AVIA Vereinigung Schweiz

20. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 57.36 $   Crude (WTI): 51.48 $   Gasoil 527.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9816   Rheinfracht: 23.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Nachfragewachstum schwächelt

 

Die OPEC und Nicht-OPEC Länder werden die Produktionskürzungen im kommenden Jahr vermutlich von März bis Ende des Jahres verlängern. Neben Russland und Saudi-Arabien sprechen sich immer mehr Länder für eine solche Maßnahme aus. Die globalen Ölbestände nahmen durch die gute Nachfrageentwicklung in diesem Jahr deutlich ab. Meldungen über eine Verlängerung beeinflussen den Markt allerdings nicht mehr unmittelbar da die Marktteilnehmer bereits seit geraumer Zeit davon ausgehen und dies bereits eingepreist haben. Die reduzierten Exporte aus Irak sind vor allem ein politisches Problem, das durch Diplomatie gelöst werden kann. Der schnelle und nahezu kampflose Rückzug der Kurden deutet daraufhin, dass diese nicht unbedingt auf eine Eskalation aus sind. Das geopolitische Risiko im Irak wird daher wieder deutlich niedriger als zuletzt eingeschätzt. Goldman Sachs Analysten hatten die Risikoprämie mit etwa 1,5 Dollar bewertet. Mit der gestrigen Abwärtsbewegung wurde bei Brent bereits etwa 1 Dollar ausgepreist. Experten schätzen das Nachfragewachstum aktuell wieder etwas schwächer ein. Das starke Nachfragewachstum zur Jahresmitte hatte der OPEC geholfen die globale Überversorgung und die Bestände zu reduzieren.

 

Fundamental neutral bis bullish               Chartanalyse bearish   

 

 

 

 

 

19. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 58.13 $   Crude (WTI): 52.00 $   Gasoil 536.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9805   Rheinfracht: 22.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Saudi-Arabiens Ölexporte sind im wieder August angestiegen

 

Die gestrigen DOE US Ölbestandsdaten zeigten deutliche Abbauten beim Rohöl. Die Rohölvorräte waren durch Hurrikan Nate verzerrt und hätten ohne diesen Effekt wohl Aufbauten gezeigt. Der Benzinbedarf ist stark gesunken und auf dem niedrigsten Niveau seit April. Die saudischen Ölexporte legten im August wieder zu. Das Ölunternehmen Saudi Aramco hatte die Verkaufspreise für Käufer aus Asien größtenteils gesenkt, da man wohl Marktanteile zurückgewinnen wollte, die man zwischenzeitlich an Konkurrenten wie Russland oder Angola abgetreten hatte. Die Exportausfälle in Iran sind stützend für die Preisniveaus, da sie das globale Angebot reduzieren. Die Regierung in Bagdad und die kurdische Autonomieregierung in Erbil sind beide auf die Exporteinnahmen angewiesen, sodass eine schnelle Lösung möglich erscheint. Die kurdischen Truppen zogen sich aus den meisten Gebieten mit nur geringem Widerstand zurück, sodass die Zentralregierung bereits fast alle umstrittenen Gebiete unter die eigene Kontrolle gebracht hat.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

18. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 58.22 $   Crude (WTI): 52.05 $   Gasoil 540.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9785   Rheinfracht: 22.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Heute im Inland leicht höhere Preise - steigende Rheinfracht

 

Die Zahlen des API sind mit den Abbauten beim Rohöl und den Aufbauten der Produkte eher neutral zu interpretieren. Man geht von umfangreichen Exporten von Rohöl aus. In der USA befinden sich diverse Raffinerien im Wartungsmodus. Experten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass die Produktionsausfälle im Irak für ca. 3 Monate bereits eingepreist sind. Sollte sich im Irak eine diplomatische Lösung ergeben, könnten die Preisniveaus rasch sinken. Neue Produktionsausfälle würden sich bullish auswirken. Die vom US Präsident angedrohten Sanktionen gegen den Iran könnten die Ölexporte des Landes durchaus negativ beeinflussen. Das Thema bringt Unruhe in den Ölmarkt, wobei der US Kongress 60 Tage hat, um über Maßnahmen zu entscheiden. Trump hatte am vergangenen Freitag nicht mehr bestätigt, dass sich der Iran an das Atomabkommen halte. Die Marktteilnehmer warten nun auf die heute Nachmittag erscheinenden US Ölbestandsdaten des DOE.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

17. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 57.82 $   Crude (WTI): 51.79 $   Gasoil 541.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9771   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bank of Amerika hat Preiserwartungen für Ende 2017 nach oben angepasst

 

Im Irak hatte die Armee die Kontrolle über die von den Kurden besetzten Gebiete um Kirkuk zurückerlangt. Zwischen beiden Seiten soll es eine Vereinbarung geben, dass man Kämpfe um Ölanlagen herum vermeiden will, um Förderausfälle zu verhindern. Dennoch gibt es Berichte, wonach die Kurden die Produktion von 350.000 B/T am Bai Hassan und Avana Ölfeld wegen Sicherheitsbedenken eingestellt hätten. Kirkuk ist eine der wichtigsten Ölfördergebiete des Irak und soll etwa so viel Rohölreserven wie ganz Nigeria besitzen. So lange es zwischen den beiden Seiten keine Einigung gibt und ein Bürgerkrieg nicht ausgeschlossen wird, bleibt die Konstellation bullish und wird mit einer Risikoprämie an den Ölbörsen eingepreist.

Die Analysten der Bank of America Merrill Lynch (BAML) haben ihre Preisprognosen für Brent und WTI nach oben korrigiert. Die Experten geben an, dass die Datenlage momentan darauf hindeute, dass es in 2017 zu einem unerwartet deutlichen Angebotsdefizit von rund 230.000 B/T kommen werde. Zum ersten Quartal 2018 rechnet man mit einer wieder entspannteren Versorgungslage, da die saisonale Nachfrage dann wieder deutlich nachlässt.

 

Fundamental bullish                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

16. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 57.79 $   Crude (WTI): 51.88 $   Gasoil 539.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9757   Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Geopolitische Spannungen sogen für die Einpreisung von Risikoprämien

 

Die aktiven US Ölbohranlagen sind auf 743 gesunken und sind somit auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Juni 2017. Obwohl die IAEA bestätigt hat, dass der Iran sich an das 2015 abgeschlossene Atom- Abkommen hält, sagte US Präsident Trump am Freitag, das Teheran den Geist des Abkommens nicht erfülle. Neue Spannungen in diese Sache, könnten den Deal und somit die Stabilität in der ganzen Region gefährden. Im Irak gibt es erste Gefechte um Kirkuk weil die Kurden Kirkuk besetzen, da es künftig zum kurdischen Staates gehören soll. Die Zentralregierung des Irak fordert nun die Kontrolle über Kirkuk zurück, das für seine Ölreichtum bekannt ist. Am Sonntag begannen die irakischen Truppen auf die Ölfelder und einen wichtigen Luftwaffenstützpunkt in der Nähe Kirkuks vorzurücken, um diese zurück zu erobern. Kurdistan exportiert etwa 0,5 Mio. Barrel Rohöl pro Tag. Der Irak verlangt die Einstellung der Ausfuhren und will die Kontrolle über Förderung und Exporte zurückerlangen. Bei einer Eskalation der Lage könnte diese Menge vom Markt verschwinden, weshalb der Konflikt ganz klar bullish zu sehen ist.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

13. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.54 $   Crude (WTI): 50.92 $   Gasoil 526.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9750   Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Analysten rechnen mit eher steigenden Öl- Preisen

 

Der überraschende Rückgang der US Rohölvorräte im DOE Bericht von gestern war ein bullishes Signal, sodass die Abwärtsbewegung an den Ölbörsen nach dem enttäuschenden IEA Bericht, gestoppt wurde. Die Raffinerieauslastung nahm entgegen den Erwartungen etwas zu, was vermutlich eine Folge des Hurrikan Harvey ist. Die Monatsreports der OPEC, EIA und IEA gaben neue Anhaltspunkte über die weitere Entwicklung des Angebots-Nachfrageverhältnisses. Der Grundtenor der Daten ist, dass es der OPEC gelungen ist einen großen Teil der extrem hohen Ölbestände zu reduzieren und das Kartell seinem Ziel, die Vorräte auf ein 5-Jahresniveau zurückzudrängen, ein gutes Stück näher gekommen ist. Bei Platts gehen die Analysten davon aus, dass die Zeiten von 30 Dollar nun endgültig vorbei sind und die Börsen nicht mehr auf dieses Niveau zurückfallen können. Man rechnet bis Anfang 2018 mit Brentpreisen zwischen 50 und 60 Dollar. In den kommenden 5 Jahren könnte sich durch Unterinvestments und eine weiter wachsende Ölnachfrage allerdings irgendwann wieder eine Spanne von 70 bis 80 Dollar ergeben.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

12. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.59 $   Crude (WTI): 50.96 $   Gasoil 531.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9724   Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bullishe Monatsreports und bearishe US Ölbestandsdaten

 

OPEC und EIA schätzen den Markt in ihren neuen Monatsreports knapper als zuletzt ein. Die Nachfrage wird stärker als bisher erwartet gesehen, während das Angebot außerhalb der OPEC geringer ausfallen soll. Die Überversorgung wurde in 2017 beendet, könnte 2018 aber – zumindest in geringer Form – wiederkehren. Auch wenn die Berichte die Preisniveaus weiter stützen, so bedeutet dies nicht, dass die Preise stark steigen werden.

Die bisherigen Erwartungen schliessen vor allem auch darauf, dass die OPEC im Frühjahr ihre Produktionskürzungen verlängert oder intensiviert. Das Kartell habe eigentlich keine andere Wahl.

Die größten Risiken für ein Ausbruch nach oben bestehen derzeit im Konflikt zwischen USA und Iran sowie den wirtschaftlichen Problemen Venezuelas. Abwärtsrisiken seien eine möglicherweise abnehmende Quotentreue der OPEC, das Ende des Produktionsdeals oder eine schwächer als angenommene Ölnachfrage.

Trader werden sich heute vermutlich weitestgehend zurückhalten und heute auf den DOE Bericht sowie auf den IEA Monatsreport warten.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

11. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.61 $   Crude (WTI): 51.00 $   Gasoil 528.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9752   Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI nach Preisanstieg zurück über 50 Dollar

 

Saudi-Arabien scheint seine Ankündigung "alles zu unternehmen um einen ausgeglichenen Markt zu erreichen" erst zu nehmen. Immer wieder kündigt man Kürzungen an und setzt diese auch durch. Die Kombination der scharfen Rhetorik und der physischen Verknappung des Ölangebots hat den Markt 2017 in der Tat stabilisiert und für eine Unterversorgung gesorgt.

Die IEA geht davon aus, dass die Ölbestände im nächsten Jahr durchaus wieder zunehmen könnten und man mit einem stark steigenden Ölangebot außerhalb der OPEC rechnet. Letztlich ist der Markt noch nicht bereinigt.

Irgendwann wird die OPEC die Produktionskürzungen beenden müssen und die US Schieferölindustrie kann immer wieder belegen, dass sie dauerhaft am Markt bestehen kann. Bei Preisen jenseits der 50 Dollar wird das Angebot aus den USA zunehmen und so das Aufwärtspotenzial begrenzen.

Nach dem Preisanstieg von gestern Nachmittag deuten sich bei den Inlandspreisen Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

10. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.83 $   Crude (WTI): 49.61 $   Gasoil 519.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9784   Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures zum Wochenauftakt in enger Spanne – Warten auf Monatsreports

 

Im Golf von Mexiko wurde bereits gestern mit der Wiederinbetriebnahme der Rohölförderung begonnen. Produktionsrelevante Schäden an den Förderinseln sowie an den Raffinerien blieben wohl aus, und so sollte sich die Region von Hurrikan Nate innerhalb weniger Tage erholen.

Auch Saudi Ankündigung von Exportkürzungen geht anscheinend spurlos an den Marktteilnehmern vorbei. Die Lieferungen werden wohl von anderen Ländern wie USA, Irak und Iran bedient, die ihre Exporte zuletzt deutlich hatten steigern können. Die Stabilität des Produktionsabkommens dürfte allerdings nicht gefährdet sein. Eine Verlängerung des OPEC Deals im kommenden Jahr würde zusammen mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum für knappe Marktverhältnisse sorgen.

Marktteilnehmer scheinen sich aktuell auch zurückzuhalten, da man in dieser Woche noch wichtige Marktdaten von EIA, OPEC und IEA erwartet.

Da die Notierungen an ICE und NYMEX zu gestern wenig verändert notieren, ergeben sich auch bei den Inlandspreisen heute Morgen nur kleinere Preisanpassungen

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

09. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.71 $   Crude (WTI): 49.50 $   Gasoil 522.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9786   Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise mit deutlichem Abwärtspotenzial – Hurrikan ohne Schäden überstanden

 

Hurrikan Harvey hielt sich lange über dem Gebiet der US Ölindustrie im Süden der USA auf und hat mit seinen Regenfällen für Überschwemmungen und lange Abschaltzeiten bei den Raffinerien gesorgt. Nate hat nun einen deutlich geringeren Einfluss auf die Ölindustrie, der sich auch schon wieder auflöst.

Trader hatten bereits am Freitag Gewinne aus Long-Positionen mitgenommen, nachdem sie Ende September ein 5-Monatshoch erreicht hatten.

Die OPEC wird vermutlich eine Verlängerung der aktuellen Produktionskürzungen beschließen, die im März 2018 auslaufen werden. Allerdings hat der Markt dies alles bereits eingepreist, sodass das Aufwärtspotenzial beschränkt sein dürfte. Im ersten Quartal nimmt die Ölnachfrage für gewöhnlich saisonal ab.

Aktuell starten die Futures an ICE und NYMEX nach dem Preissturz am späten Freitag auf niedrigem Niveau in die neue Woche.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

06. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.93 $   Crude (WTI): 50.68 $   Gasoil 535.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9798   Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölproduktion im Golf von Mexiko wird heruntergefahren – Preise zum Wochenende fester

 

Bei dem Treffen zwischen dem saudischen König Salman und Präsident Putin in Moskau wurden bereits mehrere Verträge geschlossen. Insider berichten, dass auch die Verlängerung der Produktionskürzungen besprochen wurde. Nach den jüngsten Kommentaren der OPEC und Russlands rechnen Marktteilnehmer mehrheitlich damit, dass der Deal in irgendeiner Form weitergeführt wird.

In Kurdistan droht nach dem Referendum zur Unabhängigkeit vom Irak weiter die Möglichkeit von Angebotsausfällen, sollte die Türkei die Pipeline nach Ceyhan wie angedroht schließen. Bei einer Eskalation der Lage würden die Notierungen allerdings einen kräftigen Satz nach oben machen.

Am stärksten stützt derzeit aber vermutlich Sturm Nate die Preisniveaus. Der Tropensturm wird am Wochenende wohl bei seinem Weg durch den Golf von Mexiko die Ölproduktion beeinträchtigen.

Kurz vor dem Wochenende wird wohl kaum einer bereit sein auf fallende Preise zu setzen, sodass die Notierungen dank Nate vermutlich fest bleiben und heute eventuell noch einmal anziehen werden.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse bullish

 

 

 

 

 

05. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.78 $   Crude (WTI): 49.94 $   Gasoil 529.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9753   Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Rohöl weicher, Produkte fester – Nächster Hurrikan im Anmarsch

 

Die US Ölbestandsdaten sind noch immer durch die Auswirkungen von Hurrikan Harvey verzerrt. Die Raffinerieausfälle sind nun weitestgehend Geschichte, allerdings hatten diese den Verbrauch von US Rohöl im Süden der USA über Wochen hinweg reduziert. Entsprechend stiegen die WTI Bestände an und die US Rohölsorte wurde deutlich günstiger als das europäische Pendent Brent gehandelt. Dieser Preisunterschied ist zum Teil auch jetzt noch vorhanden und führte laut der gestern veröffentlichten DOE Bestandsdaten zu Exporten auf Rekordniveau.

Die Daten des DOE seien bullish gewesen, hätten aber nicht das Potenzial gehabt viele neue Käufer anzulocken..

Für Marktteilnehmer ist nun aber wieder ein Sturm von Interesse, der am Wochenende in den Golf von Mexiko eindringen wird. Dieser hat das Potenzial die Preise an den Ölbörsen weiter zu stützen.

Die OPEC und ihre Kürzungen bleiben auch weiterhin Thema.

Für heute ergibt dies bei den rechnerischen Inlandspreisen deutliches Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

04. Oktober 2017

 

 

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.83 $   Crude (WTI): 50.19 $   Gasoil 524.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9724   Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisprognosen gesenkt – WTI nimmt 50 Dollar ins Visier

 

Der Preisschub im September hatte gleich mehrere Gründe. Wirbelstürme, höhere Nachfrageprognosen, Spekulationen um eine Verlängerung der Produktionskürzungen und die geopolitischen Risiken in Kurdistan waren Preistreiber. Je höher die Preise allerdings steigen, desto rentabler wird die Ölproduktion, sodass das Aufwärtspotenzial limitiert ist. Dies zeigt sich nun in dieser Woche. Die Preise kommen von ihren Hochs zurück, da der Verkaufsdruck durch Hedging zunimmt.

Die Verkäufe belasten die Preisniveaus und auch spekulative Marktteilnehmer stellen durch den aufkommenden Verkaufsdruck Long-Positionen glatt. Die 50 Dollar werden bei WTI als ein Schwellenwert für solche Hedging-Aktivitäten gesehen, wobei dieser nicht fix ist, sondern immer wieder, zum Beispiel durch technologischen Fortschritt, schwankt.

Einfacher ausgedrückt: je höher der Preis, desto attraktiver ist eine Produktionssteigerung und Abweichung vom Produktionsdeal für den einzelnen Ölproduzenten.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

03. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.89 $   Crude (WTI): 50.46 $   Gasoil 529.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9761   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölfutures versuchen Ausbruch aus Aufwärtstrend

 

Bereits zu Mittag stieg gestern der technische Verkaufsdruck an der Börse, nachdem WTI unter das Tief von Freitag gefallen war. Am frühen Nachmittag setzte sich die Abwärtsspirale nun weiter fort. Mittlerweile haben die Ölfutures die Aufwärtstrends, die sich seit Mitte/Ende August entwickelt hatten, unterschritten.

Bearish wirkten vor allem der Anstieg der Ölbohraktivität in den USA, sowie der festere Dollar. Hinzu kam die Erwartung der IEA, dass die OECD-Bestände im kommenden Jahr wieder zunehmen werden. Auch die Meldungen über den Anstieg der irakischen Ölexporte (September) belasteten, allerdings dürfte dieser Faktor durch die neuerlich Produktionsunterbrechung, die es am libyschen Sharara-Ölfeld gegeben haben soll, aufgewogen worden sein.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

02. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.57 $   Crude (WTI): 51.54 $   Gasoil 544.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9707   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures mit weichem Start – US Ölproduktion niedriger als gedacht

 

Die Preise bleiben nach ihrem Anstieg in den letzten Wochen weiter auf relativ hohem Niveau, auch wenn die Aufwärtsdynamik nun allmählich ausgebremst scheint. Die höheren Preise zeigen bereits ihre Wirkung. Die nach sieben Wochen erstmals wieder angestiegene Anzahl der aktiven Ölbohranlagen ist ein klares Zeichen, dass die US Unternehmen wieder vermehrt Öl suchen.

Die US Unternehmen nutzen die höhere Preise um die erwartete Produktion ihrer Ölquellen schon vor Produktionsbeginn zu verkaufen, sodass die Projekte auch bei Preissenkungen rentabel bleiben. Dieser Effekt könnte die Aufwärtsspielräume auch jetzt wieder limitieren.

Größte Sorge für die Börsianer ist weiter Kurdistan. Die Spannungen zwischen der halbautonomen Region im Norden des Irak und den angrenzenden Ländern Türkei und Iran haben zugenommen.. Dies könnte vor allem die Ölexporte aus der Region treffen. In einem momentan leicht unterversorgten Markt birgt dies das Risiko von Preissteigerungen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish