AVIA Vereinigung Schweiz

14. Dezember 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 61.09 $   Crude (WTI): 52.36 $   Gasoil 562.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9943   Rheinfracht: 47.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Saudi-Arabien will Exporte deutlich senken – Futures zogen im späten Handel an

 

Die Ölbestände der OECD stiegen zuletzt wieder an und selbst mit den Produktionskürzungen der OPEC bleibt im kommenden Jahr vermutlich eine Überversorgung bestehen.

Die OPEC hatte im November rund 33 Mio. B/T gefördert und damit deutlich mehr als der erwartete Bedarf im kommenden Jahr. Entsprechend sei es auch noch abzuwarten, ob die Maßnahmen der OPEC die gewünschte Wirkung entfalten.

Bisher jedenfalls konnten die Kürzungen die Preise nicht nach oben treiben und haben vielmehr für eine Stabilisierung im Bereich der 50 Dollar WTI bzw. 60 Dollar Brent gesorgt. Bisher scheint sich die OPEC+ Gemeinschaft an die Vereinbarungen zu halten, auch wenn Russland im Januar deutlich weniger kürzt als versprochen. Dafür wird aber Saudi-Arabien seine Produktion stärker als erwartet zurücknehmen. Hinzu kommen nun auch noch die massiven Exportkürzungen in Richtung der USA.

Diese zielen vermutlich auf die wöchentlichen US Bestandsdaten ab. Schafft man die Bestände dort zu senken, dann würde der Eindruck einer knappen Marktlage entstehen und man könnte die Preise stützen.

Bei den Preisen deuten sich damit aktuell Preisaufschläge an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

13. Dezember 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 60.33 $   Crude (WTI): 51.22 $   Gasoil 556.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9928   Rheinfracht: 47.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC+ Kürzungen unzureichend – Iran: Meinungsverschiedenheiten in der OPEC

 

Die Entscheidung der OPEC+ Gruppe wird einen gewissen Anteil des erwarteten Überangebots im kommenden Jahr reduzieren. Russland kürzt nur bedingt im Januar und Marktteilnehmer haben Zweifel, ob das Volumen der Kürzungen umfangreich genug ist. Bislang scheint das Abkommen allerdings zumindest gut genug zu sein, dass die Preise einen vorläufigen Boden gebildet haben.

Die Monatsreports von EIA und OPEC haben die Zweifel im Markt eher noch einmal verstärkt. Während die EIA in ihrem Bericht die Preisprognosen für die kommenden Quartale nach unten korrigiert hat, deutet der OPEC Report selbst darauf hin, dass die nun eingeleiteten Kürzungen nicht ausreichen um eine Überversorgung im kommenden Jahr zu verhindern.

Damit reichen die bullishen Aspekte momentan nicht aus, um den Markt nachhaltig nach oben zu treiben. Insbesondere die Kommentare des iranischen Ölministers, der von ernsthaften politischen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Organisation spricht, hat zusätzlich Zweifel gesät.

Aktuell haben sich die Futures wieder gefangen, notieren allerdings deutlich unterhalb der Werte von gestern Nachmittag. Somit ergibt sich für Heute bei den Preisen leichtes Abwärtspotenzial.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

12. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.83 $   Crude (WTI): 52.17 $   Gasoil 559.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9932 Rheinfracht: 49.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC Beschluss sorgt für Bodenbildung – API Bestandsdaten stützen die Preise

 

Die Produktionskürzungen der OPEC+ Gemeinschaft beginnen im Januar und sollen die drohende Überversorgung reduzieren. Doch Russland hat schon angekündigt im Januar weniger als vereinbart vom Markt zu nehmen. Das Angebot sinkt damit nicht so schnell wie angekündigt, während die Rohölnachfrage im ersten Monat deutlich schwächer als aktuell erwartet wird.

In der Tat gibt es einige Gründe, weshalb der Markt bisher nicht mit einer starken Aufwärtsreaktion auf die Kürzungen reagiert hat.

Hinzu kommt der Pessimismus im globalen Wirtschaftswachstum, der seine Gründe zum Teil im Handelsstreit zwischen USA und China hat, zum Teil aber auch auf die politischen Herausforderungen innerhalb der EU zurückzuführen ist. Zu nennen ist hier einmal der Brexit aber auch die angespannte politische Stimmung in Frankreich und der Haushaltsstreit Italiens mit der EU.

Hinzu kommt auch noch das US Schieferölwachstum, das im kommenden Jahr weiter kräftig zulegen wird. Dennoch kann die getroffene Maßnahme nun erst einmal einen Boden für die Preise bilden.

Am Morgen präsentieren sich die Notierungen an den Ölbörsen aktuell fest. Weitere rechnerische Preissteigerungen deuten sich damit an.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

11. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.05 $   Crude (WTI): 51.09 $   Gasoil 564.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9892 Rheinfracht: 49.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC Kürzung verpufft – Ölpreise geben zum Wochenstart nach

 

Die Produktionskürzung der OPEC+ Gemeinschaft hatte zunächst eine bullishe Wirkung auf die Preise. Allmählich mehren sich allerdings die Zweifel, dass die Kürzungen nicht umfangreich oder lang genug angesetzt sind. Gerade bei der Nachfrageentwicklung besteht noch erhebliche Unsicherheit, denn diese wurde in den letzten Monaten immer wieder nach unten korrigiert.

Auch wenn China und USA im Handelsstreit nun erst einmal einen Waffenstillstand vereinbart haben, so bleibt dies für die Nachfrage ein belastendes Element.

Die Ankündigung Russlands, die Produktionskürzungen erst in einigen Monaten umsetzen zu können, sorgt nicht gerade für ein Bild einer starken Kürzung. Vermutlich wird die Produktion erst im Laufe des Februars bis April sinken. Im April aber endet bereits die jetzt getroffene Vereinbarung.

Im Inland hat sich die Versorgungslage erheblich entspannt. Nicht nur die Frachtpreise, auch die Aufschläge für die Produkte nehmen in allen Regionen immer weiter ab und werden sukzessive ausgepreist.

Mit der nachgebenden Tendenz an den Ölbörsen deuten sich auch heute Morgen bei den Preisen aktuell Preisnachlässe an.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

10. Dezember 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 61.96 $   Crude (WTI): 52.48 $   Gasoil 577.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9884 Rheinfracht: 53.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Starke Preisrallye bleibt nach OPEC+ Kürzung bisher aus

 

Der OPEC Deal am Freitag hat die Preise klar gestützt, doch eine massive Rallye löste dies bisher nicht aus. Mit einer Kürzung um 1,2 Mio. B/T hat man den erwarteten Minimalkonsens leicht übertroffen, doch zum einen hat Russland bereits angekündigt, dass man die Reduzierung nicht sofort umsetzen werde und zum anderen haben Experten Zweifel, ob die Kürzung ausreichen wird, um eine Überversorgung in 2019 zu verhindern.

Die Laufzeit des Abkommens ist bis April ungewöhnlich, denn normaler Weise trifft man Vereinbarungen für ein halbes Jahr – Mai/Juni und November/Dezember. Nun zieht man das nächste Treffen vor und wird sich also im April zur nächsten turnusmäßigen Runde zusammenfinden.

Unterdessen entspannt sich die Versorgungslage mit den Niederschlägen weiter. Die Pegel des Rhein befinden sich nun schon seit einer Woche auf einem Niveau, dass eine Schifffahrt mit voller Beladung zulässt. Die Verfügbarkeit im Inland ist damit erheblich besser geworden, sodass auch die Aufschläge allmählich wieder sinken.

Da die Ölpreise mit der beschlossenen Produktionskürzung der OPEC erst einmal ihre Kursgewinne halten, zeichnen sich moderate Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

07. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 59.57 $   Crude (WTI): 51.02 $   Gasoil 563.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9927 Rheinfracht: 53.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC von Russland abhängig – Entscheidung wird heute Abend erwartet

 

Der Poker in Wien geht heute in die nächste Runde. Sollte das Kartell keine Einigung mit den Nicht-OPEC Ländern finden können, so droht ein massiver Preisrutsch. Die beteiligten Länder dürften sich allesamt im Klaren sein, dass dies der schlechteste Ausgang für alle wäre.

Insofern rechnen die meisten Marktbeobachter mit einer Produktionskürzung der OPEC und Nicht-OPEC Länder. Dennoch könnte diese minimale Kürzung den Markt stabilisieren und einen Boden im Bereich des aktuellen Niveaus bilden. Der Schlüssel dazu liegt offenbar bei Russland die aktuell, beratende Gespräche führen und Entscheidungsträger sein könnten.

Die Blicke bleiben damit auch heute wieder auf Wien gerichtet und ein erneut nervöser Handel wird erwartet. Je nach Kommentaren, Spekulationen oder Entscheidungen der OPEC+ Gruppe werden die Preise in die ein oder andere Richtung ausschlagen.

Da die Ölpreise heute Morgen unter den Niveaus von gestern Mittag bleiben, deuten sich bei den Preisen heute Morgen aktuell Preisnachlässe an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

06. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.85 $   Crude (WTI): 53.16 $   Gasoil 581.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9979 Rheinfracht: 53.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise vor OEPC Meeting volatil erwartet – Entscheidung noch immer offen

 

Wie gewöhnlich haben die Kommentare rund um die anstehende Entscheidung der OPEC zugenommen. Von den ölproduzierenden Ländern will sich noch niemand in die Karten schauen lassen, wenngleich eine Kürzung mittlerweile als wahrscheinlich gilt.

Die Unsicherheit unter den Experten und Analysten ist dementsprechend ebenfalls groß.

US Präsident Trump hat per Twitter erneut aufgefordert, dass die OPEC von einer Produktionskürzung absehen sollte. Die Welt bräuchte und wolle keine höheren Ölpreise. All die Kommentare aus dem Umfeld der OPEC und auch aus dem Weißen Haus dürften den Markt kaum überraschen. Sollte die Förderkürzung geringer als erwartet ausfallen, und der Zeitraum von 6 Monaten knapp bemessen sein, so könnten die Preise durchaus eine bearishe Reaktion zeigen.

Größere und längere Kürzungen werden die Preise hingegen selbstredend klar stützen und könnten zu einer Fortsetzung der am Montag begonnenen Aufwärtskorrektur führen. Wie üblich haben sich die Marktteilnehmer mit dem OPEC Meeting auf einen sehr volatilen Wochenausklang einzustellen.

Sowohl Gasoil als auch Euro/Dollar-Kurs zeigen sich wenig verändert zu gestern.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

05. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.15 $   Crude (WTI): 52.45 $   Gasoil 578.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9994 Rheinfracht: 59.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC+ kurz vor Entscheidung uneinig – Sinkende Frachtkosten lassen Inlandspreise fallen

 

Das OPEC Meeting wird morgen in Wien beginnen und soll eine Entscheidung bezüglich der weiteren Strategie in Bezug auf die Ölproduktion bringen. Zahlreiche OPEC Mitglieder sehen sich durch die Allianz zwischen Saudi-Arabien und Russland entmachtet und fordern daher vor allem von diesen beiden Ländern eine Produktionskürzung ein.

Gestritten wird auch nicht nur wer wie viel kürzen muss, wie üblich geht es auch um die Ausgangsmengen, die als Referenz bei der Bewertung der Einhaltung gelten. Zweifel bestehen daher, ob das Kartell zu einer Einigung kommt, denn Produktionsgrenzen sind nur dann offiziell beschlossen, wenn alle Mitglieder zustimmen.

Neben den Zweifel an den Produktionskürzungen der OPEC kommen nun auch wieder die Drohungen Trumps in Richtung China hinzu. Bleibt eine Einigung aus, würden die Zölle steigen, das Wirtschaftswachstum und damit auch das Ölnachfragewachstum ausbremsen. Für die Preise an ICE und NYMEX in der Nacht also gleich zwei Gründe für Gewinnmitnahmen.

Bei den Preisen ergeben sich im Zusammenspiel mit den sinkenden Frachtpreisen auf dem Rhein und der verbesserten Versorgungslage heute Morgen weitere mögliche Abwärtsspielräume.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

04. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.50 $   Crude (WTI): 53.60 $   Gasoil 588.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9959 Rheinfracht: 100.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Tendenz mit OPEC-Kürzung weiter fest – Goldman sieht 70 Dollar

 

Die Produktionskürzung der OPEC gilt am Donnerstag als sehr wahrscheinlich. Experten gehen davon aus, dass das Kartell die Förderung reduzieren wird, was die erwartete Überversorgung in 2019 vermutlich vom Markt nehmen würde.

Was der OPEC zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht klar war, ist, dass auch Kanada seine Ölförderung ab dem 1. Januar reduzieren wird. Das Kartell könnte daher nun auf diese Maßnahme eingehen und tendenziell etwas weniger vom Markt nehmen. Der Effekt wäre allerdings der gleiche.

Der angekündigte Austritt Katars aus dem Kartell ist lediglich eine Randnotiz, da das Land zu den kleineren Produzenten der Organisation gehört.

Mit den Produktionskürzungen rechnen Analysten nun mit steigenden Preisen. Sollten die Experten Recht behalten, würde Brent mit der Produktionskürzung um etwa 8 Dollar steigen.

Am Rhein sorgen dafür nun die steigenden Pegelstände für Entlastung bei der angespannten Versorgungslage. Die Situation bleibt vorerst allerdings weiter kritisch, da die Pegelstände von den kontinuierlichen Regenfällen abhängig sind.

Bei den Preisen deuten sich damit keine größeren Preisveränderungen an, die Tendenz geht allerdings zu festeren Niveaus.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; bullish

 

 

 

 

 

03. Dezember 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.17 $   Crude (WTI): 53.49 $   Gasoil 580.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9976 Rheinfracht: 180.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Produktionskürzung Kanada, OPEC, Russland - Preisrallye zur Eröffnung

 

Die Futures an der Börse machen einen kräftigen Satz nach oben. Die Annäherung im Handelsstreit zwischen China und USA gibt den Märkten Rückenwind. Vor allem aber ist es die Einigung auf eine grundsätzliche Produktionskürzung zwischen Russland und Saudi-Arabien die als Grundvoraussetzung für eine Intervention der OPEC kommenden Donnerstag gesehen wird.

Dem Markt steht nun allerdings eine turbulente Woche bevor. Kommentare und Äußerungen aus dem OPEC+ Umfeld werden mal für, mal gegen eine Kürzung sprechen.

Wenig überraschend ist daher die starke Reaktion der Preise an den Ölbörsen zum Handelsauftakt. Weniger Öl aus Kanada und die Aussicht auf eine Produktionskürzung aus den OPEC+ Ländern sorgt für einen kräftigen Preisanstieg.

Bei den Inlandspreisen wird der aktuelle Regen, der auch die Woche über noch anhalten wird, für Entlastung sorgen. Die Pegelstände werden steigend erwartet. Es wird allerdings zeitlich noch etwas dauern bis die Frachtraten auf die normalisierten Pegelstände reagieren und sich ebenfalls normalisieren.

Mit dem Kurssprung an den Ölbörsen setzen sich auch Preissteigerungen durch, die sich noch verstärken können, sollte sich die Preisrallye weiter fortsetzen und an Dynamik gewinnen.

 

Fundamental; bullish                 Chartanalyse; bullish

 

 

 

 

 

30. November 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 59.55 $   Crude (WTI): 51.48 $   Gasoil 559.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9968 Rheinfracht: 180.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ausbruch? Ölpreise könnten eine heftige Preisrallye hinlegen!

 

Der Abwärtstrend an den Ölbörsen hält nun seit knapp zwei Monaten an. Der Trend ist angezählt und ein Ausbruch nach oben wird vermutlich eine sehr starke technische Reaktion hervorrufen. Der Trendkanal ist zwar noch intakt, doch deutet sich mit den Eröffnungs- und Schlusswerten der letzten Tage eine Art Bodenbildung an

Der Fokus der Marktteilnehmer liegt eine knappe Woche vor dem OPEC Meeting in Wien auf dem Kartell und dessen Verbündete. Vor allem Russland und Saudi-Arabien kommen wieder einmal Schlüsselrollen zu.

Saudi-Arabien ist dabei in einer Zwickmühle und bei der Regulierung des Ölangebots auf die Hilfe Russlands angewiesen. Zum einen will man die Last der Kürzung nicht alleine tragen, zum anderen will man eine zu starke Reduzierung der eigenen Produktion vermeiden, nachdem Trump den Druck auf Saudi-Arabien erhöht hat. Der US Präsident forderte zuletzt immer wieder niedrigere Preise und ist gegen eine Produktionskürzung der OPEC.

Mit der nun scheinbar grundsätzlichen Einigung auf eine Produktionskürzung zwischen Saudi-Arabien und Russland ist die fundamentale Konstellation leicht bullish einzustufen. Bei den Preisen deuten sich nur kleinere Preisveränderungen ab.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

29. November 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 58.92 $   Crude (WTI): 50.56 $   Gasoil 563.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9926 Rheinfracht: 180.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

DOE und Fed sorgen für Volatilität – Starke Preissenkung im Inland

 

Die US Rohölbestände sind einmal mehr gestiegen. So lange die Vorräte in den USA weiter klettern wird es für die Ölpreise schwer sein sich nachhaltig nach oben zu bewegen. Die Versorgungslage gilt aktuell als weitestgehend komfortabel, weshalb der größte Impulsgeber in naher Zukunft die Entscheidung der OPEC über ihre Produktionsmengen sein wird.

Am Wochenende wird beim G20 Gipfel ein erstes Geplänkel erwartet. Wenn die großen Ölproduzenten aufeinander treffen könnte bereits eine Vorentscheidung für das Meeting in Wien kommende Woche fallen. Entscheidend könnte wieder die Beteiligung Russlands sein. Doch hier scheint man sieht man die aktuell niedrigeren Preise momentan weniger kritisch als bei der OPEC.

Kürzungen sind im Gespräch, wenngleich fraglich ist, ob diese ausreichen werden, um die drohende Überversorgung im kommenden Jahr abzuwenden. Ein schwächeres Nachfragewachstum und ein starker Produktionsschub der Nicht-OPEC Länder wird als Hauptgrund für die bearishe Einschätzung der meisten Marktteilnehmer gesehen

Bevor nicht klar ist, was die OPEC entscheidet, bleiben die Ölbörsen weiter volatil.

Für Heute werden sich bei den Preisen rechnerisch Preisnachlässe andeuten.

 

Fundamental; neutral bis bearish                      Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

28. November 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 61.04 $   Crude (WTI): 52.32 $   Gasoil 584.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9993 Rheinfracht: 190.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures mit technischen Kaufsignalen volatil

 

Die Pegelstände am Rhein haben sich noch immer nicht nennenswert erholt und bleiben auf sehr niedrigem Niveau. So lange die Pegelstände nicht steigen bleibt die Versorgungslage weiter angespannt und die Preisaufschläge hoch.

Verbessert hat sich die Lage nun auch nicht unbedingt mit der Tatsache, dass in Frankreich Raffinerien in der Normandie abgeschaltet und die Auslieferungen von Treibstoffen gestoppt wurde. Grund sind Demonstrationen gegen die politischen Reformen in Frankreich. Weniger Raffinerieproduktion in Frankreich bedeutet, dass sich der Markt auch dort mit Zukäufen von Produkten eindecken muss, wie es in Deutschland eben auch bereits seit Monaten der Fall ist.

Im Vorfeld des OPEC Meetings am 6. Dezember kann schon der G 20 Gipfel in Buenos Aires richtungsweisend sein. Hier werden auch die drei größten Ölproduzenten der Welt USA, Russland und Saudi-Arabien aufeinandertreffen. Die Ölproduktion wird dabei ganz sicher auch ein Thema sein. Zudem könnte es im Handelsstreit zwischen USA und China zu einer Lösung kommen, die die Preise stützt.

Nach den Abwärtsbewegungen der letzten Wochen könnte dies zu Short-Coverings führen, mit denen Aufwärtstests möglich sind, wenngleich es fundamental keinen wirklichen neuen Impuls gibt und die Konstellation neutral zu sehen ist.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

27. November 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 60.33 $   Crude (WTI): 51.38 $   Gasoil 581.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9991 Rheinfracht: 190.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Short-Coverings bremsen die Abwärtsbewegung – Saudi-Arabien mit neuen Rekordmengen

 

Vor 2 Monaten hatte man noch Bedenken bezüglich einer Unterversorgung am Rohölmarkt. Der Markt hat sich mit der Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums, dem Handelsstreit zwischen USA und China, den Produktionssteigerungen der OPEC+ Gemeinschaft sowie der Ausnahmeregelungen der USA bei den Iran Sanktionen stark verändert.

Die jüngsten Zahlen aus Saudi-Arabien zeigen, dass das Land momentan so viel Rohöl fördert wie es nur kann und immer neue eigene Rekorde aufstellt. Russland und die USA tun es den Saudis gleich und fördern was möglich ist. Ausfälle aus Venezuela und Iran werden damit locker kompensiert, sodass der Markt tendenziell überversorgt ist. Das momentane Contango deutet daher auf eine relativ gute Versorgungslage hin.

Lediglich die OPEC könnte wohl mit einer gravierenden Produktionskürzung die Stimmung am Markt wieder kippen. Während eine Kürzung als sicher gilt, so ist der Umfang des Einschnitts aktuell eher als gering einzuschätzen. Selbst wenn die OPEC den Markt ausgeglichener gestalten kann, so nimmt die Reservekapazität des Kartells mit der Produktionskürzung zu, was die Versorgungssicherheit verbessert. Die kommenden Wochen werden mit der Entscheidung der OPEC+ Länder und der Umsetzung vermutlich besonders volatil werden.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

26. November 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 60.02 $   Crude (WTI): 51.17 $   Gasoil 582.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9967 Rheinfracht: 190.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrutsch auf Langzeittiefs – Schwache Nachfrage und hohes Ölangebot

 

Aktuell deutet sich eine moderate Produktionskürzung der OPEC ab, sodass die Überversorgung vermutlich nicht vollständig vom Markt genommen wird. Die US Schieferölförderung befindet sich weiter in einer Boom Phase, die im kommenden Jahr aller Voraussicht nach weiter anhalten und kein absehbares Ende finden wird. Transportengpässe werden ebenfalls zunehmend abgebaut.

Aus den USA kommt somit mehr Öl an den Markt, während die Ölnachfrage allerdings Probleme hat. Die Konjunkturdaten fielen zuletzt enttäuschend aus. Am Freitag blieben die Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone deutlich hinter den Erwartungen zurück und der internationale Handelsstreit zwischen China und den USA belastet das Wachstum ebenfalls.

Experten haben die Wachstumsaussichten für die Rohölnachfrage zuletzt nach unten korrigiert und sehen tendenziell weitere Abwärtsrisiken. Die Nachfrageprognosen könnten daher schon bald weiter bearish ausfallen, denn auch die Aktienmärkte, als genereller Indikator des Wirtschaftswachstums, zeigen in den letzten Wochen und Monaten eine negative Performance.

Die Futures an den Ölbörsen ziehen nach dem starken Preisrutsch am Freitag wieder an. Die Konstellation wird offenbar für Short-Coverings genutzt, sodass es für die Preise nun erst einmal nach oben geht.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral