AVIA Vereinigung Schweiz

30. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.09 $  Crude (WTI): 49.18 $  Gasoil  443.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9952  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

50 Dollar bleiben in Reichweite – Ruhiger Handel an US Feiertag erwartet

 

Produktionsausfälle in Kanada und Nigeria haben die Überversorgung am globalen Rohölmarkt im Mai wahrscheinlich vorerst beendet. Analysten hatten diese Vermutung bereits Anfang letzter Woche aufgestellt und ihre Preisprognosen für Brent 2016 daher angehoben.

Die Preisniveaus haben im Mai daher auch das höchste Niveau seit November letzten Jahres erreicht und bleiben auch zum Handelsauftakt der neuen Woche weiter in Reichweite der wichtigen 50 Dollar Marke Neue Produktionsausfälle in Nigeria haben einmal mehr Auftrieb gegeben.

Bearish hingegen darf der geplante Restart der kanadischen Ölproduktion gesehen werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass mit der Wiederinbetriebnahme eine Produktion von bis zu 1 Mio. B/T an den Markt zurückkommt.

Heute ist mit einem relativ ruhigen Handel zu rechnen, da viele Marktteilnehmer mit dem US Memorial Day ein langes Wochenende einlegen. Dennoch deuten sich bei den Inlandspreisen rechnerisch aktuell allerdings moderate Aufwärtsspielräume an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

27. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.07 $  Crude (WTI): 49.03 $  Gasoil  442.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9898  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ende der Preisrallye bei 50 Dollar?

 

Die 50 Dollar sind eine psychologisch wichtige Marke für die Börsianer, die wie ein Magnet die Preise nach oben zog. Sind Preisniveaus wie dieses einmal in Sicht und werden verstärkt thematisiert, so versuchen die Trader diese Niveaus auch zu erreichen. Einmal erreicht, folgen dann Gewinnmitnahmen, während andere Marktteilnehmer einen Durchbruch dieser Marke als ein Kaufsignal interpretieren.

Für den Moment scheinen vor dem langen Wochenende die bearishen Aspekte zu überwiegen. Ab diesem Niveau rechnen nicht wenige Marktteilnehmer damit, dass die US Schieferölproduktion wieder Rückenwind bekommt. In der kommenden Woche rechnet man zudem mit dem schrittweisen Restart der Ölproduktion in Kanada, während vom OPEC Meeting am 2. Juni keine stützenden Maßnahmen erwartet werden.

Der Markt kann daher als gut versorgt angesehen werden und mit 50 Dollar wurde ein wichtiges Preisniveau erreicht. Momentan gebe es für die Trader nicht genügend Informationen um weiter auf steigende Preise zu setzen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

26. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.12 $  Crude (WTI): 49.90 $  Gasoil  453.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9892  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Neue Jahreshochs – Rohöl testet die 50 Dollar-Marke!

 

Die Überversorgung ist mit den Produktionsausfällen in Kanada und Nigeria im Mai vermutlich vorerst beendet, weshalb nach Goldman Sachs gestern auch die Citigroup ihre Preisprognosen anpasste. Die gesunkenen US Ölbestände, als ein Indikator für die globale Angebots- und Nachfragesituation, ist ebenfalls eine bullishe Komponente im Markt.

Andere Analysten sind allerdings skeptisch bezüglich des Preisanstieges. In der kommenden Woche rechnet man schließlich mit einem Produktionsanstieg in Kanada, wenn die Förderung aus Teersanden wieder freigegeben wird. So lange die Produktionsausfälle jedoch nicht behoben sind, überwiegen derzeit die bullishen Aspekte.

Vor dem Wochenende testen die Notierungen nun ihr Aufwärtspotenzial. Im Falle der Rohölsorten WTI und Brent sind dies die 50 Dollar Bereiche, die zum Teil schon überschritten wurden.

Ab 50 Dollar besteht nun aber auch die Möglichkeit, dass der Verkaufsdruck wieder zunimmt. US Unternehmen hatten bereits letzten Monat angekündigt, dass man auf diesem Niveau neue Anlagen in Betrieb nimmt.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

25. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.32 $  Crude (WTI): 49.37 $  Gasoil  451.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9921  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures ziehen nach API weiter an – Deutlicher Preisanstieg im Inland

 

Die Erwartung von Produktionssteigerungen hatte zu Beginn der Woche die Ölbörsen etwas unter Druck gebracht. Vor allem in Kanada rechnet man mit einer baldigen Rückkehr der Ölproduktion an den Markt, jedoch gibt es weiterhin noch keinen definitiven Termin für das Wiederanfahren.

In Nigeria entwickeln sich die Produktionsausfälle seit Februar mehr und mehr zu einem Dauerzustand. Neue Anschläge haben auch in dieser Woche erneut eine Pipeline getroffen, sodass Produktion und Exporte weit unter Normalniveau bleiben.

Damit rückten zuletzt wieder die Versorgungsprobleme in den Fokus der Marktteilnehmer die sich mit Risikopositionen in die Short-Richtung zurückhalten. Auch der Streik in Frankreich, der dort zu Versorgungsproblemen führt, stützt kurzfristig über eine verstärkte Nachfrage nach Produktimporten den Markt.

Trader warten nun noch auf die US Ölbestandsdaten des DOE heute Nachmittag um 16:30 Uhr. Nach dem späten Preisanstieg ergibt sich heute Morgen starkes Aufwärtspotenzial bei den rechnerischen Inlandspreisen.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse bullish

 

 

 

24. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.66 $  Crude (WTI): 47.86 $  Gasoil  437.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9899  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Streik in französischen Ölanlagen

 

Die Arbeitsniederlegung in Frankreich, bei den Verladehäfen und Raffinerien, führt zu großen Problemen in der Treibstoffversorgung. Dies stützt die Preisniveaus bei den Produkten, da die Unternehmen verstärkt versuchen auf Importe zurückzugreifen.

 

Die Öl- Produktion in den Produktionsstätten von Ölsanden Kanada‘s wird vermutlich erst ab 1. Juni wieder möglich sein, da dies die erste komplette Stilllegung seit den 70er Jahren ist.. Bei den US Vorräten zeichnen sich Abbauten in Cushing ab, die durch die Waldbrände in Kanada verursacht sein dürften.

 

Libyens Ölförderung soll mit der Freigabe des zuvor blockierten Hafens zurück auf über 300.000 B/T gestiegen sein.

 

Gemäss Experten müssten die Öl Produktions- Ausfälle um ca. 25% abgenommen haben. Das eingelagerte Öl auf Tankern ist im Moment auf einem 5-Jahreshoch. Die Börse reagierte bis jetzt kaum auf die bearishen Meldungen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse bearish

 

 

23. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.42 $  Crude (WTI): 48.06 $  Gasoil  439.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9899  Rheinfracht: 15.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Erstmals wieder neue US- Ölbohranlagen in Betrieb genommen

 

Dank günstiger Witterung hat in Kanada die Gefahr für die Ölindustrie, die durch die Waldbrände entstanden ist, wieder abgenommen. Man geht davon aus, dass die Ölproduktion, in den zum Glück unbeschädigten Anlagen, die nächsten Tage wieder aufgenommen werden darf. In Libyen wurden letzte Woche, vom zuletzt gesperrten Hariga Ölterminal im Osten des Landes, wieder erste Exporte durchgeführt.

 

Die Anzahl der US Ölbohranlagen ist das erste Mal sein 8 Wochen nicht zurückgegangen. Es wurden wohl noch Anlagen ausser Betrieb genommen, jedoch wurden erstmals wieder 4 neue Anlagen im Permian Becken in West Texas in Betrieb genommen. Dies zeigt, dass auch bei den aktuellen Preisen, die Erschliessung von neuen Ölbohranlagen rentabel ist.  

 

Wegen der Sommersaison ist eine erhöhte Nachfrage von Treibstoffen zu erwarten.

 

Fundamental neutral bis bearish                       Chartanalyse neutral

 

 

20. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.02 $  Crude (WTI): 48.93 $  Gasoil  438.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9907  Rheinfracht: 15.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen entlasten nur vorübergehend – Futures weiter auf hohem Niveau

 

Die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung in den USA ist nach dem jüngsten Protokoll zur letzten FOMC Sitzung gestiegen. Die damit festere US Währung verteuert die in Dollar gehandelten Futures, was die Nachfrage von Investoren außerhalb der USA negativ beeinflusst. Allerdings konnte sich dieser Effekt nur kurzzeitig auf die Ölpreise auswirken, da der Markt durch die Produktionsausfälle in Nigeria und Kanada auf kurze Sicht weiter als unterversorgt gilt.

Je länger die unplanmäßigen Produktionsausfälle in Kanada und Nigeria Bestand haben, desto größer ist die Risikoprämie, die in den Markt eingepreist wird. Unter diesen Gesichtspunkten ist ein Test der 50 Dollar durchaus noch möglich, da zeitgleich mit einer starken Sommernachfrage zu rechnen ist.

Kanadas Ölproduktion in Alberta bleibt kurzfristig eine wichtige Komponente im Markt. Sollte diese Produktion wieder anlaufen, besteht die Möglichkeit, dass zumindest ein Teil der Risikoprämie ausgepreist wird und zu Gewinnmitnahmen führt.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

19. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.96 $  Crude (WTI): 47.34 $  Gasoil  429.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9878  Rheinfracht: 15.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Vorläufiges Hoch erreicht – Technische Verkäufe und fester Dollar belasten

 

Die US Ölbestandsdaten von gestern fielen letztlich in der Tendenz bullish aus, konnten an den Ölbörsen jedoch keine starke Reaktion mehr hervorrufen. Marktteilnehmer hatten in den letzten Tagen bullishe Faktoren, wie die Waldbrände in Kanada und Produktionsausfälle in Nigeria eingepreist, sodass die Charts deutlich überkauft waren.

Auch wenn sich der Markt momentan in einer unterversorgten Lage befindet, könnte eine steigende Produktion aus der OPEC und die Reduzierung der Produktionsausfälle in Kanada und Nigeria die Lage rasch kippen und damit Gewinnmitnahmen auslösen. Ob und wie schnell die unplanmäßigen Produktionsausfälle wieder hergestellt werden können ist derzeit allerdings unklar und so gehen die Meinungen der Analysten auch weit auseinander.

Der teurere Dollar begünstigt Gewinnmitnahmen von Marktteilnehmern außerhalb der USA und dämpft gleichzeitig die Erwartung in das US Ölnachfragewachstum.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

18. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.34 $  Crude (WTI): 48.39 $  Gasoil  439.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9827  Rheinfracht: 15.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Neue Produktionsausfälle in Kanada – 50 Dollar in Reichweite?

 

In Kanada ist die Situation in der Ölproduktion wieder prekärer geworden. Die Flammen nähern sich erneut den Produktionsstätten. Großangelegte Evakuierungen verzögern die Wiederinbetriebnahme der Anlagen, die in den letzten beiden Wochen stillgelegt wurden, und führen zu neuen Abschaltungen.

Angebot und Nachfrage sind die zentralen Einflussfaktoren eines jeden Marktes. Die Ölbörsen sind hierbei keine Ausnahme und so haben Veränderungen auf der einen oder anderen Seite immer einen Einfluss auf die Preisentwicklung. Seit Sommer 2014 redet man nur noch von einer Überversorgung und wann diese beendet sein könnte.

Die Verknappung der Marktlage ist der Hauptfaktor für die aktuelle Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen, mit der einige Experten bereits die 50 Dollar in Reichweite sehen. Diese Marke gilt als ein entscheidender Widerstand, da US Schieferölproduzenten angekündigt hatten ab diesen Niveaus neue Ölquellen in Betrieb nehmen zu können.

Für heute deuten sich bei den Inlandspreisen momentan deutliche Preissteigerungen ab.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral

 

 

 

17. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.21 $  Crude (WTI): 48.16 $  Gasoil  433.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9777  Rheinfracht: 15.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise aufgrund verschiedener Ausfälle auf neuem Jahreshoch

 

Exxon Mobil musste aufgrund eines Fehlers an einer Ölbohranlage der Qua Iboe- Pipeline Force Majeure anmelden. Dies ist bereits die Dritte Force Majeure die in Nigeria ausgerufen wurde. Die Öl-Produktion Nigerias ist somit von 2,2 Mio. B/T auf 1,65 Mio. B/T geschrumpft. Waldbrände bedrohen die kanadische Ölindustrie erneut, sodass die Ölexporte aus der Region in Richtung USA weiter beschränkt bleiben werden.

 

Das Hariga Terminal in Libyen wurde teilweise wieder freigegeben.

 

Analysten bei Goldman Sachs gehen davon aus, dass der Markt aktuell aufgrund der verschiedenen Ausfälle unterversorgt ist und vermuten dass das Preisniveau in der zweiten Jahreshälfte bei ca. 50 Dollar liegen wird. Jedoch befürchten einige, dass wegen des steigenden Ölpreises, verschiedene Ölbohranlagen mit steigender Rentabilität wieder in Betrieb genommen werden könnten.

 

Fundamental bullish                 Chartanalyse neutral

 

 

13. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.57 $  Crude (WTI): 46.08 $  Gasoil  412.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9734  Rheinfracht: 15.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI mit neuem Jahreshoch – Bullishe Monatsreports und weitere Produktionsausfälle

 

Sowohl die IEA als auch die EIA schätzen den Markt in ihren neuen Monatsreports deutlich knapper als zuletzt ein – und das trotz einer gestiegenen Ölförderung der OPEC. Hintergrund sind die unerwarteten Produktionsausfälle, die zum Teil nur temporär sind, wie im Falle Nigerias allerdings bereits deutlich länger als ursprünglich angenommen dauern.

Zusammengefasst sehen EIA und IEA den Prozess hin zu einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage beschleunigt. Viele Risiken bleiben aus Sicht der IEA zwar schwierig kalkulierbar.

Die Preisentwicklung in den kommenden Tagen wird vermutlich stark von den Produktionsausfällen bestimmt werden und davon, wie schnell diese beseitigt werden können. Bei den Inlandspreisen deuten sich nach der gestrigen Abwärtsbewegung des Euro/Dollar-Kurses für heute Vormittag erneut moderate Preissteigerungen zu gestern an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

12. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.56 $  Crude (WTI): 46.23 $  Gasoil  414.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9713  Rheinfracht: 15.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung nach DOE Daten – WTI testet Widerstandszone

 

Die Konstellation im Markt hat sich in den letzten Wochen deutlich verschoben. Eigentlich ging man davon aus, dass die Überversorgung noch länger Bestand hat. neue Produktionsausfälle haben die Überversorgung nun aber zumindest zeitweise vom Markt genommen. Die Hoffnungen auf eine Rückkehr der libyschen Exporte hat sich nicht bestätigt. Lediglich der Iran hat seine Förderung steigern können und zumindest einen Teil der Erwartungen erfüllt.

Von einer knappen Versorgungslage ist zwar nicht zu sprechen, da Länder wie Iran, Irak, Russland und Saudi-Arabien ihre Förderung zuletzt erhöht hatten, dafür ist aber die Reservekapazität geschrumpft.

Die bullishen Zahlen des DOE hatten den Preisen zuletzt einen kräftigen Schub gegeben. Importausfälle aus Kanada könnten die Ursache für die rückläufigen Rohölbestände gewesen sein. Für die Inlandspreise deutet sich daher im Vergleich zu gestern starkes Aufwärtspotenzial an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

11. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.22 $  Crude (WTI): 44.29 $  Gasoil  395.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9730  Rheinfracht: 15.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise fester trotz bearisher API Daten – EIA korrigiert Preisprognosen stark nach oben

 

Die Waldbrände in Kanada hatten einen größeren als zunächst angenommenen Teil der kanadischen Ölförderung stillgelegt, weshalb dies zu Wochenbeginn einen weiter bullishen Einfluss hatte. Die meisten Anlagen seien allerdings nicht direkt durch das Feuer betroffen gewesen, sondern lediglich durch den Rauch. An diesen Produktionsstätten kann die Förderung vermutlich innerhalb der nächsten Tage relativ zügig wieder aufgenommen werden.

Die EIA rechnet mit einem wachsenden Angebot der OPEC, geht für 2016 und 2017 nun aber von einer geringeren Überversorgung als bisher aus, während parallel auch die Reservekapazitäten abnehmen. Die Preiserwartung für Brent und WTI hat die EIA damit stark nach oben angepasst, sodass der Bericht insgesamt bullish ist. Nach dem gestrigen Preisanstieg an der ICE deuten sich bei den Inlandspreisen auch heute Morgen kräftige Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

10. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 44.13 $  Crude (WTI): 43.73 $  Gasoil  386.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9707  Rheinfracht: 15.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Leichter Preisrutsch: Waldbrände in Kanada unter Kontrolle und steigende US Ölbestände

 

In den USA rechnen die Experten mit starken Bestandsaufbauten in Cushing, Oklahma. Sollten diese Zahlen durch die offiziellen Daten des DOE am Mittwoch bestätigt werden, könnte dies die Preise weiter drücken. Bei den landesweiten Rohölbeständen scheint der Optimismus allerdings geringer zu sein. Zieht man hiervon den erwarteten Anstieg in Cushing ab, würden sich sogar Bestandsabbauten ergeben.

Für Preisdruck sorgt aktuell auch das abnehmende Risiko der Waldbrände für die kanadische Rohölförderung. Da keine erheblichen Schäden verursacht wurden, wird die Risikoprämie von letzter Woche wieder ausgepreist und könnte den Start eines Abwärtstrends markieren.

Chinas Wirtschaft macht weiter Sorgen, deuten die am Wochenende veröffentlichten Zahlen zu den Importen und Exporten doch auf eine abnehmende Wirtschaftsaktivität hin. Die Rohölimporte sind zwar noch gut, allerdings werden die chinesischen Raffineriemargen in der nächsten Zeit sinken.

Das Auspreisen der Risikoprämie für die kanadische Ölindustrie hat die Ölpreise von ihren hohen Niveaus zurückgeholt,.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

09. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.90 $  Crude (WTI): 45.44 $  Gasoil  399.90 $  pro Tonne

Dollar: 0.9698  Rheinfracht: 15.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Waldbrände in Kanada und technische Käufe - Futures mit festem Start

 

Mit den Produktionsausfällen in Nigeria, Venezuela und Kanada dürfte die Überversorgung erst einmal vom Tisch sein. Diese Faktoren sind ein stützender Faktor für die Ölpreise und haben in der letzten Woche dazu beigetragen, dass sich die Ölpreise ab Mitte der Woche wieder stabilisiert hatten. Die Produktionseinschränkungen sind allerdings nur temporärer Natur, weshalb Marktteilnehmer nun auf Meldungen warten, dass die Lage in Kanada unter Kontrolle ist und die Ölförderung wieder hochgefahren werden kann.

Während die Produktionsausfälle in Kanada momentan noch einen stützenden Einfluss haben, sind auch die im April gestiegenen Ölimporte Chinas bullish. Im Berichtsmonat sind diese um etwa 7,6% zu Vorjahr und 3,4% zu Vormonat gestiegen. Die Nachfrage nach Rohöl aus China blieb damit weiter sehr hoch, sodass die Importe im laufenden Jahr etwa 12% über dem Niveau aus dem Vorjahr liegen.

Aktuell bedeutet dies bei den Inlandspreisen eine deutliche Preisanhebungen am Vormittag.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

6. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 44.62 $  Crude (WTI): 43.82 $  Gasoil  391.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9686  Rheinfracht: 15.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Waldbrände in Kanada stützen die Preise

 

Der Iran hat nach eigenen Angaben mit knapp unter 3,8 Mio B/T, sein Ziel von 4 Mio B/T fast erreicht. Wegen den über 40 Waldbränden in Kanada, mussten aus Sicherheitsgründen, mehrere Pipelines und Ölfelder abgeschaltet werden. Dies hat die Preise jedoch nur kurzfristig gestützt, da die Experten davon ausgehen, dass die Abschaltungen das Ölangebot nur vorübergehend reduzieren wird.

 

Die Spannungen in Libyen nehmen wieder zu. Der Versuch von Libyen Rohöl zu exportieren ist gescheitert. Die Übergangsregierung hat Exporte von Rohöl als illegal bezeichnet, worauf Regierung im Osten, alle Ölexporte in dieser Woche gestoppt hat.

 

Trotz den Mehrmengen aus dem Iran und den schwächelnden Wirtschaftszahlen aus China und den USA, nimmt die Volatilität an den Märkten wegen den erneuten Ausfällen in Kanada und Libyen zu. Hat man doch damit gerechnet, dass die unplanmäßigen Ausfälle abnehmen werden.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

4. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.03 $  Crude (WTI): 43.77 $  Gasoil  397.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9570  Rheinfracht: 15.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Erstmals Rückgang der Ölproduktion in Venezuela

 

API meldet leicht bullishe US Ölbestandesveränderungen. Die Marktteilnehmer warten nun auf die DOE Zahlen heute Nachmittag, die zusätzliche Zahlen zur Ölproduktion, Nachfrage und Importen liefern.

 

Venezuela hat aufgrund der bereits länger anhaltenden Krise, Kosten für Investitionen und Wartungen gekürzt. Nun ist Ölproduktion das erste Mal seit 2008 gesunken, der Rückgang sei zwar nicht überraschend, aber grösser als erwartet. Man geht davon aus, dass das Land ohne einen grösseren Preisanstieg bald bankrottgehen könnte. Die OPEC hatte im April ihre Ölproduktion ersten Untersuchungen zufolge offenbar gesteigert. Die zusätzliche Verfügbarkeit dürfte die in dieser Zeit erwarteten Produktionsrückgänge aus den USA und aus Ländern wie Venezuela auffangen, sodass die Überversorgung in den kommenden Wochen wohl nicht weiter zurückgehen dürfte.

 

Die Meinungen der Analysten gehen auseinander, die einen schätzen den Markt als immer noch überverkauft ein und denken dass die Preise nochmals sinken, die anderen gehen davon aus, dass sich die Preise bei über 50 Dollar stabilisieren werden.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

3. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.12 $  Crude (WTI): 45.01 $  Gasoil  405.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9539  Rheinfracht: 16.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Heute wieder leicht tiefere Preise

 

Der tiefere Dollar beschert uns heute etwas günstigere Preise. Der Euro klettert auf ein 8- Monatshoch. Der Markt wird immer noch als überversorgt und heute auch als überverkauft eingeschätzt. Schwächelnde Wirtschaftszahlen und die Möglichkeit, dass die USA bei den höheren Preisen wieder mehr Fracking Anlagen in Betrieb nehmen könnten, lassen die Börsianer wieder auf etwas tiefere Preise hoffen.

 

Die Ölproduktion der OPEC ist laut Reuters und Bloomberg im vergangenen Monat zwischen +0,17 und +0,48 Mio. B/T gestiegen. Die Förderung hätte ohne die Produktionsausfälle in Kuwait, den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE), Venezuela und Nigeria noch stärker zulegen können, so die Analysten der Commerzbank. Die Ausfälle in Kuwait und den VAE sind zum Teil auf Wartungsarbeiten an Ölfeldern zurückzuführen, sodass die Produktion hier zeitnah wieder zulegen wird. Im Falle Nigerias könnte es noch einen Monat dauern, bis die Schäden an den Pipelines repariert sind.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

2. Mai 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.85 $  Crude (WTI): 45.52 $  Gasoil  407.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9590  Rheinfracht: 16.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC steigert seine Rohöl Produktion

 

Die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen ist weiter gefallen und hat um 11 auf nun insgesamt 332 abgenommen. Die US Rohölförderung sank im Februar um etwa 51000 B/T auf 9.1 Mio B/T.

 

Der Markt ist aus heutiger Sicht bearish einzuschätzen. Chinesische und Amerikanische Wirtschaftszahlen fielen geringer aus als erwartet. Der Iran liefert nun erstmals erfolgreich Rohöl an zwei europäische Raffinerien. Der Irak kann sein Exporte steigern, somit würde die OPEC Rohöl-Produktion, gemäss Angaben von Reuters, auf ca. 33‘217 Mio B/T ansteigen.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse bearish

 

 

29. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.73 $  Crude (WTI): 45.99 $  Gasoil  417.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9631  Rheinfracht: 16.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Diverse Produktionsausfälle stützen die Preise

 

Analysten rechnen im Moment nicht mit weiter stark ansteigenden Preisen. Stützend wirken im Moment die verschiedenen Produktionsausfälle in den Ländern Nigeria, Kolumbien, Kuwait und Irak. Sorge macht auch Venezuela, dem die Staatspleite durch Exportausfälle durch Sparmassnahmen in der Infrastruktur droht.

 

Die deutsche Bank rechnet damit, dass die Produktion der OPEC im Jahre 2017 auf 33,1 Mio B/T steigen könnte. Wie schnell die Überversorgung aber tatsächlich vom Markt verschwindet bleibt ein Rätsel, deren Lösung erst die Zukunft zeigt.

 

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

28. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.10 $  Crude (WTI): 45.20 $  Gasoil  412.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9673  Rheinfracht: 17.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach FOMC auf neue Jahreshoch

 

2015 zogen die Preise im Sommer ebenfalls an, brachen anschließend allerdings ein. Die Überversorgung nahm durch die rückläufige US Rohölförderung nicht so schnell ab wie erwartet. Durch die gestiegenen Ölpreise konnten US Ölproduzenten zum Teil neue Ölquellen erschließen und ihre Förderung erhöhen. Vor einem ähnlichen Effekt warnen auch jetzt wieder einige Experten. Selbst wenn US Ölproduzenten keine neuen Anlagen in Betrieb nehmen, so könnten sie bei höheren Preisen versucht sein die Ölproduktion der noch in Betrieb befindlichen Anlagen abzusichern, indem sie die erwartete Förderung über Futures hedgen. Ölproduzenten hatten zuletzt die 50 Dollar-Marke ins Spiel gebracht, ab der sich auch die Wiederinbetriebnahme neuer Ölförderanlagen rentieren würde.

Die US Notenbänker trafen sich Dienstag und Mittwoch in ihrem Offenmarktausschuss, dem FOMC, zur Besprechung der aktuellen Geldpolitik. Dabei ließen die Notenbänker den Leitzins erwartungsgemäß unverändert.

Unterm Strich deuten die Kommentare der Fed daraufhin, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verbessert haben, was sich positiv auf die Ölnachfrage auswirken kann.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

27. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.46 $  Crude (WTI): 44.64 $  Gasoil  403.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9718  Rheinfracht: 17.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisziel 50 Dollar? – Ölpreise mit API Daten auf neue Jahreshochs

 

Eine Produktionsbegrenzung der OPEC zusammen mit den anderen großen Ölproduzenten wird es vermutlich vor dem regulären Treffen der OPEC am 2. Juni nicht geben. Die OPEC scheint nun wieder darauf zu setzen, dass ihr ursprünglicher Plan, teurere Ölproduzenten mit niedrigen Marktpreisen aus dem Wettbewerb zu drängen, aufgeht.

Die aktuelle Entwicklung spricht jedenfalls dafür, dass die Politik der OPEC langsam Wirkung zeigt, wenn auch viel später als ursprünglich erwartet. Die US Ölförderung nimmt kontinuierlich ab. Dennoch bleibt die OPEC intern zerstritten und so planen einzelne Länder weiter mit dem Ausbau der eigenen Ölproduktion.

Die jüngsten Kommentare aus der US Schieferölindustrie und von Analysten deuten darauf hin, dass die Grenze für eine rentable Ölförderung in den USA mit 50 Dollar etwa 5 bis 10 Dollar höher als bisher angenommen liegt. Aus Sicht von spekulativen Marktteilnehmern haben die Preise damit noch weiteres Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral

 

 

 

25. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 44.99 $  Crude (WTI): 43.55 $  Gasoil  392.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9766  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen am Morgen - US Unternehmen beginnen zu hedgen

 

Produktionsausfälle in Nigeria, im Irak und in der Nordsee hatten die Preisniveaus an den Ölbörsen in der letzten Woche gestützt. US Ölproduzenten scheinen diesen Umstand allerdings zu nutzen und sichern sich die bisherigen Jahreshochs ab, indem sie ihre künftige Ölproduktion über Futures verkaufen. Dies erzeugt Verkaufsdruck an den Ölbörsen und bremst den Preisanstieg aus.

Diese Entwicklung könnte auch ein Trend sein, der die Preise an den Ölbörsen noch länger belastet. Ab Preisniveaus von 45 Dollar rechnen Analysten damit, dass einige noch nicht erschlossene US Ölquellen rentabel werden. Deren erwartete Produktion könnte ebenfalls gehedged, also vorzeitig über Futures verkauft werden, sodass der erwartete Produktionsrückgang in den USA langsamer als erwartet ausfallen könnte.

Analysten glauben, dass der langfristige Gleichgewichtspreis noch nicht erreicht ist, den man auf etwa 60 Dollar schätzt.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

22. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.03 $  Crude (WTI): 43.74 $  Gasoil  393.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9750  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen vorm Wochenende - Erste technische Verkaufsimpulse

 

Der Markt bleibt nach Ansicht der meisten Experten vorerst weiter überversorgt, wenn auch deutlich weniger als noch zu Beginn des Jahres. Die niedrigen Preise haben mittlerweile einen spürbaren Einfluss auf die US Ölproduktion, die in diesem Jahr nun wie erwartet zurückgeht. Bereits im letzten Jahr hatten viele mit einem Einbruch der US Ölförderung gerechnet, die sich allerdings erstaunlich widerstandsfähig zeigte.

Viele rechnen damit, dass die Produktion der Nicht-OPEC-Länder in diesem Jahr, wobei die US Ölindustrie den mit Abstand größten Anteil an der Veränderung haben wird. Man könne davon ausgehen, dass Angebot und Nachfrage 2017 wieder in ein Gleichgewicht kommen.

Die OPEC bleibt weiter bemüht die Produktion zu begrenzen und plant diesen Punkt beim nächsten regulären Meeting des Kartells am 2. Juni in Wien auf die Agenda zu setzen. Dies dürfte die Börsianer allerdings kaum mehr beeindrucken, nachdem bisher alle vielversprechenden Bemühungen einer koordinierten Maßnahme scheiterten.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

21. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.03 $  Crude (WTI): 44.40 $  Gasoil  399.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9705  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Starke Aufwärtsbewegung nach DOE – Futures auch am Morgen weiter fest

 

Mit dem Ende des Streiks in Kuwait und der Aufhebung des Force Majeurs der Eni für Brass River Lieferungen aus Nigeria haben die Produktionsausfälle deutlich abgenommen. Ein stark bearisher Effekt konnte allerdings nicht verzeichnet werden, vermutlich auch, weil es noch immer größere Ausfälle gibt.

Hinzu kommt die weiterhin konstant sinkende US Rohölförderung, die auch in der letzten Woche laut DOE erneut abgenommen hat. Die IEA schätzt, dass die Ölförderung der Nicht-OPEC-Länder in diesem Jahr schrumpft, während die Nachfrage zulegen soll. Allein dadurch dürfte ein Teil an Überversorgung vom Markt verschwinden.

Die feste Tendenz an den Ölbörsen hält inzwischen weiter an und lässt die Notierungen auch heute Morgen weiter steigen. Daraus ergibt sich rechnerisch extrem starkes Aufwärtspotenzial, wie es sich bereits im späten Handel gestern angedeutet hatte.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

20. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 43.22 $  Crude (WTI): 40.10 $  Gasoil  371.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9615  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Streikende in Kuwait – Ölpreise mit Abwärtspotenzial

 

Die OPEC und andere Ölproduzenten hatten sich bei dem Meeting in Doha blamiert. Von dem Treffen hatte man sich eine Begrenzung des Produktionspotenzials erhofft, was zumindest eine symbolische Wirkung auf die Preise haben sollte. Wegen Unstimmigkeiten innerhalb der OPEC hatte man sich aber nicht auf Förderlimits einigen können. Die Produzenten Russland und Venezuela tragen sich nun offenbar mit dem Gedanken ihre Produktion zu steigern um den Druck auf die übrigen Produzenten zu erhöhen.

Bearishe Signale kommen unterdessen aus Kuwait. Der Arbeiterstreik, mit dem die globale Überproduktion zu Beginn der Woche mit einem Schlag vom Markt genommen wurde, ist offenbar beendet. Die Förderung dürfte daher zügig auf das alte Niveau steigen. Damit ist der wichtigste stützende Faktor vom Markt verschwunden, der es den Preisen erlaubt hatte nach dem enttäuschenden Ausgang der Verhandlungen in Doha zu steigen.

 

Fundamental bearish                 Chartanalyse neutral

 

 

 

19. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 42.98 $  Crude (WTI): 39.98 $  Gasoil  369.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9637  Rheinfracht: 18.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bullishe Faktoren verhindern aktuell tiefere Preise

 

Force Majeure der Eni für Rohöllieferungen aus Nigeria, die Sperrung des Schiffskanals in Housten, sowie der Streik der Ölarbeiter in Kuwait verhinderten gestern einen Preisrutsch nach den gescheiterten Verhandlungen in Doha. Durch den Streik der kuwaitischen Ölarbeiter ist die Ölförderung des Landes auf etwa 1,1 Mio. B/T gesunken, das sind fast 2 Mio. B/T weniger als üblich.

 

Somit ist Überversorgung vorübergehend gebremst. Der russische Ölminister betont, dass ein Abkommen über eine Beschränkung der Ölförderung immer noch möglich sei. Das nächste OPEC- Meeting ist im Juni geplant. Die Gespräche über eine Begrenzung der der Fördermengen werden jedoch schon vorher weitergeführt, in der Hoffnung, dass doch noch eine Einigung stattfindet.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

18. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 40.90 $  Crude (WTI): 38.28 $  Gasoil  371.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9659  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Kein Abkommen in Doha - Ölpreise brechen ein

 

Die erhoffte Produktionsbeschränkung der OPEC war einer der zentralen Punkte, die die Ölpreise seit Mitte Februar hatten steigen lassen. Nachdem dieses Thema nun erst einmal wieder vom Tisch ist, reagierten die Märkte entsprechend bearish und die Preise brachen ein. Das Scheitern der Gespräche hat in erster Linie eine psychologische Wirkung, da die Begrenzung der Produktion auf Rekordmengen ohnehin nicht zu einem schnellen Ende der Überversorgung beigetragen hätte. Im Umkehrschluss wird das Scheitern der Verhandlungen den Ausgleich von Angebot und Nachfrage nicht verzögern.

Für die Marktteilnehmer ist das hiervon ausgehende Signal dennoch bearish, da die OPEC massiv an Glaubwürdigkeit verloren hat und eine Regulierung des Angebots künftig unwahrscheinlicher geworden ist. Nun wird man sich weiter auf die sinkende Ölproduktion in Ländern wie den USA verlassen müssen, wo die Förderung bereits deutlich zurückgeht

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

15. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 43.83 $  Crude (WTI): 41.48 $  Gasoil  372.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9667  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen vorm Wochenende – Futures geben in der Nacht nach

 

Bahnbrechende Erkenntnisse brachten die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA in dieser Woche zwar nicht, die Wirkung der Berichte ist dennoch leicht bullish. Alle rechnen mit einem schneller als bisher erwarteten Rückgang der US Schieferölindustrie. Dennoch rechnet die EIA nicht vor Mitte 2017 mit einem ausgeglichenen Markt.

Der Rückgang der US Ölförderung scheint ein größerer Faktor zu sein als der Plan der OPEC die Produktion einzufrieren. So glaubt auch die IEA, dass ein Deal zusammen mit anderen Produzenten keinen Effekt auf den physischen Markt haben wird. Je nachdem wie konkret ein Abkommen am Wochenende wird, kann dies dennoch einen mehr oder minder starken bullishen Einfluss auf die Preisentwicklung haben.

Kommentare aus Russland deuten an, dass es in Doha wohl nur zu einer losen Vereinbarung und nicht zu einem schriftlich bindenden Abkommen reicht. Zusätzliche Exporte aus dem Iran belasten ebenso.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

14. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 43.87 $  Crude (WTI): 41.75 $  Gasoil  373.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9586  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures mit schwachem Start - Gewinnmitnahmen nach bearishen DOE Bestandsdaten

 

Die Überversorgung wird vermutlich schneller als bisher erwartet passé sein, glaubt man den Ausführungen des neuen Monatsreports der EIA. Im gestern veröffentlichten Bericht der OPEC hat das Kartell die erwartete Nachfrage nach seinem Rohöl für 2016 jedoch nach unten korrigiert, was eher dafür spricht, dass die Überversorgung etwas länger Bestand haben wird

Die US Bestände hatten gestern gezeigt, dass der in der letzten Woche gemeldete Rückgang tatsächlich eine Eintagsfliege war. Die Versorgungslage mit Rohöl bleibt weiter komfortabel und führt zu immer neuen Rekordbeständen.

Zentral für den Markt bleibt aber weiter das Meeting in Doha am kommenden Sonntag. Experten sind sich einig, dass das Einfrieren der Produktionsmengen den physischen Markt nicht beeinflussen wird und ein möglicher bullisher Effekt rein psychologischer Natur sein würde.

Der Markt bleibt angesichts der Unsicherheit für die restliche Woche weiter volatil. Nach den kräftigen Aufwärtsbewegungen der letzten Tage sind Gewinnmitnahmen heute denkbar.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

13. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 43.87 $  Crude (WTI): 41.75 $  Gasoil  373.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9586  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

API Zahlen bremsen Preisrallye aus – Saudi-Arabien und EIA Report ließen Preise steigen

 

Analysten sind sich weiter sehr uneinig, welchen Einfluss eine Produktionsbeschränkung haben wird. Einige sehen zusammen mit der sinkenden US Ölförderung und steigender Nachfrage die Möglichkeit, dass das Überangebot in der zweiten Jahreshälfte 2016 abgebaut ist. Die Mehrheit rechnet weiterhin jedoch nicht damit, dass ein ausgeglichener Markt erreicht werden kann. Der EIA Monatsreport unterstützt die zweite These, wenngleich sich die Arithmetik zuletzt etwas geändert hat.

Der Markt bleibt in dieser Woche weiter volatil und anfällig für starke Preisbewegungen. Mit der Meldung, dass sich Russland und Saudi-Arabien auf eine Einschränkung der Produktion geeinigt haben, sind Abwärtsbewegungen unwahrscheinlicher geworden, da wohl kaum einer das Risiko eingehen wird auf fallende Preise zu setzen.

Für den Moment zeichnen sich mit dem späten Preissprung von gestern Abend allerdings weitere starke Preisanstiege im Vergleich zu gestern Vormittag an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

12. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 43.00 $  Crude (WTI): 40.51 $  Gasoil  363.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9520  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures trotz Skepsis weiter fest – Preise dürften sehr volatil bleiben

 

In dieser Woche werden die Ölbörsen sehr volatil erwartet, da die Trader extrem verunsichert sind. Die erste und wichtigste Frage ist, ob sich die OPEC mit den anderen Produzenten am kommenden Wochenende auf das Einfrieren der Produktionsmengen einigen kann. Das Geschacher um Marktanteile und immer neue Produktionsrekorde Russlands und der OPEC-Länder lässt darauf schließen, dass die Verhandlungen kein Selbstläufer werden.

Sollte das Treffen platzen oder sich die Länder nicht auf einen Modus zur wirksamen Begrenzung der eigenen Förderung einigen könnten, besteht ein großes Risiko, dass die Preise stark einbrechen. Und selbst wenn Produktionsgrenzen festgelegt werden können, so wird deren Wirkung auf den physischen Markt von Experten offen angezweifelt. Auch ein Abkommen würde die Überversorgung nicht beenden und die Überversorgung noch bis in die zweite Jahreshälfte 2017 anhalten wird.

Auch wenn die Analysten skeptisch sind, hat das anstehende OPEC Meeting eine bullishe Wirkung auf die Preise. Somit überwiegt bisher der Kaufdruck. Die Unsicherheit dominiert….

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

 

11. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 41.68 $  Crude (WTI): 39.51 $  Gasoil  350.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9525  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach technischen Käufen auf hohem Niveau

 

Die US Ölproduktion liegt nur noch knapp über der psychologischen 9,0 Mio. B/T Marke. Zudem wurde ein erneuter Rückgang bei der Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen gemeldet. Die US Ölförderung dürfte damit weiter sinken, was sicherlich einen bullishen Einfluss auf die Markteinschätzung haben dürfte.

In Verbindung mit einem möglichen Abkommen zwischen der OPEC und anderen Öl produzierenden Ländern am kommenden Sonntag verhindert dies derzeit Abwärtsbewegungen. Der Deal ist allerdings dennoch skeptisch zu sehen, da Saudi-Arabien seine Beteiligung zuletzt vom Iran abhängig machte, der jedoch auf dem Ausbau seiner Förderung beharrt.

Die an dem Meeting beteiligten Länder schachern im Hintergrund unterdessen weiter um Marktanteile. Neben Russland hat auch der Irak im März eine neue Rekordmarke aufgestellt. Der Markt bleibt damit auf absehbare Zeit dennoch vorerst weiter klar überversorgt.

Für die Inlandspreisniveaus deutet sich damit aus rein rechnerischer Perspektive starkes Aufwärtspotenzial im Vergleich zu Freitagmorgen an.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

08. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 40.35 $  Crude (WTI): 38.35 $  Gasoil  340.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9561  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures bleiben fest und oberhalb der GD 7 Unterstützung

 

Der überraschende Bestandsrückgang in den USA wird am Markt mittlerweile nicht mehr ganz so dramatisch gesehen, wie er am Mittwoch noch thematisiert wurde. Wie erwartet dämpft die Tatsache der gesunkenen Rohölimporte den bullishen Einfluss, zumal die Einfuhren wegen schlechten Wetters vermutlich nur verzögert sind und in den kommenden Wochen somit wieder steigen dürften. Die Zahlen seien nicht so bullish wie die Meldungen dazu, .

Der Time-Spread bei Brent hat sich seit Februar allerdings um etwa die Hälfte reduziert. Dies ist ein klares Zeichen, dass die Marktlage nicht mehr so überversorgt wie noch im Februar eingeschätzt wird.

Im physischen Markt bleibt die Überversorgung noch bestehen, da zusätzliche Mengen aus dem Irak und Iran den Produktionsrückgang in den USA ausgleichen.

Entscheidend für die Markteinschätzung wird vermutlich sein, was bei dem Meeting zwischen OPEC und den anderen Ölproduzenten kommende Woche beschlossen wird.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutrag bis bullish

 

 

 

07. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 40.00 $  Crude (WTI): 37.96 $  Gasoil  336.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9530  Rheinfracht: 19.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Kaufsignale nach bullishen US Bestandsdaten

 

Die US Ölbestandsdaten von gestern haben eine klar bullishe Wirkung auf die Börsen, wartet man doch auf Anzeichen, dass sich die Marktlage verknappt und damit einen neuerlichen Preisanstieg rechtfertigt. Die sinkende US Ölförderung ist hier ein zentrales Indiz, dass das Angebot aus den USA kontinuierlich abnimmt und somit zu einer Reduzierung der Überversorgung beitragen kann. Dies wird allerdings nur dann funktionieren, wenn andere Länder diesen Produktionsrückgang nicht durch eine Anhebung ihrer Förderung und Exporte auffangen. Momentan deutet sich allerdings genau das an, denn Irak, Libyen und Iran planen allesamt ihren Marktanteil zu steigern.

den Rückgang der Importe führt eher auf Probleme bei den Importterminals zurück. Wegen schlechten Wetters und viel Nebel hätte es zahlreiche Verzögerungen gegeben. In der kommenden Woche rechnet er daher mit einem deutlichen Anstieg der Importe, wenn die wartenden Tanker abgefertigt werden.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse bullish

 

 

 

06. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 38.48 $  Crude (WTI): 36.79 $  Gasoil  317.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9586  Rheinfracht: 19.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Überraschend bullishe API Daten stützen die Preise

 

Der Markt ist insgesamt überversorgt und angekündigte Mengen aus Saudi-Arabien, Kuwait, Iran und Libyen tragen nicht unbedingt dazu bei, dass sich diese Situation in absehbarer Zeit wieder auflöst. Dass Saudi-Arabien am Freitag die Beteiligung des Iran zur Bedingung für ein Einfrieren der Produktionsmengen machte, lässt auch erneut Zweifel zu, dass das Ölangebot wirksam begrenzt wird. Momentan scheinen die Ölproduzenten selbst nicht zu wissen, ob man sich bei dem angesetzten Termin am 17. April auf irgendetwas einigen kann oder nicht.

Dafür glauben die Analysten, dass die starke Rohölnachfrage aus China nachlassen wird. China hätte in den letzten Wochen und Monaten mehr gekauft als man verbraucht hätte, sodass die Bestände gut gefüllt sind und die Nachfrage damit nachlassen könnte.

Marktteilnehmer warten nun auf die US Ölbestandsdaten des DOE von heute Nachmittag. Die Zahlen des API von gestern Nacht fielen überraschend bullish aus und sorgen für etwas Auftrieb an den Börsen.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral

 

 

 

05. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 37.46 $  Crude (WTI): 35.44 $  Gasoil  318.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9591  Rheinfracht: 19.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Verluste setzten sich in der Nacht fort

 

Im Angesicht der Aussagen des saudischen Kronprinzen, der eine Beteiligung des Iran an einem Deal zur Voraussetzung für die eigene Produktionsbegrenzung machte, rückten andere Faktoren in den Hintergrund. Marktteilnehmer sind damit beschäftigt abzuwägen, ob das für den 17. April geplante Abkommen zwischen der OPEC und anderen wichtigen Ölproduzenten noch eine Chance auf Erfolg hat. Dieser Deal wird im Markt als Hauptgrund für die Preisrallye im Februar und März gesehen. Auch wenn dieser alleine das Überangebot nicht wird reduzieren können, so sieht man darin eine gewisse Hoffnung, dass später noch eine Reduzierung der Ölförderung folgen könnte.

Momentan gibt es wenig Anlass zu glauben, dass die Überversorgung in absehbarer Zeit sinkt. Russland hat seine Produktion im März auf neue Rekordhochs gesteigert, der Iran konnte im Berichtsmonat seine Ölexporte ebenfalls erhöhen, Saudi-Arabien und Kuwait planen die Wiederinbetriebnahme eines gemeinsamen Ölfelds und Libyen will seine Ölexportterminals mit der Einheitsregierung wieder öffnen.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

04. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 38.32 $  Crude (WTI): 36.36 $  Gasoil  333.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9599  Rheinfracht: 19.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrutsch: Zweifel an OPEC Deal und Rekordproduktion Russlands

 

Im März sah es aus, als würden sich die Ölproduzenten der OPEC und andere wichtige Förderländer außerhalb des Kartells auf das Einfrieren der Produktionsmengen auf Januarniveau einigen, während Länder wie Iran und Libyen die Steigerung der Förderung zugestanden wird. Am 17. April soll dieser Deal bei einem Meeting der Produktionsländer in Doha beschlossen werden, was nach der jüngsten Entwicklung allerdings mehr als fraglich scheint.

Die Beschränkungen der Förderung auf Januarniveau sei nicht ausreichend, um die Überversorgung zu reduzieren, zumal einige Länder wie Russland im Januar so viel Öl wie noch nie gefördert hatten. Dies scheint nun vielleicht auch Saudi-Arabien erkannt zu haben, das seine eigene Ölproduktion plötzlich doch nur unter gewissen Bedingungen einschränken will.

Das Abkommen war in den letzten Wochen die Rechtfertigung um auf steigende Preise zu setzen. Nimmt man diesen Faktor aus dem Markt, so scheint es nun keinen Grund mehr zu geben, um weiter mit anziehenden Preisen zu rechnen.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse bearish

 

 

 

01. April 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 40.15 $  Crude (WTI): 38.08 $  Gasoil  351.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9598  Rheinfracht: 19.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Anstieg wieder weicher – Libyen kündigt Exporte an

 

Die Analysten der Großbanken haben bei ihren Preisprognosen für Rohöl mittlerweile auf die Preisrallye im Februar und März reagiert und diese nach oben angepasst, Brent bei etwa 40 Dollar im Jahresschnitt und WTI bei etwa 39 Dollar. Damit bringen diese aber auch gleichzeitig zum Ausdruck, dass man nicht unbedingt mit einer Fortsetzung der Rallye rechnet, da die Rohölsorten bereits auf diesen Niveaus gehandelt werden.

Angesichts der hohen Ölförderung der OPEC scheint ein Ende der Überversorgung auch mit einer Vereinbarung der Ölproduzenten auf Obergrenzen sich nicht schnell zu reduzieren. Libyen und Iran sind die zwei Länder der OPEC, die momentan das größte Potenzial bei der Produktionssteigerung haben und werden sich an dem Deal nicht beteiligen.

Die Marktlage bleibt damit weiterhin tendenziell bearish und es bestehe vor dem Meeting der Ölproduzenten am 17. April in Doha erhebliches Enttäuschungspotenzial. Eine zeitweise Abwärtsbewegung vor oder unmittelbar nach dem Treffen sei daher möglich.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral