AVIA Vereinigung Schweiz

02. Dezember 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 53.36  $  Crude (WTI): 50.77  $  Gasoil  468.50  $  pro Tonne

Dollar: 1.0108  Rheinfracht: 29.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise nehmen neue Jahreshochs ins Visier

 

Im vierten Quartal ist die globale Rohölnachfrage saisonal am größten. Dadurch ist der Markt nach Einschätzung aktuell zwar noch nicht ausgeglichen, aber nahe an einem Gleichgewicht. Wenn die OPEC ihre Produktion im Januar kürzt, könnte dies den letzten Schritt hin zu einem ausgewogenen Verhältnis bedeuten.

Entscheidend für das weitere Aufwärtspotenzial wird sein, wie lange und wie treu sich die OPEC und die Nicht-OPEC Länder an die Produktionsvorgaben halten. Stimmen die Nicht-OPEC Länder der Produktionskürzung beim Meeting am 9. Dezember zu, dürfte es zunächst einmal weiteres Aufwärtspotenzial geben.

Was das kommende Jahr angeht, so klaffen die Prognosen der Analysten weit auseinander. Einige Experten rechnen mit Preisen von über 60 / 70 Dollar, während andere vor einem Einbruch auf 40 Dollar warnen.

Erste Anzeichen, dass die US Ölförderung wieder zunimmt, kommen von der BP. Diese hat angekündigt ihre Tiefseeaktivitäten nun wieder zu intensivieren.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral

 

 

 

 

01. Dezember 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.23  $  Crude (WTI): 49.82  $  Gasoil  454.25  $  pro Tonne

Dollar: 1.0149  Rheinfracht: 27.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise ziehen mit OPEC Deal weiter an

 

Der Markt wird wie üblich mehrere Tage brauchen, bis die Maßnahme der OPEC voll eingepreist ist. Ob das Abkommen nun zu einer wirklich starken Reduzierung des Angebots führt, bleibt noch abzuwarten und ist davon abhängig, wie sehr sich die Länder an die Vorgaben halten und ob sich die Nicht-OPEC Länder mit eigenen Kürzungen an der Maßnahme beteiligen. Dazu trifft man sich am 9. Dezember zu Verhandlungen.

Der Deal hat in jedem Fall eine psychologische Wirkung und sorgt für eine vorläufig feste Tendenz. Die Tatsache, dass sich die OPEC auf einen Deal hat einigen können gibt dem Kartell zumindest einen Teil an Glaubwürdigkeit zurück.

Das Aufwärtspotenzial, mit Preisen oberhalb von 50 Dollar, wird damit an den Ölbörsen zumindest in der ersten Jahreshälfte realistisch.

Der Deal gilt zudem lediglich für sechs Monate. Danach wird sich vermutlich niemand mehr an ihre Kürzungen halten, sollte der Deal nicht verlängert werden.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

29. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.84  $  Crude (WTI): 46.71  $  Gasoil  436.50  $  pro Tonne

Dollar: 1.0137  Rheinfracht: 24.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Kein Ergebnis nach technischem Meeting – Neue Kompromissvorschläge

 

Kaum etwas interessiert die Börsianer in dieser Woche so sehr wie das Meeting der OPEC wie morgen Mittwoch. Alle Länder der OPEC sind sich einig, dass die Preise und Angebot stabilisiert werden müssen. Doch wer wie viel von seiner Produktion reduziert, ist noch immer nicht klar. Dabei hängt momentan wohl alles von Iran, Irak und Russland ab. Saudi-Arabien hatte für eine koordinierte Maßnahme Kürzungen auch von diesen drei Ländern verlangt, die diese bisher allerdings nicht zugesagt haben.

Irak und Russland hatten bisher lediglich das Einfrieren auf dem aktuellen Rekordniveau angeboten, während der Iran eine Produktionssteigerung anpeilt. Ohne eine Beteiligung an den Kürzungen von den drei Ländern ist das anvisierte Volumen des Ölangebots kaum zu erreichen.

Je nachdem wie die Gerüchte und Spekulationen aus OPEC Kreisen die Runde machen, werden die Ölpreise positiv oder negativ reagieren. Der Handel ist somit weiter sehr volatil zu erwarten und kaum vorhersehbar.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

28. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.83  $  Crude (WTI): 45.64  $  Gasoil  425.75  $  pro Tonne

Dollar: 1.0093  Rheinfracht: 21.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Weicher Start an ICE und NYMEX in die Woche der Entscheidung

 

Eine koordinierte Produktionsbegrenzung der OPEC wäre die erste Intervention des Kartells seit acht Jahren und würde dazu beitragen, dass die aktuelle Überversorgung im kommenden Jahr schneller abgebaut werden kann.

Doch nachdem man 2014 die Produktionsbegrenzungen faktisch abgeschafft hat, knirscht es innerhalb des Kartells. Diesen Schritt rückgängig zu machen und neue Produktionslimits zu etablieren, scheint schwieriger zu sein, als man es sich innerhalb der OPEC vorgestellt hat.

Die Tatsache, dass Saudi-Arabien die Verhandlungen mit Nicht-OPEC Ländern heute hat platzen lassen, hat die Zweifel wieder erhöht, dass ein Abkommen zur Produktionsbegrenzung am Mittwoch eventuell doch noch scheitern könnte.

Die kommenden Tage sind nun sehr volatil zu erwarten, während vermutlich immer wieder neue Gerüchte und Spekulationen im Markt die Runde machen werden.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

25. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.36  $  Crude (WTI): 47.35  $  Gasoil  440.25  $  pro Tonne

Dollar: 1.0136  Rheinfracht: 21.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC Deal noch nicht sicher – Verhandlungsergebnisse wohl nicht vor Mittwoch

 

Der Markt ist aktuell vermutlich weiter leicht überversorgt, wobei sich dies im Laufe des ersten Quartals verstärkt, wenn die globale Rohölnachfrage saisonal nachlässt. Die OPEC ist daher unter Druck, ein wirkungsvolles Abkommen zur Reduzierung des Angebots abzuschließen, um eine starke Abwärtsbewegung der Ölpreise zum ersten Quartal hin zu verhindern.

Viele Analysten sind davon überzeugt, dass die OPEC am Mittwoch in jedem Fall ein Abkommen präsentieren wird, sei es auch eines, das die Produktion nicht oder nicht wirksam reduziert. Ihrer Meinung nach habe sich die OPEC in den letzten Wochen zu weit vorgewagt, um kommende Woche mit leeren Händen dazustehen. Für die Ölpreise und das Kartell wäre dies eine Katastrophe, die man vermutlich wird verhindern wollen.

Entscheidend werden die kommenden Gespräche werden, wobei vermutlich erst am 30. November feststehen wird, ob es zu einem Deal – welcher Art auch immer – kommen wird oder nicht.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

24. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.84  $  Crude (WTI): 47.90  $  Gasoil  443.00  $  pro Tonne

Dollar: 1.0178  Rheinfracht: 21.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Dollar und US Feiertag bremsen Aufwärtsbewegung aus

 

Die Verhandlungen innerhalb der OPEC scheinen Früchte zu tragen. Dass der Irak nun doch eine Zusage für die Kürzung der eigenen Produktionsmenge gegeben hat, ist ein Schritt in Richtung eines funktionierenden Abkommens, allerdings bleibt noch unklar, ob der Iran mit den Bedingungen ebenfalls einverstanden und kooperieren will. Nur wenn alle Länder des Kartells an der Maßnahme mitwirken, ist diese wirklich wirksam und auch Russland würde die eigene Förderung dann begrenzen. So lange nicht wirklich eine konkrete Einigung erzielt wurde, will man nicht auf falschem Fuss erwischt werden. Zudem hat der Markt die höhere Wahrscheinlichkeit eines Abkommens mit der Aufwärtsbewegung der letzten zwei Wochen bereits weitestgehend eingepreist.

Der feste Dollar begrenzt aktuell das Aufwärtspotenzial der Futures, macht dieser die in Dollar gehandelten Rohstoffe für Investoren außerhalb der USA doch teurer und damit weniger attraktiv für Käufe.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

23. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.12  $  Crude (WTI): 48.05  $  Gasoil  448.25  $  pro Tonne

Dollar: 1.0119  Rheinfracht: 21.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Keine Einigkeit innerhalb der OPEC – Rohöl schafft die 50 Dollar-Marke nicht

 

Alles hängt weiter von der OPEC ab, deren Entscheidung kommende Woche maßgeblich sein wird, ob die Überversorgung am globalen Ölmarkt weiter anhält oder vom Markt genommen wird. Schwierigster Verhandlungspunkt bleiben Iran und Irak, ohne die eine wirkungsvolle Produktionsbegrenzung nicht möglich sein wird. Russland hatte seine eigene Beteiligung an einer koordinierten Maßnahme davon abhängig gemacht, dass sich alle Länder der OPEC an der Reduzierung der Produktionsmenge beteiligen.

Im Bereich der 50 Dollar wird die Luft daher dünn. Im Oktober konnten die Preise diese Niveaus zwar knacken, allerdings resultierte hieraus Ende Oktober / Anfang November eine deutliche Abwärtskorrektur. So lange es keine konkrete Einigung innerhalb der OPEC gibt, sind die 50 Dollar wohl auch schwer zu knacken.

Wird eine durchsetzbare und effektive Produktionskürzung beschlossen, könnte es für die Preise wieder rauf auf 55 bis 60 Dollar gehen. Bei einem Scheitern der Gespräche, könnte es wieder abwärts gehen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

22. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.00  $  Crude (WTI): 48.32  $  Gasoil  447.50  $  pro Tonne

Dollar: 1.0103 Rheinfracht: 21.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Charttechnik und OPEC Erwartungen treiben Preise auf Monatshoch

 

Die Message der OPEC nach dem ersten Tag des technischen Meetings ist, dass man um einen Konsens bemüht ist. Russland scheint bereit die Produktion für mindestens sechs Monate einzufrieren, während die OPEC die Produktion kürzen will. Die OPEC hatte sich mit ihren positiven Aussagen für eine Produktionskürzung in den letzten Tagen soweit aus dem Fenster gelehnt, dass die Marktteilnehmer immer mehr davon ausgehen, dass ein Kompromiss der OPEC möglich, wenn nicht sogar notwendig ist.

Vor allem in den USA ist dann mit einer Produktionssteigerung zu rechnen. Die höheren Preise werden für noch nicht erschlossene Ölquellen abgesichert, sodass eine Produktionskürzung der OPEC der US Ölindustrie auch über das kommende Jahr hinaus ein solides Förderwachstum garantieren wird.

Marktteilnehmer sind bemüht die neue Erwartung einer Produktionskürzung der OPEC in der kommenden Woche einzupreisen. Wegen Thanksgiving und Black Friday steht der Börsenhandel Donnerstag und Freitag nur eingeschränkt zur Verfügung.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

21. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.47  $  Crude (WTI): 46.22  $  Gasoil  430.75  $  pro Tonne

Dollar: 1.0095 Rheinfracht: 21.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Der vorherrschende Optimismus zum OPEC Deal, lässt die Preise anziehen

 

Venezuela will die Ölproduktion steigern. Die zusätzlichen Mengen sollen hauptsächlich an China gehen. Finanziert werden soll dies mit ca. 2,2 Milliarden Dollar aus einer Kreditlinie die mit China ausgehandelt worden war.

 

Der iranische Ölminister hat sich für eine Begrenzung der Ölproduktion geäußert, er meint, dass es "sehr wahrscheinlich" sei, dass die Öl- und Energieminister der Mitgliedsländer der OPEC am 30. November ein Abkommen erreichen werden. Der Iran will jedoch mindestens eine Produktion von etwa 4 Mio. B/T erreichen, bevor man die Förderung einfriert. Der irakische Ölminister hat am späten Sonntag angekündigt, dass der Irak mit drei neuen Vorschlägen zu einem Treffen der OPEC in dieser Woche kommen werde und zeigt so Verhandlungsbereitschaft. Vladimir Putin und er russische Energieminister geben bekannt, dass es für sie kein Problem wäre die Produktionsmengen für 6 Monate einzufrieren.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

18. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.22  $  Crude (WTI): 45.03  $  Gasoil  421.75  $  pro Tonne

Dollar: 1.0080 Rheinfracht: 21.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Der Markt ist fokussiert auf das anstehende OPEC Meeting und deren Vorgespräche

 

Der Markt hat diese Woche eher verhalten auf die hohen Lageraufbauten beim US Rohöl reagiert. Der Markt fokussiert sich im Moment wieder sehr auf die laufenden OPEC Gespräche. Je nachdem, welche Kommentare von den einzelnen Teilnehmer zum evtl. bevor stehenden OPEC Deal per Ende November, gemacht werden, reagiert die Börse nach oben oder nach unten.

 

Die Teilnehmer sind sich durchaus bewusst, dass sie ein vorzeitiges Abrutschen der Preise mit positiven Kommentaren zu einem Deal massiv beeinflussen können, egal wie der anschliessend effektiv ausfällt.

 

Der hohe Dollar wirkt sich schwächend auf die Ölpreise aus, da es wieder interessanter scheint in diese Währung zu investieren. Die Inlandpreise verteuert er jedoch.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

16. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.30  $  Crude (WTI): 46.11  $  Gasoil  424.75  $  pro Tonne

Dollar: 0.9993 Rheinfracht: 23.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Erneuter Anschlag auf nigerianische Pipeline

 

Die OPEC setzt sich weiterhin dafür ein, dass Ende November doch noch ein Deal zustande kommt. Die Spekulationen über einen möglichen Deal mehren sich von verschiedenen Seiten. Auch wenn ein mögliches Abkommen die Überversorgung nicht abrupt beenden kann, so wird der Markt dadurch in jedem Fall knapper als ohne Deal. Um wie viel knapper ist allerdings erst zu sagen, wenn die Einzelheiten feststehen und bekannt sind. Im Vorfeld wird nun wieder zumindest ein Minimalkonsens eingepreist, sodass man im Falle eines Deals nicht auf dem falschen Fuß erwischt wird.

 

Die Milizen der Niger Delta Avengers (NDA) bekannten sich am gestern zu einem weiteren Sabotage-Akt gegen eine nigerianische Ölpipeline. Sie sollen die Nembe Creek Pipeline im südlichen Teil des Niger Deltas getroffen haben. Den an der Nembe Creek Pipeline stationierten Militärs zufolge konnte der Angriff auf die Pipeline jedoch abgewehrt werden. Die Pipeline, durch die täglich rund 600.000 Barrel Öl gepumpt werden können, wird von dem Unternehmen Aieto betrieben. Allerdings hält auch Agip, ein regionaler Ableger der ENI, einen Anteil an der Anlage.

 

US Ölbestandsveränderungen API: erneute Aufbauten beim Rohöl und bei den Destillaten.

 

Fundamental neutral bis bullish               Chartanalyse neutral bis bullish 

 

 

14. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 44.79  $  Crude (WTI): 43.36  $  Gasoil  408.50  $  pro Tonne

Dollar: 0.9917 Rheinfracht: 26.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Überversorgung immer noch ein Thema

 

Khalid al-Falih, der Ölminiseter Saudi-Arabiens, teilt  der algerischen Nachrichtenagentur APS mit, dass er immer noch optimistisch ist, dass am 30. November ein Deal über die zukünftigen Produktionsmengen der OPEC zustande kommt.

 

Wegen ausgebuchten Lagerstätten am Festland und der Contago Konstellation auf dem Markt, werden aktuell wieder mehr Öltanker als Zwischenlager für Rohöl gebucht. (Contango: der Preis für die Lieferung in der Zukunft (Terminkurs) liegt über dem aktuellen Tagespreis). Die sogenannte Futures-Kurve ist in dieser Situation typischerweise nach oben gerichtet, d.h., je später der Liefertermin ist, desto höher ist der Preis).

 

In den USA bleibt die Rohölförderung weiterhin rentabel. Dies zeigt nicht nur die Erwartung der EIA einer höheren US Rohölförderung, sondern auch die kontinuierlich steigende Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen die in der letzten Woche wieder zugenommen hat. In China ist die Rohölförderung im Oktober hingegen zum Vorjahresmonat gefallen.

 

Fundamental neutral bis bearish Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

11. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.58  $  Crude (WTI): 44.37  $  Gasoil  418.50  $  pro Tonne

Dollar: 0.9860 Rheinfracht: 26.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Der Markt fokussiert sich wieder auf das OPEC Meeting per Ende November

 

Der Öl- Markt ist immer noch überversorgt. Die Nachfrage nach Rohöl ist zwar gestiegen, es wurde aber auch mehr produziert, so dass immer noch ein Angebots- Überhang besteht.

 

Die Experten der IEA und EIA gehen davon aus, dass die USA im aktuellen sowie im kommenden Jahr mehr Öl produzieren wird als gedacht. Auch das Ölangebot außerhalb der OPEC wird im kommenden Jahr insgesamt weiter wachsen. Damit die Überversorgung perspektivisch abnehmen kann, ist eine Produktionskürzung der OPEC zwingend notwendig. Bei einer Reduktion von 1 Mio. B/T würde der Markt 2017 relativ schnell von einem Überangebot in eine Unterversorgung rutschen, so die IEA. Sollte dies nicht passieren, würde die Überversorgung weiter Bestand haben und das Risiko fallender Preise bergen. Wir sind gespannt, ob die OPEC Ende November zu einer Einigung kommt, angeblich hat Russland noch keine Einladung zum Meeting erhalten.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral

 

 

10. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.69  $  Crude (WTI): 46.14  $  Gasoil  423.75  $  pro Tonne

Dollar: 0.9831 Rheinfracht: 29.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US Präsidentschaftswahl von Donald Trump - weiterhin volatile Ölpreise erwartet

 

Die Wahl Trumps wird von den meisten Experten als langfristig bearish für die Ölpreise gesehen. Seine Ankündigungen im Wahlkampf lassen darauf schließen, dass er weniger als Clinton für den Umweltschutz und das Klima machen und die einheimische Ölindustrie stärker fördern wird.

 

Die protektionistische Politik, mit der er vor allem den US Markt stärken und sich im Außenhandel von anderen Ländern eher abschotten will, könnte die globale Wirtschaft ausbremsen. Dies könnte vor allem die Wachstumsmärkte der Entwicklungsländer dies treffen, die die größten Wachstumsraten im Ölverbrauch aufweisen. Mehr Öl aus den USA und eine eventuell langsamer wachsende Weltwirtschaft werden daher langfristig bearish gesehen. Sollte Trump den Atomdeal mit dem Iran aufkündigen, wäre dies ein klar bullishes Element. Der Markt wird mit Trump daher nun vermutlich noch eine ganze Weile volatil bleiben, bis sich eine klare politische Ausrichtung erkennen lässt.

 

Die US Rohöl Produktion ist mit rund 8,7 Mio. B/T auf dem höchsten Stand seit Juni 2016. Die Gesamtnachfrage nach Produkten nahm etwas zu. Die DOE- Daten sind unter dem Strich als neutral zu bewerten.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

09. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.16  $  Crude (WTI): 44.03  $  Gasoil  415.00  $  pro Tonne

Dollar: 0.9636  Rheinfracht: 32.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Viel Spekulation wegen den US Präsidentschaftswahlen…

 

Die Firma Total besiegelt ein gemeinsames Gasprojekt mit dem Iran. / Explosionen an der Forcados- Pipeline in Niegeria. Der jüngste Angriff der Rebellen scheint eine Reaktion auf die Reparatur an der Pipeline gewesen zu sein.

 

Die EIA hat in Ihrem Monatsbericht den erwarteten Ölverbrauch für 2016 und 2017 nach oben korrigiert, die Förderung soll aber noch deutlicher als die Nachfrage steigen, sodass die erwartete Überversorgung ebenfalls höher eingeschätzt wird.

 

US Ölbestandsveränderungen API: Bei gestiegenen Rohölbeständen haben die Vorräte bei Destillaten und Benzin abgenommen. Die Markteilnehmer werden nun auf Daten zur Produktnachfrage, den Rohölimporten und der Rohölförderung warten, wenn das DOE heute Nachmittag um 16:30 Uhr seine Zahlen bekanntgeben wird. Auch wegen den US Präsidentschaftswahlen wird heute eine volatile Börse erwartet.

 

Fundamental bearish                 Chartanalyse neutral

 

 

08. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.29  $  Crude (WTI): 44.90  $  Gasoil  423.00  $  pro Tonne

Dollar: 0.9741  Rheinfracht: 35.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Die OPEC ist immer noch in Verhandlungen, werden sie die Produktionsmengen doch noch kürzen?

 

Nachdem man sich beim letzten Treffen der OPEC nicht auf individuelle Produktionsmengen hatte einigen können, wurde der Preisanstieg an der Börse wieder vollständig ausgepreist. Doch nun stellt sich die Frage, ob das evtl. zu voreilig war. Die OPEC kann sich ein Scheitern nicht leisten und wird beim Treffen im November vermutlich mindestens einen Minimalkonsens verabschieden. Denn ohne ein Abkommen wird der Kampf um Marktanteile wieder intensiver und die Kartellmitglieder werden ebenso wie Russland immer mehr Öl produzieren. Damit würde ein Preiseinbruch auf 40 Dollar oder noch weiter drohen. Jeder noch so schwache Deal der OPEC würde allerdings dazu beitragen die Marktlage perspektivisch zu verknappen. Momentan ist der Markt wieder verstärkt überversorgt, was ein Handeln für die OPEC dringlicher macht. Das Kartell produzierte im Oktober so viel wie noch nie und auch Russlands Ölförderung hat Rekordniveau erreicht, während die Raffinerienachfrage schwach ist.

 

Heute könnten der US Präsidentschaftswahlkampf und erwartete US Ölbestandsdaten für erhöhte Volatilität an den Börsen sorgen.

 

Fundamental neutral / bearish               Chartanalyse neutral / bullish

 

 

07. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.32  $  Crude (WTI): 44.80  $  Gasoil  422.75  $  pro Tonne

Dollar: 0.97771  Rheinfracht: 40.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US Präsidentschaftswahlen – vermutlich höhere Volatilität an den Börsen

 

Die Colonial Pipeline (Hauptversorgung mit Benzin der US Ostküste) wurde wieder in Betrieb genommen. Es kann noch einige Tage dauern, bis die Lieferungen wieder auf einem normalen Niveau sind.

 

Die Barclay’s Bank berichtete letzte Woche von einem schwachen Nachfragewachstum, ausserdem ist die Ölproduktion der OPEC, sowie Russland auf einem neuen Allzeithoch. Die OPEC konnte sich auf eine gemeinsame Datenbasis zur Messung der Produktionsmengen einigen, dies bedeutet ein Fortschritt der Verhandlungen. Ob man sich am 30. November 2016 eine Produktionsbegrenzung einigen kann ist jedoch fraglich.

 

Die am Dienstag stattfindenden US Präsidentschaftswahlen werden sicherlich auch für eine erhöhte Volatilität sorgen. Während Clinton eventuell Subventionen für die US Ölindustrie kürzen wird, rechnet man bei Trump eher mit einer Förderung dieser Sparte, um die Energieunabhängigkeit der USA voranzutreiben. Entsprechend dürfte ein Sieg Clintons eher bullish, ein Sieg Trumps eher bearish gesehen werden.

 

Fundamental neutral / bearish               Chartanalyse bullish

 

 

04. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.49  $  Crude (WTI): 44.80  $  Gasoil  424.25  $  pro Tonne

Dollar: 0.9748  Rheinfracht: 40.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Mehr Öl aus der Nordsee

 

Trotz teurer Tiefsee- Öl- Fördermethoden stieg die Produktion in der Nordsee dieses Jahr leicht an und wird im Dezember noch steigen. Ausserdem könnte die Ölförderung weiter ausgebaut werden, wenn die Erschließung des norwegischen Trestakk Ölfeldes ausgedehnt wird. Wegen niedrigerer Kosten als erwartet und einem geringen Risikoprofil für die Erschließung, plant das norwegische Unternehmen Statoil offenbar neue Investitionen in der Region.

 

Das Öl- Nachfrage- Wachstum im 3. und im 4. Quartal diese Jahres ist schwächer als erwartet. Ohne eine signifikante Produktionskürzung der OPEC bleibt das Aufwärtspotenzial damit wohl weiter gering. Die Verhandlungen werden durch die hohe Produktion und die schwache Nachfrage jedoch nur noch schwieriger.

 

Fundamental bearish                 Chartanalyse neutral

 

 

03. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.35  $  Crude (WTI): 45.73  $  Gasoil  428  $  pro Tonne

Dollar: 0.9703  Rheinfracht: 43.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Überraschend starke US Rohöl Bestandes- Aufbauten

 

Die US Rohölbestände sind stark angestiegen, dies ist vor allem auf höhere Importe zurückzuführen. Auffällig ist jedoch der zweite Anstieg der US Ölproduktion in Folge, der zeigt, dass die US Ölförderer die Talsohle durchschritten haben und bei Preisen von 40 bis 52 Dollar durchaus rentabel sein können. Die höhere Produktion der USA macht einen Kompromiss für die OPEC schwieriger, da dies zeigt, dass die Förderung außerhalb des Kartells zunehmen wird, sobald die Preise wieder steigen.

 

Die hohen Bestandes- Aufbauten, die gesunkene Raffinerieauslastung und die Warnungen von Analysten, dass der Ölpreis wieder unter 40 Dollar rutschen könnte sorgten gestern nochmals für einen Preisrutsch an den Börsen, was uns heute wieder etwas günstigere Preise beschert.

 

Der anziehende Euro / Dollar Kurs macht die Ölpreise für Investoren ausserhalb der USA wieder interessanter.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

02. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.58  $  Crude (WTI): 46.11  $  Gasoil  432.75  $  pro Tonne

Dollar: 0.9709  Rheinfracht: 43.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Später Preisrutsch am Dienstag – WTI fällt 6,7% in drei Tagen

 

Ohne einen Deal der OPEC mit Nicht-OPEC Ländern, der das Angebot signifikant und wirkungsvoll reduzieren kann, sind Preise oberhalb der 50 Dollar nicht darstellbar. Die US Ölproduktion ist laut EIA höher als gedacht und die OPEC hat ihre Produktion im Oktober erneut steigern können.

Mehr Angebot erfordert eine noch drastischere Produktionskürzung der OPEC als bisher angekündigt, um die Preise zu stützen. Die Anzeichen deuten allerdings eher daraufhin, dass der Deal aufgeweicht wird. Selbst ein Scheitern wird nicht mehr ausgeschlossen und sorgt nun für entsprechenden Verkaufsdruck, mit dem WTI in den letzten drei Tagen um etwa 6,7% absackte.

Für heute deuten sich insbesondere bei Diesel und Heizöl rechnerisch starke Preisnachlässe an, die aber nicht in vollem Umfang an den Spotmarkt weitergegeben werden. Benzin wird auch heute eine Wundertüte mit großen Preisspannen bleiben.

 

Fundamental neutral/bearish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

01. November 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.16  $  Crude (WTI): 47.09  $  Gasoil  450.50  $  pro Tonne

Dollar: 0.9880  Rheinfracht: 43.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester in den Dienstag – Geschlossene US Pipeline gibt Auftrieb

 

Der OPEC Generalsekretär zeigt sich nach dem Wochenende zwar weiter optimistisch, allerdings wird dies vom Markt eher als Zweckoptimismus empfunden. In einem Interview betonte er, dass man auf Kurs wäre, da man noch bis zum 30. November Zeit hätte eine Produktionskürzung zu vereinbaren. Immerhin konnte sich die OPEC am Wochenende auf ein langfristiges Strategiepapier einigen, dass von einigen als ein Erfolg gesehen wird. Dieses wird alle fünf Jahre neu aufgesetzt, enthält aber ebenso wenig Konkretes, wie die jüngsten Verhandlungsergebnisse des Kartells.

Mehr Öl aus den USA und der OPEC wird die Verhandlungen für das Kartell nur erschweren. Einen stark bullishen Einfluss hat allerdings der Ausfall der Colonial Pipeline auf die Produkt Futures. Vor allem bei den US Benzin Futures werden Sicherungskäufe registriert, die die übrigen Notierungen mit nach oben ziehen.

 

Die panikartige Aufwärtsbewegung führt heute zu deutlichen Preisaufschlägen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral