AVIA Vereinigung Schweiz

19. Juni 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.20 $ Crude (WTI): 54.04 $ Gasoil 561.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0005 Rheinfracht: 30.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Späte Rallye sorgt für anziehende Preisniveaus – OPEC, Handelsstreit und EZB stützen

 

Mehr Öl aus den Nicht-OPEC Ländern und ein schwaches Ölnachfragewachstum hatten in der letzten Woche zu einer Relativierung der bisherigen Markteinschätzungen geführt. Vor allem die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, haben den Ausblick für Wachstum und Ölnachfrage nachhaltig eingetrübt.

Nun gibt es aber offenbar eine plötzliche Wende, denn Trump und Xi wollen am Rande des G-20 Gipfels Ende nächster Woche ein "längeres Meeting" abhalten. Die Zeichen scheinen gut zu stehen, dass man sich nun zu einem Deal durchringt. Trump hat gestern seine Kandidatur für eine erneute Präsidentschaft bekannt gegeben und braucht dafür wirtschaftliche Erfolge.

Sollte in den kommenden Wochen eine Einigung gelingen, würde sich dies positiv auf Wirtschaft und Ölnachfrage auswirken. Nach der späten Rallye gestern bleiben die Ölpreise auch heute Morgen auf hohem Niveau. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit für heute Morgen erst einmal starke Preissteigerungen zu gestern an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

18. Juni 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.87 $ Crude (WTI): 51.82 $ Gasoil 554.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9973 Rheinfracht: 30.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Nachfragesorgen bleiben dominierend – Futures geben in der Nacht nach

 

Der Markt teilt sich weiter in vor allem zwei Themen. Auf der einen Seite sind die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Iran, auf der anderen Seite die Nachfragesorgen, hervorgerufen durch Handelsstreitigkeiten.

Zurzeit wird das Risiko einer militärischen Eskalation im Persischen Golf als gering eingeschätzt, wenngleich dies nicht auszuschließen ist.

Der Iran bleibt aber ein Risiko, zumal das Land nun die Urananreicherung weiter steigern will. Die USA hat nach den Angriffen auf zwei Öltanker angekündigt die Truppenstärke in der Region zu erhöhen.

Trotz der potenziellen Gefahr im Nahen Osten wird der Markt momentan von den Nachfragesorgen dominiert.

Trader werden sich zur Wochenmitte nun auf die US Ölbestandsdaten des DOE konzentrieren.

In den Morgenstunden bleiben die Notierungen nahe der gestrigen Tagestiefs, scheinen sich oberhalb dieser aktuell jedoch zu stabilisieren. Bei den Inlandspreisen werden heute unterm Strich zum Teil Abwärtspotenziale erwartet.

 

Fundamental: neutral                Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

17. Juni 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.17 $ Crude (WTI): 52.61 $ Gasoil 563.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9990 Rheinfracht: 29.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Geopolitische Spannungen stützen Ölpreise – Versorgung wird komfortabel eingeschätzt

 

OPEC und EIA hatten Mitte letzter Woche bereits die Ölnachfrageentwicklung nach unten korrigiert und damit auf eine komfortable Versorgungslage hingewiesen.

Die aktualisierten Zahlen zum Ausblick bei der Ölversorgung zeigen, dass der Markt mittel- bis langfristig weiter gut versorgt bleibt, selbst wenn die OPEC die Produktionskürzungen verlängert. Rein von der Versorgungsseite her, ist der Markt gut aufgestellt. Aktuell ist es vor allem die Situation am Persischen Golf, die weiteren Abwärtsbewegungen entgegensteht. Die USA machen den Iran klar für die Angriffe auf die Öltanker an der Straße von Hormus verantwortlich. Trump will den Iran an den Verhandlungstisch bekommen, sollten die Angriffe auf Schiffe jedoch nicht aufhören, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen militärischen Konflikt, mit dem die Ölpreise sicherlich rasant steigen würden.

Die Notierungen an ICE und NYMEX liegen in den Morgenstunden auf den höheren Niveaus vom späten Freitag. Für die Inlandspreise bedeutet dies, dass diese mit deutlichen Preisaufschlägen zu Freitag zu erwarten sind.

 

Fundamental: neutral                Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

14. Juni 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.84 $ Crude (WTI): 52.51 $ Gasoil 560.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9944 Rheinfracht: 29.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise nach Angriff auf Öltanker fester – Ölnachfragewachstum bleibt enttäuschend

 

Die US Ölbestandsdaten des DOE hatten am Mittwoch gezeigt, dass der antizyklische Trend der Bestandsaufbauten weiter fortgesetzt wurde und die Rohölbestände bereits auf ein 2-Jahreshoch geklettert sind. Insbesondere mit Blick auf die Anstrengungen der OPEC+ Gruppe, die mit den Produktionskürzungen die Bestände versucht zu reduzieren.

Bei den Monatsreports wartet man heute noch auf den Bericht der IEA, der den Abschluss bilden wird und erstmals auch Daten zu 2020 beinhalten wird.

Gestern gab es erneut Angriffe auf zwei Öltanker. Die USA hat den Iran für den Angriff verantwortlich gemacht. Die Spannungen in der Region steigen mit diesen Angriffen und die Kosten für den Transport dürften ebenfalls steigen.

Entscheidend für die weitere Preisentwicklung wird nun sein, ob sich die Spannungen im Nahen Osten zuspitzen, oder eine Lösung gefunden werden kann.

Die Ölpreise an ICE und NYMEX zogen in den Morgenstunden an und sorgen somit auch bei den Inlandspreisen für ein geringes Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental: neutral                Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

13. Juni 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.41 $ Crude (WTI): 51.29 $ Gasoil 549.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9944 Rheinfracht: 29.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach DOE Daten deutlich weicher – Libysche Produktion in Gefahr

 

Die US Ölbestandsdaten des DOE hatten gestern gemischte Impulse an den Handel abgegeben. Die Versorgungslage in den USA, dem Land mit dem größten Ölverbrauch und der größten Ölförderung, ist also relativ komfortabel und sollte sich auch in der zweiten Jahreshälfte weiter verbessern. Trump erklärte gestern erneut, dass er mit einer baldigen Einigung rechne, da China sonst noch weitere Sanktionen in Kauf nehmen müsse, doch von einem bevorstehenden Deal spricht man schon seit vielen Monaten. Entsprechend wird die Nachfrageentwicklung bei Öl schwächer als bisher eingestuft.

Eine Gefahr für die Balance am Markt bleibt unterdessen Libyen. Hier kämpfen zwei konkurrierende Gruppen um die Macht, wobei es bisher keine größeren Ausfälle gegeben hat. Heute Morgen ziehen die Preise an den Ölbörsen leicht an und kommen von den gestrigen Tagestiefs zurück. Gasoil bleibt allerdings noch immer etwas unterhalb der gestrigen Nachmittagswerte, sodass sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen zumindest noch leichte Abwärtsspielräume andeuten.

 

Fundamental: neutral bis bearish                      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

 

 

12. Juni 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.27 $ Crude (WTI): 52.33 $ Gasoil 553.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9916 Rheinfracht: 31.65 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bearishe US Ölbestandsdaten – Futures geben in den Morgenstunden nach

 

Die EIA hatte gestern Abend ihren neuen Monatsbericht veröffentlicht. Dies ist in der Regel jeden Monat der erste Report zur mittel- bis langfristigen Markteinschätzung. Hier zeigt sich, dass die Marktlage aktuell noch immer knapp eingeschätzt wird und sich kurzfristig auch eine Unterversorgung ergibt.

In den Sommermonaten wird der Verbrauch saisonal anziehen und dann eine Unterversorgung auslösen. Ab Oktober sollte sich diese dann allerdings wieder erledigt haben.

Die OPEC, so zeigen die Gespräche zwischen Russland und Saudi-Arabien vom Wochenende, wird die Produktionskürzungen mit ihren Partnerländern vermutlich auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen. Die Versorgungslage bei Rohöl bleibt damit knapp, wird aller Voraussicht nach langfristig, das heißt über die Sommermonate hinaus, jedoch nicht dazu geeignet sein eine knappe Marktlage zu etablieren.

Damit starten die Futures an den Ölbörsen gleich mit Verlusten in den frühen Morgenstunden. Dies sorgt im Inland somit für Abwärtspotenzial bei den zu erwartenden Inlandspreisen.

 

Fundamental: neutral bis bearish                      Chartanalyse: bearish

 

 

 

 

 

11. Juni 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.59 $ Crude (WTI): 53.68 $ Gasoil 557.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9902 Rheinfracht: 31.65 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Zu viel Öl – Preise kommen über Pfingsten unter Druck

 

Der Markt blickt in diesen Wochen vor allem auf Russland und OPEC, von denen eine Verlängerung der gemeinsamen Produktionskürzungen über die Jahresmitte hinaus erwartet wird.

Das Ölnachfragewachstum ist nicht stark genug, als dass es ein Ende des aktuellen Produktionsabkommens rechtfertigen würde, aber auch nicht so schwach, dass die Kürzungen der OPEC+ Gruppe ausgeweitet werden müssten. Doch nicht nur die wachsende US Ölproduktion bereitet Sorgen, auch das Ölnachfragewachstum dürfte geringer als bisher erwartet ausfallen. Auch für 2020 könnte sich ein deutlich schwächerer Markt als in der ersten Jahreshälfte 2019 abzeichnen. Die schwache Konjunktur, die durch den Handelsstreit zwischen USA und China noch verschärft wird, dürfte ebenso ihre Spuren hinterlassen. Die Sorgen der Marktteilnehmer bezüglich der mittel- bis langfristigen Entwicklung bei Angebot und Nachfrage haben die Aufwärtskorrektur zum Ende der letzten Woche ausgebremst. Nach den Gewinnmitnahmen von Gestern, deuten sich somit heute Morgen leichte Preisnachlässe zu Freitag letzte Woche an.

 

Fundamental: neutral bis bearish                      Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

07. Juni 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.51 $ Crude (WTI): 53.27 $ Gasoil 554.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9916 Rheinfracht: 31.65 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Käufe und Short-Coverings – Futures ziehen in der Nacht an

 

Russland und OPEC haben bei der Einschätzung zur Notwendigkeit weiterer Produktionskürzungen noch immer große Differenzen. Während sich Saudi-Arabien zuletzt für eine Verlängerung der Kürzungen warb und man auch von einer zunehmenden Überzeugung innerhalb der OPEC sprach, ist die Fortführung noch längst nicht in trockenen Tüchern.

Russlands Präsident, Wladimir Putin, hatte gestern klargestellt, dass man nicht auf derart hohe Preise wie Saudi-Arabien angewiesen sei und mit Preisen von 60 bis 65 Dollar gut zurechtkomme. Dieses Wochenende könnte es mehr Klarheit dazu geben, denn die Ölminister beider Länder werden sich bei gemeinsamen Konferenzen zu dem Thema austauschen.

In den letzten beiden Wochen war die Ölnachfrage das dominierende Thema am Markt. Insbesondere die angekündigten Zölle gegen Mexiko hatten die Ängste am Markt weiter geschürt.

Die Ölpreise bleiben nach dem Anstieg von gestern Nacht auch heute Morgen noch auf hohem Niveau. Bei den Inlandspreisen deuten sich heute Morgen moderate Preissteigerungen an.

 

Fundamental: neutral                Chartanalyse: bullish

 

 

 

 

 

06. Juni 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.86 $ Crude (WTI): 51.85 $ Gasoil 547.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9938 Rheinfracht: 31.78 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Mehr Öl und weniger Nachfrage – Futures nach DOE mit 5-Monatstiefs

 

Eigentlich hatte man am Markt mit einer knappen Versorgungslage gerechnet, wenn zu den Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe und den Sanktionen gegen Venezuela auch die Sanktionen gegen den Iran verstärkt werden. Doch offenbar haben sich die Marktteilnehmer getäuscht, denn die US Ölbestandsdaten zeichnen ein ganz anderes Bild – zumindest für die USA.

In der zweiten Jahreshälfte wird erwartet, dass mehr US Rohöl exportiert werden kann, wenn Pipelines an die Exporthäfen im Golf von Mexiko fertiggestellt werden. Damit sollte die Produktion ebenfalls noch einmal einen Schub bekommen, sodass sich die Versorgungslage weiter verbessern wird. Auch die OPEC hat die Situation zur Kenntnis genommen. Man werde die wirtschaftlich bearishe Lage sowie die sich geänderte Stimmung an den Aktien- und Finanzmärkten, in die Kalkulationen beim nächsten Meeting mit einbeziehen.

Im Vergleich zu gestern Vormittag und Nachmittag bleibt ein deutliches Minus, sodass sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen erneut Abwärtspotenziale andeuten.

 

Fundamental: neutral bis bearish                      Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

05. Juni 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.46 $ Crude (WTI): 52.93 $ Gasoil 556.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9915 Rheinfracht: 31.65 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

  

Technische Kaufsignale vs. bearishe Ölbestandsdaten

 

Sowohl bei Brent als auch bei WTI hat sich mit den Kursrutschen der letzten Tage nun ein sogenannter Bärenmarkt gebildet.

Entsprechend dürfte eine Verlängerung der Produktionskürzung beim nächsten Meeting nur noch Formsache sein, wobei sich gerade auch in Russland Widerstand bildet.

Wann das Meeting stattfinden soll ist allerdings noch unklar. Der eigentliche Termin ist am 25. bis 26. Juni, doch der soll verschoben werden.

In den Sommermonaten steigt in der Regel der Ölbedarf, da die Geschäfts- und Reiseaktivität zunimmt. Doch wie stark das Nachfragewachstum ausfällt, daran gibt es Zweifel. Die Handelsstreitigkeiten der USA mit Ländern wie China und Mexiko trüben das Bild zusätzlich ein.

Stützend könnten sich nun noch Waldbrände in Kanada auswirken. Die Ölförderung wurde dort bereits gesenkt, wobei dies in erster Linie schwere Rohölsorten betrifft. Die Futures starten heute Morgen auf dem Niveau des gestrigen Tagestiefs. Entsprechend deuten sich heute Morgen keine grossen Preisschwankungen zu gestern an.

 

Fundamental: neutral                Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

04. Juni 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.92 $ Crude (WTI): 53.05 $ Gasoil 556.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9931 Rheinfracht: 31.40 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Saudi Kommentare bremsen Abwärtsbewegung – Erneute Preissenkungen für das Inland

 

Die Einschätzung der Marktlage hat sich in den vergangenen Wochen und in den letzten Tagen spürbar geändert. Der Einfluss der Produktionskürzungen der OPEC+ sowie die Sanktionen gegen Venezuela und Iran, werden nicht mehr so dramatisch empfunden wie noch in den ersten Monaten des Jahres, sodass die Nachfrageseite in den Fokus gerückt ist.

Trader glauben nicht, dass die Kürzungen der OPEC, die Sanktionen gegen Iran und Venezuela den Markt wirklich dauerhaft in eine starke Unterversorgung bringen könnte. Dies zeigt, dass die Trader nicht weiter aktiv auf sinkende Preise setzen, sondern die Überzeugung aufgeben, dass es der OPEC gelingt den Markt weiter zu verknappen und die Preise nach oben zu treiben. Mit großer Spannung werden die US Ölbestandsdaten erwartet, bei denen es neue Zahlen zu den US Vorräten und der Rohölförderung geben wird. Die Futures starten heute Morgen oberhalb der gestrigen Tagestiefs. Entsprechend deuten sich heute Morgen erneut Preissenkungen zu gestern an.

 

Fundamental: neutral bis bearish                      Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

03. Juni 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.19 $ Crude (WTI): 52.98 $ Gasoil 562.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9980 Rheinfracht: 31.40 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Erneuter Preisrutsch zum Wochenauftakt deutet starke Nachlässe im Inland an

 

Nach der Rallye in den ersten 4,5 Monaten des Jahres, mit der die Ölpreise an ICE und NYMEX teilweise über 40% zulegten, ist der Preis nun erstaunlich stark unter Druck gekommen.

Als Hauptfaktor gilt die US Außenpolitik unter Trump. Statt einer Lösung im Handelsstreit zwischen USA und China eskalierte das Verhältnis zwischen den beiden Ländern. Auch gegen Mexiko ist Trump aktiv geworden und wird die Sanktionen gegen alle Importe aus dem Land anheben, worunter auch Rohöl fällt. Die bisher knapp eingeschätzte Marktlage, die sich auch in der starken Backwardation Konstellation gezeigt hat, wird nun doch nicht mehr so knapp gesehen.Die Bank hatte Brent für das dritte Quartal auf 65,50 Dollar geschätzt.

Die Futures starten auch heute Morgen weich in die neue Woche und fallen dabei sogar unter die Freitagstiefs. Für den Moment bedeutet dies bei den Inlandspreisen allerdings, dass man sich auf weitere starke Preisnachlässe zu Freitag einstellen kann.

 

Fundamental: neutral bis bearish                      Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

31. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 66.02 $ Crude (WTI): 56.02 $ Gasoil 588.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0057 Rheinfracht: 31.40 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US Bestandsdaten und neue Zölle - Gasoil so günstig wie seit Mitte Februar nicht mehr

 

Die US Ölbestandsdaten von gestern haben gezeigt, dass die Vorräte in den USA komfortabel sind. Vor allem die gestiegenen Benzinvorräte sind zu Beginn der US Fahrsaison ein wenig erstaunlich, zumal der Bestandsanstieg nicht unbedingt knapp ausfiel.

Der Handelsstreit zwischen USA und China könnte weiter eskalieren, nachdem die Länder in den vergangenen Monaten nicht zusammengefunden hatten.

Gestern hat Trump auch gegen Mexiko neue Strafzölle angekündigt, da noch immer zu viele Immigranten aus dem Land in die USA kommen. Trump scheint in Handelsfragen weiter keinen Rückzug zu machen und die Eskalation nicht zu scheuen.

Voraussichtlich werden die OPEC+ Länder ihre bisherige Maßnahme in die zweite Jahreshälfte verlängern, zumal die aktuellen Preiseinbrüche Warnsignale sind, dass sich der Markt noch nicht stabilisiert hat.

Die Futures an ICE und NYMEX geben in den Morgenstunden erneut nach und unterschreiten damit sogar ihre Vortagestiefs. Bei den Inlandspreisen deuten sich somit enorme Preisnachlässe für den Vormittag an.

 

Fundamental: neutral bis bearish                      Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

29. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 69.53 $   Crude (WTI): 58.41 $   Gasoil 614.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0060   Rheinfracht: 31.40 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures starten mit Verlusten – Fundamentales Spannungsfeld bleibt bestehen

 

Die jüngsten Konjunkturdaten haben enttäuscht und bei den Prognosen sei der Handelsstreit zwischen USA und China sehr Besorgniserregend. Dies ist der Hauptgrund, weshalb die Ölpreise, trotz der bullishen Backwardation Konstellation, aktuell nicht anziehen könnten. Zwar seien auch geopolitische Risiken zu berücksichtigen, sowie die Produktionskürzungen der OPEC+ und Sanktionen gegen Venezuela und Iran, doch das Spannungsfeld aus schwacher Nachfrageerwartung und einer knappen physischen Marktlage stehe momentan vermutlich im Mittelpunkt.

Entsprechend dieser Unsicherheit wurde der Aufwärtstrend, der seit Jahresanfang Bestand hatte, Ende April beendet. Die Kurse befinden sich seitdem in einer Konsolidierung auf hohem Niveau mit gelegentlichen starken Abwärtsbewegungen.

Bestandsaufbauten beschränken sich allerdings vor allem in China und USA. In den meisten anderen Regionen sind die Vorräte eher knapp. Schiffsdaten weisen zudem daraufhin, dass aktuell vergleichsweise wenig Rohöl per Tanker auf den Weltmeeren unterwegs ist, was für abnehmende Exporte spricht. Damit dürften die Ölbestände in den kommenden Wochen und Monate sinken.

In Arkansas und Oklahoma gibt es wegen starker Regenfälle Überflutungen. Dies könnte den Transport von Rohöl aus Cushing an die Raffinerien bzw. die Golfküste einschränken.

Damit deuten sich bei den Preisen heute Morgen Abwärtspotenziale zu gestern an.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

 

 

28. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.01 $   Crude (WTI): 59.04 $   Gasoil 622.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0040   Rheinfracht: 32.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise ziehen am US Feiertag an – Technische Kaufsignale

 

Analysten rechnen damit, dass sich der Markt nun wieder auf die angebotsseitigen Aspekte konzentrieren wird, nachdem in der vergangenen Woche zeitweise die Sorgen bezüglich der Weltwirtschaft und geringerem Ölnachfragewachstum in den Fokus rückten. Die Experten nennen dabei insbesondere die weiter sinkenden iranischen Ölexporte, da die US Sanktionen nun langsam ihre Wirkung zeigen, während sich die Anzeichen verdichten würden, dass die OPEC ihre Produktionskürzungen in die zweite Jahreshälfte verlängere.

Noch sei man nicht fertig damit die globalen Ölbestände zu reduzieren, jedoch werde man in der zweiten Jahreshälfte wohl einen ausgeglichenen Markt erreichen. Dennoch sei es zu früh eine Entscheidung der anstehenden OPEC Sitzung Ende Juni vorweg zu nehmen.

Nachfrageseitig werden die zuletzt gestiegenen US Rohölbestände als ein Zeichen der Schwäche gesehen. Auch der andauernde Handelsstreit mit China hat die Erwartungen nicht gerade gesteigert und dämpft die Prognosen bezüglich des Energieverbrauchs bzw. des globalen Ölbedarfs. Damit sind die Fragezeichen für die zweite Jahreshälfte nachfrageseitig mindestens ebenso groß wie angebotsseitig.

Nach dem gestrigen Preisanstieg verharren die Ölpreise heute Morgen auf hohem Niveau, sodass sich deutliche Preissteigerungen ankündigen.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

27. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 68.60 $   Crude (WTI): 58.29 $   Gasoil 610.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0032   Rheinfracht: 34.90 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures zum Feiertagshandel erholt – Niedrige Raffinerienachfrage

 

So lange Brent in einer Backwardation Situation bleibt, die sich weiter verstärkt, ist eine andauernde und nachhaltige Abwärtsbewegung unwahrscheinlich. Grund sind wohl vor allem die Sanktionen gegen Venezuela und Iran, aber auch die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe. Auch wenn die Korrektur in der vergangenen Woche gegen eine knappe Marktlage spricht, so dürfte sich die OPEC+ Gruppe damit animiert fühlen, die Maßnahme in die zweite Jahreshälfte hinein zu verlängern. Hinzu kommen die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die sich in den letzten Wochen zugespitzt haben.

Viel der eingepreisten knappen Marktlage sei der Risikoprämie zuzuschreiben. In China haben Raffinerien wegen schlechter Margen ihre Produktion gedrosselt oder den Restart nach Wartungsarbeiten verschoben. Dies zeigt, dass es am Produktmarkt eine Überversorgung gibt, die sich langsam auch auf den Rohölmarkt überträgt. In diesem Licht sind dann auch die pessimistischen Konjunkturerwartungen alles andere als ein stützender Faktor für die Ölpreise. Die Markteinschätzung bleibt damit weiter extrem schwierig.

Bullishe und bearishe Argumente gibt es momentan zu Genüge. Bei der Beurteilung, welche überwiegen, tut man sich am Markt schwer.

Für die Preise bedeutet dies, dass nicht mit größeren Veränderungen zu rechnen ist.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

24. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 68.57 $   Crude (WTI): 58.61 $   Gasoil 612.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0037   Rheinfracht: 34.90 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Korrektur nach stärkstem Kursrutsch in 2019

 

Die gestiegenen US Rohöl- und Benzinbestände vom Mittwoch hatten die Marktteilnehmer sicherlich überrascht. Die Tendenz der immer weiter steigenden Vorräte passt nicht zu der generell vorherrschenden Meinung einer physisch knappen Versorgungslage.

Dazu gab es gestern von der Shell noch die Ankündigung, dass man die Förderung an der neuen Plattform begonnen und damit ein neues Tiefseeprojekt im Golf von Mexiko umgesetzt hat. Unterdessen haben in China einige Raffinerien ihre Auslastung reduziert. Es herrscht ein Überangebot an Produkten vor, sodass einige Anlagen ihre Auslastung um 10% bis 20% reduziert hätten.

Die schwache Produktnachfrage zeigte sich zuletzt auch in den USA, wo die Bestände an Benzin zuletzt zunahmen und die Nachfrage - trotz beginnender Sommersaison – niedrig bleibt. Der Handelsstreit zwischen USA und China scheint sich mit den Sanktionen gegen einzelne Firmen (Huawei) weiter zuzuspitzen, sodass eine Lösung längst nicht mehr so greifbar erscheint, wie noch vor wenigen Wochen angenommen.

Die starken Kursverluste der letzten Tage dürfte die OPEC in ihrem Vorhaben allerdings bestärken, dass man die Produktionskürzungen fortführt.

Nach dem massiven Preisrutsch von gestern ist eine Konsolidierung nicht unüblich. Damit ergeben sich bei den Preisen aktuell Abwärtsspielräume,

 

Fundamental: neutral bis brearish                      Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

23. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.34 $   Crude (WTI): 60.89 $   Gasoil 629.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0083   Rheinfracht: 34.90 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Mehr Öl in den USA, aus Kasachstan und Irak – Ölpreise geben nach

 

Die anhaltenden Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe, die vermutlich über Juni hinaus verlängert werden, sorgen seit Jahresanfang für eine knappe Versorgungslage. In Verbindung mit den Sanktionen der USA ist dies der Hauptgrund für die Preissteigerung bei Brent um über 30% im laufenden Jahr. Doch die steigenden Bestände in den USA widersprechen der Vorstellung einer knappen Marktversorgung. Diese haben nunmehr das höchste Niveau seit Juli 2017 erreicht. . Auch wenn die bullishe Wirkung der geopolitischen Risiken mit den Spannungen zwischen USA und Iran, den Versorgungsproblemen durch US Sanktionen sowie der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe nicht von der Hand zu weisen sind, so wurden diese von den bearishen Bestandsdaten des DOE ausgekontert.

Parallel dazu hat sich auch der Handelskonflikt zwischen USA und China in den vergangenen Wochen nicht gerade positiv entwickelt. Auch wenn diese Faktoren bearish sind, dürfte dies die OPEC in ihrem Vorhaben bestärken, die Produktionskürzung in der zweiten Jahreshälfte zu verlängern.

In den Morgenstunden sind die Nachwirkungen der bearishen Faktoren von gestern noch zu spüren. Damit ergeben sich deutliche Abwärtspotenziale bei den Inlandspreisen.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: bearish

 

 

 

 

 

22. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.64 $   Crude (WTI): 62.51 $   Gasoil 641.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0118   Rheinfracht: 38.40 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gasoil nahezu unverändert – Bearishe US Bestandsdaten belasten

 

Es bleibt dabei, dass an den Ölbörsen das Spannungsfeld aus der Erwartung eines physisch knappen Angebots und den negativen Folgen des schlechten Wirtschaftswachstums für das Ölnachfragewachstum vorherrscht. Grundlegend hat sich daran in den letzten Wochen nicht viel geändert, was sich auch in der aktuellen Konsolidierung an den Ölbörsen ausdrückt. Die Futures bleiben durch die bullishe Grundstimmung zwar auf hohem Niveau, doch so lange die Bestände in den USA weiter zulegen und der globale Wirtschaftsausblick durch Faktoren wie den Handelsstreit zwischen USA und China gedämpft bleibt, ist auch das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen limitiert.

Die OPEC tendiert nach dem Meeting vom Wochenende zu einer Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe. Russland hat sich noch nicht klar zu einer unveränderten Fortsetzung bekannt. Diese Konstellation ist allerdings von den letzten gemeinsamen Maßnahmen bereits bekannt.

Mit Blick auf den saisonal im Sommer steigenden globalen Ölbedarf und den verschärften Sanktionen der USA gegen Iran und Venezuela, sorgen die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe für eine bullishe Grundstimmung am Markt. Gepaart mit den erwarteten Ausfällen, wird der Markt überwiegend knapp eingeschätzt.

Für heute deuten sich bei den Preisen weitere Abschläge zu gestern an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

 

 

21. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.26 $   Crude (WTI): 63.41 $   Gasoil 645.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0108   Rheinfracht: 38.40 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Späte Gewinnmitnahmen sorgen für niedrigere Preisniveaus

 

Venezuelas Ölförderung hat mit den verschärften Sanktionen der USA stark abgenommen. Auch in der Nordsee gibt es durch unplanmäßige Ausfälle und Wartungsarbeiten weniger Rohöl für den Markt. Hinzu kommen die Lieferprobleme aus Russland über die Druzhba Pipeline, die bereits zu Lieferschwierigkeiten in Deutschland geführt haben.

Das physische Angebot am Markt ist somit weiter sehr knapp. Es scheint auch nicht so, als ob sich das bald ändern würde, denn in den Sommermonaten steigt der Bedarf an Öl tendenziell. Die Finanzmärkte preisen diese knappe Marktlage momentan aber nicht mit steigenden Preisen ein.

Grund ist zum einen der schwelende Handelsstreit zwischen USA und China. Mit der Anhebung der Zölle auf beiden Seiten haben sich die Parteien in den letzten Wochen nicht unbedingt angenähert. Die Tatsache, dass die USA nun den größten chinesischen Mobilfunkanbieter Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt hatte, dürfte weitere Spannungen hervorrufen. Google darf seine Software und Betriebssysteme dem Anbieter nun nicht mehr zur Verfügung stellen, sodass Huawei weltweit einen signifikanten Wettbewerbsnachteil hat, der auch die Exporte Chinas empfindlich treffen sollte.

Trotz der fundamental bullishen Konstellation deuten sich bei den Preisen momentan noch Abschläge zu gestern an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

20. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.12 $   Crude (WTI): 63.51 $   Gasoil 657.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0118   Rheinfracht: 38.40 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC spricht sich für Verlängerung der Kürzungen aus

 

Der Markt blickt wieder in Richtung OPEC und was diese Ende Juni, zusammen mit einigen Nicht-OPEC Ländern, entscheiden wird. Deutete sich am Freitag noch an, dass die aktuellen Produktionskürzungen gelockert werden könnten, sprach sich die Mehrheit für die Beibehaltung der Maßnahmen aus.

Der OPEC geht es dabei vor allem um die generelle Versorgungslage. Eine zu frühe Anhebung der Ölproduktion, wie im letzten Sommer / Herbst, will man vermeiden. Als Gegenargumente führt man aber die noch immer hohen Ölbestände ins Feld, die in den USA tendenziell zunehmen, sowie die Aussicht auf ein schwaches globales Wirtschaftswachstum.

Unterdessen hat Trump den Druck auf den Iran erhöht. "Wenn der Iran kämpfen will, werde dies das offizielle Ende des Irans sein", so der US Präsident. Die Spannungen im Nahen Osten werden weiter im Auge behalten werden, nachdem in der letzten Woche Ölanlagen in Saudi-Arabien und einige Öltanker angegriffen wurden. In Bagdad soll am Wochenende auch eine Rakete in der sogenannten "grünen Zone" eingeschlagen sein, wo sich auch die US Botschaft befindet.

Die Futures ziehen in der Eröffnung an und reagieren damit erwartungsgemäß bullish. Bei den Preisen sind daher Preissteigerungen zu erwarten

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

17. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.66 $   Crude (WTI): 62.97 $   Gasoil 661.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0091   Rheinfracht: 38.40 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Backwardation Konstellation wird steiler – Preise ziehen deutlich an

 

Die Versorgungslage wird an den Börsen weiter als knapp eingeschätzt. Dies zeigt der sogenannte Time-Spread bei den Brent Futures, dessen Backwardation Konstellation in den letzten Tagen und Wochen stetig zugenommen hatte. Futures mit einer kurzen Lieferzeit sind dabei teurer als mit einer Lieferung zu einem späteren Zeitpunkt.

Die zunehmend steile Backwardation Konstellation ist damit Ausdruck der fundamental bullishen Grundstimmung, die an den Märkten vorherrscht.

Auch die geopolitischen Risiken, die in den letzten Wochen mit den Spannungen zwischen USA und Iran zugenommen haben, werden vor allem an der ICE eingepreist. Der Iran bleibt auch weiterhin das Top Thema am Markt. Bleibt es bei den gelegentlichen "Geplänkel" im Persischen Golf, so ist eine signifikante Risikoprämie sicherlich weiter zu rechtfertigen.

Zu Versorgungsproblemen führt auch der Ausfall der Druzhba Pipeline aus Russland, die noch immer nicht mit normaler Kapazität läuft. Die Raffinerie soll für ihre Produktlieferungen mittlerweile ein Force Majeure verhängt haben.

Bei den Preisen zeichnen sich daher starke Anpassungen nach oben an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

16. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.10 $ Crude (WTI): 62.34 $ Gasoil 650.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0081 Rheinfracht: 35.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise ziehen mit Iran Kriese an – IEA sieht knappe Versorgungslage

 

Die IEA hat die globale Ölnachfrage für 2019 nach unten korrigiert. Dies liegt aber vor allem an einem schwachen ersten Quartal, für das man die Nachfrage niedriger als bisher einschätzte. Die steigende Ölförderung der USA soll zwar die Ausfälle in Venezuela und Iran auffangen können, doch bleibt die Versorgungslage weiter knapp.

Der DOE Bericht blieb insgesamt bearish, da die Ölnachfrage sank und die Rohölbestände deutlich zulegten.

Nachdem die USA gestern die Warnungen für alle US Bürger in der Region verschärft hatte, nimmt die Sorge einer militärischen Eskalation zu. Sollte es zu weiteren Zwischenfällen kommen, könnte sich die Lage schnell verschärfen.

In Anbetracht der potenziellen Folgen, die ein Konflikt zwischen USA und Iran mit sich bringen würde, dominieren momentan die bullishen Aspekte.

Die Preise bleiben auf einem hohen Niveau, sodass man heute Morgen Preissteigerungen für die Inlandspreise Heizöl und Diesel im Vergleich zu gestern erwartet.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

15. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.05 $   Crude (WTI): 61.34 $   Gasoil 636.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0084   Rheinfracht: 35.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Geopolitisches Risiko im Persischen Golf stützt – Gewinnmitnahmen nach API Daten

 

Die Anschläge auf die Ölanlagen in Saudi-Arabien haben nicht gerade zu einer Entspannung der geopolitischen Lage in der Region geführt. Nach den Attacken auf die Öltanker ist dies der zweite Zwischenfall innerhalb von drei Tagen.

Marktteilnehmer fürchten eine "versehentliche" militärische Eskalation zwischen dem Iran und den USA, was die geopolitische Risikoprämie steigen lässt. Ein solcher Konflikt würde die Ölpreise massiv in die Höhe schnellen lassen. Der Iran weist die Verantwortung für die Anschläge von sich, während der geistige Führer des Irans bekräftigt, dass es kein Krieg mit den USA geben, man aber weiter Widerstand leisten werde.

Neben dem knappen Ölangebot sorgen sich die Marktteilnehmer aber auch um die Ölnachfrage. Der Handelsstreit zwischen USA und China eskalierte in den letzten 1,5 Wochen mit neuen Strafzöllen auf beiden Seiten. Das Weltwirtschaftswachstum wird dadurch weiter geschwächt, was sich negativ auf das Ölnachfragewachstum auswirken wird.

Die Zahlen des API zu den US Ölbeständen zeigen Aufbauten. Der Report ist damit eindeutig bearish und belastet die Preise. Trader warten nun auf den Bericht des DOE am Nachmittag.

Bei den Preisen werden daher Preissteigerungen zum Vortag erwartet.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

14. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.57 $   Crude (WTI): 61.25 $   Gasoil 632.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0064   Rheinfracht: 36.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Berg- und Talfahrt deutlich weicher in den Dienstag

 

An den Ölbörsen gibt es aktuell vor allem zwei gegenläufige Faktoren, die ein Spannungsfeld an den Ölbörsen generieren. Auf der einen Seite sind die US Sanktionen gegen Iran und Venezuela sowie die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe, die das globale Angebot reduzieren und die Ölpreise damit stützen. Auf der anderen Seite steht der Handelsstreit zwischen USA und China, der sich in den letzten 8 Tagen zugespitzt hatte und das globale Ölnachfragewachstum schwächt.

Der Streit zwischen USA und China ist weiter eskaliert, nachdem die USA per 01. Juni bestehende Einfuhrzölle anheben und weitere Strafzölle auf alle übrigen Produkte aus China vorbereiten. China hat reagiert seine Zölle ebenfalls angehoben.

Das Spannungsfeld aus Risiken auf der Angebotsseite und Gefahren Seite der Ölnachfrageentwicklung, wird weiterhin bestehen bleiben und für Volatilität sorgen. In den Fokus werden nun die Monatsreports von OPEC und IEA rücken, die heute und Morgen veröffentlicht werden. Hinzu kommen die US Ölbestandsveränderungen des API und DOE von heute Nacht und morgen Nachmittag.

Nach dem Kurseinbruch gestern mit späten Tagestiefs, erholen sich die Ölpreise an den Börsen in New York und London und ziehen wieder etwas an, sodass sich bei den Preisen Preissenkungen andeuten.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

13.Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.98 $   Crude (WTI): 61.73 $   Gasoil 638.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0112   Rheinfracht: 36.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise wenig verändert – Warten auf Handelsstreit und JMMC Meeting

 

Die Sanktionen gegen Iran und Venezuela sorgen für geringere Ölexporte aus beiden Ländern und haben das globale Ölangebot in den letzten Monaten reduziert. Die US Regierung verschärft die Sanktionen weiterhin. Dies sorgt für eine bullishe Grundstimmung, die allerdings auch in weiten Teilen bereits eingepreist ist.

Während das Ölangebot aus Venezuela und Iran also weiter abnehmen dürfte, steht nun der Beginn der Sommernachfrage an. Die Raffinerien an der US Golfküste werden mehr Rohöl verarbeiten. Was allerdings zu Unsicherheiten führt, ist der erwartete Produktionsschub in den USA sowie der Handelsstreit zwischen den USA und China.

Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften schadet nicht nur dem Wirtschaftswachstum der beiden Länder, sondern auch auf globaler Ebene. Die USA und China hatten im ersten Quartal 2019 rund 34% des globalen Ölverbrauchs ausgemacht, sodass eine Eintrübung der Stimmung ein enormes Gewicht hat. Sollten sich beide Seiten allerdings noch auf einen Deal einigen und die Zölle abbauen, könnten die Ölpreise wieder einen Schub bekommen.

Momentan ist noch nicht klar, welche der Aspekte sich in den kommenden Wochen durchsetzen werden, sodass sich bei den Preisen nur geringe Veränderungen abzeichnen.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

 

10. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.52 $ Crude (WTI): 61.84 $ Gasoil 638.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0140 Rheinfracht: 36.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Volatiler Tagesstart – Verhandlungen verlängert, Zölle werden angehoben

 

Momentan konzentriert sich der Fokus der Marktteilnehmer auf die laufenden Verhandlungen zwischen USA und China. Trump hatte eine Frist für die Einsetzung der Sanktionen für Mitternacht gesetzt. Gibt es bis dahin keinen Deal, treten die neuen Zölle in Kraft. Die angekündigte Anhebung der Strafzölle wird nun erst einmal kommen. Ob heute ein Handelsabkommen geschlossen werden kann, ist abzuwarten, in jedem Fall präsentieren sich die Finanzmärkte, und damit auch die Ölpreise, in den Morgenstunden äußerst volatil auf diese Unsicherheiten.

Die erhöhten Handelszölle belasten das Wirtschaftswachstum in den USA, China und global. Daher wird dies auch die Ölnachfrage negativ beeinflussen, was die Preise entsprechend belastet. Kommt es zu keinem deutlichen Fortschritt bei den Verhandlungen, dürfte die Tendenz zu Gewinnmitnahmen zunehmen. Dieses Thema dominiert und stellt die übrigen Marktfaktoren in den Hintergrund.

Die Unsicherheiten beim Ölangebot halten die Ölpreise momentan auf einem relativ hohen Niveau. Auf der anderen Seite belastet der Handelsstreit, was aktuell gegen eine Preisrallye spricht.

Die Futures präsentieren sich in den Morgenstunden durch die Ereignisse im Handelsstreit sehr volatil. zu gestern deuten sich bei den Preisen aktuell jedoch keine starken Veränderungen an.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

 

09. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 69.85 $ Crude (WTI): 61.69 $ Gasoil 634.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0204 Rheinfracht: 38.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Abwärtsbewegung scheint nach bullishen DOE Daten beendet

 

Seit Mitte März hatten die US Ölbestände kontinuierlich und insgesamt um knapp 7,1% zugelegt. Ein Hinweis auf eine noch immer gute Versorgungslage, vor allem in den USA, sodass die Ölpreise in den vergangenen zwei Wochen deutlich gesunken sind. Die gestrigen Zahlen des DOE sind bullish und zeigen, dass die Versorgungslage nicht mehr ganz so komfortabel scheint, wie noch in den letzten Wochen.

Im Fokus momentan sicherlich die Lage im Iran und die Spannungen zwischen Washington und Teheran. Der Iran hatte gestern bekannt gegeben, dass er einige Aspekte des Atomabkommens zurückfahren werde. Die USA hat als Reaktion die Sanktionen gegen den Iran ausgeweitet und in dieser Woche die Militärpräsenz im Persischen Golf verstärkt. Noch reagiert der Markt verhalten auf das Säbelrasseln, da beide Seiten kein Interesse an einer weiteren Eskalation der Lage haben.

Das erneute Aufflammen des Handelsstreits zwischen USA und China hat die Sorgen über einen negativen Einfluss auf die globale Konjunktur und das Ölnachfragewachstum genährt.

Das geopolitische Risiko hat mit der jüngsten Entwicklung allerdings zugenommen.

Für Heute deuten sich leichte Preissteigerungen an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

08. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.23 $   Crude (WTI): 61.88 $   Gasoil 633.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0184   Rheinfracht: 38.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

GD 7 Linie begrenzt Aufwärtsspielräume – Warten auf DOE und Stellungnahme des Iran

 

Mit der Ankündigung neuer Strafzölle gegen China sind die Sorgen über das Ölnachfragewachstum unter den Marktteilnehmern wieder gewachsen. Handelsbarrieren schwächen das globale Wirtschaftswachstum, weshalb auch Aktienmärkte von diesem Umstand belastet werden. Die Ölnachfrage dürfte sich damit ebenfalls abschwächen, was die Preise an entsprechend belastet. Während Trump den Druck auf China erhöhen, zeigt sich der US Energieminister zuversichtlich, dass Saudi-Arabien und andere Partner der USA ihre Produktion anheben werden, um den Wegfall der iranischen Ölexporte durch die verschärften Sanktionen zu kompensieren.

Da die OPEC+ Gruppe ihre Förderkürzungen wohl auch bis mindestens Ende Juni durchzieht, rechnen die meisten Experten kurzfristig, also in den kommenden Wochen, mit erneuten Aufwärtsbewegungen an den Ölbörsen. Erst später im Jahr, wenn mehrere US Pipelines fertiggestellt werden, und damit mehr Rohöl aus den US Schieferölregionen auf den Weltmarkt kommen, rechnet man wieder mit einer Entspannung.

Mit der neuen Konstellation der verschärften Sanktionen gegen den Iran, wird die Marktlage in 2019 nun knapper eingeschätzt, weshalb der Report insgesamt tendenziell bullish zu bewerten ist.

Damit ergeben sich auch bei den Preisen Abwärtsspielräume, die zu gestern Nachmittag allerdings geringer ausfallen.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

07. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.24 $   Crude (WTI): 62.39 $   Gasoil 642.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0167   Rheinfracht: 41.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Kaufsignale – Analysten sehen Ölpreise mehrheitlich fester

 

Gestern rückte die Nachfrageentwicklung plötzlich wieder in den Fokus der Märkte, da Trump schon für Freitag neue umfangreiche Zölle ankündigte. Sollten sich die Spannungen wieder zuspitzen und die Zölle steigen, dürfte sich dies negativ auf das globale Wirtschaftswachstum und auf die Ölnachfrage auswirken.

Veränderungen bei der Nachfrage sind allerdings eher langfristige Faktoren. Auch wenn der anscheinende Kurswechsel von Trump die Preise deutlich belastete, dürfte der Fokus kurzfristig eher auf dem Angebot liegen. Dies zeigt auch der Brent Spread für 3 und 6 Monate. Die vorhandene Backwardation Konstellation verstärkt sich, was in der Regel auf eine knappe Versorgung und tendenziell steigende Ölpreise hindeutet. Entsprechend gingen die Analysten in den letzten Wochen tendenziell von einer festen Entwicklung bei den Rohölpreisen aus, mit der Brent auf 75 bis 80 Dollar steigen könnte. Hinzu kommen erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran.

Eine knappe Marktlage und die geopolitischen Risiken sorgen dafür, dass die Abwärtspotenziale an den Ölbörsen gering und wenig nachhaltig sind, sodass sich auch bei den Preisen aktuell Preissteigerungen andeuten.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

06. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 69.24 $   Crude (WTI): 60.45 $   Gasoil 632.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0160   Rheinfracht: 42.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preiseinbruch zum Handelsauftakt – Trump droht China mit neuen Strafzöllen

 

Die Abwärtskorrektur an den Ölbörsen über die vergangenen beiden Wochen könnte nun dafür sorgen, dass sich Saudi-Arabien wieder stärker für eine Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe für die zweite Jahreshälfte einsetzt.

Im letzten Monat hatte vor allem das globale Ölangebot im Fokus des Marktes gestanden. Die USA steigerte ihre Ölförderung in der letzten Woche auf ein neues Rekordniveau, während die OPEC+ Länder weiter ihre Produktion drosseln. Sanktionen gegen Venezuela und Iran wurden verschärft, womit das Angebot knapper wird.

Mit dem Wochenauftakt lenkt US Präsident, Donald Trump, die Aufmerksamkeit der Märkte nun wieder auf die Ölnachfrage. Laut eines Tweets vom Sonntag kommen die Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit China zu langsam voran. Als Reaktion darauf kündigt Trump nun die Anhebung der Strafzölle auf chinesische Importe beginnend an diesem Freitag an.

Eigentlich hatte der Markt angenommen, dass sich China und USA bald, eventuell auch schon diese Woche, auf ein Handelsabkommen einigen können. Kommen die neuen Zölle, könnte dies die Annäherung beider Seiten erschweren.

Mit dem Preisrutsch deuten sich bei den Preisen erst einmal deutliche Abwärtsspielräume an.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

03. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.40 $ Crude (WTI): 61.67 $ Gasoil 639.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0199 Rheinfracht: 42.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Gewinnmitnahmen – Hohe US Bestände belasten

 

Physisch ist momentan wohl noch nicht von einer Unterversorgung auszugehen.

Doch die momentane Abwärtskorrektur an den Börsen ist etwas kontraintuitiv zu dieser Lage.

In den USA sind die Rohölvorräte in der letzten Woche um knapp 10 Mio. Barrel gestiegen. In Anbetracht der Sanktionen gegen den Iran und Venezuela, sowie rückläufiger Ölimporte aus Saudi-Arabien, eine durchaus erstaunliche Entwicklung. Hinzu kommt, dass man davon ausgeht, dass die anstehenden Exportausfälle des Iran aufgefangen werden können. Diese Gefahr besteht nun seit mehreren Wochen, sodass sich der Markt in gewisser Weise hieran gewohnt hat. Die Produkt Futures, insbesondere Gasoil, zeigen sich derzeit im Vergleich zu den Rohölpreisen von Brent und WTI fester. Auch wenn die Futures an den Ölbörsen am Morgen oberhalb der Vortagestiefs bleiben, so handeln diese dennoch unter den Werten von gestern Vor- und Nachmittag. Trotz des weicheren Euros, setzen sich bei den Inlandspreisen heute Morgen die Preisnachlässe durch.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

 

 

02. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.92 $ Crude (WTI): 63.39 $ Gasoil 643.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0174 Rheinfracht: 42.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Venezuela und Libyen - Ölpreise bleiben durch geopolitische Risiken fest

 

Die US Ölbestandsdaten des DOE haben gezeigt, dass die Versorgungslage in den USA, trotz all der Sorgen, die man aktuell auf globaler Ebene hat, weiter komfortabel bleibt. Die Rohölbestände sind deutlich gestiegen, auch wenn die Importe aus der OPEC den niedrigsten Stand seit über 30 Jahren markiert haben.

Die verschärften Sanktionen der USA werden die Ölexporte des Irans weiter reduzieren. Meldungen über interne Berichte aus dem Iran zeigen, dass die Regierung in Teheran offenbar mit einem Rückgang der Verkäufe rechnet.

Die Produktionskürzungen mit der OPEC+ Gruppe will man aber anscheinend weiter verlängern.

In Venezuela und Libyen haben sich die geopolitischen Unsicherheiten noch einmal gesteigert, was gegen eine starke Abwärtskorrektur an den Börsen spricht.

Entscheidend wird daher sein, wie sich die geopolitischen Konflikte auf die Produktion und Exporte der betroffenen Länder auswirken. Heute Morgen starten die Futures im Bereich ihrer Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher nun deutliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral