Preisentwicklung Heizöl

12. Mai 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 68.69 $ Crude (WTI): 65.42 $ Gasoil: 559.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9047 Rheinfracht: 14.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC Monatsreport und API Daten stützen die Ölbörsen

Auch zur Wochenmitte beschäftigt die Marktteilnehmer der Ausfall der Pipeline im Osten der USA. Der Betreiber der Versorgungsader, die etwa 45 Prozent der an der Ostküste benötigten Ölprodukte von der Golfküste transportiert, geht davon aus, dass die Pipeline bis Ende der Woche wieder voll in Betrieb genommen werden kann.
Für Optimismus in Sachen Nachfrageausblick sorgte gestern vor allem der Monatsbericht der OPEC, der an seinen robusten Prognosen des Vormonats festhielt. Die EIA korrigierte ihre Vorhersagen zum Nachfragewachstum für 2021 zwar leicht nach unten, sieht aber im nächsten Jahr eine deutliche Steigerung.
Der Ölmarkt versucht nach wie vor einzuschätzen, welche Auswirkungen der Colonial-Ausfall hat und vor allem wie langwierig diese Auswirkungen sein werden. Gleichzeitig bleiben grundsätzlich optimistische Nachfrageaussichten ein marktbestimmendes Thema, ebenso wie die weiterhin prekäre Lage in Indien. In diesem Spannungsfeld aus Unwägbarkeiten und Verunsicherung warten die Marktteilnehmer nun heute noch auf die US-Ölbestandsveränderungen des DOE. Die Daten des API hatten gestern Abend einen bullishen Charakter gehabt. Allerdings sind die Auswirkungen des Pipeline-Ausfalls noch nicht in den diese Woche erscheinenden Daten enthalten.
Trotz der fundamental leicht bullishen Ausgangslage, geben die Ölfutures am Morgen leicht nach. Die Preise zeigen klares Aufwärtspotenzial im Vergleich zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bullish     Chartanalyse: neutral
 
 

11. Mai 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 68.05 $     Crude (WTI): 64.68 $     Gasoil: 552.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9007 Rheinfracht: 14.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bullisher Effekt des Pipeline-Ausfalls größtenteils ausgepreist

Der bullishe Effekt, den die Abschaltung der Colonial Pipeline am Montagmorgen noch auf die Ölfutures gehabt hatte, wurde bereits am Montagnachmittag größtenteils wieder ausgepreist. Einerseits lag dies daran, dass man von einer baldigen Wiederinbetriebnahme der gesamten Anlage ausging. Andererseits belasteten die Meldungen über erste Auswirkungen des Vorfalls auf den Raffineriebetrieb, da die Produkte, die für gewöhnlich an die US-Ostküste befördert werden, derzeit nur bedingt und langsamer verteilt werden können, haben die ersten Raffinerien bereits ihre Produktion gedrosselt. Die niedrigere Rohölverarbeitung bringt einen bearishen Faktor ins Spiel, der dem bullishen Faktor der potenziellen regionalen Produktengpässe entgegenwirkt.
Wie OPEC, EIA und IEA die Marktentwicklung angesichts der Fortschritte bei den Impfkampagnen, aber auch der weiterhin hohen Infektionszahlen in Indien einschätzt, werden die aktuellen Monatsberichte zeigen. Der Bericht der OPEC dürfte dabei von den Händlern auch auf Hinweise abgeklopft werden, ob die Organisation weiterhin bei ihrem Standpunkt bleibt, dass der Markt das zusätzliche Öl der OPEC+ absorbieren kann.
Unterdessen behalten die Marktteilnehmer auch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten im Auge, wo derzeit eine Eskalation droht, die die Stabilität der gesamten Region in Gefahr bringen könnte.
Bei den Preisen führt dies rein rechnerisch zu Abwärtspotenzial im Vergleich zu gestern.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

10. Mai 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 68.83 $     Crude (WTI): 65.38 $     Gasoil: 558.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9013 Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Cyber-Angriff auf US-Pipelinebetreiber stützt Ölfutures zum Wochenbeginn

Die Sorgen über die Nachfrageentwicklung in Indien und anderen asiatischen Ländern wird zu Beginn der aktuellen Handelswoche in den Hintergrund gedrängt durch den Cyber-Angriff auf eine amerikanische Pipeline. Da der Angriff das Unternehmen kurz vor dem inoffiziellen Auftakt (Memorial Day Wochenende) der nachfrageintensiven Sommer-Fahrsaison der USA traf, befürchtet man Angebotsengpässe an der US-Ostküste. Ein längerfristiger Ausfall dürfte vor allem in den US-Bundesstaaten der Südostküste der USA für Engpässe sorgen, während sich der Nordosten der USA noch mit Importen behelfen könnte. Dies dürfte dann auch die Preise für europäische Ölprodukte beeinflussen.
Unterdessen bekräftigen Lockerungen der Corona-Eindämmungsmaßnahmen dies- und jenseits des Atlantiks die Hoffnungen auf eine starke Nachfrageerholung in der zweiten Jahreshälfte.
Was die Angebotsseite betrifft, dürften sich die Marktteilnehmer fragen, ob die OPEC+-Länder ihre Produktion bereits leicht angehoben haben, bevor die nächste Runde der Produktionssteigerungen mit dem Beginn des laufenden Monats einsetzte. Aufschluss darüber werden die aktuellen Monatsberichte geben. Darüber hinaus wird von Interesse sein, wie stark die drei wichtigsten Institutionen des Ölmarktes den Einfluss der Pandemie- und Nachfrageentwicklung in Indien noch auf die Marktentwicklung einschätzen.
Für heute deutet sich bei den Preisen rein rechnerisch derzeit Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

07. Mai 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 68.52 $     Crude (WTI): 65.14 $     Gasoil: 551.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9072 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Nachfragesorgen und mögliche Einigung im Atomdeal - Ölfutures treten auf der Stelle

Auch wenn optimistische Nachfrageprognosen für große Volkswirtschaften wie die USA, China und Europa weiterhin für ein grundsätzlich bullishes Stimmungsbild sorgen, setzten sich zum Ende der Woche wieder einige Unsicherheiten an den Ölmärkten durch. So ist etwa der Benzinverbrauch in den USA zum zweiten Mal in Folge gesunken, obwohl immer mehr Öffnungen eigentlich für eine Zunahme des Kraftstoffbedarfs sprechen würden. Gleichzeitig verschärft sich die Lage in Indien täglich.
Für die Analysten ist die prekäre Lage in Indien der größte Unsicherheitsfaktor, der einen stärkeren Preisanstieg zurzeit verhindert. Sie rechnen damit, dass vor allem die Überlastung des indischen Gesundheitssystems zu langwierigen, flächendeckenden Lockdowns führen wird.
Die Ölfutures orientieren sich heute im frühen Handel wieder nach oben und holen einen Teil der gestrigen Verluste wieder ein. Dies zeigt sich auch bei den Inlandspreisen, die damit im Vergleich zu gestern nur noch leichtes Abwärtspotenzial aufweisen.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 

 


06. Mai 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 69.15 $     Crude (WTI): 65.74 $     Gasoil: 556.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9125 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Dämpfer nach DOE Daten – Gute Nachfrageaussichten stützen

Die bullishe Stimmung am Ölmarkt bleibt bestehen, allerdings scheinen die 70 Dollar bei Brent eine Hürde zu sein, die die Marktteilnehmer noch nicht überspringen wollen. So erreichten die Rohölfutures gestern zwar erneut neue Langzeithochs, doch dann nahmen die Trader – nicht zuletzt auch wegen der durchwachsenen DOE-Daten - lieber wieder einige Gewinne mit.
Experten sehen durchaus Marktunsicherheiten, die gegen einen übertriebenen Optimismus sprechen: Das Scheitern bei Brent, die 70 Dollar zu durchbrechen, zeigt, dass es noch immer viele Sorgen über die Nachfrageaussichten gibt. Indien bereitet dem Markt Kopfzerbrechen, vor allem, wenn es am Ende doch zu einem landesweiten Lockdown kommt. Diesen hatte die indische Regierung bisher mit allen Mitteln zu verhindern versucht, doch da die Lage im Land sich weiterhin verschärft und das Gesundheitssystem längst an seine Grenzen gekommen ist, dürfte ein neuer, flächendeckender Shutdown sich kaum verhindern lassen.
Experten fassen die Situation folgendermaßen zusammen: „Während für die zweite Hälfte des Jahres weiterhin eine sehr konstruktive Sicht auf den Markt bestehen, glaubt man, dass der Markt kurzfristig betrachtet – angesichts der vielen Risiken – ein bisschen zu überkauft ist.“
Bei den Preisen ergeben sich damit für heute keine grossen Veränderungen.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

05. Mai 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 69.45 $     Crude (WTI): 66.20 $     Gasoil: 556.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9145 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bullishe API Daten und gute Nachfrageprognosen stützen Ölfutures

Die Ölfutures konnten gestern die höchsten Werte seit Mitte März markieren und setzen ihren Aufwärtstrend weiterhin fort. Es sind vor allem die optimistischen Prognosen zur Nachfrageerholung, die an den Ölbörsen für Aufwind sorgen. Auch wenn die Corona-Pandemie noch nicht vorbei ist, zeigen sich doch durch erfolgreiche Impfkampagnen und umfangreiche staatliche Hilfen stetige Verbesserungen. Die wirtschaftliche Erholung schreitet schnell voran und mit ihr kehrt auch die Nachfrage nach Öl und Ölprodukten langsam zu ihren Vorkrisenniveaus zurück.
Die API Bestandsdaten scheinen diese Haltung zu bestätigen, zeigten sie doch gestern, dass die Rohölvorräte um 7,7 Millionen Barrel gesunken sind, also um mehr als das Dreifache des erwarteten Abbaus. Dies sollte dem Markt weitere unmittelbare Aufwärtsimpulse geben.
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt allerdings die prekäre Lage in Indien, wo nach wie vor keine Besserung in Sicht ist. Das Land verzeichnet nahezu täglich traurige Rekorde bei den Neuinfektionen und Todeszahlen. Bisher hat die indische Regierung noch keinen landesweiten Lockdown ausgerufen, doch werden die Rufe danach inzwischen immer lauter.
Bei den Ölfutures wirken heute von fundamentaler Seite die bullishen API-Daten in Kombination mit der grundsätzlich optimistischen Haltung bezüglich der globalen Nachfrageerholung klar preisstützend. Bei den Preisen zeigt sich damit sehr deutliches Aufwärtspotenzial zu gestern.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

04. Mai 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.45 $     Crude (WTI): 64.37 $     Gasoil: 541.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9146 Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Hoffnung auf steigende europäische Nachfrage stützen Ölfutures

Die Konjunkturindikatoren aus den USA enttäuschten am Montag die Erwartungen. Die Hoffnungen darauf, dass sich die US-Nachfrage über den Sommer hinweg deutlich erholten wird, bleiben aber bestehen. Die Frage ist allerdings, wie groß die Tendenz der Marktteilnehmer sein wird, bei einer Erholung der US-Konjunktur wieder Ängste vor einer zu schnell steigenden Inflation und einer früher als erwarteten Straffung der Geldpolitik in den USA zu entwickeln. Derlei Ängste hatten den Dollar schon Ende des ersten Quartals steigen lassen, während die Renditen für längerfristige US-Staatsanleihen auf neue Langzeithochs stiegen.
Der Vorschlag der EU-Kommission die Einreisebeschränkungen bei nicht zwingend notwendigen Reisen für vollständig Geimpfte zu lockern, gab gestern einerseits dem Euro Rückenwind und schürte andererseits auch die Hoffnungen auf eine zügigere Erholung der europäischen Ölnachfrage. Über den Vorschlag der Kommission müssen nun die EU-Staaten beraten und entscheiden.
Auf kurze Sicht werden die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auch wieder auf die Bestandsentwicklung in den USA richten. Laut ersten Schätzungen von Analysten dürften die landesweiten Rohölvorräte der USA gesunken sein.
Die Ölfutures kommen heute Morgen leicht von dem höheren Niveau zurück. Bei den Preisen deutet sich daher immer noch Aufwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

03. Mai 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 66.38 $     Crude (WTI): 63.21 $     Gasoil: 531.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9139 Rheinfracht: 21.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten weicher in den neuen Monat - OPEC+-Produktionskürzungen gehen in neue Runde

Kurz vor Einsetzen der nächsten Runde an OPEC+-Produktionssteigerungen gaben die Ölpreise am Freitag nach, nachdem sie tags zuvor noch auf den höchsten Stand seit Mitte März gestiegen waren. Der Markt ist immer noch hin- und hergerissen zwischen den Erwartungen einer deutlichen Nachfrageerholung im zweiten Halbjahr und dem kurzfristig trüberen Nachfrageausblick. Die heftige zweite Pandemiewelle, mit der sich der drittgrößte Ölkonsument der Welt derzeit konfrontiert sieht, versetzt der indischen Kraftstoffnachfrage einen Dämpfer. Dies könnte sich noch verstärken, sollte erneut ein nationaler Lockdown verhängt werden, wie er mittlerweile von vielen gefordert wird.
Was das Ölangebot angeht, ist man nun erst einmal gespannt darauf, wie sich die Produktionssteigerungen der OPEC+ auf den Markt auswirken werden.
Zudem bleibt die Unsicherheit in Sachen iranischer Ölproduktion. In ersten Schätzungen zur Entwicklung geht man davon aus, dass die Islamische Republik ihr Angebot im vergangenen Monat erneut steigern konnte, obwohl die US-Sanktionen gegen die Ölindustrie des Landes noch nicht aufgehoben und die Gespräche über eine Rückkehr zum Atomabkommen von 2015 noch nicht zu einer Einigung geführt haben.
Heute Morgen starten die Ölfutures schwächer. Bei den Preisen deutet sich Abwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bearish Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

30. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 68.08 $    Crude (WTI): 64.44 $      Gasoil: 542.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9089 Rheinfracht: 21.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gewinnmitnahmen nach neuen 1,5-Monatshochs

Mit dem Monatswechsel zum Wochenende steht nun auch die nächste Lockerung der OPEC+ Produktionskürzungen vor der Tür. Während die Produzentenallianz ihre Förderung im kommenden Monat um 350.000 B/T steigern will, plant Saudi-Arabien eine Rückführung seiner seit Februar umgesetzten freiwilligen Kürzungen um zunächst 250.000 B/T.
Der bearishe Effekt dieser Produktionssteigerungen dürfte mittlerweile an den Ölbörsen jedoch größtenteils eingepreist sein, schließlich hatte die OPEC+ diese schon Anfang April angekündigt.
Längerfristig geht man ja bereits ohnehin von einer starken Erholung der Nachfrage aus.
Der Aufwärtstrend an den Ölbörsen könnte sich also durchaus fortsetzen, sollte es nicht Corona bedingt auch zu einem deutlichen Nachfrageeinbruch in weiteren Ländern kommen. An den Ölbörsen geht es heute Morgen allerdings zunächst einmal leicht nach unten, nachdem die Ölfutures gestern neue 1,5-Monatshochs markiert hatten. Der EUR/USD ist kaum verändert zu Donnerstagabend. Daher zeichnet sich bislang bei den Inlandspreisen nur zu gestern Vormittag noch etwas Aufwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

29. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.54 $     Crude (WTI): 64.11 $     Gasoil: 538.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9056 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach DOE-Daten auf höherem Niveau - Nachfrageentwicklung stützt

Die OPEC+-Produzenten ließen sich von den neuen Ausbrüchen der Covid19-Pandemie in wichtigen Konsumentenländern wie Indien oder Japan zuletzt nicht schrecken und blieben bei ihrer Entscheidung, die eigene Produktion ab Mai erneut anzuheben. Zu dieser Entscheidung dürfte vor allem auch die Nachfrageentwicklung in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt – USA und China – beigetragen haben.
Der am gestrigen Mittwoch veröffentlichte Ölbestandsbericht des DOE bekräftigte die Hoffnungen auf eine weiterhin steigende Tendenz der Nachfrage in den USA. Unterdessen rechnen Experten damit, dass die Reiseaktivität der chinesischen Bürger am kommenden Wochenende anlässlich des Feiertags (Tag der Arbeit) deutlich zunehmen wird, was auch der chinesischen Ölnachfrage einen weiteren Schub verleihen dürfte.
Nichtsdestotrotz bleibt der kurzfristige Nachfrageausblick getrübt durch die zweite Corona-Welle in Indien. Analysten senkten daher ihre Erwartungen zur indischen Ölnachfrage und rechnen derweil damit, dass ein weltweiter Angebotsüberschuss entsteht.
Im Großen und Ganzen bleiben die Ölpreise jedoch weiterhin in einem Aufwärtstrend, wenngleich dieser mittlerweile flacher ist, als noch vor einigen Wochen.
Für Heute deuten sich bei den Preisen derzeit weiterhin Aufwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

28. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 66.74 $     Crude (WTI): 63.21 $     Gasoil: 531.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9156 Rheinfracht: 23.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise starten nach OPEC+-Entscheidung oberhalb der GD7

Die OPEC+ Länder werden ihre Produktionskürzungen ab Mai wie geplant weiter zurückfahren. Zwar nahmen die Mitglieder der Allianz die erneuten Pandemiewellen, mit denen einige Länder derzeit zu kämpfen haben, durchaus zur Kenntnis, trotz der Möglichkeit, dass dies die Erholung der Wirtschaft und der Nachfrage beeinträchtigen könnte, geht man jedoch davon aus, dass der Markt das zusätzliche Ölangebot zum aktuellen Stand aufnehmen können wird.
Zusammen mit dem Verweis auf die weiterhin bestehenden Unwägbarkeiten, die die Nachfrageerholung beeinflussen könnten, dämpfte dies den bullishen Effekt der Erwartung der Allianz, dass die Nachfrageerholung im zweiten Halbjahr deutlich an Fahrt aufnehmen werde. Aber wenn neue Risiken auftauchen, werden wir sehen, wie empfindlich der Markt ist.
Im weiteren Tagesverlauf werden die Marktteilnehmer darüber hinaus auf die offiziellen Bestandsdaten des DOE warten. Sollte das DOE die Tendenz der API-Daten bestätigen, dürften die Ölfutures zumindest kurzfristig nachgeben. Das API hatte gestern zwar Abbauten bei den Benzin- und Destillatevorräten der USA gemeldet. Allerdings sollen die Rohölbestände stark zugenommen haben.
Heute Morgen bleiben die Ölfutures daher zunächst einmal unter den Vortageshochs. Daher deuten sich bei den Preisen derzeit leichte Preisaufschläge zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

27. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 66.19 $     Crude (WTI): 62.43 $     Gasoil: 526.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9154 Rheinfracht: 23.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures zurück im Bereich der GD7 - Händler warten auf JMMC-Sitzung

Die nächste OPEC+-Sitzung rückt immer stärker in den Fokus. Während sich das Joint Technical Committee am gestrigen Montag zwar weiterhin optimistisch gab, zeigte es sich dennoch beunruhigt über die jüngste Entwicklung der Pandemie in einigen Ländern. Die große Frage ist, ob die OPEC+ findet, dass die Situation schlimm genug ist, um ihre geplanten Produktionslockerungen ab 1. Mai zu ändern.
Ein großer Unsicherheitsfaktor bleibt jedoch weiterhin die Nachfrageentwicklung in den zuletzt von der Pandemie wieder schwer getroffenen Ländern. Die indische Regierung hat mittlerweile das Militär zur Mithilfe aufgefordert, um den steigenden Infektionszahlen zu begegnen. Außerdem haben einige Länder dem drittgrößten Ölkonsumenten der Welt Hilfe zugesagt. Unterdessen plant Japan, bis Ende Mai ein riesiges Impfzentrum in Tokio zu errichten, um die Impfkampagne voranzutreiben. Details hierzu gibt es jedoch bislang noch nicht.
Am heutigen Dienstag werden die Händler ihr Hauptaugenmerk nun erst einmal auf die JMMC-Telefonkonferenz richten, bevor am Abend die US-Ölbestandsdaten des API die Ölbörsen noch einmal beeinflussen könnten. Dadurch ergibt sich bei den Preisen Aufwärtspotenzial zu gestern, auch aufgrund von steigenden Frachtpreisen.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

26. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 65.46 $     Crude (WTI): 61.56 $     Gasoil: 520.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9124 Rheinfracht: 21.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Nachfragesorgen, OPEC+ und Atomabkommen - Ölfutures zwischen GD 7 und GD 21

Auch zum Start der neuen Woche bleibt die Nachfrageentwicklung Thema. Am Wochenende brach Indien erneut den Rekord bei der Menge der Neuinfektionen. Der drittgrößte Ölverbraucher der Welt wird von der zweiten Corona-Welle brutal getroffen und auch die Nachfrage nach Öl und Ölprodukten sinkt wieder stark.
Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich damit nun in dieser Woche einmal mehr auf die OPEC+. Diese will Mitte der Woche zu einem Meeting zusammenkommen. Heute tritt zunächst das Joint Technical Committee, zusammen. Dieses technische Gremium der OPEC+ wird vor allem die Fundamentaldaten am Markt aufarbeiten und analysieren. Auf Grundlage dieser Daten wird dann das Treffen am Mittwoch stattfinden, wo die OPEC+ Vertreter dann entweder die aktuelle Marschrichtung bestätigen oder noch einmal Anpassungen an der bestehenden Strategie vornehmen.
So wie in der vergangenen Woche bleibt also auch in dieser Woche eine ordentliche Portion Marktunsicherheit bestehen. Im Spannungsfeld zwischen bullishen und bearishen Faktoren geben die Ölfutures heute erst einmal ein wenig nach. Bei den Preisen ergibt sich hingegen kaum eine Veränderung.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

23. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 65.60 $     Crude (WTI): 61.74 $     Gasoil: 521.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9171 Rheinfracht: 20.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Nachfrageeinbruch in Indien, Erholung in den USA - Ölfutures in enger Spanne

Der Ölmarkt ist zur Zeit von zahlreichen widersprüchlichen fundamentalen Faktoren geprägt. Während an manchen Orten der Welt die Corona-Pandemie jetzt erst so richtig zuzuschlagen scheint, haben andere das Ende des Tunnels offenbar schon erreicht. So versinkt Indien in einer verheerenden zweiten Infektionswelle und wird einen erneuten flächendeckenden Lockdown wahrscheinlich nicht mehr verhindern können. In den USA und Großbritannien hingegen werden die Beschränkungsmaßnahmen inzwischen wieder aufgehoben und die Nachfrage erholt sich rasant. Auch in anderen europäischen Ländern scheint es Anzeichen von Erholung zu geben.
An den Ölbörsen sorgen diese widersprüchlichen Impulse für eine gewisse Unsicherheit. Der Markt ist gefangen zwischen der aktuellen kurzfristigen Schwäche und dem, was nach besseren Tagen in der nahen Zukunft aussieht. Man rechnet aus diesem Grund mit einer erhöhten Volatilität in den nächsten Tagen und Wochen.
Die Marktteilnehmer dürften sich deshalb inzwischen auch wieder auf das anstehende OPEC+ Meeting konzentrieren, dass in der nächsten Woche stattfinden wird.. Fakt ist, dass Vertreter des Bündnisses über ihre aktuellen Maßnahmen diskutieren und gegebenenfalls Hinweise auf eine Änderung der Marschrichtung geben werden.
Auch heute dürfte die anhaltende Marktunsicherheit wieder für Volatilität an den Ölbörsen sorgen. Bei den Preisen ergibt sich damit deutliches Aufwärtspotenzial zu gestern.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

22. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 64.90 $     Crude (WTI): 60.93 $     Gasoil: 515.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9159 Rheinfracht: 19.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

GD21 hält erneutem Test am Morgen stand

Der Anstieg der US-Ölbestände, den das DOE am gestrigen Mittwoch für die vergangene Woche meldete, gab dem Bestandsbericht einen bearishen Anstrich. Auch der deutliche Rückgang der Gesamtnachfrage nach Produkten sorgte zunächst für Enttäuschung.
Was die Benzinnachfrage angeht, können die Marktteilnehmer jedoch weiterhin auf eine starke US-Fahrsaison hoffen. Experten gehen davon aus, dass die Öl- und Benzinnachfrage weltweit zum Sommer hin an Fahrt aufnehmen wird. Verkehrsdaten aus China und anderen Ländern deuten ebenfalls auf eine solche Entwicklung hin.
Im Hinblick auf das weltweite Ölangebot warten die Händler nun auf die nächste OPEC+-Versammlung, die offenbar doch wie geplant am 28. April stattfindet. Der Markt geht allerdings derzeit nicht davon aus, dass das Produzentenbündnis bereits von seiner Entscheidung von Anfang April abkommen oder diese grundlegend verändern wird. zumal man bei der Sitzung vermutlich eher technische Fragen klären werde.
Ein potenziell bearisher Faktor auf Angebotsseite ist jedoch Libyen, dessen Produktion derzeit aufgrund eines Streits zwischen der National Oil Corp und der Zentralbank reduziert ist und wieder zulegen dürfte,
Die Ölfutures kommen derzeit allmählich von ihren ersten Tiefs zurück, sodass sich bei den Preisen rein rechnerisch noch Abwärtspotenzial zu gestern abzeichnet.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

21. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 66.19 $     Crude (WTI): 62.28 $     Gasoil: 524.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9157 Rheinfracht: 17.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten unterhalb der GD7 - API-Daten geben gemischte Impulse

Während die Meldungen über 100 Millionen zusätzlicher Impfdosen für die EU die Marktteilnehmer zum Wochenanfang optimistisch stimmte, dass auch diesseits des Atlantiks die Impfkampagnen bald stärker an Fahrt aufnehmen dürften und strengere Lockdowns bald nicht mehr nötig sein könnten, bleibt die Sorge über die Entwicklung der Pandemie andernorts hoch.
Auf der Angebotsseite wird der Fokus nun erst einmal auf der OPEC+ liegen. Zwar ist noch nicht offiziell bestätigt, dass das für kommenden Mittwoch anberaumte Treffen der Bündnispartner ausfallen wird, selbst wenn es stattfindet, dürfte es wohl keine größeren Veränderungen bei der aktuellen Produktionsstrategie mit sich bringen, zumal der Rückgang von Libyens Ölproduktion den Erwartungen einer schwächeren Nachfrage aus Indien derzeit entgegenwirkt. Und aus dem Iran ist vorerst nicht mit einem stärkeren Anstieg der Ölproduktion zu rechnen, wenngleich es zuletzt hieß, die Sondierungsgespräche über eine Rückkehr zum Atomabkommen von 2015 seien positiv gewesen.
Am heutigen Mittwoch dürften nun erst einmal die US-Ölbestandsdaten des DOE den Ölfutures neue Impulse geben. Dabei scheint noch alles offen, denn die Erwartungen gehen weit auseinander was die Bestände in der vergangenen Woche angeht.
Bei den Preisen zeichnet sich nach dem starken Preisrutsch an den Ölbörsen von Dienstagabend allerdings weiterhin Abwärtspotenzial im Vergleich ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

20. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.84 $     Crude (WTI): 64.08 $     Gasoil: 535.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9153 Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Force Majeur in Libyen, OPEC+ Versammlung verschoben – Ölfutures fester

Heute jährt sich der historische Preisrutsch, der WTI zwischenzeitlich auf -37,63 Dollar abrutschen ließ, zum ersten Mal. Damals waren die Öölbörsen ins Bodenlose gefallen, nachdem weltweite Lockdowns zu einem Einbruch der Ölnachfrage führten. Erst die historischen Förderkürzungen der OPEC und ihrer Partner konnten in den folgenden Monaten das Ruder herumreißen.
Ein Jahr später ist die Corona-Pandemie zwar immer noch das Thema, die Aussichten für den Ölmarkt sehen allerdings deutlich rosiger aus. Auch wenn die kurzfristigen Nachfrageaussichten den Marktteilnehmern nach wie vor Sorge bereiten, bleiben die längerfristigen Prognosen optimistisch und spätestens in der zweiten Jahreshälfte rechnen die meisten Marktbeobachter mit einer Normalisierung der Ölnachfrage.
Die wahrscheinliche Verschiebung der für nächste Woche geplanten OPEC+ Vollversammlung sendet ebenfalls ein Zeichen der Zuversicht an den Markt, denn die Organisation scheint der Meinung, dass die aktuelle Situation kein Eingreifen erfordert.
Preisstützend wirkt heute zusätzlich die Angebotsseite. Erste Schätzungen zu den US-Ölbeständen, zeigen außerdem, dass die Rohölbestände auch diese Woche wieder gesunken sein dürften.
Trotz einiger kurzfristiger, vor allem coronabedingter Unsicherheiten scheinen für die Marktteilnehmer heute die bullishen Aspekte zu überwiegen und so zeichnet sich auch bei den Preisen neues Aufwärtspotenzial zu gestern ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

19. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 66.54 $     Crude (WTI): 62.97 $     Gasoil: 531.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9202 Rheinfracht: 14.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures zum Wochenstart unentschlossen - Globale Ölbestände sinken

Auch die neue Woche startet unter dem Eindruck widerstreitender Faktoren. Während der mittel- bis langfristige Ausblick für die Nachfrage sehr positiv bleibt und somit eine eher bullishe Wirkung hat, bleibt die kurzfristige Unsicherheit bezüglich steigender Corona-Zahlen ein bearisher Faktor. Mit einem neuen Aufflammen des Virus sowohl in Indien als auch in Japan werden alle Aufwärtsbestrebungen im Sande der Gewinnmitnahmen verlaufen. Tatsächlich hat die Zahl der Neuinfektionen in Indien am Wochenende erneut Rekorde erreicht und auch in Japan befürchtet man inzwischen eine neue Welle von Infektionen.
Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt sind aktuell die strahlenden Vorbilder, und auch in Europa geht es trotz anfänglicher Schwierigkeiten bei den Impfkampagnen inzwischen voran. Europa, China und die USA können bald eine Rückkehr zur Normalität erwarten, was Wunder auf die Nachfrageaussichten wirkt, und somit höhere Preise sehr wahrscheinlich macht.
Die Unsicherheiten und Widersprüchlichkeiten am Ölmarkt schlagen sich heute auch bei den Kursen nieder. Diese geben zum Wochenanfang am Morgen leicht nach, orientieren sich aber inzwischen schon wieder etwas nach oben. Bei den Preisen zeichnet sich zunächst rechnerisch, leichtes Abwärtspotenzial im Vergleich zu Freitag ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

16. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.15 $     Crude (WTI): 63.63 $     Gasoil: 535.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9206 Rheinfracht: 14.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures bauen Gewinne weiter aus - Brent zurück über 67 Dollar

Die aktuellen Einschätzungen der Marktentwicklung seitens EIA, OPEC und IEA gaben den Ölfutures zuletzt weiteren Rückenwind, wenngleich alle drei Institutionen auf die Unsicherheit hinwiesen, die auf kurze Sicht die Nachfrage noch beeinflussen könnten.
Die Marktteilnehmer sind nun gespannt, ob die zusätzlichen Fördermengen, die die OPEC+ für die kommenden Monate angekündigt hat, vom Markt aufgenommen werden problemlos aufgenommen werden können. Während die Nachfrage in Europa weiter zu schwächeln scheint und die Sorgen hinsichtlich der Neuinfektionszahlen in Indien nicht nachlassen, stimmen die Marktteilnehmer zumindest die jüngsten Meldungen zur Nachfrage in den USA zuversichtlich.
Dass ein starker Anstieg der iranischen Produktion die Angebotssituation wieder schlagartig ändern könnte, scheint zumindest auf kurze Sicht unwahrscheinlich. Zwar wurden die Sondierungsgespräche über die Rückkehr zum Atomabkommen von 2015 am gestrigen Donnerstag in Wien fortgesetzt, nachdem Teheran diese Woche jedoch angekündigt hatte, Uran auf 60% anzureichern, wird eine Annäherung wohl noch schwieriger und langwieriger werden, als im Vorfeld der Gespräche ohnehin schon erwartet.
Heute Morgen orientieren sich die Ölfutures daher erneut leicht nach oben. Bei den Preisen zeichnet sich daher Aufwärtspotenzial zu Donnerstag ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

15. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 66.69 $     Crude (WTI): 63.21 $     Gasoil: 531.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9234 Rheinfracht: 14.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten nach Preisrally im Bereich der oberen Bollinger Bänder

Der Monatsbericht der IEA wurde am gestrigen Mittwoch von den Marktteilnehmern insgesamt als bullish aufgefasst, wenngleich die direkte Wirkung auf die Ölbörsen mäßig ausfiel. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass auch die IEA – wie schon die OPEC in ihrem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht – auf den Einfluss der in vielen Regionen wieder stark steigenden Covid19-Neuinfektionszahlen und der damit einhergehenden restriktiven Maßnahmen auf die kurzfristige Marktentwicklung hinweist.
Eine stärkere Wirkung als der IEA-Monatsbericht hatte zuletzt der wöchentliche Bestandsbericht des US-Energieministeriums (DOE). Dieser zeigte zum einen den stärksten Rückgang der landesweiten Rohölvorräte seit fast zwei Monaten und zum anderen einen Anstieg der Benzinnachfrage auf den höchsten Stand seit August 2020. Die Entwicklung der Benzinnachfrage rückt zu dieser Jahreszeit, mit dem inoffiziellen Startschuss für die US-Fahrsaison, besonders in den Fokus.
Was das Angebot angeht, so rechnet die OPEC selbst damit, dass ihre ab Mai geplante Produktionssteigerung vom Markt absorbiert werden kann. Ob diese Mengen zumindest (zum Teil) aus dem Iran kommen könnten, bleibt ungewiss. Derzeit laufen immer noch Sondierungsgespräche über eine Rückkehr zum Atomabkommen von 2015.
Nach der gestrigen Rally dürften sich die Ölfutures nun jedoch erst einmal wieder konsolidieren. Bei den Preisen deutet sich daher immer noch Aufwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

14. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 64.39 $     Crude (WTI): 60.86 $     Gasoil: 514.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9195 Rheinfracht: 14.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Optimistische OPEC und API Bestandsdaten – Ölfutures mit Aufwärtstendenz

Nach wie vor handeln die Ölbörsen in einer engen Spanne, da die Marktteilnehmer unsicher sind, in welche Richtung die Reise geht. Das Damoklesschwert Corona war zuletzt wieder deutlicher ins Bewusstsein zurückgekehrt, nachdem in Ländern wie Indien die Fallzahlen explodierten und wieder neue strikte Lockdowns verhängt wurden. Dem entgegen steht allerdings die gute wirtschaftliche Erholung in Volkswirtschaften wie den USA oder China.
Der aktuelle Monatsbericht der OPEC, welcher gestern veröffentlicht wurde, hat nun offenbar für leichten Optimismus bei den Marktteilnehmern gesorgt, auch wenn der für das zweite Quartal mit einer geringeren Nachfrage rechnet als noch im Vormonat. Die Organisation hat ihren längerfristigen Ausblick zur Nachfrageerholung aber erneut nach oben korrigiert.
Sollte sich die globale Ölnachfrage also nicht schnell genug erholen, könnte ein Überangebot für neue Preisrutsche sorgen. Die Unterbrechung der Markteinführung des Impfstoffs von Johnson & Johnson in Europa ist dabei eine weitere Hiobsbotschaft, da sie die ohnehin nur sehr langsam vorankommenden Impfkampagnen weiter ausbremsen dürfte.
Die Marktteilnehmer warten heute noch auf den Monatsreport der IEA, der am Vormittag erwartet wird und die aktuelle Runde der monatlichen Ölmarktberichte abschließt.
Bei den Preisen zeichnen sich damit Veränderungen nach oben im Vergleich zu gestern ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

13. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.60 $     Crude (WTI): 59.95 $     Gasoil: 510.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9240 Rheinfracht: 14.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölmarkt unentschlossen - Ölfutures handeln in enger Spanne

Seit Anfang des Monats verharren die Ölfutures in einer relativ engen Handelsspanne, während die Marktteilnehmer versuchen zu beurteilen, in welche Richtung die Reise gehen wird. Während die allgegenwärtigen Corona-Sorgen auch in dieser Woche wieder zu großer Unsicherheit in Sachen Nachfrageentwicklung führen, wachsen gleichzeitig die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Dennoch brennt den Marktteilnehmern aktuell eher die Nachfrageseite unter den Nägeln, da sich hier ein uneinheitliches Bild zeigt. Während in Ländern wie den USA oder Großbritannien die Impfkampagnen so schnell voranschreiten, dass erste Lockerungen möglich sind, sieht es anderswo längst nicht so rosig aus. Die notorisch langsam voranschreitenden Impfkampagnen in Europa sind dabei genauso ein Problem wie die explodierenden Fallzahlen in Indien. Hier wurden inzwischen wieder die ersten neuen Lockdowns verhängt.
Es ist der US-Optimismus, der dem Ölmarkt hilft. Die Entwicklungen in anderen Teilen der Welt scheint sich nicht in die gleiche Richtung zu bewegen, wobei bevölkerungsreiche Länder wie Indien und Brasilien offenbar tiefer in Schwierigkeiten stecken als je zuvor.
Die Händler nehmen deshalb im Moment eine abwartende Haltung ein und das ist der Grund, warum wir zurzeit diese Seitwärtsbewegung erleben.
Bei den Preisen zeichnen sich moderate Preisaufschläge zu gestern ab.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral
 
 

12. April 2021
  
Rohöl/Barrel: Brent: 62.77 $     Crude (WTI): 59.18 $     Gasoil: 505.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9265 Rheinfracht: 14.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures zum Wochenstart weicher

Die Volatilität an den Ölbörsen ging in den vergangenen Tagen deutlich zurück. Nachdem feststand, dass die OPEC+ ihre Produktionskürzungen ab Mai weiter lockern würde, war ein Faktor, über den sich kurz zuvor noch spekulieren ließ, zumindest vorübergehend geklärt.
Der Fokus der Marktteilnehmer liegt nun auf der kurzfristigen Entwicklung der Nachfrage. Hier bleibt Indien weiterhin ein Sorgenkind. Auch heute wurde wieder ein Rekord bei der Anzahl der Corona-Neuinfektionen in Indien gemeldet, und mittlerweile hat die Regierung sogar den Export einiger Impfstoffe verboten. In Europa gelten in vielen Ländern weiterhin strenge Einschränkungen zur Eindämmung von Covid19.
Längerfristig betrachtet, sind sich die meisten Marktteilnehmer jedoch sicher, dass es zu einer beträchtlichen Erholung der Nachfrage kommen wird.
Mittel-bis langfristig bleibt auf der Angebotsseite das Atomabkommen mit dem Iran Thema. Nachdem die Sondierungsgespräche in Wien über eine Rückkehr zum Abkommen vergangene Woche einen positiven Auftakt gemacht haben, besteht weiterhin die Möglichkeit, dass der Iran seine Produktion wieder nennenswert steigern kann, sollten die USA die Sanktionen gegen die Islamische Republik im Falle einer Rückkehr zum Atomabkommen aufheben.
Bei den Preisen zeichnen sich derzeit jedoch keine größeren Veränderungen ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

09. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.04 $     Crude (WTI): 59.52 $     Gasoil: 503.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9252 Rheinfracht: 14.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

GD7 erweist sich als hartnäckiger Widerstand

Nach der leichten Abwärtskorrektur, die an den Ölbörsen auf den Anstieg auf neue Langzeithochs (am 8. März) folgte, scheinen sich die Ölfutures seit der letzten Märzwoche in einem Seitwärtstrend zu stabilisieren, der bei Brent eine Preisspanne von etwa 60 bis 65 Dollar aufwies.
Während man sich am Markt insgesamt offenbar einig ist, dass sich die Nachfrage im zweiten Halbjahr deutlich erholen wird, tut man sich derzeit schwer damit, den kurz-bis mittelfristigen Ausblick einzuschätzen. „
Die jüngste Stabilisierung der Preise ruft mittlerweile jedoch wieder passive Anleger auf den Plan, was dazu führe, dass die Backwardation-Konstellation – bei der Futures mit prompter Lieferung teurer sind als solche mit Lieferung zu einem späteren Zeitpunkt – wieder etwas zunehme.
Unterdessen werden die Marktteilnehmer heute erneut die Sondierungsgespräche für eine Rückkehr zum Atomabkommen mit dem Iran von 2015 im Auge behalten. Diese werden heute in Wien fortgeführt wobei man verlauten ließ, man verhandle „die Aufhebung der Sanktionen auf einen Schlag“, was die Verhandlungen vermutlich nicht gerade vorantreiben dürfte
Die Ölfutures kommen derzeit von ihren bisherigen Tageshochs zurück, nachdem sie im Bereich der Vortagesschlusswerte in den Tag gestartet waren, sodass sich bei den Preisen derzeit keine größeren Veränderungen abzeichnen.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

08. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 62.53 $     Crude (WTI): 59.14 $     Gasoil: 499.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9291 Rheinfracht: 14.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten knapp unterhalb des GD7

Die Marktteilnehmer nahmen die Bestandsdaten des DOE gestern mit gemischten Gefühlen auf. Vor allem die Tatsache, dass die Benzinbestände in der vergangenen Woche stark anstiegen, ließ den bullishen Effekt der erneuten Abbauten bei den Rohölvorräten verblassen, zumal die Nachfrage nach Benzin auf Wochensicht leicht sank.
Der 4-Wochen-Durchschnitt der US-Benzinnachfrage deutet jedoch immer noch auf eine Erholung der Nachfrage hin und erreichte in der Woche zum 2. April den höchsten Stand seit September. Für eine gute Entwicklung der US-Nachfrage sprechen auch Daten zur Mobilität in den USA für die vergangene Woche.
Was die Nachfrage in anderen Regionen angeht, herrscht da jedoch weiterhin Unsicherheit. Während in einigen EU-Ländern weiterhin Lockdown-Maßnahmen gelten und auch immer noch über Verschärfungen dieser Maßnahmen diskutiert wird, stieg die Anzahl der Neuinfektionen in Indien zuletzt auf ein neues Rekordhoch. Dies dürfte die Befürchtungen bekräftigen, dass der Nachfrage des drittgrößten Ölkonsumenten der Welt durch neue Eindämmungsmaßnahmen wieder ein Dämpfer versetzt werden könnte.
Nachdem sich die Ölfutures am Mittwochabend wieder von ihren Verlusten erholt haben, notieren sie heute Morgen in etwa auf dem Niveau von gestern Nacht, weswegen sich bei den Preisen leichtes Aufwärtspotenzial zu gestern abzeichnet.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

07. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 62.84 $     Crude (WTI): 59.44 $     Gasoil: 499.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9309 Rheinfracht: 14.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures an ICE und NYMEX weiter in enger Spanne

Die OPEC+ kontrolliert weiter das Ölangebot und kann den Markt offenbar vor einer deutlichen Überversorgung bewahren, auch wenn man die Förderung ab Mai anheben wird. Darauf deutet zumindest der aktuelle hin, der die Marktlage für 2021 knapper als beim letzten Bericht einstuft.
Blickt man auf die Nachfrageentwicklung, die entscheidend für die langfristige Entwicklung und das Gleichgewicht am Ölmarkt ist, sind die Zahlen noch nicht ganz eindeutig.
Mit Blick auf die Infektionszahlen in Europa und Indien verbleibt also noch viel Unsicherheit im Markt die sich auch in der engen Spanne der letzten Wochen widerspiegelt. Ganz offensichtlich ist der Markt in einer Konsolidierungsphase, in der der der nächste große Richtungsimpuls abgewartet wird, der eine Rechtfertigung für Wetten auf steigende oder fallende Preise bietet.
Mit Spannung werden auch die Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm verfolgt. Von einer Einigung und einem neuen Abkommen ist man zwar noch weit entfernt. Die iranische Regierung hat durchaus ein nachvollziehbares Interesse einen Deal zu erreichen.
Welche Richtung der Markt als nächstes einschlägt ist zumindest fundamental schwer abzusehen, gibt es hier doch durchaus Argumente in beide Richtungen. Für heute deuten sich zunächst leichte Abwärtspotenziale bei den Preisen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

06. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 62.69 $     Crude (WTI): 59.26 $     Gasoil: 498.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9371 Rheinfracht: 14.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ steigert Produktion um über 2 Mio. B/T – USA sondieren Iran-Deal

Nachdem die Katze nun endlich aus dem Sack ist und die OPEC+ Gruppe ihre Produktion ab Mai anheben wird, reagierten die Ölbörsen zunächst einmal überraschend bullish auf die Nachricht. Viele Marktteilnehmer gingen eigentlich davon aus, dass das Kartell keine größeren Lockerungen bekannt geben wird und ihre Kürzungen im Mai und eventuell auch Juni noch nahezu unverändert beibehalten wird.
Der Tenor am Markt ist damit zusammenfassend, dass die Maßnahmen der OPEC+ Gruppe zwar bearish sind, der Einfluss generell allerdings gering ist, da man weiter mit einer Erholung der Ölnachfrage rechnet. Für Probleme könnten allerdings die EU und auch Indien sorgen, wo die Infektionszahlen in den letzten Tagen und Wochen rasant zunehmen und neue Lockdowns drohen.
Zusätzlich ist auch mit einem Auge die beginnenden Sondierungen in der Iran-Frage zu beobachten, denn hier könnten schließlich auch größere Mengen an den Markt zurückkehren, sollte ein neues Atomabkommen geschlossen werden können. Doch hier ist im besten Fall sicherlich noch mit einigen Monaten zu rechnen.
Unterm Strich schätzen wir die fundamentale Marktlage leicht bearish ein, auch wenn die steigenden Infektionen in Indien und Europa Grund zur Sorge bleiben. Bei den Preisen zeichnet sich im Vergleich zur vergangener Woche dennoch Abwärtspotenziale ab.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

01. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.36 $     Crude (WTI): 59.80 $     Gasoil: 497.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9453 Rheinfracht: 14.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise geben vor OPEC+ Meeting nach – Lockdown-Maßnahmen belasten

Die gestrigen Zahlen des DOE werden generell als bullish gesehen, schließlich kam es zu den ersten Abbauten bei den landesweiten Rohölbeständen in sechs Wochen. Die einhellige Meinung am Markt sei, dass sich Benzinnachfrage stark entwickle, während der Bedarf nach Kerosin ein Nachzügler sein wird.
Auf der anderen Seite macht Europa weiter große Sorgen und die Nachrichten aus Frankreich sind sehr Besorgnis erregend für den Ölmarkt.
Von daher wird es wohl keine umfangreichen Lockerungen geben, wobei die Laufzeit des Beschlusses sicherlich auch ein interessanter Faktor sein wird. Saudi-Arabien sprach sich zuletzt für eine Beibehaltung der aktuellen Kürzungen bis einschließlich Juni aus. Mit der momentanen Dynamik der Corona-Infektionen und Lockdowns in Europa ist eine Verlängerung bis zunächst Ende Mai aus unserer Sicht die wahrscheinlichere Variante.
Der Ausgang des OPEC+ Meetings wird heute das Potenzial haben den Markt auf die eine oder andere Weise zu überraschen. Trader werden sich daher wohl generell zurückhalten und ein gewisses Maß an Nervosität zeigen, sodass Meldungen und Gerüchte das Potenzial für deutliche Kursbewegungen besitzen. Bei den Preisen deuten sich momentan Abwärtskorrekturen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

31. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 64.62 $     Crude (WTI): 61.02 $     Gasoil: 508.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9436 Rheinfracht: 14.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ wird Kürzungen wohl beibehalten – Ölnachfrageprognose nach unten korrigiert

Der Schiffsverkehr im Suezkanal beginnt sich zu normalisieren, womit einige Long-Positionen und Absicherungskäufe aufgelöst werden. Das belastet den Markt leicht, wenngleich ein starker Preisrutsch deshalb nicht zu erwarten ist. Nun, nachdem dieser Faktor vom Markt ist, schaut man vermehrt auf den US-Dollar und die zunehmenden Covid-19 Infektionen.
Der Dollar erlebt momentan eine extrem starke Phase und setzt andere Währungen zusehends unter Druck. Zusammen mit den steigenden Infektionszahlen wirft dies mehr Fragen als Antworten darüber auf, wie schnell sich die weltweite Nachfrage erholen wird.
Darauf verweist auch die OPEC bei ihrem gestrigen JTC Meeting und hat als Ergebnis der aktuellen Pandemie-Entwicklung ihre bisherigen Ölnachfrageprognosen nach unten korrigiert. Die meisten Analysten erwarten, dass die Produzentengruppe ihre Kürzungen wohl nur unwesentlich lockern und im Großen und Ganzen fortführen werden.
Die fundamentalen Kräfte am Markt neutralisieren sich aktuell, nachdem die API Zahlen keinen klaren Richtungsimpuls geben konnten, der Suezkanal wieder geöffnet hat und die OPEC+ Gruppe einen offenbar eine Fortführung der aktuellen Kürzungen befürwortet. Unterm Strich deuten sich bei den Preisen heute Morgen nur kleinere Veränderungen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

30. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 64.70 $     Crude (WTI): 61.29 $     Gasoil: 508.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9397 Rheinfracht: 13.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+-Sitzung rückt in den Fokus

Die Handelsspannen an den Ölbörsen blieben am gestrigen Montag verhältnismäßig eng, was dafür spricht, dass die Marktteilnehmer angesichts des nahenden OPEC+-Meetings ihre Risikopositionen zu minimieren, um nicht auf falschem Fuss erwischt zu werden. Schließlich hatte das Produzentenbündnis schon bei der letzten Sitzung Anfang März viele mit der Beibehaltung der bisherigen Produktionskürzungen überrascht. Einzig Russland und Kasachstan wurde erneut eine leichte Anhebung ihrer Fördermengen gewährt.
Während in Großbritannien am gestrigen Montag die restriktiven Maßnahmen zur Eindämmung von Covid19 zwar etwas gelockert wurden, wurden sie in den vergangenen Wochen jedoch in zahlreichen europäischen Ländern jedoch wieder verschärft beziehungsweise verlängert. Und auch in einigen Ländern außerhalb Europas nahm die Anzahl der Neuinfektionszahlen zuletzt wieder stark zu. In der Folge gehen viele Marktteilnehmer mittlerweile davon aus, dass die OPEC+ am kommenden Donnerstag beschließen wird, im Mai noch einmal auf eine Anhebung der Produktion zu verzichten.
Laut Experten ist eine Beibehaltung der Kürzungen am Markt jedoch bereits größtenteils eingepreist. Darüber hinaus ist die Blockade des Suez-Kanals mittlerweile gelöst, wodurch ein weiterer Faktor wegfällt, der die Preise zumindest kurzfristig etwas gestützt hatte.
Daher ist bei den Preisen rein rechnerisch noch leichtes Aufwärtspotenzial vorhanden.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

29. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.55 $     Crude (WTI): 59.75 $     Gasoil: 504.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9399 Rheinfracht: 13.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures zum Wochenstart weicher - Ever Given wieder flottgemacht

In der vergangenen Woche hatte die Havarie des Container-Schiffs Ever Given im Suez-Kanal und die daraus resultierende Sperrung des Schiffsverkehrs durch den Kanal, die Aufmerksamkeit der Händler zeitweise in Beschlag genommen. Nun da die Blockade gelöst werden konnte, wird sich der Fokus wieder auf die Entwicklung der Nachfrage und auf die Produktionspolitik der OPEC+-richten.
In vielen Ländern der EU wurden zuletzt die restriktiven Maßnahmen zur Eindämmung von Covid19 wieder verschärft, nachdem die Infektionszahlen wieder zugenommen hatten. Die Marktteilnehmer rechnen damit, dass die europäische Ölnachfrage somit auch weiterhin schwach bleiben wird.
Zu diesen Sorgen kommt jetzt nun auch noch die Aussicht auf erneute restriktive Maßnahmen in Teilen Indiens hinzu, nachdem die Anzahl der Neuinfektionen dort am Sonntag so stark gestiegen war wie noch nie über einen Zeitraum von 24 Stunden. Indien ist der drittgrößte Ölkonsument der Welt und kommt es in weiten Teilen des Landes wieder zu verschärften restriktiven Maßnahmen oder gar einem kompletten Lockdown, würde dies den Nachfrageausblick deutlich trüben.
Auf Angebotsseite werden die Marktteilnehmer allerdings auch die geopolitischen Aspekte im Auge behalten.
Bei den Preisen zeichnet sich heute noch leichtes Aufwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

26. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 62.97 $     Crude (WTI): 59.67 $     Gasoil: 498.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9404 Rheinfracht: 13.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Corona-Nachfragesorgen und Stau am Suez-Kanal – Ölfutures bleiben volatil

Die Volatilität an den Ölbörsen bleibt bestehen, während die Marktteilnehmer abzuwägen scheinen, was mehr ins Gewicht fällt: Die bullishe Gefahr einer wochenlangen Blockade des Suez-Kanals oder steigende Infektionszahlen und neuen Corona-Lockdowns sowie die damit einhergehende wacklige Nachfrageerholung in Europa und anderen Teilen der Welt.
Aber die Realität ist, dass heutzutage gar nicht mehr so viel Öl aus dem Nahen Osten durch den Kanal transportiert wird. Außerdem gäbe es zahlreiche Möglichkeiten, den Schaden zu minimieren. Experten sind der Meinung, dass die bearishen Faktoren bezüglich der Nachfrageentwicklung ein mögliches bullishes Risiko überwiegen. Die Impfsituation droht zunehmend die Nachfrageerholung zu beeinträchtigen. Europa tut sich in dieser Hinsicht schwer, mit den USA gleichzuziehen.
Tatsächlich haben in den USA inzwischen schon etwa 40 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten. In der EU sind es gerade einmal 8 Prozent, in Deutschland knapp 14 Prozent.
Trotz der langwierigen Bergung des Tankers im Suez-Kanal bleiben die fundamental bearishen Faktoren am Ölmarkt ausschlaggebend. Bei den Preisen zeichnet sich leichtes Abwärtspotenzial im Vergleich zu gestern früh ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

25. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.78 $     Crude (WTI): 60.42 $     Gasoil: 506.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9363 Rheinfracht: 13.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Suez-Kanal bleibt blockiert

Aktuell verdrängt der havarierte Tanker im Suez-Kanal ein wenig die Nachfragesorgen der Marktteilnehmer, die sich in den letzten Tagen wieder vermehrt breit gemacht hatten. Die Befürchtung, dass es zu Versorgungsengpässen kommen könnte, sollte die Blockade noch länger bestehen, hat gestern immerhin dafür gesorgt, dass die Verluste des Vortages wieder wettgemacht wurden.
Allerdings dürfte die Volatilität an den Ölmärkten hoch bleiben, denn die Pandemie-Sorgen sind nach wie vor vorhanden. In vielen Ländern steigen die Infektionszahlen weiter an und statt Lockerungen der Beschränkungsmaßnahmen werden vielerorts neue Lockdowns verhängt.
Während der Fokus dabei vor allem auf Europa liegt, gibt es auch wieder steigende Fallzahlen in Ländern wie Indien und Brasilien, also in sich entwickelnden Volkswirtschaften, die für das nachhaltige Wachstum der Ölnachfrage wirklich entscheidend sind.
Angesichts dieser jüngst wieder aufgeflammten Nachfragesorgen und der gefallenen Ölpreise wächst die Erwartung der Marktteilnehmer, dass die OPEC+ ihre Förderquoten ein weiteres Mal unverändert belassen wird. Das Bündnis wird am 1. April zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommen und über die weitere Strategie zur Ölförderung im Mai entscheiden.
Der Druck der allgemeinen Nachfragesorgen bleibt trotz der stützend wirkenden Probleme am Suez-Kanal weiterhin bestehen. Bei den Preisen zeigt sich aufgrund des starken Preisanstieges von gestern Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

24. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 61.61 $     Crude (WTI): 58.52 $     Gasoil: 493.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9359 Rheinfracht: 13.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Rohölbestände erneut gestiegen - Nachfragesorgen setzten Ölfutures unter Druck

Die neuen Nachfragesorgen bereiten den Marktteilnehmern nach wie vor Kopfzerbrechen. Vor allem die vielen neuen Beschränkungsmaßnahmen in Europa, wo ein Ende der Pandemie bisher nicht in Sicht zu sein scheint, belasten die Ölpreise auch heute wieder. Hinzu kommt, dass die Backwardation-Konstellation, in der sich die Futures seit einigen Monaten befunden hatten, sich inzwischen wieder ins Contango gewandelt hat. Allerdings bleiben die meisten Experten doch bei ihrer Meinung, dass die mittel- und langfristigen Nachfrageaussichten bullish bleiben.
Heute werden die Marktteilnehmer zunächst auf neue Nachrichten bezüglich der Blockade am Suez-Kanal warten. Allerdings dürfte sich der Stau recht schnell wieder auflösen, sobald das havarierte Schiff befreit werden konnte. „Wenn man bedenkt, dass etwa 10 Prozent des gesamten Erdölhandels über den Suez-Kanal abgewickelt werden, könnte das eine gewisse Auswirkung haben.
Am Nachmittag dürfte sich der Fokus dann wieder auf die Bestandsdaten des DOE richten, nachdem das API gestern erneut gestiegene Rohölbestände gemeldet hatte.
Heute Morgen sind es vor allem die Meldungen zur Tankerhavarie im Suez-Kanal, die dafür sorgen, dass die Ölfutures nicht weiter nachgeben. Bei den Preisen zeichnet sich entsprechendes Abwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

23. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.92 $     Crude (WTI): 60.86 $     Gasoil: 508.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9246 Rheinfracht: 12.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Sorgen über europäische Nachfrage nehmen weiter zu

Bei den Marktteilnehmern am Ölmarkt verstärkt die für die Bundesrepublik angekündigte Verlängerung der restriktiven Maßnahmen die Befürchtung, dass sich die europäische Ölnachfrage auch weiterhin nur zögerlich erholen wird, schließlich ist Deutschland der größte Ölkonsument Europas. Aber auch aus den USA gibt es neue Meldungen, die für die Nachfrage nichts Gutes verheißen.
Auch am physischen Markt gab es zuletzt Hinweise auf eine schwächere Nachfrage. Während die staatliche nigerianische Ölunternehmen ihre offiziellen Verkaufspreise für April-Lieferungen gesenkt hat, hat Angola für einige für den kommenden Monat geplante Rohölexporte offenbar noch keine Käufer gefunden. Die physischen Preise waren schon seit einigen Wochen niedriger als es die Futures vermuten ließen. Bereits in der vergangenen Woche gab es Meldungen, denen zufolge vor allem Chinas Nachfrage am physischen Markt nachgelassen habe.
Was die Angebotsseite betrifft richtet sich die Aufmerksamkeit der Händler zur Wochenmitte außerdem wieder auf die wöchentliche Bestandsentwicklung in den USA. Die ersten Schätzungen variieren dabei bislang zwischen einem erneuten Anstieg und einem Rückgang.
Die Ölfutures orientieren sich heute Morgen vorerst nach unten. Bei den Preisen deutet sich daher Abwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

22. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.78 $     Crude (WTI): 60.71 $     Gasoil: 509.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9308 Rheinfracht: 11.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten knapp unterhalb der Hochs von Freitag

Die Preise für Brent und WTI sanken in der vergangenen Woche um mehr als 6 Prozent. Nachdem Brent in der Woche zuvor noch ein neues Langzeithoch von über 71 Dollar pro Barrel markiert hatte, erfolgte schließlich die bereits seit Längerem erwartete Abwärtskorrektur.
Während die IEA die Marktteilnehmer mit ihrem aktuellen Monatsbericht am vergangenen Mittwoch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholte und darauf hinwies, dass trotz kontinuierlicher Bestandsabbauten von einer Knappheit des Angebots noch keine Rede sein könne, herrscht unter den Marktakteuren Unsicherheit im Hinblick auf die Nachfrageerholung. Vor allem die erneuten Lockdown-Maßnahmen in einigen Ländern Europas trübten zuletzt die Aussichten diesbezüglich.
Unterdessen nahm die Ölbohraktivität in den USA in der vergangenen Woche erneut zu. Mittlerweile ist die Zahl der aktiven Ölbohranlagen in den Vereinigten Staaten so hoch wie seit Anfang Mai 2020 nicht mehr. Die Produzenten tendieren offenbar angesichts des zuletzt höheren Preisniveaus wieder dazu, ihre Förderaktivitäten wieder zu steigern.
Die neue Handelswoche starten die Ölfutures heute knapp unterhalb der Hochs von Freitag. Bei den Preisen zeichnet sich allerdings Aufwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

19. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.58 $     Crude (WTI): 60.29 $     Gasoil: 505.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9263 Rheinfracht: 11.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Nachfragesorgen sind zurück – Preisrutsch an den Ölbörsen

Gestern kam es an den Ölbörsen zu der längst erwarteten Abwärtskorrektur, die Brent und WTI auf neue Monatstiefs schickte. Tatsächlich scheint die Sorge um die Nachfrageerholung an den Ölmarkt zurückgekehrt zu sein, obwohl diese in den letzten Wochen – nicht zuletzt durch die hohen OPEC+ Förderkürzungen – fast schon in Vergessenheit geraten waren. In Erwartung zügig voranschreitender Impfkampagnen sowie der Hoffnung auf den schnellen Abbau der globalen Ölbestände hatten sich die Preise immer weiter in die Höhe geschraubt. Doch diese Hoffnungen und Erwartungen geraten nun erneut ins Wanken.
Der Futures-Markt hat sich in den letzten Wochen etwas übernommen, vor allem wenn man ihn mit dem physischen Markt vergleicht, der Anzeichen von Schwäche gezeigt hat.
Damit dürfte auch die OPEC+ langsam wieder in den Fokus der Marktteilnehmer rücken. Das nächste Treffen des Produzentenbündnisses findet am 1. April und wird sich mit den geplanten Förderkürzungen für Mai auseinandersetzen. Die Frage, die die Marktteilnehmer nun umtreibt, dürfte sein, ob die Mitglieder des Bündnisses ein weiteres Mal bereit sein werden, keine Quotenanpassungen vorzunehmen.
Bei den Preisen ist nach dem gestrigen Preisrutsch weiteres Abwärtspotenzial zu sehen.

Fundamental: bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

18. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.81 $     Crude (WTI): 64.43 $     Gasoil: 531.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9220 Rheinfracht: 11.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gestiegene US-Bestände und Nachfragesorgen – Ölfutures weiter unter Druck

Die Abwärtsbewegung an den Ölmärkten setzt sich fort und die Verunsicherung der Marktteilnehmer steigt. Nach wochenlangem Optimismus an den Börsen sind nun mit dem Impfchaos in Europa und nach wie vor steigenden Ölbeständen in den USA wieder Zweifel an der erwarteten Nachfrageerholung zurückgekehrt.
Laut DOE-Wochenbericht sind die Rohölbestände in den USA zum vierten Mal in Folge gestiegen, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie noch in den Vorwochen. Dennoch steigt bei den Marktteilnehmern die Sorge, dass die während der Nachfragekrise im letzten Jahr stark angewachsenen Ölbestände – nicht nur in den USA sondern weltweit – nicht so schnell abgebaut werden können wie zu Anfang des Jahres noch gehofft.
Unterstützung für Rohöl, welches in Dollar gehandelt wird, kommt außerdem erneut durch einen geschwächten Greenback. Eine Zinserhöhung werde wahrscheinlich bis einschließlich 2023 nicht erfolgen. Der Risikostimmung an den Finanzmärkten gibt diese Haltung der US-Zentralbank einen ordentlichen Schub, der sich auch auf die Ölmärkte übertragen könnte.
Aktuell sieht es danach aber nicht aus und die Unsicherheiten bezüglich der Ölbestände und der Nachfrageentwicklung scheinen für die Markteilnehmer zu überwiegen. Bei den Preisen zeichnet sich Abwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral 
 
 

17. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 68.75 $     Crude (WTI): 65.22 $     Gasoil: 541.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9256 Rheinfracht: 11.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API Daten stützen mit unerwarteten Rohölabbauten

Die Nachricht, dass in vielen europäischen Ländern die Impfungen mit dem britischen Wirkstoff AstraZeneca gestoppt wurden, hat auch die Ölmärkte in leichte Unruhe versetzt. Der Optimismus, dass ein Ende der Corona-Pandemie und damit auch eine endgültige Rückkehr der Ölnachfrage in Sicht ist, hat erneute Kratzer bekommen. Damit sich die Ölnachfrage vollständig erholen kann, muss eine erfolgreiche und schnelle Impfung der Weltbevölkerung stattfinden.
Tatsächlich besteht eine gewisse Diskrepanz zwischen dem stetigen Anstieg der Ölpreise, der im November mit den ersten Meldungen zu wirksamen Impfstoffkandidaten begann, und der nach wie vor eher schwachen Gesamtnachfrage, die allen Erwartungen nach erst in der zweiten Hälfte des Jahres dem Angebot entsprechen wird.
Die Marktteilnehmer warten heute mit entsprechend großer Aufmerksamkeit auf den IEA Monatsbericht, der neue Erkenntnisse in Sachen Nachfrageerholung und Ölproduktion liefern könnte. Zusätzlich wird heute Nachmittag der DOE-Bestandsbericht erwartet, der durchaus das Potenzial hat, für Kursbewegungen zu sorgen, sollte er die vom API gestern gemeldeten Abbauten bei Rohöl bestätigen.
Diese wirken mit ihrem bullishen Charakter heute Morgen offenbar noch etwas nach und sorgen trotz der grundsätzlichen Unsicherheiten am Ölmarkt für Aufwärtspotenzial.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral
 
 

16. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 68.16 $     Crude (WTI): 64.66 $     Gasoil: 538.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9269 Rheinfracht: 11.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures belastet von Impfstoffmeldungen aus Europa und US-Bestandserwartungen

Nachdem Brent in der vergangenen Woche noch kurzzeitig über 71 Dollar kletterte, scheint sich der Preis für die Nordsee-Rohölsorte nun erst einmal unterhalb von 70 Dollar einzupendeln. Die geopolitischen Spannungen bleiben weiterhin ein Thema.
Davon abgesehen bereiten die jüngsten Entwicklungen bei den Impfstoffkampagnen in Europa den Marktteilnehmern Sorge. Zahlreiche Länder haben zuletzt die Verwendung des Covid19-Impfstoffs von AstraZeneca auf Eis gelegt. Daher rechnet man nun am Markt mit weiteren Verzögerungen bei den Impfkampagnen sowie bei der wirtschaftlichen Erholung in der Region.
Auf der Angebotsseite belasten derzeit die Bestandsaufbauten in den USA die Preise, auch wenn diese noch deutlich unter dem Hoch von Mitte Juni 2020 liegen. Aufgrund der kältebedingten Raffinerieausfälle, die erst nach und nach wieder ausgeglichen werden, haben sich die US-Rohölvorräte mittlerweile wieder der Marke von 500 Millionen Barrel angenähert.
Bis zu den nächsten Sitzungen von OPEC und OPEC+ ist es darüber hinaus nur noch etwa zwei Wochen. Saudi-Arabien könnte nach drei Monaten der freiwilligen Zusatzkürzungen eine Steigerung der eigenen Produktion ab Mai ankündigen, was dem für den Sommer erwarteten Nachfrageanstieg wieder entgegenwirken könnte.
Bei den Preisen deutet sich daher geringes Abwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

15. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 69.81 $     Crude (WTI): 66.16 $     Gasoil: 553.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9306 Rheinfracht: 11.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten auf hohem Niveau - Hoffnungen auf Nachfrageerholung stützen

Die Entscheidung der OPEC+-Allianz, ihre gemeinschaftlichen Produktionskürzungen im April vorerst nicht zu lockern, schickte die Ölpreise zusammen mit einem angeblich von den jemenitischen Houthi-Rebellen ausgeführten Drohnenangriff Anfang letzter Woche auf neue Langzeithochs. Wenngleich diese Hochs bislang nicht mehr erreicht wurden, blieben die Preise dennoch auf hohem Niveau.
Davon abgesehen stützte zuletzt auch die Aussicht auf eine zunehmende konjunkturelle Erholung.
Einerseits bauen die Marktteilnehmer dabei auf die USA, wo in der vergangenen Woche das billionenschwere Konjunkturpaket der Biden-Regierung verabschiedet wurde und zahlreiche Konjunkturindikatoren zuletzt die Erwartungen übertrafen. Andererseits wurden heute auch in China stärker als erwartete Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die eine weitere Erholung der Wirtschaft signalisierten.
Unabhängig davon sank die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen der USA in der vergangenen Woche laut Baker Hughes. Die US-Ölproduzenten scheinen also angesichts des insgesamt höheren Ölpreisniveaus zuletzt ihre Förderung wieder leicht zu steigern, wenngleich es bislang nicht zu einem neuen Boom gekommen ist.
Nachdem sie heute Morgen die Hochs von Freitag bereits leicht überschritten haben, orientieren sich die Ölfutures derzeit wieder leicht nach unten. Zu Freitag zeichnen sich bei den Preisen aktuell keine größeren Veränderungen ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

12. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 69.30 $     Crude (WTI): 65.65 $     Gasoil: 549.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9278 Rheinfracht: 11.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC Monatsreport und steigende Benzinnachfrage – Brent flirtet mit 70 Dollar

Die kurzfristigen Faktoren am Ölmarkt stützen aktuell die Preise, ob es der steigende Kraftstoffverbrauch in den USA und Großbritannien ist, oder das billionenschwere Corona-Hilfspaket, das diese Woche in Washington verabschiedet wurde. Auch die OPEC korrigierte in ihrem aktuellen Monatsreport die Prognosen für das Nachfragewachstum 2021 nach oben, wenn sie auch erneut vor den kurzfristigen Unsicherheiten durch die nach wie vor noch nicht ausgestandene Corona-Krise warnte.
Allerdings fragen sich die Marktteilnehmer auch, wie stabil die aktuelle Preisrallye an den Ölbörsen noch sein kann.Die jüngste Preisrallye fühlt sich langsam fragil an. Sobald das US-Hilfspaket vollständig eingepreist ist könnte es recht schnell wieder zu den Inflationssorgen und unruhigen Finanzmärkten zurückkehren. Dies wirft einen bearishen Schatten auf die Ölmärkte.
Dennoch bleiben vor allem die Aussicht auf eine sich rasant verbessernde Ölnachfrage und die aktuell sehr optimistische Finanzmarktstimmung bullishe Faktoren für die Ölbörsen. Trotz dieser Ausgangslage geben die Ölfutures nach den deutlichen Kursgewinnen von gestern heute Morgen etwas nach. Bei den Preisen zeichnet sich im Vergleich zu gestern rein rechnerisch deutliches Aufwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

11. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 68.45 $     Crude (WTI): 65.01 $     Gasoil: 542.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9263 Rheinfracht: 11.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

DOE überrascht mit massiven Benzinabbauten – Ölfutures wieder fester

An den Ölmärkten verdaut man heute noch den DOE-Bestandsbericht von gestern, der unter anderem mit einem starken Abbau der Benzinvorräte Aufsehen erregte. Diese sind in der letzten Woche auf den niedrigsten Stand seit Mitte November gesunken und glichen damit den massiven Anstieg bei Rohöl wieder aus.
Die Benzinvorräte sind gesunken, was den bullishen Ausgleich lieferte und die Ölpreise schließlich stützte – immerhin zeigt die starke Nachfrage nach Produkten eine wirtschaftliche Erholung an.
Sinkende Preise halten Experten für eher unwahrscheinlich und merken an, dass sich die Preisabwärtsbewegung in den letzten Tagen wieder konsolidiert hat.
Tatsächlich scheint in den USA der Weg aus der Pandemie nicht mehr allzu weit. Das Land führt inzwischen im Weltvergleich deutlich, was die Geschwindigkeit der Impfkampagnen betrifft und hat schon fast 30 Prozent seiner Bevölkerung zumindest mit einer Impfdosis versorgt. Hinzu kommt, dass gestern nach einem wochenlangen Abstimmungsmarathon das billionenschwere Corona-Hilfspaket final verabschiedet wurde und nun wohl noch vor Ablauf wichtiger Arbeitslosengeldzahlungen am Sonntag ausgeschüttet werden kann.
Die Ölfutures orientieren sich heute Morgen leicht nach oben und handeln im Bereich ihrer Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich ebenfalls Aufwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

10. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 66.84 $     Crude (WTI): 63.42 $     Gasoil: 531.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9297 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API meldet starke Rohölaufbauten - Ölfutures geben weiter nach

Die steile Preisrallye, welche sich mit der OPEC+ Entscheidung am Mittwoch etabliert hatte und mit den Angriffen auf saudische Ölanlagen am Montag neue Rekordhochs markierte, scheint nach zwei Tagen mit Verlusten zunächst vorbei zu sein. Anleger nutzten die Rallye, um Gewinne zu sichern und fügen hinzu, dass die Marktstimmung außerdem inzwischen leicht bearish sein dürfte, da sich die Ölnachfrage zwar allmählich erhole, aber immer noch weit unter dem Niveau von vor der Pandemie liege.
Tatsächlich hat die EIA in ihrem gestern veröffentlichten Monatsreport die Nachfrageprognosen für dieses und nächstes Jahr leicht nach unten korrigiert und sieht für beide Jahre kein so starkes Wachstum mehr wie noch im Vormonatsbericht.
In der Zunahme der US-Ölproduktion sehen Analysten auch die größte Gefahr für die OPEC+. Diese könnte „zum Opfer ihres eigenen Erfolges“ werden, da höhere Preise, wie sie durch die starken Förderbegrenzungen entstehen, die Schieferölproduktion in den USA anschieben könnte.
Heute fokussieren sich die Marktteilnehmer allerdings erst einmal wieder auf die wöchentlichen US-Bestandsdaten.
Die Ölfutures geben in den Morgenstunden unter dem Eindruck der bearishen API-Daten weiter nach und so zeigt sich bei den Preisen weiterhin Abwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish
 
 

09. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.70 $     Crude (WTI): 64.44 $    Gasoil: 537.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9349 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Auf Langzeithochs folgen Gewinnmitnahmen - fester Dollar belastete ebenfalls

Nachdem feststand, dass der Angriff auf den saudischen Ölexporthafen den Betrieb an der Anlage nicht beeinträchtigte, preisten die Marktteilnehmer einen Teil der Risikoprämie, die sie einkalkuliert hatten, wieder aus. Nichtsdestotrotz dürften sie auch weiterhin ein Auge auf den Entwicklungen im Nahen Osten behalten.
Washington und Teheran hatten in den vergangenen Monaten mehr oder weniger überzeugend versucht, den jeweils anderen im Hinblick auf das Atomabkommen wieder an den Verhandlungstisch zu bekommen. Eine Annäherung, aus der eine Lockerung oder gar Aufhebung der Sanktionen resultiert, könnte im Nu wieder umfangreiche Mengen an Rohöl zurück auf den Markt bringen.
Zumindest für den Moment sieht es also so aus, als würden die unveränderten OPEC+-Produktionskürzungen erst einmal weiter für einen Rückgang der weltweiten Ölbestände sorgen.
Derweil machen die Fortschritte im US-Kongress über das umfangreiche Konjunkturprogramm der Biden-Administration Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung von Konjunktur und Ölnachfrage der USA. Allerdings hatten die Marktteilnehmer in letzter Zeit vermehrt die Befürchtung, die US-Wirtschaft könne durch die umfangreichen Hilfen überhitzen und nachhaltiges Wachstum eher verhindern. Diese Befürchtungen hatten sich zuletzt auch in den steigenden Anleiherenditen widergespiegelt, die auch den Dollar steigen liessen.
aktuell deutet sich bei den Preisen weiterhin noch Abwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

08. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.88 $     Crude (WTI): 64.82 $    Gasoil: 541.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9294 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Angriff auf saudischen Ölexporthafen schickt Brent über 71 Dollar

Gleich zu Beginn der neuen Handelswoche überschritt Brent die 70 Dollar-Marke. Vor allem Faktoren, die das Angebot betreffen, verhalfen dem Nordsee-Rohölkontrakt über dieses Preisniveau und notiert sogar bereits auf dem höchsten Stand seit Oktober 2019.
Ein Angriff mit Drohnen und Raketen der jemenitischen Houthi-Rebellen ließ die Ölfutures an ICE und NYMEX zum Wochenauftakt weiter steigen. Zwar hatten die Rebellen seit Monaten wieder häufiger saudische Ziele angegriffen, betrafen jedoch keine wichtigeren Ölanlagen des Königreichs, jedoch wurde nun der größte Rohölterminal der Welt zum Ziel von Drohnen und Raketen. Auch wenn Saudi-Arabien den Angriff eigenen Angaben zufolge abwehren konnte, dürfte dies bei den Marktteilnehmern Befürchtungen hervorgerufen haben, es könnte zu einem Zwischenfall wie im September 2019 kommen.
Was die Nachfrageseite anbelangt, zeigte vor allem Saudi-Arabien zuletzt weiterhin Skepsis ob der Stabilität des Nachfragewachstums. Zuletzt nahmen jedoch zumindest die Hoffnungen auf eine Erholung der US-Nachfrage wieder zu, nachdem einige Konjunkturindikatoren überzeugen konnten und es Fortschritte im Hinblick auf eine baldige Verabschiedung des billionenschweren Konjunkturprogramms der US-Regierung gab.
Im heutigen Tagesverlauf wird der Fokus nun jedoch erst einmal auf den geopolitischen Entwicklungen liegen, wodurch sich bei den Preisen weiteres Aufwärtspotenzial zu Freitag abzeichnet.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

05. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.88 $    Crude (WTI): 64.82 $     Gasoil: 541.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9294 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ lässt Bombe platzen – Ölfutures markieren neue Höchststände

Die für die Marktteilnehmer sehr überraschende Entscheidung der OPEC+, ihre Förderkürzungen im April beizubehalten, hat gestern für neue Langzeithochs gesorgt. Der rapide Preisanstieg war ein Reflex auf die schockierende OPEC+ Entscheidung. Saudi-Arabiens Optimismus bezüglich einer zurückhaltenden US-Schieferölindustrie scheint vorerst plausibel, das Königreich aber sein Glück durchaus herausfordern könnte, wenn es seine aggressive Linie zu lange durchzieht. Je länger die Preise oben bleiben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann eine Angebotsreaktion aus den USA kommt.
Viele Marktbeobachter sind der Meinung, dass die Spannungen innerhalb der OPEC+ mit steigenden Preisen weiter zunehmen dürften. Experten merken an, dass es schwer werden könnte, die Mitgliedsstaaten davon zu überzeugen, nicht doch mehr zu pumpen, um die Corona bedingt unter Druck stehenden Volkswirtschaften zu entlasten, doch der daraus resultierende Preisanstieg wird sie mit ziemlicher Sicherheit dazu bringen, ihre Meinung zu ändern, wenn sie sich am 1. April wieder treffen.
Mit der eindeutig bullish wirkenden Entscheidung der OPEC+ bleiben die Ölfutures erst einmal auf hohem Niveau. Für die Preise bedeutet dies, in der Kombination mit der Rallye gestern Nachmittag und Abend, kräftige Preissteigerungen.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

04. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 64.44 $     Crude (WTI): 61.54 $     Gasoil: 521.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9194 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+: Weiter so, oder Quotenanpassung?

Das Marktgeschehen wird schon seit einigen Tagen von der OPEC+ bestimmt. Im Februar war diese ausgefallen, da man im Januar schon die Marschrichtung für Februar und März festgelegt hatte. Umso gespannter erwarten die Marktteilnehmer nun die Entscheidung das Ergebnis des heutigen OPEC+ Treffens, sind die Ölpreise doch seit Anfang des Jahres um fast 20 Prozent gestiegen.
Laut Experten liegt die Entscheidung in der Hand der beiden wichtigsten Produzenten innerhalb des Bündnisses: Die Ölpreise sind daran gebunden, ob Russland und Saudi-Arabien es für sinnvoll halten, mehr Rohöl zu produzieren. Für Analysten ist aber eine andere Frage, die damit zusammenhängt, noch interessanter, nämlich die fehlende Reaktion der US-Schieferölindustrie auf die höheren Rohölpreise, was weitere Preissteigerungen wiederum begünstigt.
Auch wenn sich die Experten nahezu einig sind, dass die OPEC+ heute in irgendeiner Form ihre Fördermengen anheben wird, bleibt erst einmal die Unsicherheit am Markt bestehen, bis es ein offizielles Ergebnis der Vollversammlung gibt. Entsprechend volatil dürften sich die Ölfutures heute wieder präsentieren. Bei den Preisen zeichnen sich Preisaufschläge im Vergleich zu gestern ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

03. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 62.95 $     Crude (WTI): 60.01 $     Gasoil: 515.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9164 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Alles wartet auf die OPEC+ - Ölfutures testen GD 21

Das Ereignis des Monats an den Ölmärkten wirft seine Schatten voraus und so konzentriert sich heute alles auf das morgige OPEC+ Treffen, bei dem das Produzentenbündnis darüber entscheiden wird, wie mit den aktuellen Förderkürzungen verfahren werden soll. Seit Tagen brodelt die Gerüchteküche und die Frage lautet eher, wie viel Menge auf einmal zurück auf den Markt gebracht werden soll.
Die latente Sorge um ein mögliches Überangebot, sollte die OPEC+ ihre Ölhähne wieder voll aufdrehen, wurde gestern durch die stark angeschwollenen Rohölbestände, die das API gemeldet hatte, noch verstärkt. Der unerwartet große Aufbau der Rohölvorräte kommt für die Ölbullen zu einem besorgniserregenden Zeitpunkt. Da sich jedoch in den Bestandsdaten diese Woche noch die kältebedingten Ausfälle der letzten Wochen widerspiegeln, müssen die Daten mit einer gewissen Vorsicht genossen werden.
Heute Nachmittag folgen noch die Daten des DOE um 16:30 Uhr, auf die die Marktteilnehmer entsprechend genau achten werden. Ebenfalls mit Spannung erwartet werden heute Neuigkeiten vom JMMC-Meeting der OPEC+. Meist wird hier schon die Marschrichtung für die nächsten Monate festgelegt.
Bei den Preisen hält das leichte Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

02. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 62.34 $     Crude (WTI): 60.03 $    Gasoil: 512.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9162 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten unterhalb der GD7 in den Tag

Die Fortschritte bei den Covid19-Impfkampagnen hatten die Ölpreise zusammen mit den Produktionskürzungen der OPEC+ am vergangenen Donnerstag auf den höchsten Stand seit Anfang Januar 2020 steigen lassen. Seitdem befinden sich die Ölfutures wieder leicht auf dem Rückzug.
Die Hoffnungen auf eine Nachfrageerholung nahmen zuletzt angesichts der weiteren Verbreitung von Impfstoffen, den expansiven geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken sowie der Aussicht auf massive Konjunkturspritzen in den USA zu. Die WHO sorgte diesbezüglich jedoch am Montag wieder für einen leichten Dämpfer, die Anzahl der Neuinfektionen weltweit sei in der vergangenen Woche erstmals seit sieben Wochen wieder gestiegen.
Bevor die OPEC+ in dieser Woche entscheidet, wie sie ihre Produktion auf die derzeitige Entwicklung der Nachfrage anpasst, stehen jedoch nun erst einmal die wöchentlichen Bestandsdaten aus den USA im Fokus. Hier sind die Marktteilnehmer vor allem gespannt, wie sehr sich die US-Ölproduktion in der vergangenen Woche von dem kältebedingten Einbruch der Vorwoche erholen konnte und ob es aus dem Raffineriesektor eventuell auch schon eine deutliche Steigerung der Auslastung zu vermelden gibt.
Der USD ist unterdessen weiterhin gestiegen. Aufgrund der Abwärtsbewegung an den Ölbörsen zeichnet sich weiterhin Abwärtspotenzial ab.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: bearish
 
 

01. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 65.58 $     Crude (WTI): 62.59 $    Gasoil: 534.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9081 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten fester in die neue Handelswoche

Während die US-Ölindustrie weiterhin mit der Wiederinbetriebnahme der durch die vergangene Kältewelle ausgefallenen Anlagen beschäftigt ist, wird der Fokus der Marktteilnehmer in dieser Woche wieder verstärkt auf die OPEC+ und ihre Produktionspolitik richten. Die Produzentengruppe wird am Donnerstag darüber entscheiden, ob beziehungsweise wie stark man die Fördermengen ab dem zweiten Quartal anheben wird.
Für neue Hoffnungen, in Bezug auf eine steigende Nachfrage in den USA sorgten am Wochenende gleich zwei Meldungen. Zum einen stimmte ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde für die Zulassung des Covid19-Impfstoffs von Johnson & Johnson. Davon abgesehen segnete das US-Repräsentantenhaus zum Wochenende den Gesetzesentwurf für das 1,9 Bio. Dollar Konjunkturpaket der Biden-Administration ab. Nun muss die Vorlage noch den Senat passieren, der mittlerweile ebenfalls von den Demokraten dominiert wird.
Unterdessen könnten geopolitische Spannungen die Ölpreise in dieser Woche nach oben treiben. Neben den Spannungen zwischen den USA und Iran könnten sich auch die Spannungen in der Straße von Hormus wieder zuspitzen, nachdem es im Golf von Oman an einem israelischen Frachter zu einer Explosion gekommen ist, hinter der zumindest Israel offenbar den Iran vermutet.
Bei den Preisen deutet sich weiterhin leichtes Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

26. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 66.04 $    Crude (WTI): 62.75 $     Gasoil: 534.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9050 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures geben zum Wochenende hin nach

Die Wiederinbetriebnahme der US-Ölanlagen sowie die Reparaturarbeiten an den Raffinerien sind mittlerweile in vollem Gange. Während mit der Rückkehr der Produktion ein bullisher Aspekt für die Rohölpreise wegfällt, richtet sich der Fokus auf den Raffineriesektor. Je schneller die Anlagen wieder zum Normalbetrieb zurückkehren, desto schneller wird auch die Rohölnachfrage wieder zunehmen.
Dann steht die Entscheidung der OPEC+ Länder über ihre Produktionsstrategie ab April an. Diesmal steht für die Bündnispartner bei ihrer Sitzung am 4. März besonders viel auf dem Spiel. Dabei kommt es nicht zuletzt auch darauf an, wie viel zusätzliche Mengen auf einmal auf den Markt kommen. Der Fokus lag diesbezüglich zuletzt vor allem auf den Zusatzkürzungen der Saudis, die ab April nicht mehr umgesetzt werden. Auch eine Annäherung zwischen den USA und Iran könnte umfangreiche Angebotsmengen in den Markt spülen.
Einige Experten gehen insgesamt davon aus, dass das weltweite Ölangebot nicht mit der steigenden Nachfrage mithalten können werde, gesetzt den Fall Saudi-Arabien dreht den Ölhahn nicht wieder auf. Die Schnelligkeit des Nachfrageanstiegs in den nächsten sechs Monaten könnten für höhere Preise von bis zu 70 oder 80 Dollar pro Barrel sorgen.
Bei den Preisen deutet sich leichtes Abwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

25. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.27 $     Crude (WTI): 63.38 $     Gasoil: 544.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9060 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Produktionsrückgang stützt Ölbörsen

Bei der Interpretation des wöchentlichen Ölbestandsberichts des US-Energieministeriums (DOE) legten die Marktteilnehmer ihren Fokus am gestrigen Mittwoch nicht auf die Rohölvorräte, sondern auf die Rohölproduktion. Wie erwartet, brach die US-Raffineriekapazität aufgrund der extremen Kältewelle in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Stand seit Anfang Mai 2020 ein.
Ob die weltweiten Ölbestände tatsächlich weiter sinken werden, hängt nicht zuletzt auch von der künftigen Produktionspolitik der OPEC+ Allianz ab. Viel dürfte jedoch auch davon abhängen, ob Saudi-Arabien die im Februar und März vorgesehenen freiwilligen Kürzungen im Umfang von 1 Mio. B/T auf einen Schlag wieder zurücknimmt oder nach und nach. Derweil dürfte Russland, soweit sich bis zur nächsten OPEC+ Sitzung am Verhältnis von Angebot und Nachfrage nichts Grundlegendes mehr ändert.
Darüber hinaus gebe es nicht viel, abgesehen von der kurzfristigen Entwicklung der Covid-Fälle die tatsächlich den nächsten Weg vorgeben werden. Diesbezüglich lieferte die US-Arzneimittelbehörde am Mittwoch neue positive Meldungen, da sie den Weg für eine Zulassung des Covid19-Impfstoffs von Johnson & Johnson für den US-Markt ebnete. Die Zulassung könnte noch in dieser Woche erteilt werden, was die Impfkampagne in den USA weiter beschleunigen dürfte.
Bei den Preisen ergibt sich daraus weiterhin Aufwärtspotenzial.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

24. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 65.25 $    Crude (WTI): 61.31 $    Gasoil: 531.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9061 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten nach bearishen API-Daten weicher in den Tag

Die Ölindustrie der USA versucht sich derzeit, von der Kältewelle zu erholen, die in der vergangenen Woche sowohl den Betrieb der Produktions- als auch der Raffinerieanlagen beeinträchtigte. Dabei geht das API offenbar davon aus, dass die Einschnitte bei der Produktion den landesweiten Rohölvorräten noch nichts anhaben konnte. Bei einigen Anlagen ist jedoch noch unklar, wann der Betrieb wiederaufgenommen werden kann.
Was die Ölnachfrage angeht, rechnet man bis Ende des Jahres wieder mit dem Erreichen des Niveaus von vor der Corona-Krise. Dabei sollen vor allem die Benzine, Diesel und Heizöl zulegen. Bei der Kerosinnachfrage rechnet man jedoch erst 2022 oder gar 2023 wieder mit dem Nachfrageniveau, dass vor der Corona-Krise notiert worden war.
Wie stark und wie lange die Ölbestände noch zurückgehen wird auch von der weiteren Produktionsstrategie der OPEC+ Allianz am nächste OPEC+ Treffen am 4. März abhängen. Am Markt geht man davon aus, dass die zuletzt wieder deutlich höheren Ölpreise die Stimmen nach einer stärkeren Lockerung der Produktionskürzungen innerhalb des Bündnisses lauter werden lassen dürften.
Bei den Preisen ergibt sich daraus zumindest leichtes Abwärtspotenzial im Vergleich zu gestern.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

23. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 66.13 $    Crude (WTI): 62.42 $     Gasoil: 536.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8955 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Analyst sieht die 80 Dollar kommen - Ölfutures zurück im Aufwärtstrend

Nach zwei Tagen Kurskorrektur ist die bullishe Stimmung an die Ölbörsen zurückgekehrt und die Ölfutures setzen ihren Aufwärtstrend weiter fort. Dabei scheint die Überzeugung, dass dem Markt ein Angebotsdefizit bevorsteht, die Unsicherheit bezüglich der Raffinerieproduktion in den USA und des nahenden OPEC+ Meetings zu überwiegen. „Der positive Schwung an den Ölmärkten hält an und die Anleger sind bullish gestimmt. Es herrscht deutlich mehr Optimismus als Angst.
Auch wenn es nach wie vor Unsicherheiten am Ölmarkt gibt, scheinen die Experten in dieser Woche dennoch wieder ein mehrheitlich bullishes Marktbild zu zeichnen. Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich aktuell nicht zu sehr auf die Unwägbarkeiten in der unmittelbaren Zukunft, sondern auf die optimistischen Zukunftsaussichten, die mit einer steigenden Ölnachfrage bei gleichzeitig rückläufiger Ölproduktion eine knappere Versorgungslage prognostizieren. Selbst die Chance, dass die OPEC+ im März eine deutliche Produktionssteigerung beschließen könnte oder das mit Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran zusätzliche Ölmengen auf den Markt kommen könnten, scheint dabei ins Hintertreffen zu geraten.
Mit dieser fundamental eher bullishen Stimmung setzen die Ölfutures ihren Aufwärtstrend fort und haben ihre Vortageshochs schon überschritten. Auch die Preise weisen im Vergleich zu gestern erhebliches Aufwärtspotenzial auf.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

22. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.67 $    Crude (WTI): 59.96 $     Gasoil: 523.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8994 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
OPEC+ Meeting rückt in den Fokus – Fester Start zum Wochenauftakt

Die Wetterlage in den USA normalisiert sich zusehends und so taut Texas nach Tagen der zweistelligen Minustemperaturen langsam wieder auf. Dennoch wird es mehrere Tage dauern wird, bis die Anlagen auf Schäden überprüft wurden und dann wieder in Betrieb genommen werden können. Die Ölpreise werden in der nächsten Woche wahrscheinlich eine erhöhte Volatilität aufweisen.
Tatsächlich richten die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit schon jetzt vermehrt auf die anstehende OPEC+ Vollversammlung. Wie gewohnt überschlagen sich im Vorfeld dieser Veranstaltung die Spekulationen und Gerüchte bezüglich möglicher Entscheidungen zu Förderpolitik. In der letzten Woche hatte allein das Gerücht, Saudi-Arabien könne seine zusätzlichen Förderkürzungen von 1 Mio. B/T schlagartig beenden, für einen Preisrutsch an den Börsen gesorgt. Je nachdem, wie die Verhandlungen am 4. März ausgehen werden, besteht also durchaus die Möglichkeit einer deutlichen Kurskorrektur an den Ölbörsen.
Hinzu kommt, dass es möglicherweise zu einer Annäherung zwischen dem Iran und den USA kommen könnte. Auch wenn der Weg bis zu einer echten Einigung über das Atomabkommen noch recht steinig sein dürfte, ist eine Aufhebung oder zumindest Rückführung der Sanktionen nicht mehr reine Theorie.
Bei den Preisen zeichnet sich damit vorsichtiges Aufwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

19. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.35 $     Crude (WTI): 59.81 $    Gasoil: 522.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8962 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Fokus der Händler geht auf US-Raffinerieausfälle über - Ölfutures weicher

Der bullishe Effekt, den die aktuelle Kältewelle in den USA in den vergangenen Tagen auf die Ölbörsen ausübte, könnte bald ins Bearishe kippen, da die ersten US-Ölproduzenten angeblich bereits dabei sind, ihre Anlagen wieder in Betrieb zu setzen.
Unterdessen richten die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auch wieder auf das Ölangebot aus den OPEC+ Ländern. Nachdem es zuletzt hieß, Saudi-Arabien wolle seine zusätzlichen Produktionskürzungen wie angekündigt nur bis Ende März umsetzen und erste Daten zu den irakischen Ölexporten im Februar darauf hindeuten, dass der zweitgrößte OPEC-Produzent weder die vereinbarte Produktionsgrenze eingehalten noch Kompensationskürzungen umgesetzt hat, fragt man sich, ob das Produzentenbündnis sich beim nächsten Treffen am 4. März erneut über eine gemeinsame Linie in Sachen Produktionspolitik einigen kann.
Mittel- bis langfristig könnte zudem der Iran das Verhältnis von Angebot und Nachfrage wieder durcheinanderbringen, sollten die USA tatsächlich wieder in das Atomabkommen von 2015 eintreten und die Sanktionen gegen Teheran gelockert werden, sodass nun möglicherweise bald Gespräche mit dem Iran zum Thema aufgenommen werden könnten.
Die Ölfutures legen nach dem Rutsch auf erste Tagestiefs derzeit wieder leicht zu. Daraus ergeben sich bei den Preisen leichtes Abwärtspotenzial.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

18. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 64.88 $     Crude (WTI): 61.55 $     Gasoil: 530.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8994 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures bauen Langzeithochs aus - API-Daten und US-Produktionsausfälle stützen

Die Schätzungen zu den Produktionsausfällen, die die jüngste Kältewelle in den USA verursacht, werden immer wieder nach oben korrigiert und man geht mittlerweile davon aus, dass die landesweite Ölproduktion bereits um mehr als etwa 40 Prozent unter dem üblichen Niveau liegt. Mit einer Entspannung der Lage rechnet man nicht vor dem Wochenende.
Verzögerungen bei den Rohölimporten könnten auch zum Teil die massiven Bestandsabbauten erklären, die vom API gemeldet wurden. Beachtung werden die Marktteilnehmer allerdings bei den heutigen DOE-Daten vor allem auch der Benzinnachfrage schenken. Anders als bei den Destillaten hat diese bislang das saisonal übliche Niveau immer noch nicht erreicht.
Von den Entwicklungen in den USA abgesehen, zog gestern Saudi-Arabien die Aufmerksamkeit wieder auf sich. Die noch unbestätigte Meldung, dass das Königreich seine zusätzlichen Produktionskürzungen im April nicht mehr weiterführen wolle, versetzte den Ölbörsen am gestrigen Mittwoch einen Dämpfer.
Ob die OPEC+ insgesamt die aktuellen Produktionsgrenzen im April beibehält, wird sich wohl erst am 4. März bei der nächsten Vollversammlung der Allianz zeigen. Vorerst bleibt jedoch erst einmal die Situation in den USA im Fokus, die heute Morgen an den Ölbörsen abermals für neue Langzeithochs sorgte.
Für heute deuten sich bei den Preisen erneut Aufwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

17. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.76$     Crude (WTI): 60.35 $     Gasoil: 520.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8948 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures halten sich oberhalb der GD7

Die Kältewelle in den USA hat die dortige Ölindustrie immer noch im Griff. Die Schätzungen zu den Produktionsausfällen wurden zuletzt immer wieder nach oben korrigiert und einige Experten beziffern diese mittlerweile mit bis zu -3,5 Mio. B/T.
Bei Brent setzt sich die Backwardation (Futures mit kurzer Laufzeit sind teurer als solche mit Lieferung zu einem späteren Zeitpunkt) dagegen sowohl kurz- als auch mittelfristig weiter fort. Der Nordsee-Rohölkontrakt wurde zuletzt durch die zunehmenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten – sei es durch Drohnenangriffe jemenitischer Houthi-Rebellen auf saudische Ziele oder den Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt im Irak – gestützt. Hinzu kommen weiterhin die Produktionskürzungen der OPEC+ Partner. Diese könnten im Februar sogar stärker ausfallen als ursprünglich geplant, sollte Russlands Ölproduktion auch in der zweiten Februarhälfte wetterbedingt unter der vereinbarten Obergrenze bleiben.
Heute Abend werden die Marktteilnehmer dann noch auf die Ölbestandsdaten des API blicken. Analysten gehen in ersten Schätzungen davon aus, dass die landesweiten Rohölvorräte der USA in der Woche zum 12. Februar um 2 Mio. Barrel gesunken sind. Die Ölfutures an ICE und NYMEX orientieren sich heute Morgen bereits erneut nach oben. Somit deuten sich im Vergleich zu gestern bei den Preisen weitere Aufwärtspotenziale an.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

16. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.55$ Crude (WTI): 60.19 $ Gasoil: 512.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8891 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Wintereinbruch bringt US-Ölindustrie in Nöte – Ölfutures heute zurückhaltender

An den Ölmärkten überwiegen aktuell die bullishen Faktoren und drängen die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Nachfragesorgen etwas in den Hintergrund. So dürfte vor allem die Kältewelle in den USA für die nächsten Tage marktbestimmend sein. Eine kurzfristige Angebotsknappheit in Kombination mit einer höheren Nachfrage nach Heizöl ist dadurch kaum zu vermeiden und sorgt für Auftrieb an den Ölbörsen.
Im Auge behalten werden die Marktteilnehmer außerdem die Entwicklungen in Saudi-Arabien, wo es zuletzt wieder vermehrt zu Drohnenangriffen seitens der jemenitischen Houthi-Rebellen gekommen war. Auch wenn bisher nur Verkehrsinfrastruktur zum Ziel der Attacken geworden waren, sorgt militärische Instabilität in der Region immer für Unsicherheit an den Ölmärkten.
Sollte sich die politische Lage weiter verschärfen und tatsächlich auch wieder Ölanlagen zum Ziel der Angriffe werden, würde dies die Ölpreise noch stärker stützen.
Die aktuellen Preisniveaus lassen die Anleger vorsichtig werden und machen die Kurse entsprechend anfällig für Kurskorrekturen. Bisher bleibt WTI aber noch oberhalb der psychologisch wichtigen 60 Dollar-Marke. Deutlich besser präsentieren sich die Produktfutures, die schon früh ihre Vortageshochs überschritten haben. Für die Preise ergeben sich damit auch heute wieder klare Preisaufschläge.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

15. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.25$ Crude (WTI): 60.65 $ Gasoil: 515.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8914 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Drohnenangriffe in Saudi-Arabien und Kältewelle in den USA – WTI über 60 Dollar

Die Futures an ICE und NYMEX setzen ihren steilen Aufwärtstrend, der Anfang Februar mit den zusätzlichen Produktionskürzungen Saudi-Arabiens startete, zum heutigen Wochenauftakt fort.
Das Königreich rückt heute aber auch aus einem anderen Grund in den Fokus der Marktteilnehmer, denn die Drohnenangriffe der jemenitischen Houthi-Rebellen auf saudische Ziele haben in den letzten Tagen wieder zugenommen. Auch wenn bisher noch keine Ölanlagen getroffen wurden, sorgen die zunehmenden militärischen Spannungen für Unsicherheit an den Ölmärkten.
Auf der Angebotsseite kommt noch ein weiterer Faktor hinzu, der heute die Preise stützt. Die Kältewelle, die Teile der USA im Griff hat, droht, Teile der Ölförderung und des -transportes lahmzulegen. Laut den Experten der ANZ könnten bis zu 500.000 B/T durch Stromausfälle und wetterbedingte Abschaltungen an Ölanlagen betroffen sein.
Militärische Spannungen im Nahen Osten, die Kältewelle in Teilen der USA sowie die grundsätzlich optimistische Haltung bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung wirken heute vor allem bullish auf die fundamentale Einschätzung. Entsprechend setzen die Ölfutures schon am Morgen ihre Preisrallye fort und der New Yorker Kontrakt handelt erstmals wieder über 60 Dollar. Für die Preise ergeben sich damit heute klare Preisaufschläge im Vergleich zum Freitag.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

12. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 60.65$ Crude (WTI): 57.70 $ Gasoil: 495.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8903 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gewinnmitnahmen nach IEA Monatsreport und technischen Signalen

Der Monatsreport der IEA hat dem bullishen Markt der letzten Wochen etwas Wind aus den Segeln genommen. Die Experten sehen die Marktlage kurzfristig etwas bearish, da die Nachfrage im Vergleich zum letzten Quartal erst einmal sinken soll. Auch die Abwärtskorrektur der Ölnachfrage für 2021 wird als eine klar bearishe Entwicklung gesehen.
Allerdings werden die bearishen Effekte vor allem in der ersten Jahreshälfte zum Tragen kommen. In der zweiten Jahreshälfte dürfte das Bild nach Ansicht der IEA wieder ein anderes sein und die Ölbestände weltweit deutlich sinken. Dabei ruhen die Hoffnungen vor allem auf einem raschen Anstieg der Ölnachfrage, wenn die Lockdowns nach dem Winter und mit einer umfangreichen Impfung aufgehoben oder zumindest signifikant gelockert werden können.
Die Marktlage bleibt weiter im Spannungsfeld von kurzfristig bearisher Nachfragesorgen und den Kürzungen der OPEC. Langfristig sehen die Experten den Markt hingegen tendenziell bullish, während auch die Backwardation Konstellation dieses Bild widerspiegelt. Nachdem der Monatsreport der IEA, der einen großen Einfluss auf die Börsen hat, allerdings bearish ausfiel, ist es aktuell zunächst eine fundamental leicht bearishe Situation. Mit den Gewinnmitnahmen von gestern Abend deuten sich damit Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish
 
 

11. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 61.16$ Crude (WTI): 58.41 $ Gasoil: 498.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8898 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures brechen aus kurzfristigen Aufwärtstrends aus

Das DOE überraschte bei seinem wöchentlichen Ölbestandsbericht am gestrigen Mittwoch mit einem überraschend deutlichen Rückgang der landesweiten Rohölvorräte der USA. Nach der Veröffentlichung der DOE-Daten kletterten sowohl Brent als auch WTI auf den höchsten Stand seit dreizehn Monaten.
Der Anstieg der Benzinvorräte auf den höchsten Stand seit Juni ergab sich unter anderem durch die höhere Raffinerieproduktion und die im saisonalen Vergleich immer noch schwache Benzinnachfrage. Leichten Optimismus im Hinblick auf die mittelfristige Entwicklung der Benzinnachfrage in den USA könnte davon ausgehen, dass die diesjährige US-Fahrsaison besser ausfallen werde als 2020.
Zumindest bis März werden die Produktionskürzungen der OPEC+ und die zusätzlichen Kürzungen Saudi-Arabiens noch für eine künstliche Verknappung des weltweiten Angebots sorgen. Während dies zuletzt auch zu einem Rückgang der weltweiten Bestände geführt hat, geht die EIA in ihrem aktuellen Monatsbericht davon aus, dass sich dieser Rückgang im Verlauf des Jahres verlangsamen wird, da auch wieder mehr Öl gefördert werden wird.
Heute Morgen notieren die Ölfutures in etwa im Bereich der Schlusswerte von Mittwoch, so dass sich bei den Preisen geringfügige Veränderungen ergeben.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

10. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 60.95$ Crude (WTI): 58.16 $ Gasoil: 496.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8914 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Leichte Gewinnmitnahmen trotz bullisher API-Daten

Der Brent-Kontrakt hielt sich preislich am Dienstag oberhalb von 60 Dollar pro Barrel und kletterte zeitweise sogar über 61 Dollar. Psychologisch ist ein Brent-Preis von über 60 Dollar für den Markt eine großartige Sache.
Dass die höheren Preise auch die US-Ölproduktion rasch wieder steigen lassen, davon geht die EIA in ihrem gestern veröffentlichten Monatsbericht auf kurze Sicht nicht aus. Die Experten gehen stattdessen davon aus, dass die US-Rohölproduktion in den kommenden Monaten weiter sinkt.
Was die US-Ölbestände anbelangt, so könnten die offiziellen wöchentlichen Bestandsdaten des DOE heute Nachmittag noch einmal für bullishe Impulse sorgen, sollten sie die vom API registrierte Bestandsentwicklung bestätigen. Fallen die Abbauten bei Rohöl deutlich schwächer aus als vom API gemeldet, könnten die Daten des DOE auch einen leicht bearishen Einfluss auf die Ölfutures haben.
Auf kurze Sicht werden die Marktteilnehmer außerdem die Entwicklung des Streiks am libyschen Ölhafen Hariga im Auge behalten. Sollte die Maßnahme noch auf andere Häfen ausgeweitet werden, wäre dies ein weiterer bullisher Faktor.
Heute Morgen notieren die Ölfutures weiterhin auf hohem Niveau, allerdings unterhalb der Vortageshochs, wodurch sich bei den Preisen teilweise leichtes Abwärtspotenzial zu gestern ergibt.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

09. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 61.14$ Crude (WTI): 58.47 $ Gasoil: 500.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8963 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preisrallye setzt sich fort - Lieferausfälle aus Libyen

Sowohl Brent als auch WTI setzen ihren steilen Aufwärtstrend, der Anfang Februar begonnen hat, fort und markieren ein Langzeithoch nach dem anderen. Die Corona-Talsohle scheint endgültig durchschritten und die beiden Rohölkontrakte notieren so hoch wie seit Januar 2020 nicht mehr.
Die zusätzlichen Förderkürzungen Saudi-Arabiens sind der Hauptgrund dafür, dass sich die stabile Gewinnsträhne nun schon seit über einer Woche hinzieht. Die Marktteilnehmer scheinen überzeugt, dass diese Maßnahme die kurzfristigen Corona bedingten Unsicherheiten ausgleichen kann.
Mittel- und langfristig verlässt man sich am Markt darauf, dass die weltweiten Impfkampagnen über kurz oder lang Wirkung zeigen werden und dass die Wirtschaft mit umfangreichen staatlichen Hilfspaketen weiter angekurbelt werden kann.
Experten warnen jedoch auch davor, dass sich sowohl Brent als auch WTI charttechnisch im überkauften Bereich befinden.
In dieser Woche erwarten die Marktteilnehmer neben den wöchentlichen US-Ölbestandsveränderungen auch die Monatsberichte von EIA, IEA und OPEC. Neben den Prognosen für die Nachfrageerholung tritt auch wieder vermehrt die Angebotsseite in den Fokus. Sinkende Lagerbestände weltweit sowie die strikten OPEC+ Förderkürzungen, tun ihr Übriges und wirken bullish.
Aus fundamentaler Sicht überwiegen damit weiterhin die bullishen Faktoren. Daher zeichnen sich für heute deutliche Preisaufschläge zu gestern ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

08. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 59.84$ Crude (WTI): 57.39 $ Gasoil: 488.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8997 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

60 Dollar im Visier – Preisanstieg zum Wochenauftakt

Die Preisrallye an den Ölbörsen ist auch mit Beginn der neuen Woche ungebrochen und Brent ist auf dem besten Wege, erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder die 60 Dollar zu knacken. Man rechnet damit, dass auch WTI bald die 60 Dollar anpeilen wird.
Da die Impfstoffverteilung voranschreitet, fühlen sich die Händler bei den aktuellen Preisen wohl, zumal auch die Nachfrage aus China anhaltend robust ist.
Einer der Gründe für die aktuelle Preisrallye ist der Rückgang der weltweiten Lagerbestände. Diese waren zu Beginn der Corona-Krise fast überall auf der Welt stark angeschwollen und ein Hauptgrund dafür gewesen, dass die Preise für WTI im April 2020 ins Minus rutschten.
Trotz des ewigen Damoklesschwertes Corona scheinen aktuell die bullishen Aspekte am Markt zu überwiegen oder zumindest von den Marktteilnehmer stärker bewertet zu werden. Anzeichen für eine nach wie vor robuste Nachfrage aus Asien sowie weltweit sinkende Lagerbestände und die damit verbundene Aussicht auf eine mittel- und langfristige Angebotsverknappung stützen auch zum heutigen Wochenbeginn und sorgen für eine Fortsetzung der Preisrallye.
So zeichnen sich bei den Preisen rein rechnerisch leichtes Aufwärtspotenzial im Vergleich zu Freitag ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

05. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 59.17$ Crude (WTI): 56.59 $ Gasoil: 483.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9038 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Rohölfutures weiter im Aufwind

Die Rohölfutures schrieben in den vergangenen Tagen immer neue Langzeithochs. Vor allem die für Februar und März angekündigten Zusatzkürzungen Saudi-Arabiens sorgten zu Beginn der Woche für Aufwärtspotenzial. Aber auch von anderer Seite erhielten die Ölbörsen in dieser Woche Rückenwind.
Das steigende Vertrauen darin, dass ein Aufschwung bei der Erholung der Wirtschaft und der Ölnachfrage um die Ecke lauert, ist ein Hauptantrieb für. Die gleichzeitige Verknappung des Angebots durch die zusätzlichen Kürzungen der Saudis gebe darüber hinaus noch Rückenwind. Experten halten es daher sogar für möglich, dass sich Brent auf gutem Wege zum „60-Dollar-Meilenstein“ befindet.
Hinzu kamen die Entwicklungen im Hinblick auf das von Präsident Biden angekündigte Corona-Hilfspaket für die USA. Zwar hatten einige republikanische Senatoren Anfang der Woche noch deutlich gemacht, dass sie sich ein deutlich kleineres Konjunkturpaket vorstellen, die Gesprächsbereitschaft insgesamt wurde jedoch von den Finanzmarktteilnehmern positiv bewertet.
Auch aus China gab es zuletzt positive Meldungen zur Nachfrageentwicklung. So soll die Volksrepublik seine Rohölimporte zum Jahresbeginn deutlich gesteigert haben.
Heute Morgen zeigten sich die Ölfutures an ICE und NYMEX zunächst einmal weiter fest, wodurch sich bei den Preisen erneut Potenzial für Aufschläge ergibt.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

04. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 58.86$ Crude (WTI): 56.19 $ Gasoil: 479.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9005 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

JMMC rät zur Beibehaltung der bisherigen OPEC+ Vereinbarungen

Die landesweiten Rohölvorräte der USA sanken in der vergangenen Woche laut DOE auf den niedrigsten Stand seit Ende März. Dagegen stiegen die Benzinvorräte in der Woche zum 29. Januar auf den höchsten Stand seit Juni.
Einerseits lag dies an der höheren Raffinerieproduktion, andererseits an der schwächeren Nachfrage nach Benzin. Ob der Wintereinbruch in der vergangenen Woche Grund zur Sorge ist, wird sich also wohl erst in den kommenden Wochen zeigen.
Im Hinblick auf die weltweite Ölnachfrage herrscht dem OPEC+ Planungsgremium JMMC zufolge zumindest kurzfristig erst einmal noch Unsicherheit vor. Allerdings geht man davon aus, dass die Covid-19 Impfkampagnen sich im weiteren Jahresverlauf positiv auf die Nachfrage auswirken werden.
Die EIA prognostiziert in ihrem, jährlich erscheinenden längerfristigen Ausblick für den Energiemarkt (AEO) derweil, dass die US-Rohölproduktion im Basisszenario erst ab 2023 wieder auf das Niveau von 2019 zurückkehren werde. Danach werde sie jedoch bis 2050 auf Rekordniveaus verharren. Mögliche neue gesetzliche Regelungen für die Energie- beziehungsweise Ölindustrie wurden bei diesem Szenario nicht miteinkalkuliert.
Die Ölfutures starteten auch heute Morgen wieder auf hohem Niveau. Damit deutet sich bei den Preisen derzeit weiteres Potenzial für Aufschläge an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

03. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 57.73 $ Crude (WTI): 55.00 $ Gasoil: 472.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8983 Rheinfracht: 13.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures bleiben fest - Bullishe API-Daten stützen

Mit den bullishen Daten des API von Dienstagnacht rückten zuletzt die US-Ölbestände wieder etwas in den Vordergrund. Nachdem das DOE am vergangenen Mittwoch einen überraschend starken Rückgang der landesweiten Rohölvorräte gemeldet hatte, sollen diese laut API nun in der aktuellen Berichtswoche erneut deutlich abgenommen haben.
Sollte das DOE den Bestandsrückgang bestätigen, wären die landesweiten Rohölvorräte in der vergangenen Woche so niedrig wie seit Anfang April 2020 nicht mehr. Zum Abbau der US-Rohölvorräte dürfte im Januar vor allem die Nachfrage aus Asien geführt haben. So sollen beispielsweise die Exporte in Richtung Südkorea, China und Indien im vergangenen Monat mit insgesamt fast 15 Millionen Barrel ein Rekordniveau erreicht haben.
Mit den restriktiven Maßnahmen die China zuletzt jedoch wegen der wiederaufflammenden Corona-Pandemie verhängt hatte, könnten die US-Rohölexporte aufgrund der zu erwartenden schwächeren Nachfrage in den nächsten Wochen wieder abflauen.
Davon abgesehen behalten die Marktteilnehmer die Entwicklungen im Hinblick auf das geplante Corona-Hilfspaket der US-Regierung im Auge und hoffen wieder auf einen ordentlichen Schub für die US-Wirtschaft und die Ölnachfrage.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX bleiben daher heute Morgen erst einmal auf hohem Niveau. Bei den Preisen zeichnen sich Preissteigerungen ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

02. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 56.94 $ Crude (WTI): 54.20 $ Gasoil: 463.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8970 Rheinfracht: 13.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preisrallye mit saudischen Kürzungen – Ölfutures starten fester in den Tag

Die kurzfristigen Nachfrageaussichten bleiben ein Belastungsfaktor an den Ölmärkten. Nach wie vor machen sich die Marktteilnehmer Sorgen über die die rasante Verbreitung der neuen, deutlich ansteckenderen Virusmutationen und die schleppend verlaufenden Impfkampagnen. Während die EU darum kämpft, genug Impfstofflieferungen zu bekommen, bringen die neuen Corona-Hotspots in China und anderen asiatischen Ländern die Erholung der Kraftstoffnachfrage ins Wanken. Insbesondere das rückläufige Flugaufkommen ist Beleg für die sinkende Reiseaktivität und Kraftstoffnachfrage.
Doch die bearishe Nachfrageseite wird zu Beginn des neuen Monats durch eine bullishe Angebotsseite ausgeglichen. Die Kürzungen Saudi-Arabiens von zusätzlich 1 Mio. B/T sowie die grundsätzliche Quotentreue der restlichen OPEC+ Mitglieder haben einmal mehr ihren Zweck erfüllt und die Ölpreise vor einem erneuten Einbruch bewahrt.
Fundamental gesehen bleibt das Spanungsfeld aus kurzfristigen Unsicherheiten und mittel- und langfristigen Erholungsaussichten bestehen. An den Ölbörsen wirkt die aktuelle Angebotsverknappung aber zunächst bullish und hat gestern für eine kleine Erholungsrallye gesorgt. Auch heute können die Ölfutures an ICE und NYMEX zunächst weiter zulegen und haben ihre Vortageshochs schon überschritten. Bei den Preisen zeichnet sich damit ebenfalls klares Aufwärtspotenzial im Vergleich zu gestern ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

01. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.33 $ Crude (WTI): 52.36 $ Gasoil: 450.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8920 Rheinfracht: 13.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudische Zusatzkürzungen stützen die Ölfutures

Mit Beginn des neuen Monats startet Saudi-Arabien seine zusätzlichen Förderkürzungen. Das Königreich wird damit im Februar und März zusätzlich zu den vereinbarten Kürzungen 1 Mio. B/T vom Markt nehmen. Bei den Marktteilnehmern sorgt dies zum Monatsbeginn für verhaltenen Optimismus.
Die mittelfristigen Aussichten für Öl sehen gut aus, aber es gibt kurzfristige Risiken rund um das Virus und die Impfkampagnen. Sorgen bereitet außerdem das nach wie vor schleppende Voranschreiten der Impfkampagnen vor allem in Europa. Zwar ist der Impfstoff des britischen Pharmaherstellers AstraZeneca inzwischen auch in der EU zugelassen, doch der Streit um deutlich niedrigere Liefermengen ist noch nicht vorbei.
Gemäß einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters erwarten die meisten Analysten, dass die Ölpreise für den Großteil des Jahres auf dem aktuellen Niveau bleiben werden, bevor dann zum Jahresende eine deutlichere Erholung einsetzen wird.
Gleichzeitig scheint sich aber auch die US-Schieferölindustrie wieder etwas zu erholen. Der Baker Hughes Bericht zu den gebohrten, aber noch nicht erschlossenen Ölanlagen wies in der vergangenen Woche immerhin wieder einen Anstieg von +6 auf.
Wir bleiben somit bei unserer fundamental neutralen Einschätzung. Bei den Preisen zeichnet sich leichte Aufwärtsspielräume ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish