AVIA Vereinigung Schweiz

21. Februar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 67.07 $   Crude (WTI): 57.25 $   Gasoil 617.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0011   Rheinfracht: 51.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Rallye auf neue Jahreshochs – Technisches Abwärtspotenzial bleibt vorhanden

 

Die Produktionskürzungen der OPEC sind weiterhin der Hauptgrund für die zuletzt immer wieder steigenden Ölpreise. Die Situation in Venezuela hat die Verfügbarkeit ebenfalls nicht weiter verbessert, wobei Versorgungsprobleme die Rohölpreise nach oben ziehen.

Eine deutlich stärkere Rallye wurde bisher durch die eingetrübten globalen Wachstumserwartungen verhindert, die auf eine Verlangsamung des Ölnachfragewachstums hinweisen. Aber auch die US Rohölförderung legt weiter kräftig zu. Aus den USA kommt damit vermutlich mehr Öl auf den Markt als bisher gedacht, was das Aufwärtspotenzial der Ölpreise begrenzt.

Die Knappheiten, die man aktuell am Markt sieht, sind durchaus real, wenngleich auch künstlich herbeigeführt. Der Markt ist dieses Jahr unberechenbar, denn mit Libyen, der US Schieferölindustrie und Brasilien gibt es auch noch großes Potenzial für eine deutliche Produktionssteigerung.

Die Futures an den Ölbörsen bleiben daher weiter im Bereich der Jahreshochs von gestern, womit sich bei den Preisen deutliche Preissteigerungen andeuten.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

20. Februar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 66.42 $   Crude (WTI): 56.58 $   Gasoil 610.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0013   Rheinfracht: 51.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures unverändert fest – Verkaufssignale bei Rohöl wurden verpasst

 

Die Rohölpreise an den Ölbörsen sind erst einmal weiter im Bereich ihrer Jahreshochs geblieben. Der Rohölmarkt wird aktuell offenbar deutlich knapper als der Produktmarkt eingeschätzt.

Maßgeblich für die unterschiedliche Entwicklung bei Rohöl sind die massiven Exportkürzungen Saudi-Arabiens. Auch die Sanktionen gegen Venezuela haben ihren Anteil an der Situation. Sowohl Venezuela als auch Saudi-Arabien exportieren überwiegend schwerere und saurere Rohölsorten, sodass es nun am Angebot bei diesen Qualitäten mangelt. Für gewöhnlich sind schwere und saure Rohölsorten günstiger als Brent, da die Qualität schlechter ist. Doch auf schwere Rohölsorten ausgelegte Raffinerien können nicht problemlos auf leichtere Sorten wechseln.

Dies führt dazu, dass die qualitativ eigentlich schlechteren Rohölsorten zum Teil teurer gehandelt werden, als die Referenzsorten.

Diese Knappheit an spezifischen Sorten halten die Rohölpreise auf einem hohen Niveau. Bei den Preisen zeichnen sich so moderate Preisnachlässe ab.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

19. Februar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 66.47 $   Crude (WTI): 56.00 $   Gasoil 616.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0051   Rheinfracht: 50.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Aufwärtspotenzial ausgereizt? – Charttechnik mit möglichem Verkaufssignal

 

Die Saudis scheinen gewillt zu sein alles Notwendige zu unternehmen, damit die Ölpreise auf 80 Dollar pro Barrel steigen. Die Stimmung am Markt ist weiterhin bullish, nachdem in den letzten Wochen Meldungen dominierten, die die Preisniveaus stützen.

Hinzu kommen die Sanktionen der USA gegen Venezuela, die womöglich noch einmal verschärft werden und die Exporte weiter drücken könnten. Und auch wenn die globale Konjunkturentwicklung skeptisch gesehen wird, so sind die Fortschritte bei den Verhandlungen im Handelsstreit zwischen USA und China ein stützender Faktor.

Auf der anderen Seit besteht aber auch die Möglichkeit, dass die libysche Förderung schon bald wieder steigt. Und sollte der Maduro in Venezuela weichen, dann könnte sich auch hier die Ölförderung wieder stabilisieren. Viel "wenn" und "aber" im Markt, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Preise haben könnten,

So lange fundamental keine Anzeichen für eine konkrete und deutliche Verbesserung der kurzfristigen Versorgungslage kommt, bleibt die fundamentale Konstellation tendenziell bullish, sodass sich bei den Preisen aktuell minime Preissenkungen andeuten.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

18. Februar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 66.65 $   Crude (WTI): 56.06 $   Gasoil 620.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0038   Rheinfracht: 48.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Venezuela und Saudi-Arabien treiben Futures auf 3-Monatshochs

 

Die OPEC hat zum Jahresstart im Januar die Ölproduktion stark zurückgefahren, was angesichts der angekündigten Kürzungen im Dezember keine Überraschung ist. Das Saudi-Arabien allerdings mehr als vereinbart vom Markt genommen hatte, ist durchaus bemerkenswert. Dazu noch die Ankündigung die Förderung bis März weiter zu kürzen, unterstreicht die Entschlossenheit der Saudis ein Überangebot um jeden Preis zu vermeiden.

Allerdings kommen die angekündigten zusätzlichen Kürzungen vielleicht nicht ganz freiwillig, musste doch das größte Offshore Ölfeld wegen Reparaturarbeiten abgeschaltet werden. Ob geplant oder ungeplant, die fehlenden Mengen werden die Versorgungslage verknappen und stützen die Preisniveaus.

Auch wurden die Verhandlungen im Handelsstreit zwischen USA und China fortgesetzt. Trump zeigte sich zuletzt zuversichtlich, dass es eine Einigung mit Peking geben werde. Dies schürt die Hoffnungen, dass weitere Strafzölle zwischen den beiden größten Volkswirtschaften vermieden werden können, die die globale Wirtschaft ausbremsen würden.

Zusammen mit der Ankündigung weiterer Sanktionen gegen Venezuela wurde in der vergangenen Woche somit die Grundlage für weitere Aufwärtsbewegungen an den Ölbörsen geschaffen.

Bei den Preisen deuten sich starke Preissteigerungen an.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

14. Februar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 64.26 $   Crude (WTI): 54.40 $   Gasoil 597.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0081   Rheinfracht: 48.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gasoil markiert 2-Monatshoch – Stützende Signale aus OPEC und USA

 

Die OPEC hat die Produktion stark gekürzt und Saudi-Arabien wird noch einmal starke Kürzungen umsetzen. Hinzu kommen Ausfälle in Venezuela und Libyen, während man den Pessimismus bei der Ölnachfrage für übertrieben hält. Und in der Tat, gibt es bisher wenig Anzeichen, dass sich das Ölnachfragewachstum in 2019 besonders stark verlangsamt. Somit rechnet mit einem Anstieg des Durchschnittspreises Brent im zweiten Quartal auf 67,50 Dollar, während Brent aktuell mit etwa 64 Dollar bereits den höchsten Stand seit November letzten Jahres erreicht hat.

Mit den Sanktionen gegen Venezuela, den Ausfällen in Libyen, den Produktionskürzungen der OPEC und den darüberhinausgehenden weiteren Kürzungen der Saudis, wird das Angebot an Rohöl vermutlich erst einmal abnehmen.

Doch die USA scheint momentan eine Anhebung von weiteren Strafzöllen gegen China verschieben zu wollen, da die Fortschritte in den Verhandlungen positiv verlaufen und eine Einigung damit offenbar möglich ist. Dieser Streit galt als die größte Gefahr für das Weltwirtschaftsklima, sodass eine Lösung des Konflikts an den Ölbörsen Spielräume nach oben schaffen dürfte.

ICE Gasoil zieht an und handelt damit nur noch knapp unterhalb des 2-Monatshochs. Somit deuten sich deutliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

13. Februar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 63.01 $   Crude (WTI): 53.58 $   Gasoil 588.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0060   Rheinfracht: 48.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

EIA und OPEC sehen Überversorgung – Saudi Arabien steuert mit weiteren Kürzungen entgegen

 

Die Monatsberichte der OPEC und der EIA zeigen, dass die OPEC ihre Förderkürzungen strikt umgesetzt haben. Zu verdanken ist dies vor allem Saudi-Arabien, dass deutlich mehr Rohöl vom Markt genommen hatte, als es laut der Vereinbarung muss. Auch Russland soll seine Produktion noch überraschend deutlich gekürzt haben.

Beide Organisationen sehen allerdings weiter ein starkes Produktionswachstum außerhalb der OPEC und vor allem in den USA. Das Angebot der Nicht-OPEC Länder wird demnach weiter schneller zulegen als der globale Bedarf an Öl, weshalb der OPEC weiterhin nichts anders übrigbleiben wird, als die Förderung zu kürzen.

Ebenfalls positiv die Entwicklungen bezüglich Handelsstreit und Shutdown. Eine Lösung in beiden Bereichen würde die Finanzmärkte beruhigen. An den Ölbörsen wird dies vor allem als ein positiver Aspekt für die Ölnachfrageentwicklung gesehen, die durch den Shutdown und dem Handelsstreit belastet worden wäre. Auch die US Ölbestandsdaten des API von gestern Nacht haben einen stützenden Einfluss, sodass die kurzfristige fundamentale Konstellation, trotz des bearishen EIA Monatsberichts, leicht bullish interpretiert wird.

Die Futures behalten noch einen Teil ihrer Vortagesgewinne, sodass sich auch bei den Preisen rechnerisch Aufwärtsanpassungen ergeben.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

12. Februar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 61.81 $   Crude (WTI): 52.64 $   Gasoil 582.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0044   Rheinfracht: 48.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise nach kurzer Schwächephase unverändert

 

Die Gespräche über ein Handelsabkommen zwischen USA und China sind momentan der größte Einflussfaktor am Markt.

Die Verhandlungen sind vor allem mit Blick auf die globale Konjunkturerwartung kritisch, denn die Indikatoren der letzten Wochen deuten auf eine Abkühlung der globalen Wirtschaftsleistung hin. Dies beeinflusst die Ölnachfrage negativ und der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt könnte dies noch weiter verschärfen.

Komme es zu einem Abkommen zwischen den USA und China, würde dies das künftige Nachfragewachstum steigern. Geopolitische Risiken würden gleichzeitig das aktuelle Angebot beeinträchtigen und damit zu einer physischen Knappheit am Markt führen.

Der Markt befindet sich damit weiter in einem Spannungsfeld aus unterschiedlichen Faktoren. Ausfälle auf Angebotsseite wie in Venezuela, dem Iran oder die Produktionskürzungen der OPEC stützen die Preisniveaus. Die steigende Ölproduktion der USA und anderer Nicht-OPEC Länder wirken dem jedoch entgegen.

Die Futures an den Ölbörsen sind für diese Zeit ungewöhnlich volatil. Bei den Preisen deuten sich nur geringe Preisveränderungen an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

11. Februar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.87 $   Crude (WTI): 52.23 $   Gasoil 585.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9998   Rheinfracht: 48.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gasoil zum Wochenstart wenig verändert – WTI mit bearishen Vorgaben

 

Die Abwärtsbewegung von WTI überträgt sich zum Teil auch auf die Notierungen an der ICE, sodass die bearishen Vorgaben der US Rohölsorte die Preise von Brent und Gasoil ebenfalls belasten können. Stützend bleiben unterdessen die Produktionsausfälle in Libyen sowie die Sanktionen gegen Venezuela und die vermutliche Verschärfung der Sanktionen gegen Iran später in diesem Jahr. Die Erwartungen eines schwächeren globalen Wirtschafswachstums hingegen ist eine große Sorge vieler Marktteilnehmer.

Insbesondere die Verhandlungen zwischen USA und China in Sachen Handelsstreit sind hier von Belang. Trump hatte das Treffen mit seinem Amtskollegen Xi auf den 1. März verschoben, dem Tag an dem die Deadline der USA für ein umfangreiches Abkommen ausläuft. Wird kein neuer Handelsvertrag zwischen den beiden Ländern unterzeichnet, werde die USA die Strafzölle auf Güter von 10% auf 25% anheben. Nach der Verschiebung des Treffens spekuliert man am Markt, dass man einer Einigung weiter entfernt sei als erhofft.

Bei den Preisen deuten sich heute Vormittag leichte Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

08. Februar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.21 $   Crude (WTI): 52.23 $   Gasoil 574.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0018   Rheinfracht: 48.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US Kongress geht gegen OPEC vor – Abwärtsspielräume unterhalb der GD 21 Linie

 

Die Sorge um die globale Wirtschaftsentwicklung und das damit verbundene Ölnachfragewachstum hatte die Preise Ende letzten Jahres belastet und die Preisrallye von Anfang Januar ausgebremst. Die Warnungen vor einem abschwächenden Wachstum reißen nicht ab und die Konjunkturprognosen wurden in den letzten Wochen immer wieder gesenkt.

Vor allem der Handelsstreit zwischen USA und China ist ein belastender Faktor, bremst dieser doch die beiden größten Volkswirtschaften aus. Ohne einen Deal wird es statt zu einer Entspannung der Lage dann vermutlich zu neuen Strafzöllen der USA kommen, die den Handel und die Wirtschaft weiter belasten.

Unterdessen scheint man in Libyen mit der Befreiung des Sharara Ölfeldes noch nicht ganz so weit zu sein, wie man gestern noch dachte. Bei einer Lösung des innerpolitischen Konflikts und einer Wiederinbetriebnahme der Produktion, würde das Ölangebot allerdings deutlich zunehmen.

Kurzfristig werden nun weiter Libyen, der Handelsstreit zwischen USA und China sowie Venezuela im Fokus stehen. Der Dämpfer bei den Verhandlungen zwischen USA und China sorgt nun erst einmal wieder für Gewinnmitnahmen an den Börsen. Bei den Preisen deuten sich damit Preisnachlässe zu gestern an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

07. Februar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.35 $   Crude (WTI): 53.68 $   Gasoil 580.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0019   Rheinfracht: 48.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach DOE mit Sprung nach oben – Investmentbanken senken Preisprognosen

 

Die Versorgungslage bleibt unter Druck, denn die Ausfälle in Venezuela nehmen tendenziell zu und könnten nach Ansicht einiger Experten noch nicht vollständig eingepreist sein.

Die Produktionskürzungen der OPEC zum neuen Jahr sorgen für eine bullishe Grundkomponente am Markt. Klar ist allerdings, dass die OPEC, insbesondere Saudi Arabien, erpicht darauf ist die Ölpreise nicht wieder so stark wie Ende Dezember absacken zu lassen.

Nach oben bleibt das Potenzial jedoch durch die Skepsis der globalen Wirtschaftsentwicklung weiter gedeckelt. Das Ölangebot ist also mehr als ausreichend und ein Preisrutsch an den Börsen kann nur durch aktive Produktionskürzungen der OPEC und ihrer Verbündeten erreicht werden.

Mit den Kürzungen des Kartells steigt auf der anderen Seite aber auch die Reservekapazität an, sodass die OPEC das Problem der Überversorgung mit ihren Maßnahmen lediglich weiter in die Zukunft verlagert. Auch wenn die Konstellation am Markt kurzfristig bullish werden kann, so deutet sich langfristig, über die kommenden Jahre, keine Preisexplosion an.

Insofern nehmen wir fundamental weiter einen neutralen Standpunkt ein. für den Moment deuten sich bei den Preisen deutliche Preissteigerungen zum Vortag an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

06. Februar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.74 $   Crude (WTI): 53.47 $   Gasoil 576.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0008   Rheinfracht: 48.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

API Daten bleiben ohne großen Einfluss – OPEC und Russland formalisieren Zusammenarbeit

 

Das Top-Thema der letzten Wochen an den Ölbörsen war ganz klar Venezuela. Diese haben die Nachrichten dominiert auch wenn der Einfluss auf die Ölpreise bisher überschaubar war. Die US Sanktionen stützen den Markt zwar, da das Angebot damit abnehmen dürfte, doch eine substanzielle Preisrallye ergab sich bisher nicht.

Dies spricht dafür, dass das Angebot noch immer recht komfortabel ist und man scheinbar keine extreme Knappheit befürchtet. Vor allem die Sorgen bezüglich der globalen Wirtschaftsentwicklung dämpfen das Potenzial von Preissteigerungen.

Ein Schlüsselfaktor bezüglich der Ölnachfrage ist der Handelsstreit mit China. Bis Anfang März wollen sich die USA und China auf neue Handelsbeziehungen geeinigt haben, um weitere Sanktionen der USA zu verhindern.

Die US Ölproduktion hingegen markiert ein Rekordhoch nach dem anderen und liegt vermutlich höher als es die wöchentlichen Daten des DOE vom Mittwoch bisher angeben. Doch Engpässe bei den Pipelinekapazitäten und die niedrigeren Preise haben das Wachstum zuletzt etwas gedämpft.

Der Markt wird vermutlich weiter volatil bleiben, bis es zu den genannten Faktoren mehr Klarheit gibt.

Für Heute könnten sich erst einmal Preisnachlässe zu gestern andeuten.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

05. Februar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.70 $   Crude (WTI): 54.75 $   Gasoil 583.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9989   Rheinfracht: 45.60 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise nach volatilem Montag im Trendkanal kaum verändert

 

Venezuela ist für die Marktteilnehmer momentan das größte Sorgenkind. Doch gibt es auch Zweifel, denn China und Russland halten weiterhin zum amtierenden Präsidenten Maduro.

Vor allem China hatte zuletzt hohe Kredite an Venezuela vergeben. Damit will man die Ölindustrie stabilisieren, während die Rückzahlung der Kredite in Öl erfolgt. Russland und China könnten eventuell für die Ausfälle der US Abnehmer einspringen und so einen Großteil der venezolanischen Ölproduktion und Exporte aufrechterhalten.

Der Markt bleibt weiter in seinem bekannten Spannungsfeld. Das schwächer erwartete Wirtschaftswachstum in 2019 könnte das Ölnachfragewachstum bremsen und die US Ölproduktion erreicht einen neuen Rekordwert nach dem anderen.

Auch der Handelsstreit zwischen USA und China bleibt weiter ein Faktor, dem die Aufmerksamkeit des Marktes in den kommenden Wochen gewiss sein dürfte.

Momentan gibt es also eine Vielzahl von Faktoren mit offenen Ausgang, sodass die Markteinschätzungen für 2019 unsicher bleiben. Die Volatilität innerhalb der Handelstage hat damit zugenommen und dürfte auch weiter hoch bleiben.

Nach der Berg- und Talfahrt gestern, starten die Ölpreise heute Morgen jedoch erst einmal wenig verändert zu gestern Vormittag in den Handel.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

04. Februar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.06 $   Crude (WTI): 55.40 $   Gasoil 585.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9966   Rheinfracht: 45.60 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI bleibt im Trendkanal – Preise zum Wochenauftakt deutlich fester

 

Die Tatsache, dass die Sanktionen gegen Venezuela bisher keine starke Rallye ausgelöst haben, lässt vermuten, dass Marktteilnehmer dies nicht als ein besonders großes Problem einschätzen.

Die Produktionskürzungen der OPEC bleiben weiterhin bullish. Dass Länder wie der Irak und Russland die Vereinbarung noch nicht umgesetzt haben, deutet aber gleichzeitig daraufhin, dass noch erhebliches Potenzial vorhanden ist, um die Förderung zu reduzieren.

Große Skepsis hatte man zuletzt vor allem wegen des globalen Wirtschaftswachstums, von dem man eine spürbare Abschwächung erwartet. Zusammen mit der erneut gesunkenen Anzahl der US Ölbohranlagen kamen damit bullishe Signale in den Markt, die die Futures am späten Freitag nach oben trieben.

Die fundamentale Konstellation bleibt für uns damit auch heute Morgen weiter leicht bullish, selbst wenn Venezuela offenbar kein großer Faktor ist. Vor allem aber gegen Ende Februar wird mit einem zunehmenden Rohölbedarf gerechnet, wenn Raffinerien ihre Wartungen beenden und sich auf die Sommernachfrage vorbereiten.

Für heute Morgen werden deutliche Steigerung bei den Inlandspreisen erwartet.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

01. Februar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.95 $   Crude (WTI): 53.83 $   Gasoil 573.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9954   Rheinfracht: 45.60 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US Ölförderung höher als erwartet – Deadline im Handelsstreit rückt näher

 

Das Tauziehen am Markt, zwischen bullishen und bearishen Einflussfaktoren bleibt aber dennoch bestehen. Während die Kürzungen der OPEC+ Gruppe und die Sanktionen gegen Iran und Saudi Arabien bullish bleiben, hat die skeptische Einschätzung des globalen Wirtschafts- und Ölnachfragewachstums die Aufwärtspotenziale bisher begrenzt. Vor allem die Verhandlungen im Handelsstreit zwischen USA und China rücken dabei immer wieder in den Fokus. Immer wenn es schlechte Konjunkturdaten aus China gebe oder gesteigerte Zahlen zur US Ölproduktion, drücke dies auf die Preise.

Und damit erklärt sich heute Morgen auch die Abwärtsbewegung in der Nacht. Die US Ölförderung ist deutlich höher als bisher angenommen und in China hat deutet der Einkaufmanagerindex im Verarbeitenden Gewerbe eine weiter sinkende Wirtschaftsaktivität an.

Mittelfristig muss man die Wirkung der Sanktionen gegen Venezuela, die Produktionskürzungen der OPEC sowie die auslaufenden Ausnahmen bei den US Sanktionen gegen den Iran im Auge haben.

Nach den Abwärtsbewegungen an den Ölbörsen in der Nacht und in den Morgenstunden, deuten sich bei den Preisen nun aber erst einmal wieder Abwärtsbewegungen an.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

31. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 62.19 $   Crude (WTI): 54.60 $   Gasoil 580.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9939   Rheinfracht: 44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Euro gleicht Preissprung nach DOE aus

 

Der Einfluss der US Sanktionen gegen Venezuela ist zwar zu spüren, doch die große Rallye blieb bisher aus. Der Preisanstieg liegt bisher lediglich bei etwa 3,50 Dollar, was im Vergleich zu anderen Sanktionen als nicht besonders stark zu bezeichnen ist.

Man geht davon aus, dass andere Lieferanten aus dem Mittleren Osten, insbesondere Saudi-Arabien einspringen werden. Doch gerade Saudi-Arabien hatte zuletzt vor allem die Exporte in Richtung USA reduziert, da die Bestände dort zu hoch seien. Mit den wöchentlichen Bestandsdaten haben die US Ölvorräte einen großen Einfluss auf den Markt, sodass man sich hiervon einen guten Hebel am Markt verspricht.

Dabei darf man nicht vergessen, dass die Saudis die Förderung deutlich gesteigert haben, als die USA die Iran Sanktionen ankündigten und die Ausfuhren des Iran auf null drücken wollten. Als Saudi-Arabien dann auf Jahreshöchstwert förderte, räumten die USA umfangreiche Ausnahmeregelungen für 8 Länder zum Rohölimport ein und es kam zu einer starken Überversorgung mit einem Preissturz Ende Dezember.

Trotz des Preisanstiegs von gestern und der bullishen US Ölbestandsdaten des DOE, deuten sich bei den Preisen zunächst keine größeren Preisanpassungen an.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

30. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 61.55 $   Crude (WTI): 53.42 $   Gasoil 574.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9948   Rheinfracht: 44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise im Trendkanal fester – Sanktionen gegen Venezuela bleiben stützend

 

An den Ölbörsen geht es aktuell vor allem um die Situation in Venezuela. Die US Sanktionen gegen Maduro werden das Ölangebot aus dem Land sicherlich nicht vereinfachen. Venezuela wird nach alternativen Abnehmern suchen und diese vermutlich auch finden.

Exporte abzuwickeln wird gleich aus mehreren Gründen schwieriger. Venezuela muss sein Rohöl nun verdünnen und kann dabei nicht mehr auf US Naphta zurückgreifen. Bis alternative (teurere) Lieferanten gefunden werden, dürfte es etwas dauern.

In den letzten Wochen machten zwar auch Sorgen bezüglich der Weltwirtschaftsentwicklung und damit dem Nachfragewachstum die Runde, dies wird nun aber durch Probleme auf der Angebotsseite dominiert.

Gespannt darf man auf die heute beginnenden Verhandlungen zwischen USA und China in Sachen Handelsstreit warten. Nach den Annäherungen der letzten Wochen will man ein neues Verhältnis schaffen, sodass die Strafzölle zwischen den beiden Ländern, die das globale Wirtschaftswachstum belasten, wieder abgebaut werden können.

Die Ölpreise bleiben heute Morgen weiterhin relativ fest und testen dabei ihre Vortageshochs. Bei den Preisen deuten sich damit starke Preissteigerungen zu gestern an.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

29. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 60.11 $   Crude (WTI): 52.19 $   Gasoil 557.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9919   Rheinfracht: 42.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US sanktionieren venezolanische Ölindustrie – Saudis kürzen Produktion noch stärker

 

Der Pessimismus bezüglich des globalen Wirtschaftswachstums, und damit auch bezüglich der Ölnachfrage, hat den Preisanstieg aus Anfang Januar in den letzten Wochen spürbar ausgebremst. Das erste Quartal ist in der Regel das schwächste in Bezug auf die Ölnachfrage.

Die neuen US Sanktionen gegen Venezuela können die Ölpreise nun aber stützen, denn vor allem Abnehmer aus den USA werden sich nun vermutlich nach neuen Öllieferanten umsehen müssen. Überraschend kommen die Maßnahmen der US Regierung nicht, denn diese hatte neue Sanktionen bereits vorab angekündigt.

An den Börsen ging es in der Nacht mit der Meldung zwar nach oben, eine starke Reaktion, wie sie bei umfangreichen Sanktionen zu erwarten ist, war dies jedoch nicht. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass die Preise nicht doch noch stärker auf die Maßnahmen reagieren.

Unterm Strich sind die Meldungen aus der Nacht dennoch stützende Faktoren, sodass die fundamentale Konstellation heute Morgen bullish eingestuft wird. Dennoch deuten sich bei den Preisen für heute Morgen aber erst einmal minime Preisabschläge an.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

28. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 60.92 $   Crude (WTI): 52.99 $   Gasoil 564.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9917   Rheinfracht: 42.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise in Seitwärtskonsolidierung – Preisnachlässe verändert zum Wochenstart

 

In der vergangenen Woche kamen die Ölpreise zunächst etwas unter Druck, nachdem Kommentare aus Davos vermehrt auf eine Verlangsamung des Wirtschafts- und damit auch des Ölnachfragewachstums hindeuteten.

Belastend wirkten sich auch die gestiegenen US Ölbestände aus, die bei Rohöl nun etwa 8,1% über Vorjahresniveau und etwa 2,8% über dem 5-Jahresdurchschnitt liegen. Bullish hingegen wurde die Entwicklung in Venezuela eingepreist. Die USA drohen mit neuen Sanktionen gegen die Regierung Maduros und zielen damit insbesondere auf die Ölexporte des Landes ab.

Die Instabilität in Venezuela wird das Ölangebot kurzfristig vermutlich reduzieren. Auch wenn Russland bisher deutlich hinter dem Kürzungsversprechen aus Dezember zurückbleibt, so ist es der OPEC wohl gelungen das Überangebot abzubauen.

Auch wenn sich die Konjunkturaussichten zuletzt erheblich eingetrübt haben, so sehen Analysten vor allem in China noch einen großen Ölbedarf, der einen Einbruch der globalen Ölnachfrage wohl verhindert.

Heute Morgen geben die Futures in nach und liegen so unterhalb der Niveaus vom Freitagmorgen, sodass sich bei den Preisen aktuell Abwärtspotenziale andeuten.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral