AVIA Vereinigung Schweiz

20. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 53.26 $   Crude (WTI): 50.76 $   Gasoil 479.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9964   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Verspätete Abwärtsreaktion auf DOE – Preise brechen nach US Bestandsdaten ein

 

Die US Ölproduktion befindet sich in einem scheinbar nicht aufzuhaltenden Aufwärtstrend. Die US Ölförderung hat damit etwa ein Drittel der Kürzungen ausgeglichen und wird in den kommenden Monaten noch weiter anwachsen. Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass Preisniveaus zwischen 50 und 55 Dollar für US Unternehmen ausreichend sind um ihre Förderung auszubauen.

Die gestrige Abwärtsbewegung an den Ölbörsen wird insbesondere den US Ölbestandsdaten zugerechnet. Eigentlich erwartet der Markt deutliche Rückgänge bei den Rohölvorräten, da die US Raffinerien mehr Rohöl verarbeiten, während die OPEC ihr Angebot seit Monaten reduziert hat.

Angesichts der weitverbreiteten Meinung, dass die OPEC die Produktion auch in der zweiten Jahreshälfte künstlich reduziert, ist ein nachhaltiger Preisrutsch unter die 50 Dollar für die Marktteilnehmer vermutlich ein zu großes Risiko und damit eher unwahrscheinlich.

Die Futures bleiben nach ihrem gestrigen Preisrutsch auf ihrem niedrigen Niveau, jedoch noch klar oberhalb der Vortagestiefs.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

 19. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.72 $   Crude (WTI): 52.28 $   Gasoil 489.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9974   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Spekulationen um Verlängerung der Produktionskürzungen häufen sich…

 

Die US Rohölbestände sind nur leicht gesunken und bleiben weiter nahe der Rekordhochs. Die US Ölproduktion befindet sich im Aufwind und setzt die OPEC unter Druck.

 

Die OPEC befindet sich daher in einer Zwickmühle. Verlängert sie die Produktionskürzungen stabilisiert sie zwar die Preise oder hebt diese eventuell weiter an, damit nimmt aber auch die US Rohölförderung zu. Bei einem Ende der künstlichen Produktionskürzungen könnte der Markt dann erneut in eine starke Überversorgung geraten. Entscheidet sich die OPEC gegen eine erneute Kürzung, ist von einer massiven Abwärtskorrektur an den Ölbörsen zu rechnen.

 

Bei einer Pressekonferenz in Riad sagte der saudische Ölminister, dass es noch zu früh sei um über eine Verlängerung der Kürzungen zu sprechen. Damit relativiert er die Erwartungen der Marktteilnehmer, dass Saudi-Arabien nun auf eine weitere Produktionskürzung für die zweite Jahreshälfte drängt.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

 18. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.38 $   Crude (WTI): 52.64 $   Gasoil 493.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0041   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US Ölproduktion ist erneut gestiegen

 

Über Ostern war nur wenig Bewegung an den Ölbörsen zu verzeichnen. Saudi Arabien, Irak und Kuwait erachten einen Preis von 60 Dollar pro Barrel als erstrebenswert um ein gutes Wirtschaftswachstum und ausreichend Investitionen in die Ölindustrie zu erzielen. Der saudische Ölminister ist für eine Verlängerung der Produktionskürzungen in der zweiten Jahreshälfte.

 

Die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA ist in der letzten Woche um 11 auf nun 683 gestiegen. Dies ist der 13. Anstieg in Folge und das höchste Niveau seit rund zwei Jahren. Die ansteigende Zahl von Bohranlagen begünstigt damit das Wachstum der US Ölproduktion in den kommenden Monaten. Die Ölpreise starten leicht tiefer in die neue Woche.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

13. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.81 $   Crude (WTI): 53.03 $   Gasoil 498.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0021   Rheinfracht: 22.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Heute Dank dem tieferen Dollar leicht günstigere Preise als gestern…

 

Die gestrigen US Ölbestandesdaten zeigten Abbauten beim Rohöl und den Treibstoffen, einzig in Cushing wurden Aufbauten verzeichnet. Da die US Ölförderung schneller als erwartet gewachsen ist, bremste dies den Anstieg der Ölpreise an der Börse. Die USA exportiert immer mehr Öl nach China, Japan und Singapur was der OPEC Marktanteile im asiatischen Raum streitig macht.

 

Der Kampf um die Marktanteile könnte eine Verlängerung der Förderbegrenzungen zum kippen bringen…

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

 12. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.71 $   Crude (WTI): 53.90 $   Gasoil 499.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0063   Rheinfracht: 22.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise immer noch steigend…

 

Da die Wartungsarbeiten der Raffinerien langsam beendet sind, und die die Betreiber vor der starken Sommernachfrage die Produktion von Treibstoffen ankurbeln, begünstigt dies die Abbauten von Rohöl. API gelieferten Daten stützen deshalb die Ölpreise. Jedoch viel der EIA Monatsreport bearish aus, da man mit einer eher schwächelnden Nachfrage und einer steigenden US- Schieferölproduktion rechnet.

 

Saudi Arabien der größte Ölproduzent der OPEC hatte im Januar mehr Öl vom Markt genommen als mit den anderen Ländern der OPEC vereinbart wurde, kündigte jedoch an, dass sie das nicht dauerhaft machen werden. Gleichzeitig haben Sie die Priese für die Öllieferungen im Mai gesenkt, anscheinend möchte man sich die Marktanteile sichern.

 

Die Spekulationen um die Weiterführung des OPEC Deals mehren sich.

 

Fundamental bullish                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

11. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.87 $   Crude (WTI): 52.95 $   Gasoil 494.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0089   Rheinfracht: 21.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Geopolitische Spannungen pushen die Ölpreise nach oben

 

Durch Produktionsausfälle in Kanada (Brand im letzten Monat) und in Libyen, sinkt das Angebot um etwas 650‘000 B/T. Experten rechnen bis Ende Juni mit einem Ausfall von etwa 25-30 Mio Barrel. Bisher hatten die Ausfälle noch keine große Wirkung, da es einige Zeit braucht, bis sich diese negativ auf die US Ölimporte aus Kanada auswirken.

 

Die geopolitischen Spannungen sind mit dem Angriff von den USA auf Syrien und der erhöhten Kriegsgefahr in Nordkorea gestiegen, was sich aktuell bullish auf die Ölpreise auswirkt.

 

Die Marktteilnehmer fokussieren sich nebst den Produktionsausfällen und dem Kriegsgeschehen auf die anstehenden Monatsreports sowie an den US Ölbestandsdaten dieser Woche.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

10. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.75 $   Crude (WTI): 52.45 $   Gasoil 490.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0090   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ruhige Nachrichtenlage - Konsolidierung auf hohem Niveau

 

An den Ölbörsen wurde der US Angriff auf Syrien mit einer steilen Aufwärtsbewegung eingepreist. Der Anstieg war steil, ist aber eventuell nicht von Dauer. Der Markt werde realisieren, dass Syrien für die globale Ölversorgung keine wichtige Rolle spielt.

Die USA verlegen einen Verband von Kriegsschiffen statt nach Australien an die koreanische Halbinsel. Nordkorea hatte in der letzten Woche mit Raketentests neue Spannungen mit den USA und Japan provoziert. Auch wenn die geopolitischen Risiken das Ölangebot derzeit nicht direkt betreffen, so werden Marktteilnehmer die Entwicklung in Syrien und in Nordkorea weiter im Auge behalten.

In dieser Woche gibt es wegen des bevorstehenden Osterwochenendes nur vier Handelstage, sodass Trader versucht sein werden die Risiken in ihren Portfolios bis zum Wochenende zu konsolidieren.

Aktuell ist die Nachrichtenlage relativ dünn und die Preise bleiben am Morgen in einer engen Spanne.

Das Risiko von Aufwärtsbewegungen bleibt damit bestehen

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

07. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.44 $   Crude (WTI): 52.29 $   Gasoil 489.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0044   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung nach US Luftangriffen auf Syrien – Risikoprämie gestiegen

 

In den USA sind die Ölbestände einmal mehr auf neue Rekordhochs gestiegen. Eigentlich sollten die Vorräte langsam sinken, noch ist es allerdings nicht ganz so weit.

So oder so nähern sich die Bestände in Cushing der angenommenen operativen Kapazitätsgrenze an. Je näher die Vorräte an die Kapazitätsgrenze kommen, desto schwieriger wird es für die US Ölproduzenten sein Käufer zu finden.

Aktuell haben sich die Marktteilnehmer allerdings auf die Lage in Syrien eingeschossen und sehen die Einmischung der USA in den Konflikt bullish. Wegen einer möglichen Zunahme der Spannungen zwischen Russland und dem Westen oder der Ausweitung des Konflikts auf andere Teile der Region wird eine Risikoprämie eingepreist. Die Einmischung der USA kann die Preise noch eine Weile stützen, bis Klarheit darüber herrscht, wie sich die Konstellation weiter entwickelt und wie Russland das Vorgehen der USA einstuft.

Dies generiert für heute erhebliches Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

06. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.14 $   Crude (WTI): 50.95 $   Gasoil 480.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0032   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Verspekuliert - Preiskorrektur nach bearishen DOE Zahlen

 

Trader rechnen damit, dass der Ölbedarf in den kommenden Wochen und Monaten deutlich zunimmt, wenn die Frühjahresbelebung die Wirtschaft ankurbelt. In Verbindung mit den Kürzungen der OPEC hat man daher eigentlich darauf gesetzt, dass der Zeitpunkt für einen Trendwechsel bei den US Ölbeständen gekommen ist. Doch viele Marktteilnehmer haben sich gestern verspekuliert. Statt zu sinken stiegen die Rohölvorräte auf neue Rekordniveaus. Auch die US Ölproduktion zog stark an. Im ersten Quartal stieg die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen so stark wie seit 6 Jahren nicht mehr.

Die gestrige Entwicklung hat dem Aufwärtspotenzial erst einmal einen Dämpfer verpasst. Die Preissenkung Saudi-Arabiens kann durchaus als ein aggressives Vorgehen gedeutet werden.

Ob die OPEC das Abkommen verlängert oder nicht wird maßgeblich für die mittelfristige Preisentwicklung sein.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

05. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.58 $   Crude (WTI): 51.44 $   Gasoil 482.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0019   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Wende bei den US Ölbeständen – Beginn einer neuen Sommerpreisrallye?

 

Der Markt befindet sich nun in der Übergangszeit. Das erste Quartal ist immer die Zeit mit der niedrigsten Ölnachfrage. Bis zum Ende des Sommers ist daher mit einem saisonalen Nachfrageschub  im Vergleich zum abgelaufenen ersten Quartal zu rechnen. Die OPEC wird ihre Kürzungen vermutlich mindestens bis Mitte des Jahres aufrechterhalten und diese eventuell sogar noch einmal verlängern.

In Anbetracht dessen scheinen Trader an den Ölbörsen derzeit eher auf eine Preisrallye als auf neue Abwärtstests zu setzen. Diese Entwicklung zeigte sich bereits in den Jahren 2015 und 2016, als die Futures Ende März Anfang April zu einer Sommerrallye von mehr als 10 Dollar bei WTI ansetzten. Wiederholt sich dieses Spiel auch in diesem Jahr, könnte WTI bis auf 60 Dollar oder knapp darüber steigen, was einige Analysten in den letzten Tagen bereits prognostiziert hatten.

Damit ergibt sich für heute rechnerisch deutliches Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

04. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.88 $   Crude (WTI): 50.01 $   Gasoil 468.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0026   Rheinfracht: 18.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisanstieg ausgebremst – Charttechnik mit widersprüchlichen Signalen

 

Die OPEC hat ihre Produktion gekürzt und soll die eigene auferlegte Quote einhalten. Die beteiligten Länder hatten zuletzt weitere Kürzungen angekündigt, sodass alle ihre zugesagten Quoten umsetzen. Aktuell gibt es allerdings vermehrt Diskussionen um die Exporte. Viele Länder scheinen die hohen eigenen Rohölbestände oder einen saisonalen Rückgang beim Eigenbedarf zu nutzen, um trotz der Produktionskürzungen die Exporte und damit ihren Marktanteil am Weltmarkt hoch zu halten.

Laut Zahlen hätten die Ölexporte per Schiff während der Kürzungen in diesem Jahr sogar zu- statt abgenommen. Und auch beim größten Ölproduzenten Saudi-Arabien gibt es keinen Exportrückgang. Sollte sich bestätigen, dass die Exporte nicht gesunken sind, so wäre dies ein Indiz, dass die OPEC im Hintergrund weiter um Marktanteile kämpft. Dies sind dann schlechte Vorzeichen für eine Verlängerung der Produktionskürzungen über Juni hinaus.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

03. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 5354 $   Crude (WTI): 50.68 $   Gasoil 472.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0016   Rheinfracht: 18.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrallye verliert an Dynamik – Technische Verkaufssignale möglich

 

In der letzten Woche hatten vor allem zwei Dinge zu der Preisrallye geführt. Erstens: die US Ölbestände. Die Rohölvorräte nahmen zwar erneut zu, allerdings nur noch geringfügig.

Zweitens: Libyen. Statt Produktionssteigerung im April fiel die Förderung zurück, nachdem Milizen die Produktion des größten Ölfelds lahmgelegt hatten. Dies ging unmittelbar zu Lasten der Verfügbarkeit. Nun soll die Produktion allerdings bereits wieder zunehmen.

Das Ende der Preisrallye könnte langsam erreicht sein, die bullishen Aspekte seien eingepreist. Sollte sich bestätigen, dass die libyschen Ölexporte und Fördermengen tatsächlich wieder zunehmen, dann wäre ein entscheidender bullisher Faktor verschwunden, sodass zum Wochenstart Gewinnmitnahmen überwiegen könnten.

Andere Analysten wären nicht überrascht, wenn die Preise in relativ kurzer Zeit bis auf 60 Dollar steigen würden.

Bei den Inlandspreisniveaus ergibt sich somit rechnerisches Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

31. März 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.83 $   Crude (WTI): 50.13 $   Gasoil 467.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0008   Rheinfracht: 17.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen nach drei Anstiegen in Folge

 

War man sich innerhalb des Kartells Anfang des Jahres noch nicht sicher, ob man die Produktionskürzungen über Juni hinaus verlängern sollte, wächst nun offenbar die Überzeugung, dass die Verlängerung der Maßnahme notwendig ist, damit die Überversorgung nachhaltig abgebaut werden kann. Auch wenn die Unsicherheit weiter groß ist, ob es tatsächlich dazu kommt, stützt dies die Preisniveaus. In den kommenden vier bis fünf Wochen könne es an der Börse daher immer wieder auf und ab gehen, während man die Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung des OPEC Deals ständig neu bewertet.

Die Preisrallye der vergangenen drei Tage ist daher zum Teil auf den Produktionsrückgang und zum Teil auf US Rohölbestände, OPEC Kürzungen zurückzuführen.

Mit dem bullishen Stimmungswandel ist ein starker Preiseinbruch allerdings eher nicht zu erwarten.

Rechnerisch deuten sich damit Preisaufschläge an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

30. März 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.52 $   Crude (WTI): 49.67 $   Gasoil 466.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9966   Rheinfracht: 17.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

3-Wochenhoch – Futures zogen dank DOE und Charttechnik an

 

Die US Ölbestände werden in den kommenden Monaten vermutlich abnehmen. Die Raffinerieauslastung wird in der Vorbereitung auf die Sommernachfrage auf deutlich über 90% steigen (zuletzt: 89,3%) und damit die Rohölbestände reduzieren. Marktteilnehmer werden dies als eine Bestätigung sehen, dass der Markt verknappt wurde und schließlich auch die globalen Vorräte sinken werden.

Analysten gehen davon aus, dass die Quotentreue der OPEC im März bei etwa 95% liegt, was etwa 1%-Punkt mehr als im Vormonat ist. Für die Länder außerhalb des Kartells ist die Quote deutlich schlechter, vor allem weil Russland seine Kürzungen nicht eingehalten hat.

Wichtigster Faktor für eine nachhaltige Rallye an den Ölbörsen bleibt allerdings weiterhin die Verlängerung des Produktionsabkommens der OPEC mit den Nicht-OPEC Ländern.

Sowohl der nachgebende Euro/Dollar-Kurs als auch die 3-Wochenhochs bei den Futures sorgen bei den Inlandspreisniveaus für kräftiges Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

29. März 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.60 $   Crude (WTI): 48.68 $   Gasoil 460.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9936   Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures ziehen an - Technische Käufe und Produktionsausfall in Libyen

 

Dass der Iran eine Verlängerung des Deals wünscht, ist nicht unbedingt neu und damit auch nicht überraschend, zumal das Land von aktiven Kürzungen bisher ausgenommen war. Experten warnen die OPEC davor die Ölpreise mit ihrer Rhetorik unnötig in die Höhe zu treiben.

Höhere Preisniveaus ermöglichen den US Produzenten ihre kommende Förderung über die Futures schon heute zu verkaufen und damit preislich abzusichern. Das künstliche, verbale nach oben Treiben der Preise sei damit kontraproduktiv, bringe es langfristig doch nur noch mehr Öl auf den Markt.

Richtungsweisend wird letztlich weiter sein, ob die OPEC und die Nicht-OPEC Länder, die in den letzten Monaten ihre Produktion gekürzt hatten, diese Kürzungen weiter verlängern werden. Zwar sprechen sich mehrere Länder klar für eine Verlängerung aus, bisher fehlt aber ein Bekenntnis Russlands.

Der Euro/Dollar Kurs rutschte im späten Handel ab und verteuerte damit das am internationalen Markt in Dollar gehandelte Öl.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

28. März 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.01 $   Crude (WTI): 48.00 $   Gasoil 454.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9858   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Short-Covering begrenzt Kursverluste

 

Die OPEC hat sich zum Ziel gesetzt den Markt wieder in ein ausgeglichenes Verhältnis zu bringen. Für das Kartell bedeutet dies jedoch nicht, dass man Angebot und Nachfrage in ein Gleichgewicht bringen will, sondern eine zeitlich begrenzte Unterversorgung schaffen möchte, mit der die globalen Ölvorräte auf den langjährigen Durchschnitt zurückkehren.

Dies setzt folglich die Verlängerung des Abkommens voraus, worüber vermutlich erst am 25. Mai entschieden wird. Sollte man ein Preisband von 50 bis 55 Dollar etablieren können, sieht sich die OPEC in einer guten Position.

Für die Marktteilnehmer werden nun vor allem die US Ölbestände wichtig sein. Zuletzt stiegen diese immer weiter und deuteten damit auf eine Überversorgung hin. Wegen des Endes der saisonalen Raffineriewartungen, geht man allerdings davon aus, dass die Bestände nun deutlich weniger stark zunehmen oder eventuell sogar rückläufig sein könnten.

Short-Covering hatte nach dem Abprall von der 50 Dollar-Marke Brent die Preise im späten Handel gestern gestützt und führt zu Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

27. März 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.41 $   Crude (WTI): 47.50 $   Gasoil 449.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9866   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC Meeting bleibt ohne Überraschung – Libyen und US Ölindustrie belasten

 

Das Komitee der OPEC brachte am Wochenende nichts Überraschendes hervor. Die genannten Zahlen zu den Produktionskürzungen sind im Markt bekannt. Vielmehr ist es die Ölproduktion der USA und Libyens, die Zweifel an der Wirksamkeit der Maßnahmen hervorrufen.

Libyens Ölproduktion nimmt weiter zu und soll in den kommenden Wochen neue Langzeithochs erreichen. In den USA ist der Trend der steigenden Anzahl von Ölbohranlagen ungebrochen und die Anzahl der Bohranlagen wird in den kommenden Wochen vermutlich weiter zunehmen und die Ölproduktion in diesem Jahr auf neue Hochs treiben. Je mehr Öl aus den USA und aus Libyen auf den Markt kommt, desto schwieriger wird es für die OPEC sein die globalen Ölbestände deutlich zu reduzieren

In dieser Konstellation scheint der Markt nicht für eine Preisrallye auf über 50 Dollar bereit zu sein. Vielmehr dürften neue Produktionsanlagen in den USA eher belasten.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

24. März 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.73§ $   Crude (WTI): 47.92 $   Gasoil 450.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9940   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Alle Augen auf OPEC Meeting und Baker Hughes gerichtet

 

Die US Rohölbestände sind trotz der Kürzungen der OPEC immer wieder auf neue Rekordhochs gestiegen. Dies hat den Markt dazu veranlasst Long-Positionen zu liquidieren, womit WTI wieder deutlich unter die 50 Dollar-Marke gefallen ist. Dennoch scheint die Strategie der OPEC zu funktionieren, wenn auch langsam.

Wegen der zeitlichen Verzögerung, bis die Produktionskürzungen der OPEC bei den physischen Beständen zu spüren sind, ist es eigentlich unmöglich, dass das Kartell am 25 Mai. eine fundierte Datenbasis für ihre Entscheidung über die Verlängerung des Abkommens hat.

Die Mehrheit der Investmentbanken gehen mittlerweile von einer Verlängerung der Produktionskürzungen aus, allerdings gibt es auch gewichtige Gegenstimmen.

Trader warten nun vor allem auf den Baker Hughes Bericht zur Anzahl der aktiven Ölbohranlagen und am Wochenende trifft sich das OPEC Komitee zur Überprüfung der aktuellen Kürzungen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

23. März 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.84 $   Crude (WTI): 48.25 $   Gasoil 452.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9931   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Abwärtspotenzial ausgereizt? Technische Käufe und Short-Coverings stützen

 

Die gestrige Reaktion auf die US Ölbestandsdaten war uneinheitlich. Eine erste bearishe Reaktion wurde schnell relativiert und führte zu einer Aufwärtskorrektur. Der Bericht sei insgesamt relativ neutral zu interpretieren.

Die Produktionskürzung der OPEC hatte im letzten Dezember begonnen die Preisniveaus zu stützen. Bis Mitte März hatte sich ein relativ hohes Preisniveau bei über 50 Dollar gebildet. Die Tatsache, dass die Preise gestern nicht weiter nachgeben konnten, spricht nun in der Tat für Short-Coverings.

Die Kombination aus der wieder zunehmenden Förderung Libyens und der steigenden US Ölproduktion erweckt den Eindruck, dass die OPEC keine andere Wahl hat, als die Produktionskürzungen zu verlängern, will man den Markt ausgleichen und einen weiteren Preisrutsch verhindern.

Aktuell nutzen die Trader offenbar die Gunst der Stunde für Short-Coverings. Die Futures ziehen im Tagesverlauf an und geben damit auch bei den Produktpreisen die Richtung vor.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral/bullish

 

 

 

 

 

22. März 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.74 $   Crude (WTI): 48.02 $   Gasoil 452.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9933   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Nachgebende Futures kündigen Preisnachlässe an

 

Verlängert die OPEC die Produktionskürzungen oder nicht? Die Frage ist für die Marktteilnehmer derzeit essenziell bei der Einschätzung der zukünftigen Preisentwicklung. Ohne eine Verlängerung des Abkommens wird die Förderung der OPEC und die der Nicht-OPEC Länder im Sommer enorm steigen.

Zuletzt hatten sich einige Länder wie Saudi-Arabien, Kuwait und auch der Iran für eine Verlängerung des Abkommens stark gemacht. Auch Russland hält sich weiter bedeckt und sieht eine Entscheidung über weitere Kürzungen momentan als verfrüht an. Ohne die umfangreichen Kürzungen Saudi-Arabiens sieht die Quotentreue der OPEC bei nur 70% und die der Nicht-OPEC Länder bei 43%.

Eine Verlängerung des Abkommens ist momentan nicht ausgeschlossen, weil ein erneuter Preisrutsch die Ölproduzenten hart treffen würde. Allerdings sind die Verhandlungen hierzu durchaus schwierig.

Nehmen die Anzeichen zu, dass das Abkommen verlängert wird, stützt dies die Preisniveaus, im umgekehrten Fall droht eine weitere starke Abwärtsbewegung.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

21. März 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.06 $   Crude (WTI): 49.27 $   Gasoil 460.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9964   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Produkt-Futures sorgen für Stabilisierung – Technisches Verkaufssignal bei WTI

 

Die Kürzungen der OPEC haben bisher nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Die steigende US Ölproduktion hat den einen Teil, die saisonal sinkende Nachfrage im ersten Quartal den anderen Teil der Produktionskürzungen egalisiert. Innerhalb des Kartells wächst mehr und mehr der Wunsch das bestehende Abkommen zu verlängern, um die Abwärtsbewegung der Preise zu bremsen.

Schwieriger wird es allerdings sein die Nicht-OPEC Länder an Bord zu bringen, die bisher ihre Produktionskürzungen bei Weitem nicht erfüllt haben. Bisher konnte man die Kürzungen vor allem durch fällige Wartungsarbeiten herbeiführen. Irgendwann wird allerdings alles gewartet worden sein, was zu warten ist.

Die offene Frage, ob der Deal noch einmal verlängert wird oder nicht, sollte entsprechend weitere starke Abwärtsbewegungen unter die bisherigen Monatstiefs verhindern.

Zur Wochenmitte wartet man nun wieder gespannt auf die US Ölbestände, die als Indikator verwendet werden, ob es der OPEC gelungen ist die globalen Vorräte zu reduzieren.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

20. März 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.53 $   Crude (WTI): 48.41 $   Gasoil 457.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9977   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise geben nach – Anzahl der Bohranlagen gestiegen, Long-Positionen gekürzt

 

In den letzten beiden Wochen ist den Marktteilnehmern klar geworden, dass die US Ölproduktion schneller als erwartet wächst und damit den bullishen Effekt der OPEC Kürzung abschwächt.

Die Tatsache, dass es weder dem schwachen Dollar, noch dem saudischen Ölminister gelungen ist mit seinen Kommentaren die Ölpreise wieder nach oben zu treiben, sei ein Zeichen, dass der Markt derzeit nur eine geringe Reaktion auf bullishe Nachrichten zeige und die Marktstimmung tendenziell bearish sei.

Für viele Marktteilnehmer bleiben die US Rohölbestände die Messlatte wenn es um die Einschätzung der globalen Versorgungslage geht. Die Preise werden vermutlich nicht anziehen, solange die US Ölbestände nicht nennenswert abnehmen.

Noch ist man nur knapp unter der 50 Dollar Marke, was darauf hindeutet, dass einige Marktteilnehmer Kürzungen der OPEC für die zweite Jahreshälfte noch nicht ausgeschlossen haben.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish