AVIA Vereinigung Schweiz

29. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 57.34 $   Crude (WTI): 51.40 $   Gasoil 548.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9711   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Berg und Talfahrt unverändert

 

Die Futures an den Börsen haben sich nun scheinbar auf einem höheren Niveau eingependelt. Die Korrektur der erwarteten Ölnachfrage, die in Kombination mit der Produktionskürzung der OPEC zu einem Angebotsdefizit geführt hat, sowie die Risikoprämie bezüglich der Spannungen mit Kurdistan haben die Preise zuletzt gestützt. WTI kostet mittlerweile über 50 Dollar, was für viele Experten allerdings auch ein Problem darstellt.

Vor allem bei der US Schieferölindustrie wird Potenzial gesehen, die bei diesen Preisniveaus neue Projekte in Angriff nehmen kann. Dabei wird die erwartete Produktion der Ölquellen bereits vor der Inbetriebnahme an den Ölbörsen verkauft, sodass die Rentabilität der Projekte unabhängig von der Preisentwicklung gesichert ist (Hedging).

Das Potenzial der US Ölindustrie, das mit dem Preisanstieg geweckt wird, dämpft somit die Aufwärtsspielräume. Der Preisanstieg in den letzten Wochen war eventuell einfach zu stark in einer zu kurzen Zeit, sodass Trader nun zu Gewinnmitnahmen tendieren könnten,.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

28. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 57.54 $   Crude (WTI): 51.91 $   Gasoil 548.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9733   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Notierungen nach DOE wenig verändert – Charttechnik leicht bearish

 

Der Preisunterschied zwischen Brent und WTI beträgt aktuell noch etwa 5,72 Dollar. Zu Beginn dieser Woche war die Differenz zeitweise über 7 Dollar. Der Hintergrund des Preisunterschiedes liegt in den Auswirkungen von Hurrikan Harvey.

Die US Unternehmen exportieren nun vermehrt das überschüssige Rohöl und machen von dem Preisunterschied zu Brent Gebrauch. Die Zahlen des DOE zur letzten Woche belegen diese Tendenz mit neuen Rekordexporten für US Rohöl.

Grundsätzlich hat sich der Markt aktuell auf ein höheres Niveau eingeschossen, nachdem die Prognosen für die Ölnachfrage nach oben korrigiert wurden und es der OPEC gelungen ist mit ihren konstanten Produktionskürzungen ein moderates Angebotsdefizit zu erzielen. Sich 60 Dollar zum Jahresende vorzustellen ist sicherlich nicht mehr auszuschliessen.

Auf der anderen Seite bieten die gestiegenen Ölpreise nun wieder die Möglichkeit die Ölförderung zu steigern. In den USA wird die Produktion in den kommenden Wochen ganz sicher neue Rekordstände erreichen.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

22. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.44 $   Crude (WTI): 50.66 $   Gasoil 540.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9680   Rheinfracht: 17.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures konsolidieren auf hohem Niveau – Warten auf JMMC Meeting

 

Der Markt ist zur Zeit unterversorgt, was an der saisonal hohen Nachfrage und der wirksamen Produktionskürzung der OPEC zur Jahresmitte liegt. Saisonal sollte der globale Ölbedarf in den kommenden Monaten allerdings nachlassen. Steigt die Ölproduktion der USA und anderer Länder bei Preisniveaus von über 50 Dollar in dieser Zeit weiter an, so besteht die Möglichkeit, dass der Markt Anfang kommendes Jahr wieder ein Überangebot aufweist. Dies wird erst Recht dann eintreten, falls die OPEC ihre Produktionskürzungen zu Ende März auslaufen lassen sollten.

Die zuletzt steigenden Preise haben der OPEC den Druck genommen zeitnah weitere Maßnahmen zu beschließen. Das Kartell wird die Entwicklung erst einmal weiter beobachten.

Marktteilnehmer werden daher die Äußerungen der Teilnehmer am JMMC Meeting heute in Wien genau verfolgen und auf Hinweise für die weitere Strategie der OPEC durchleuchten.

Vor allem die Spannungen zwischen den USA, Nordkorea und auch dem Iran haben das Potenzial die Ölpreise zu stützen.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

21. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.13 $   Crude (WTI): 50.61 $   Gasoil 537.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9719   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Deutlicher Preisanstieg zu erwarten – Gasoil mit 2-Jahreshoch

 

Der Ölmarkt bleibt noch immer unter dem Eindruck einer Ausdehnung der Produktionskürzung, Verlängerung des Deals zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern leicht bullish. Eventuell könnten Libyen und Nigeria bei einer Verlängerung des Deals mit einbezogen werden.

Der Gesamteindruck ist, dass sich die OPEC und Nicht-OPEC Länder im Prinzip schon weitestgehend einig sind, dass die Maßnahmen mindestens verlängert, wenn nicht sogar intensiviert werden müssen. Nach aktuellem Kenntnisstand ist es der OPEC gelungen den Markt derart zu verknappen, dass sogar eine leichte Unterversorgung vorhanden ist, auch wenn diese zum Teil auf die saisonal hohe Nachfrage im dritten und vierten Quartal zurückzuführen ist.

Die Backwardation Konstellation ist Ausdruck der knapperen Marktlage und gilt somit als ein bullishes Indiz. Dies liegt an der Unsicherheit, wie schnell und stark die US Ölproduktion zulegen wird -denn bei höheren Preisen wird die Förderung wieder rentabler-, sowie an den weiteren Maßnahmen der OPEC.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

20. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.33 $   Crude (WTI): 49.86 $   Gasoil 528.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9623   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bullishe API Daten stützten – Trader warten auf OPEC Meeting am Freitag

 

Für die Experten und Analysten bleibt der Ölmarkt derzeit wohl noch weiter schwer einzuschätzen. Während einige Analysten und Banken den Markt bearish einstufen, glauben Experten von einem langfristig anziehenden Ölpreis. Wegen der sinkenden OECD Bestände und der zuletzt reduzierten OPEC Förderung halte man es noch immer für möglich, dass der Durchschnittspreis für Brent im vierten Quartal 2017 auf 60 Dollar steigt, auch wenn das aktuell noch etwas weit weg erscheine.

Sollten die Preise tatsächlich derart stark ansteigen, werden Ölquellen außerhalb der OPEC wieder rentabler. Nicht nur die US Schieferölindustrie sondern auch andere Regionen werden ihre Ölproduktion dann vermutlich deutlich anheben können und die erwartete Produktion an den Ölbörsen durch Verkäufe abhedgen.

Die Aussicht auf zusätzliche Maßnahmen der OPEC (ob Produktionsbegrenzungen für Libyen und Nigeria, weitere Kürzungen oder eine Verlängerung der Laufzeit) bleibt ein bullisher Faktor für die Märkte.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

19. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.46 $   Crude (WTI): 49.98 $   Gasoil 529.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9597   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI Anstieg im Bereich der 50 Dollar gestoppt – Erste technische Verkaufssignale

 

Der Preisunterschied zwischen den Produkten und Rohöl hat durch die Hurrikans in den USA zugenommen. Nicht nur in den USA sondern global ging die Preisschere auseinander, sodass die Raffinerien derzeit gute Margen einfahren können. Diese Konstellation wird genutzt um Wartungsarbeiten zu verschieben und die Auslastung hoch zu halten.

Stützend wirkt sich allerdings noch aus, dass die OPEC die Produktionskürzungen, die bisher Ende März auslaufen, verlängern will. Die Zustimmung scheint groß zu sein, sodass dies nicht überraschen sollte. Vielmehr stellt sich allerdings die Frage zu welchen Konditionen die Verlängerung beschlossen wird.

Das Aufwärtspotenzial bleibt allerdings in jedem Fall durch die US Ölproduktion begrenzt, sodass selbst eine starke Rallye spätestens im Bereich knapp oberhalb der 55 Dollar (bisheriges Jahreshoch) ausgebremst werden würde.

Für heute deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell moderate Abwärtsspielräume zu gestern an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

18. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.69 $   Crude (WTI): 49.98 $   Gasoil 534.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9608   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Start in den Montag - Langzeithochs der Vorwoche blieben in Reichweite

 

Die Stimmung im Markt hat sich letzte Woche etwas verändert. Die Monatsreports der IEA und OPEC haben die Nachfrageprognose 2017 nach oben korrigiert, während das globale Angebot und die Förderung der OPEC im August abnahmen.

Hinzu kommt, dass die Entwicklung der US Schieferölindustrie derzeit etwas ins Stocken geraten ist, da die Preise für WTI mit unter 50 Dollar für einen nachhaltigen und starken Ausbau noch immer zu niedrig sind.

Die Hurrikan Saison ist zudem noch nicht vorbei. Momentan könnten Jose und Maria noch einmal die US Küste treffen und die Preise stützen.

Ein starker und langfristiger Preisanstieg ist unter Experten dennoch nicht wahrscheinlich. Zum ersten Quartal 2018 wird die Ölnachfrage saisonal wieder sinken. WTI könnte in den kommenden Tagen zwar über 50 Dollar steigen, allerdings werden US Unternehmen einen solchen Preisanstieg nutzen um die Förderung in den US Schieferölgebieten wieder auszubauen.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

15. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.23 $   Crude (WTI): 49.71 $   Gasoil 527.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9637   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI prallte am 50,45 Dollar Widerstand ab – Nachfrageeinschätzung stützt Preisniveaus

 

Der Markt hatte in den letzten Jahren vor allem das Ölangebot im Blick, das man für die Überversorgung an den Märkten verantwortlich machte. Die Produktionskürzungen der OPEC und anderer Länder hatten die Überversorgung zwar reduziert, allerdings nicht genug, um am Markt ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage zu schaffen.

Die OPEC wird die Produktionskürzungen 2018 wohl auch über den März hinaus verlängern, dennoch gehen die Preise nicht durch die Decke. Saisonal nimmt die Ölnachfrage im ersten und zweiten Quartal eines Jahres ab. Mit Blick auf den Jahreswechsel kann man daher bereits wieder davon ausgehen, dass die momentan leichte Unterversorgung nicht durchgehend bestehen bleiben wird.

Das Aufwärtspotenzial wird ebenfalls durch die Möglichkeiten der US Schieferölindustrie begrenzt.

In dieser Woche hatten die fundamentalen Rahmenbedingungen einen Preisanstieg der Ölbörsen begünstigt. Zuletzt sei der Preisanstieg allerdings zu extrem gewesen, weshalb nun einige Gewinnmitnahmen folgen könnten.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

14. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.01 $   Crude (WTI): 49.24 $   Gasoil 524.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9647   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung im Inland – Ölbörsen ziehen an

 

In dem Bericht der IEA, der am meisten beachtete Monatsreport, wurde die Prognose für das globale Ölnachfragewachstum 2017 gestern nach oben korrigiert. Dies ist im Vergleich zu den letzten Monaten eine massive Steigerung. Hinzu kommt, dass die Ölproduktion der OPEC im August gesunken ist und die Quotentreue insgesamt zugenommen hat.

Mit der Entwicklung der letzten Monate, die sich in den Berichten der OPEC und IEA in dieser Woche zeigen, scheint es der OPEC offenbar zu gelingen die Überversorgung vom Markt zu nehmen.

Eine Preisrallye auf 60 Dollar ist trotz allem nicht zu erwarten. Sollten die Preise weiter zulegen steigert dies die Rentabilität der Ölproduktion, sodass die Ölförderung außerhalb der OPEC wieder größere Wachstumsraten erzielen kann. Die 50 Dollar WTI bleiben daher eine "Schallmauer" und ein natürlicher Widerstandsbereich.

Die Futures konsolidieren nach ihrem Anstieg auf hohem Niveau.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

13. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.20 $   Crude (WTI): 48.22 $   Gasoil 513.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9607   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bestandsdaten des API ohne Einfluss – OPEC sieht knappere Marktlage

 

Die OPEC schätzt mit ihrem Monatsreport die Marktlage knapper als zuletzt ein. Die globale Nachfrage 2017/18 wird höher als bisher erwartet, während man die Ölproduktion der Nicht-OPEC Länder gleichzeitig nach unten korrigierte. Dies führt in der Folge zu einem höheren Bedarf an Öl und einer abnehmenden Überversorgung.

Der Bericht der OPEC ist daher stützend für die Marktteilnehmer, während der EIA Bericht dies nicht unbedingt bestätigt. Dieser rechnet für 2018 mit einer geringer Überversorgung, wobei die Markteinschätzung im Vergleich zum Vormonat relativ unverändert blieb.

Die Bestandsveränderungen des API gingen weitestgehend ohne Einfluss am Markt vorüber. Man vermutet, dass die heute Nachmittag vom DOE veröffentlichten Daten im krassen Kontrast zu den Zahlen des API stehen könnten.

Die OPEC wird in ihren Gesprächen zu einer Verlängerung der aktuell geltenden Produktionskürzung über März kommenden Jahres hinaus offenbar immer konkreter. Quellen berichten von einer möglichen Verlängerung des Abkommens bis Ende September 2018.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

12. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 53.79 $   Crude (WTI): 48.05 $   Gasoil 514.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9561   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures bleiben nach Hurrikans unter Druck

 

Die zunächst stützende Wirkung der Hurrikans Harvey und Irma kehrte sich zu Beginn dieser Woche in eine bearishe Einschätzung um. Während Irma in erster Linie für einen geringeren Verbrauch von Treibstoffen und Ölprodukten sorgt, hat Harvey die Rohölnachfrage der Raffinerien reduziert.

Viele Raffinerien, die während Hurrikan Harvey abgeschaltet worden waren, fahren ihre Produktion zwar wieder an oder haben den Normalbetrieb wiederhergestellt. Die geringere Nachfrage der Raffinerien könnte zu einem Anstieg der US Rohölbestände von bis zu 40 Mio. Barrel führen. Im Juli und August nahmen die US Rohölvorräte kontinuierlich ab. Ein derart starker Anstieg könnte den in diesem Zeitraum beobachteten Rückgang allerdings wieder egalisieren.

Mit dem Restart der US Raffinerien und der Öffnung der Exportterminals im Süden der USA nimmt die Nachfrage nach dem US Rohöl wieder zu.

Trader warten heute vor allem auf den OPEC Monatsbericht, sowie die US Ölbestandsdaten.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

11. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.09 $   Crude (WTI): 47.89 $   Gasoil 528.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9498   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Irma trifft auf USA – Charttechnik generiert Verkaufsimpulse

 

Die US Hurrikan Saison ist dieses Jahr aktiver als in all den vergangenen Jahren. Eigentlich nichts ungewöhnliches, auch wenn sich der Markt schon länger nicht mehr in dieser Intensität mit solchen Wetterlagen auseinandersetzen musste. Je nachdem, wo ein Hurrikan auf die USA trifft, hat dieser unterschiedliche Auswirkungen auf die Preisgestaltung an den globalen Märkten. Harvey reduzierte die US Raffinerieauslastung, sodass Versorgungsknappheiten die Preisniveaus nach oben trieben. Irma trifft hingegen nun stärker die Verbrauchernachfrage und weniger Ölförderung oder Raffineriekapazitäten.

Die anhaltenden Gespräche zwischen Russland, Saudi-Arabien und anderen Teilnehmern an den Produktionskürzungen sind derzeit leicht stützend für die Ölpreise. Einen starken Einfluss hat dies allerdings noch nicht. Am wahrscheinlichsten wird über eine Verlängerung des Abkommens von April bis einschließlich Juni 2018 gesprochen.

Wegen der späten Abwärtsbewegung an den Ölbörsen ergeben sich bei Heizöl und Diesel aktuell rechnerisch leichte Abwärtsspielräume.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

08. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.71 $   Crude (WTI): 49.08 $   Gasoil 536.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9443   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Hurrikan Irma lässt Produktpreise weiter steigen

 

Die US Ölbestandsdaten werden wohl noch eine ganze Zeit lang durch Hurrikan Harvey verzerrt bleiben und damit an Relevanz verlieren. Dennoch werden Marktteilnehmer die Zahlen weiter im Auge behalten, sollten sich Überraschungen ergeben.

Mit Hurrikan Irma ist auch schon der nächste große Sturm auf seinem Weg in Richtung USA. Auch wenn die Ölindustrie nicht direkt getroffen wird, so dürfte Irma die Preise wohl dennoch stützen, da mit regionalen Engpässen bei der Produktversorgung zu rechnen ist.

Gerade bei den Produkt-Futures dürfte somit das Kaufinteresse zunächst überwiegen und die Preise vor dem Wochenende weiter stützen, während der Effekt bei den Rohöl-Futures, ähnlich wie bei Hurrikan Harvey, etwas weniger deutlich ausgeprägt sein dürfte.

Die Börse legte gestern Abend noch zu und setzte diese Tendenz auch in den frühen Morgenstunden heute fort und es zeichnen sich weitere Preissteigerungen zum Vortag ab.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

07. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 53.97 $   Crude (WTI): 48.97 $   Gasoil 520.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9562   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisanstieg ausgebremst – Irma keine Gefahr für US Ölproduktion

 

Da Irma offenbar wohl nicht in den Golf von Mexiko eindringen wird, sind keine größeren Ausfälle zu erwarten. Zwar werden die Importe vermutlich abnehmen, da der Schiffsverkehr behindert wird, nach den Raffinerieausfällen in den letzten beiden Wochen sollte allerdings mehr als genügend Rohöl zur Verfügung stehen. Trifft Irma auf Florida, so wird dies die Nachfrage sicherlich dämpfen. Zunächst einmal wird der Sturm daher die Preise tendenziell stützen.

Die Raffinerien im Süden der USA fahren ihre Produktion allmählich wieder hoch und auch die größte Anlage der USA hatte bereits gestern den Restart eingeleitet. Dennoch bleiben etwa 12% der US Raffineriekapazität weiter außer Betrieb.

Trader warten heute auf die US Ölbestandsdaten, die allerdings unberechenbar sein werden. Niemand weiß so recht, wie sich die US Ölbestände wegen Hurrikan Harvey entwickeln werden.

Für heute deuten sich bei den Inlandspreisen leichte Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

06. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 53.32 $   Crude (WTI): 48.72 $   Gasoil 514.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9548   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI zieht Ölpreise nach oben – Nächster Hurrikan im Anmarsch

 

Der Preisunterschied zwischen den Produkt-Futures und Rohöl hatte mit Hurrikan Harvey stark zugenommen. Mit dem Restart der Raffinerien kehrt sich der Einfluss nun um, sodass mit der steigenden Nachfrage nach Rohöl die Preise für Brent und WTI gestützt werden.

Stützend für die Rohölpreise sind zudem die Diskussionen um eine Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern über März kommenden Jahres hinaus. Ebenfalls im Auge zu behalten ist Hurrikan Irma, die Möglichkeit besteht, dass der Sturm in den Golf von Mexiko eindringt und die US Rohölförderung einschränkt.

Die Spannungen mit Nordkorea hatten die Aktienmärkte gestern belastet. Nachdem das Land angeblich eine Wasserstoffbombe besitzt. Ein militärischer Konflikt wird ebenfalls nicht ausgeschlossen und würde die Ölpreise wohl nach oben schnellen lassen.

Mit Spannung sind auch die US Ölbestandsdaten diese Woche zu erwarten, wobei die Verzerrungen durch Hurrikan Harvey unberechenbar sind. Wegen eines US Feiertages werden die Daten heute Nacht veröffentlicht,

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

05. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.28 $   Crude (WTI): 47.54 $   Gasoil 503.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9569   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US Raffinerien fahren hoch – Preisdifferenzen werden wieder ausgepreist

 

Harvey hatte zu umfangreichen Ausfällen an Raffinerien und Pipelines geführt. Dies hatte Engpässe bei der Verfügbarkeit von Produkten hervorgerufen. Entsprechend stiegen die Produktpreise für Benzin, Diesel und Heizöl an. Tanker wurden in Asien und Europa beladen um Produkte in die USA zu bringen. Auf diese Weise übertrug sich die Preissteigerung in den USA auf den globalen Markt.

Dieser erhöhte Preisunterschied zwischen Produkten und Rohöl wird mit der Normalisierung der Lage in den USA nun allmählich wieder ausgepreist.

Durch diesen Anpassungsmechanismus wird der Markt auch in dieser Woche weiter volatil erwartet. Noch immer sind nicht alle US Raffinerien hochgefahren, allerdings lassen die Berichte vermuten, dass sich die Schäden insgesamt in Grenzen halten und die Anlagen bald wieder normal produzieren können.

Mit Hurrikan Irma ist allerdings schon der nächste Sturm im Anmarsch.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

04. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.25 $   Crude (WTI): 47.33 $   Gasoil 506.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9591   Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Sturm Harvey verliert an Einfluss – Hurrikan Irma könnte Schiffsverkehr behindern

 

Der Sturm Harvey hat sich nun über dem US Festland aufgelöst. Die Schäden bei den Raffinerien scheinen sich in Grenzen zu halten. Der Hurrikan Irma, der sich über dem Atlantik gebildet hat, nimmt weiter Kurs auf die Karibik. Man geht davon aus dass Irma die US Ostküste entlang nach Norden ziehen und die Verladungen sowie den Schiffsverkehr in der Region behindern wird. Trifft der Sturm jedoch auf Festland, könnte dies die Benzinversorgung der US Ostküste erneut behindern und die Ölpreise damit stützen. Marktteilnehmer werden den Sturm daher weiter im Auge behalten. Die Quotentreue der OPEC soll sich laut der Experten von im August von 92% im Vormonat auf 96% verbessert haben. Die Produktion und Exporte Libyens und Nigerias sind wegen innerpolitischer Probleme und Unruhen zwar reduziert, könnten allerdings wieder deutlich steigen, sowie sich die Lage wieder beruhigt. Russland befürwortet Verlängerung des Deals bis Ende März. Der Markt wird weiter volatil erwartet, während der Preisunterschied zwischen Produkten und Rohöl langsam wieder auf ein Normalniveau zurückkehrt. Das Handelsinteresse an den Ölbörsen ist heute geringer als üblich, da in den USA der Labour Day gefeiert wird.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

01. September 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.62 $   Crude (WTI): 46.86 $   Gasoil 510.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9609   Rheinfracht: 21.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Panikkäufe vor langem US Wochenende treiben die Ölpreise nach oben

 

Die Folgen von Sturm Harvey halten den Markt weiter in Atem. Die Bestände von Rohöl nehmen zwar zu, allerdings haben die Raffinerien durch die lahmgelegte Infrastruktur derzeit keinen Zugriff auf diese Vorräte, sodass mittlerweile strategische Reserven freigegeben wurden.

Gestern reagierte der Markt schon fast panisch auf die Konstellation. Gestern Abend wechselte bei ICE Brent, NYMEX Heating Oil und NYMEX Benzin der Frontmonat. Wer noch Short-Positionen in den alten Monaten hatte und über kein physisches Öl verfügte, musste diese Positionen unbedingt mit Käufen glattstellen. Vor dem Wochenende wird der Markt weiter volatil bleiben.

Es wird vermutlich noch eine ganze Weile dauern, bis sich der Markt beruhigt und die Infrastruktur in den USA wieder voll einsatzfähig ist.

Durch die Rallye am späten Nachmittag wurden die Inlandspreise nach oben katapultiert. Sowohl bei Heizöl, Diesel als auch bei Benzin ist daher mit massiven Preissteigerungen zu rechnen.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral bis bullish