Maßnahmen ist, und in wie weit Ausnahmeregelungen erteilt werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt vor allem Gegenstand von Spekulationen.

Der Rheinpegel und die Versorgungslage spitzen sich mit dem fehlenden Niederschlag weiter zu und die Frachtkosten sind erneut massiv gestiegen.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

15. Oktober 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 81.20 $   Crude (WTI): 71.85 $   Gasoil 720.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9907 Rheinfracht: 127.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Spannungen zwischen USA und Saudi-Arabien – Futures ziehen zum Wochenauftakt an

 

EIA, IEA und OPEC sehen das Nachfragewachstum für Öl nun einheitlich schwächer als bei ihren bisherigen Monatsreports. Hintergrund ist das schwächelnde globale Wirtschaftswachstum, das die Grundlage für einen wachsenden Energieverbrauch ist. Auslöser sind die zunehmenden Spannungen im internationalen Handel, die straffere US Geldpolitik sowie die Schwäche der Entwicklungs- und Schwellenländer, die in der Regel einen Großteil des Ölnachfragewachstums ausmachen.

Im Ergebnis sehen die Analysten die Versorgungslage für das letzte Quartal dieses Jahres nicht mehr ganz so dramatisch knapp wie noch vor wenigen Wochen. Die IEA bezeichnet die momentane Versorgungslage als adäquat, sodass sich in der letzten Woche Gewinnmitnahmen von den 4,5 Jahreshochs ergaben.

Neue Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den USA sorgen nun aber für Unruhe. Sollte es Belege geben für die Ermordung des Journalisten Khashoggi in der saudischen Botschaft in Istanbul geben, so würde es das Verhältnis der saudischen Führung zur Türkei, aber auch zur westlichen Welt, nachhaltig belasten.

Wegen der Spannungen mit Saudi-Arabien ziehen die Ölpreise an ICE und NYMEX in den ersten Handelsstunden heute Morgen erst einmal an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

12. Oktober 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 81.20 $   Crude (WTI): 71.72 $   Gasoil 724.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9902 Rheinfracht: 127.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen nach OPEC und DOE – Ölpreise erneut weicher

 

Nachdem bereits die EIA in ihrem neuen Monatsreport die Ölnachfrage nach unten korrigiert hatte, folgte gestern auch die OPEC mit einer entsprechenden Nachbesserung in ihrem Bericht. Der Rückgang war hauptsächlich das Ergebnis eines sich verlangsamenden Wirtschaftswachstums in Europa und Asien sowie von Schwellen- und Entwicklungsländern, die derzeit mit schwachen Währungen zu kämpfen haben.

Der Bericht der OPEC ist klar bearish zu sehen, da er zeigt, dass das Kartell die Versorgungslage 2018 und 2019 nicht mehr ganz so skeptisch wie zuletzt einschätzt. Auch wenn der Bericht bearish ist, so bleibt die Entwicklung der iranischen Exporte eine Wildcard. Wie stark die Exporte noch sinken und ob die OPEC zusammen mit Russland auch die kommenden Rückgänge kompensieren können, muss erst noch abgewartet werden.

So wie die Aufwärtsbewegung der letzten Wochen zu schnell und zu steil war, so könnte auch die jetzige Korrektur zu forsch gewesen sein.

Für heute zeichnen sich bei den Preisen zu gestern noch immer Preisnachlässe ab.

 

Fundamental; neutral bis bearish                      Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

11. Oktober 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 81.96 $   Crude (WTI): 72.23 $   Gasoil 729.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9883 Rheinfracht: 127.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures geben nach US Bestandsdaten und Hurrikan deutlich nach

 

Die EIA hat mit ihrem Monatsreport die Nachfrageprognose für 2018 deutlich nach unten korrigiert. Die schlechteren Wachstumsaussichten des BIP aber vermutlich auch die hohen Preise machen sich bei der Einschätzung bemerkbar. Käufer versuchen ihre Nachfrage zurückzuhalten und auf das kommende Jahr zu verschieben. Dies reduziert den Ölbedarf für das laufende Jahr 2018 und wird die Versorgungslage etwas entschärfen.

Kurzfristig nimmt dies der Preisrallye der letzten Wochen eine entscheidende Grundlage. Doch da die Nachfrage nicht verschwindet, sondern sich eben nur auf das kommende Jahr verschiebt, verlagert sich auch die Versorgungsknappheit.

Statt einer Überversorgung in 2019 rechnet man nun mit einer Unterversorgung. Vor allem die Preisniveaus für das vierte Quartal 2018 sowie die ersten beiden Quartale 2019 wurden nach oben korrigiert, sodass der bisher erwartete mittelfristige Preiseinbruch wohl nicht kommen wird.

Die US Ölbestände des API sind dafür klar bearish zu sehen und belasten die Preisniveaus. Da Hurrikan Michael ohne schwere Schäden an den US Ölbohranlagen im Golf von Mexiko vorbeigezogen ist, wird die Förderung dort schnell wieder zunehmen.

Die Futures an den Ölbörsen geben mit den tendenziell bearishen Faktoren am Morgen stark nach.

 

Fundamental; bearish               Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

10. Oktober 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 84.97 $   Crude (WTI): 74.83 $   Gasoil 744.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9912 Rheinfracht: 127.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US Produktionsausfälle durch Hurrikan Michael haben zugenommen

 

Die IEA hatte gestern noch einmal klargestellt, dass es keine koordinierte Freigabe der strategischen Reserven geben wird um die Preise zu senken. Das Ölnachfragewachstum, auch wenn die hohen Preise diese eventuell etwa dämpfen, ist weiterhin sehr gut und nimmt im vierten Quartal in der Regel noch einmal zu.

Hurrikan Michael, der durch den Golf von Mexiko zieht, kommt dabei natürlich zu einer ungünstigen Zeit. Die Ausfälle sind zwar nur temporär, doch mit der knappen Versorgungslage ist dies natürlich Wasser auf die Mühle der bullish eingestellten Marktteilnehmer. Die Risikoprämie nimmt mit einem solchen Ereignis zu und hat die Abwärtsbewegung zu Beginn dieser Woche ausgebremst.

Der Markt befindet sich nach den 4-Jahreshochs der letzten Woche nun in einer Konsolidierungsphase, die sich aus einem neuen Spannungsfeld bei der kurzfristigen Einschätzung ergibt.

Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer daher nun auch die Monatsreports von EIA, OPEC IEA. Gleiches gilt auch für die US Ölbestandsdaten des API, bei denen die Analysten aktuell einen (bearishen) Anstieg der Ölvorräte erwarten.

Die Rheinfrachten sind erneut massiv gestiegen und erreichen Ihr Jahreshoch.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

09. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 84.36 $   Crude (WTI): 74.71 $   Gasoil 740.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9932 Rheinfracht: 120.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölexporte des Iran deutlich gesunken – Hurrikan-Warnung für USA

 

Nach dem 4-Jahreshoch in der Vorwoche gab es zum Wochenende und zum Auftakt gestern zur Abwechslung einmal Nachrichten, die die Ölpreise nicht weiter nach oben trieben. Die USA scheint die Ölexporte des Irans nicht gleich auf null drücken zu wollen und führt Gesprächen mit einigen Abnehmern, denen Ausnahmeregelungen erteilt werden könnten. Voraussetzung sei, dass diese Länder einen erheblichen Anteil der Ölimporte aus dem Iran gekürzt haben.

Ein Kandidat dafür ist Indien. Mit der erheblichen Reduzierung der Käufe könnte sich Indien auch für die Ausnahmeregelung der US Regierung qualifizieren und müsste keine Sanktionen fürchten.

Hurrikan Michael macht den Gewinnmitnahmen nun aber einen Strich durch die Rechnung. Der Hurrikan stützt die Preise, da er einen Teil der Ölförderung im Golf von Mexiko vorübergehend lahmlegt. Die initiale Reaktion von Marktteilnehmer auf einen solchen Sturm sind zunächst immer Käufe, mit denen man sich gegen Preissteigerungen absichert. Auch die Meldung zu den erneut deutlich gesunkenen Exporten des Irans sind ein bullisher Faktor am Markt.

Die Ölbörsen reagieren in den Morgenstunden mit Preisaufschlägen auf die Veränderungen am Markt und deuten deutliche Preisaufschläge zu gestern an.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

08. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 83.47 $   Crude (WTI): 73.85 $   Gasoil 730.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9917 Rheinfracht: 118.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Mehr Öl und technische Gewinnmitnahmen – Futures mit schwachem Start

 

In den letzten Wochen haben die Ölpreise kräftig zugelegt, nachdem die psychologische Widerstandsmarke bei 80 Dollar geknackt wurde. Preistreiber Nummer eins sind die Sanktionen der USA gegen den Iran, die ab November noch einmal verschärft werden sollen.

Nach den 4-Jahreshochs in der letzten Woche wurden ein paar Gewinne mitgenommen und auch heute Morgen kommen die Preise leicht unter Druck. Hintergrund ist die Reaktion der OPEC und Russland, die ihre Förderung angehoben haben und auch weiter steigern wollen.

Im nächsten Jahr rechnet man durch die Produktionssteigerungen von Nicht-OPEC Ländern mit einer entspannterer Marktlage als aktuell, weshalb die Entwicklung in den kommenden Monaten entscheidend für die aktuellen Preisniveaus ist.

Indien, China und Türkei werden wohl weiter Rohöl aus dem Iran beziehen und könnten Ausnahmen der USA erhalten. Die US Regierung hatte am Wochenende bestätigt, dass man mit „einigen Ländern“ in Gesprächen sei solche Ausnahmegenehmigungen zu erteilen.

Bei den Preisen deuten sich rechnerisch kleinere Preissenkungen zu Freitag an. Die Rheinfracht ist jedoch deutlich erneut gestiegen.

 

Fundamental; neutral bis bearish           Chartanalyse; bearish

 

 

 

 

 

05. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 85.06 $   Crude (WTI): 74.91 $   Gasoil 741.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9933 Rheinfracht: 111.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen bremsen Preisrallye aus – Erste technische Verkaufssignale

 

Die Versorgungslage wird mit den Exportrückgängen des Iran im letzten Quartal dieses Jahres erst noch weiter knapper, bevor sich die Situation wieder entspannt. Analysten sehen die Preise kurz- bis mittelfristig daher mehrheitlich fester und rechnen erst im kommenden Jahr wieder mit Abwärtspotenzialen.

Man muss sich in den kommenden Wochen auf Bestandszunahmen einstellen. Einmalige Aufbauten können sicherlich einmal ignoriert werden, über mehrere Wochen hinweg geht dies aber wohl nicht.

Die gestrigen Gewinnmitnahmen waren auch eine verzögerte Reaktion auf die DOE Daten vom Mittwoch. Die Preise seien in den letzten Wochen aber insgesamt zu schnell und zu stark gestiegen.

Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, wie viel Rohöl Russland und Saudi-Arabien kurzfristig auf den Markt bringen können. Beide haben Produktionssteigerungen angekündigt und wollen den Exportrückgang des Iran kompensieren.

Nach der Abwärtsbewegung von gestern stabilisieren sich die Futures, sodass sich bei den Preisen heute Morgen leichte Preissenkungen ergeben können.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

04. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 86.01 $   Crude (WTI): 76.18 $   Gasoil 747.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9911 Rheinfracht: 111.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Langzeithochs ausgebaut – Futures klettern trotz Aufbauten bei US Rohöl

 

Die verschärften US Sanktionen gegen den Iran, die ab dem 4. November gelten sollen, sind bereits am physischen Markt angekommen. Öl, dass heute aus dem Iran gekauft wird, kommt bei den meisten Ländern erst im November an und unterliegt damit bereits den verschärften Regeln der US Sanktionen. Käufer halten sich also bereits jetzt spürbar zurück.

Die Kombination aus hohen Ölpreisen, den Handelsstreitigkeiten zwischen USA und China sowie der Schwäche im BIP Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer wird das Ölnachfragewachstum vermutlich negativ beeinflussen.

Saudi-Arabien und Russland haben angeblich einen Deal geschlossen die Förderung weiter anzuheben, doch dies hat bisher keinen nachhaltigen Einfluss auf die Preisniveaus. Selbst wenn die kommenden Förderdaten eine signifikante Anhebung bestätigen, nimmt die Reservekapazität damit ab, sodass weitere unerwartete Ausfälle nur schwer zu kompensieren sind.

Der Spielraum für Fehler ist bei einer solchen Marktlage extrem klein, sodass die Unsicherheit und Sorge bei der Versorgung die Preise vorerst hochhält. Entspannung sehen die Analysten erst im kommenden Jahr,

In Verbindung mit dem starken Dollar-Kurs deuten sich aktuell deutliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

03. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 84.89 $   Crude (WTI): 75.33 $   Gasoil 739.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9851 Rheinfracht: 111.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölfutures nach US-Bestandsdaten in enger Spanne auf hohem Niveau

 

Daten des russischen Energieministeriums zeigten, dass die Ölproduktion Russlands im September ein neues Rekordhoch erreichte. Zwar sollen die Produktionssteigerungen Russlands und einiger anderer Länder - wie vor allem Saudi-Arabien - den erwarteten Produktionsrückgang im Iran kompensieren, bei den Hauptabnehmern iranischen Rohöls dürften jedoch zumindest von den höheren Fördermengen Russlands nicht viel ankommen.

Aufgrund der US-Sanktionen gegen den Iran dürften sich derzeit viele Abnehmer iranischen Rohöls nach Alternativen umsehen. Vor allem Indien und China zählten bisher zu den Hauptabnehmern iranischen Öls. Trotz des Rekordniveaus der russischen Ölproduktion wird Russland am asiatischen Markt jedoch wohl nicht als Ersatzlieferant für den Iran einspringen können

Insgesamt bleiben die Ölfutures jedoch weiterhin gestützt durch die erwarteten Auswirkungen der US-Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor, die Anfang November in Kraft treten sollen. Am späten Nachmittag lieferten dann auch die Gewinne an den US-Aktienmärkten noch einmal leichten Auftrieb.

Die Preise werden heute in etwa auf gleichem Niveau von gestern erwartet.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

02. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 85.16 $   Crude (WTI): 75.72 $   Gasoil 740.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9851 Rheinfracht: 111.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Erneuter Preissprung treibt Inlandspreise auf neue Hochs

 

Die Stimmung am Markt bleibt weiterhin bullish, auch wenn durchaus bearishe Aspekte im Markt vorhanden sind. Doch diese kommen kaum zum Tragen und werden von den Sanktionen gegen den Iran überlagert. Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass sich die globale Versorgungslage bis Jahresende noch weiter zuspitzen wird.

Den weiteren Rückgang der iranischen Ölexporte zu kompensieren wird unterdessen zunehmend schwierig. Einige OPEC Länder wie Saudi-Arabien haben zwar noch Kapazitätsreserven, doch bisher wird hier kein Anschein gehegt, dass diese aktiviert werden. Und selbst wenn man darauf zurückgreifen würde, könnten dann weitere unerwartete Produktionsrückgänge nicht mehr kompensiert werden.

Bleibt eine Freigabe der strategischen Reserven in den USA aus, so gibt es in der aktuellen Konstellation wenig, dass den Preisanstieg bremsen könnte. Trader sichern sich daher zusehends gegen einen Anstieg auf 100 Dollar ab. Dies ist ein Indiz, dass sich die Marktteilnehmer zunehmend aufsteigende Preise vorbereiten.

Die Rheinfracht ist erneut gestiegen und eine Abschwächung ist aktuell nicht absehbar.

Auf Grund der festen deuten sich bei den Preisen extrem starke Preissteigerungen zu gestern an.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

01. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 83.12 $   Crude (WTI): 73.46 $   Gasoil 726.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9819 Rheinfracht: 105.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise schießen auf 4-Jahreshochs

 

Die Futures an ICE und NYMEX haben neue Höchststände erreicht und werden dabei von einer Reihe stützender Faktoren getragen. Zum einen bleiben die Sanktionen gegen den Iran natürlich das wichtigste und alles überschattende Thema. Die Förderung nimmt schneller ab und selbst Indien und China könnten ihre Bezüge reduzieren.

In Kombination mit der abwartenden Haltung der OPEC, die vor dem Meeting im Dezember wohl nicht aktiv wird, sowie mit dem Hinweis des US Energieministers, der eine Freigabe der strategischen Reserven ablehnt, gibt es kurzfristig nichts, was auf eine Entspannung der Lage hindeutet.

In diese Zeit kommen nun auch noch die Streiks in Nigeria. Trader und Analysten spekulieren in diesem Marktumfeld vermehrt über das mögliche Erreichen der 100 Dollar Marke, denn die Versorgungslage wird sich im Jahresendspurt vermutlich erst noch einmal zuspitzen, bevor sie sich im kommenden Jahr wieder etwas entspannt.

Zwar gibt es auch bearishe Meldungen über Produktionssteigerungen. So fördern USA und Russland so viel Rohöl wie noch nie und werden die Produktion weiter ausbauen. Angesichts der bullishen Dynamik werden diese Nachrichten allerdings in den Hintergrund gedrängt.

Somit generiert sich damit weiteres Aufwärtspotenzial bei den Preisen.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

28. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 81.73 $   Crude (WTI): 72.31 $   Gasoil 716.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9762 Rheinfracht: 102.40 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

100-Dollar-Wette macht die Runde

 

Die OPEC hat eine Äußerung zu einer möglichen Produktionsanhebung am Wochenende abgelehnt. Die US Sanktionen gegen den Iran sind durchaus problematisch, da nun wohl auch Indien seine Käufe aus dem Iran vorerst gestoppt hat.

Im Mai dieses Jahres hatten die Exporte des Iran mit 2,71 Mio. B/T ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Wegen dem erwarteten Förderwachstum bleibt Saudi-Arabien auch skeptisch bezüglich Anhebungen bei der Fördermenge, da man sonst im kommenden Jahr wieder eine Überproduktion und einen heftigen Preiseinbruch auslösen könnte. Trader hatten insgeheim gehofft, dass die USA mit der Freigabe von strategischen Reserven dem Preisanstieg entgegenwirken wird. Damit gibt es nun nicht mehr viel, was gegen weitere Preissteigerungen spricht. Die Mehrheit der Analysten rechnet kurz- bis mittelfristig nun mit weiteren Preissteigerungen.

Die Futures bleiben am Morgen jedoch zunächst im Bereich der Schlusswerte von gestern Abend. Der Euro/Dollar-Kurs bleibt weiter schwach, sodass sich unterm Strich moderate Preissteigerungen bei den Inlandspreisen andeuten.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

27. September 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 82.28 $   Crude (WTI): 72.46 $   Gasoil 716.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9686 Rheinfracht: 102.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

USA werden keine Ölreserven freigeben – Preise ziehen am Morgen an

 

Die Ölexporte des Iran könnten schon bald weiter sinken. Die EU hat diese Woche zwar ein neues System vorgestellt um die Zahlungen an den Iran abzuwickeln, mit dem man die Sanktionen der USA formal umgehen würde, doch kaum ein Unternehmen wird sich dem wohl anschließen. Selbst Indien, der zweitgrößte Käufer iranischen Öls, der bisher von einem Importstopp nichts wissen wollte, hat seine Rohölbezüge aus dem Iran offenbar eingestellt.

Für die Versorgung des Marktes und die Ölpreise ist dies kein gutes Signal. Wie sich die Sanktionen dann letztlich auswirken, ist bisher vor allem Gegenstand von Spekulation. Viele Zahlen und Schätzungen machen die Runde und die Entwicklung in den kommenden Wochen und Monaten wird damit zunehmend schwierig einzuschätzen.

Faktoren, wie die Produktionssteigerung in Nigeria und Libyen sowie die eigentlich bearishen US Ölbestandsdaten des DOE werden dadurch etwas in den Hintergrund gedrängt. Für den Herbst sollte die Volatilität an den Ölbörsen daher weiter hoch bleiben.

Auch heute Morgen ziehen die Preise an und somit zeichnen sich leichte Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

26. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 81.77 $   Crude (WTI): 72.06 $   Gasoil 712.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9646 Rheinfracht: 100.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures weiter auf hohem Niveau – Trump und API Daten haben Rallye ausgebremst

 

Die globale Überversorgung der letzten Jahre ist längst Geschichte. Wesentlichen Anteil an der Entwicklung haben die US Sanktionen gegen den Iran, wodurch dessen Ölexporte wegfallen.

Das Angebot wird sich im Herbst und Winter weiter verknappen, sodass die momentan am Markt vorherrschende Unterversorgung weiter zunehmen wird, bevor sich die Versorgung wieder entspannt. Donald Trump hat bei der UN Vollversammlung angedeutet, dass er den Druck auf den Iran auch nach der nächsten Sanktionsrunde weiter verschärfen wird. Das erklärte Ziel Trumps: die iranischen Ölexporte auf null zu drücken.

Trump selbst fordert die OPEC immer wieder auf die Ölförderung anzuheben, um den Preisanstieg zu stoppen. Doch vor der jährlichen Vollversammlung Anfang Dezember wird das Kartell vermutlich keine weiteren Anpassungen der Quoten vornehmen. Bis dahin bleibt vermutlich nur die Möglichkeit strategische Reserven freizugeben, was sich sicherlich bearish auswirken kann. Letztlich ist dies aber ein Eingeständnis, dass es Versorgungsprobleme gibt, die es zu lösen gilt.

Kurzfristig deutet sich in der Versorgungslage daher momentan keine Entspannung an, mittel- bis langfristig könnte sich die Konstellation dann aber wieder etwas entspannen.

Für Heute deuten sich bei den Preisen nur leichte Aufwärtsspielräume zu gestern an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

25. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 81.41 $   Crude (WTI): 72.21 $   Gasoil 706.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9662 Rheinfracht: 100.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

80 Dollar geknackt – Brent markiert 4-Jahreshoch

 

Analysten sehen den Markt wegen der zunehmenden Sanktionen der USA gegen den Iran in den kommenden Wochen und Monaten knapper. Insgesamt ist die Ölnachfrage sehr robust und wird durch die weltweit guten Wachstumsraten in der Wirtschaft gestützt. Währenddessen nimmt die Ölproduktion in Venezuela erwartungsgemäß weiter ab. Die Ölexporte des Landes sind jetzt schon stärker als erwartet gesunken. Mit diesem Ausblick ist einmal nicht weiter mit einer starken Abwärtsbewegung der Preise zu rechnen. In Verbindung mit der anstehenden Winternachfrage bewegen wir uns erst noch auf die knappste Versorgungslage zu, bevor sich diese wieder entspannt.

Immer wieder wird mit dem schwächeren Nachfragewachstum und den negativen Auswirkungen des Handelsstreits zwischen USA und China argumentiert, doch diese haben einen angfristigen Einfluss und stehen den bullishen Aspekten der Angebotsseite hinten an.

Da die Futures an ICE weiter auf sehr hohem Niveau liegen, deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell deutliche Preissteigerungen bei Heizöl und Diesel an.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

24. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 79.96 $   Crude (WTI): 71.72 $   Gasoil 693.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9599 Rheinfracht: 95.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Kein weiteres Öl aus der OPEC – Preise ziehen zum Wochenstart an

 

Die OPEC ist im Fokus der Trader. Einig scheint man sich lediglich darin zu sein, dass Preisanstiege über 80 Dollar dauerhaft zu hoch seien und für das Ölnachfragewachstum schädlich wären.

Als Ergebnis wird man weiter versuchen die Nachfrage mit den vorhandenen Mitteln und ohne eine Anhebung der offiziellen Quote zu bedienen. Da die Ölexporte des Irans mit den verschärften Sanktionen zum 4. November vermutlich nochmal stark abnehmen werden und die Nachfrage zum Herbst nun wieder anziehend erwartet wird, könnte sich die globale Versorgungslage weiter zuspitzen. Analysten sehen daher durchaus die Möglichkeit weiterer Preissteigerungen.

Auch wenn die OPEC noch Reservekapazitäten hat, so ist die Folge von Produktionssteigerungen immer, dass diese Reserven abnehmen und man auf unvorhergesehene Ausfälle nicht mehr angemessen reagieren kann. In den Morgenstunden ziehen die Ölpreise deutlich an, denn die OPEC hat die Förderung unverändert belassen. Bei den Inlandspreisen deuten sich somit moderate Preissteigerungen zu Freitag an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral